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    AW: Lüge und Betrug aus der Sicht der "Täter"

    Leda für Post #99.

    Pepkuss darin liegt der Schlüssel der Reaktionen, die Dir entgegenschlagen. Siehe auch Post #85 von RomySophie.

  2. gesperrt

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    AW: Lüge und Betrug aus der Sicht der "Täter"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sobald man keine Handlungsalternativen erkennt und somit auch keine hat, ist man in der selbstgebauten Sackgasse.

    Zuhause hat es also keinen Spass mehr gemacht und das Doppelleben machte auch keinen Spass.

    - Wenn da mal kein grundlegend spassfreies eigenes Verhaltensmuster dahinter liegt.
    Leda

    Dann braucht ein Mann natürlich jemanden, der Programm bietet, um sich der eigenen inneren Leere nicht stellen zu müssen. Und irgendein Programm bietet sich immer an.

    Gleichzeitig besteht nicht die Fähigkeit Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen. Es ist schon gruselig mit anzusehen, wie der ein oder andere Mann seine Energie ins Leere lenkt anstatt mal anzufangen bei sich selbst aufzuräumen.

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    AW: Lüge und Betrug aus der Sicht der "Täter"

    Hallo pepkuss

    Mensch, das ist kompliziert. Also: ich verstehe, bzw. lese dich so, dass du gerne eine Art "Schwamm drüber" von deiner Ex hättest. Ich denke, ob diese Form des Verzeihens oder Verarbeitens oder wie auch immer du das nennen willst, möglich ist, entscheidet der Mensch alleine. Also, wenn deine Ex der Meinung ist, du bist einfach kein Mensch, mit dem sie Kontakt haben will - dann ist das wohl so. Das kann man nicht einfordern, denke ich.

    Jetzt habt ihr gemeinsame Kinder. Das heisst für mich, eine gewisse Form des respektvollen Umgangs wäre deutlich wünschenswert.

    Wenn du objektiv drauf guckst - herrscht dieser respektvolle (wenn auch deutlich ablehnende) Umgang zwischen Euch?

    Viele Grüsse

    annapaulemax
    The aim of life is to live, and to live means to be aware, joyously, drunkenly, serenely, divinely aware (Henry Miller)

    ▬|████|▬

  4. Inaktiver User

    AW: Lüge und Betrug aus der Sicht der "Täter"

    ich möchte noch eine frage zusätzlich stellen, peppkuss : argumentierst du deiner ex gegenüber so vehement wie hier in den strängen? oder formulierst du im gespräch mit ihr behutsamer, da du um die alten narben weißt ?

    ich kann von meiner warte aus bestätigen, was andere genereller formuliert schon in die diskussion einbrachten : mein ex hätte zwar durchaus mein verständnis, wenn er sagen würde, ER konnte nicht anders (das weiß ich selber ) - aber mein verständnis hört da auf, wo er MICH als grund für seinen betrug anführt.

    diese absolution bekommt er nicht

  5. Inaktiver User

    AW: Lüge und Betrug aus der Sicht der "Täter"

    Zitat von pepkuss Beitrag anzeigen
    Betrug, so wie ich ihn aus meinem Leben kenne, war aus der Not geboren und hat mir nicht Spaß gemacht. Es gab eine Zeit (sie dauerte ein paar Monate), da führte ich ein Doppelleben, nicht weil ich das wollte, sondern weil der Widerspruch zwischen dem Gefühl, meiner Frau und meiner Familie verpflichtet zu sein und dem Bedürfnis, eine erfüllte Liebesbeziehung zu leben, eben eine Zeitlang zu einer Entscheidungsunfähigkeit geführt hatte, die ich nicht sofort auflösen konnte.


    ....nur ne Frage an Pepkuss: bist du Jurist?
    Der Beitrag liest sich, finde ich, wie ein Kommentar in irgendeiner juristischen Zeitschrift.

    Hat hier eigentlich mal jemand überlegt, dass Täter vielleicht auch Opfer sind?

    Lg
    Funke
    Geändert von Inaktiver User (30.05.2009 um 00:40 Uhr) Grund: ein Wort gelöscht/ außerdem: Grammatik

  6. Inaktiver User

    AW: Lüge und Betrug aus der Sicht der "Täter"

    ... außerdem: aus welcher Not wurde dein Seitensprung geboren?

    Nicht, dass ich mich auf ein Podest stellen möchte: ich bin Täterin.
    Aber letztendlich ein Opfer.

    Ich finde,das Leben ist nicht schwarz/weiß. Es gibt so viele unterschiedliche Grautöne wie es unterschiedliche Menschen gibt.

    Wesentlich ist in meinen Augen , ob man in der Lage und Willens ist, über das Ganze zu reflektieren.

    Und ob man aus dem "Tatbestand" etwas lernt.
    Dumpfes Quervögeln ist flach. Kompensieren m.E. etwas anderes.

