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  1. User Info Menu

    AW: Das Leben nach dem Betrug

    Hallo themir,

    Zitat Zitat von themir Beitrag anzeigen
    AnnnaLena, Du hast für Dich ja Deine Entscheidung gefunden. Bei Paradies ist es ja glaub ich eher so -was absolut nachvollziehbar ist, dass alles noch "offen ist" ... .
    Sie wird ihren Weg finden; in welche Richtung auch immer ... .

    Kannst Du ein ganz klein wenig die Ängste verstehen, die dasind, wenn es darum geht, evtl. ein "altes Leben" aufzugeben?

    Ja klar kann ich die Ängste verstehen! Ich hatte auch Ängste! Aber man muss sich klar machen, wohin das führt und dass Angst klein macht!

    Zugegeben, bei meinem Exmann ging es nicht um ein bisschen blasen. Es ging um seine BDSM-Neigungen, die ich nur im Ansatz teilen konnte. Die Neigung dazu und die Freude an solchen Dingen lässt sich aber nicht dauerhaft unterdrücken oder wegtherapieren.

    Hätte ich das damals früher verstanden, hätte er mich weniger lang oder nicht wiederholt betrogen. Das ist trotzdem das Einzige, was ich ihm bis heute krumm nehme. Aber nicht seine sexuellen Bedürfnisse oder seine Neue, mit der er sie jetzt auslebt.

    Letztlich lag es aber an mir, seine Bedürfnisse mit ihm zu teilen oder mich zu trennen und ich habe mich getrennt.

    Vielleicht gehöre ich deswegen nicht zu den verbitterten Motzkühen, die gegen den Ex muhen und gegen die Nexten geifern. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und muss entsprechend für sich selbst handeln und nach vorn schauen.

    Paradies betont zu sehr, was für einen tollen, gut verdienenden Mann sie hat und was für eine ... seine Geliebte ist. Was sagt das über Paradies aus? Wenn das ihre Meinung ist und sie ihren tollen, gut verdienenden Mann behalten will, wird sie selbst ein gutes Blashäschen werden müssen.

    Viele Grüße
    AnnnaLena

  2. User Info Menu

    AW: Das Leben nach dem Betrug

    Hallo Paradies,

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Blashäschen hat ja ähnlich gedacht. Es gibt wohl Frauen, die die Erfahrung machen mussten, dass sie als Mensch nie einen Mann von sich überzeugen konnten. Dadurch haben sie vielleicht die Idee entwickelt, dass sie wenigstens durch entsprechende Leistungen einen Mann bekommen könnten. Ich möchte mir nicht ausmalen, was eine Frau mit einem Mann erlebt hat, die sich freiwillig so unterordent.