    Wer hat eigentlich die Regeln, die Moral aufgestellt, dass man nicht irgendwann einem Menschen über den Weg laufen darf, den man im Moment begehrenswerter findet als den langjährigen Partner? Das man den Partner, den "Geliebten", sich selbst dabei verletzt --- kalkuliert man das ein? Nein. Ich nicht.
    Das ich dann im Laufe der Geschichte dann Federn verloren habe ---- mein Problem? Wirklich nur meines?
    Wäre die Geschichte vielleicht eine MÖGLICHKEIT gewesen?
    Wer kann sich hinstellen und versuchen zu richten? Die Betrogenen? Die vermeindlichen Opfer?
    Mir stellt sich wirklich die Frage, ob ich mich durch mein Betrügen nicht selbst zum Opfer gemacht habe.
    Nein, Schwarz/Weiß geht hier nicht. Für mich jedenfalls nicht.
    Nun gut.
    Funke
    Geändert von Inaktiver User (30.05.2009 um 01:05 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Lüge und Betrug aus der Sicht der "Täter"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer hat eigentlich die Regeln, die Moral aufgestellt, dass man nicht irgendwann einem Menschen über den Weg laufen darf, den man im Moment begehrenswerter findet als den langjährigen Partner? Das man den Partner, den "Geliebten", sich selbst dabei verletzt --- kalkuliert man das ein? Nein. Ich nicht.
    Das ich dann im Laufe der Geschichte dann Federn verloren habe ---- mein Problem? Wirklich nur meines?
    Wäre die Geschichte vielleicht eine MÖGLICHKEIT gewesen?
    Wer kann sich hinstellen und versuchen zu richten? Die Betrogenen? Die vermeindlichen Opfer?
    Mir stellt sich wirklich die Frage, ob ich mich durch mein Betrügen nicht selbst zum Opfer gemacht habe.
    Nein, Schwarz/Weiß geht hier nicht. Für mich jedenfalls nicht.
    Nun gut.
    Funke
    Einerseits, für den ersten Teil:

    Andererseits: ich glaube, da sollte man schon Farbe bekennen nach dem Motto: no risk, no fun. Und wenn es dann schief geht - besonders wenn sehenden Auges das Risiko gewählt wurde - dann kehrt man hinterher diskret die Scherben seines Egos zusammen und gut is. Bei wem sollte man sich ausheulen? Beim Betrugspartner, der durch das Rumgejammer wahrscheinlich sowieso schnell die Lust am Abenteuer verliert, sofern es nicht eh blos ein ONS war? Beim Partner, den man hintergangen hat, und der jetzt auch noch stützen & trösten soll? No way!

    Zum Opfer hab ich mich ja, als Betrügender, schliesslich selbst gemacht. Wobei ich die Opfer-Täter-Begrifflichkeit in diesem Zusammenhang ablehne, rein gefühlsmässig.

    "Man" bin ich hier übrigens selber, also: so handhabe ich das für mich. Gilt nicht für jeden, soll keine Allgemeingültigkeit in den Raum stellen, was hoffentlich klar ist.

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    AW: Lüge und Betrug aus der Sicht der "Täter"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich möchte noch eine frage zusätzlich stellen, peppkuss : argumentierst du deiner ex gegenüber so vehement wie hier in den strängen? oder formulierst du im gespräch mit ihr behutsamer, da du um die alten narben weißt ?

    ich kann von meiner warte aus bestätigen, was andere genereller formuliert schon in die diskussion einbrachten : mein ex hätte zwar durchaus mein verständnis, wenn er sagen würde, ER konnte nicht anders (das weiß ich selber ) - aber mein verständnis hört da auf, wo er MICH als grund für seinen betrug anführt.

    diese absolution bekommt er nicht
    Liebe ibn;
    da schließ ich mich gerne an

    Lucky1
    Immer wenn du meinst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her

  9. gesperrt

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    AW: Lüge und Betrug aus der Sicht der "Täter"

    Zitat Zitat von Rhea Beitrag anzeigen
    Leda

    Dann braucht ein Mann natürlich jemanden, der Programm bietet, um sich der eigenen inneren Leere nicht stellen zu müssen. Und irgendein Programm bietet sich immer an.

    Ich denke, es handelt sich hier nicht um ein männerspezifisches Thema.

    In meinem Fall musste ich mich meiner eigene "innere Leere" nicht stellen. Es ging um ein anderes Thema: die Qualität meiner Partnerschaft, an die ich mit zunehmenden Alter andere Ansprüche stellte als bisher.

    Mein Leben und mein Blick auf die Dinge entwickelten sich weiter. Und ich musste feststellen, dass ich mir eine grundlegend andere Partnerschaft wünsche.

    Und wie so häufig: wenn man sich was wünscht, kommt es ins Leben.

    Und ich bin glücklich.

    pepkuss

  10. Inaktiver User

    AW: Lüge und Betrug aus der Sicht der "Täter"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer hat eigentlich die Regeln, die Moral aufgestellt, dass man nicht irgendwann einem Menschen über den Weg laufen darf, den man im Moment begehrenswerter findet als den langjährigen Partner?
    keiner - eine solche Regel gibt es nicht.

    aber ein Treueversprechen, in dem man versprochen hat, sich diesem Begehren nicht hinzugeben.

    Gruß, Leonie

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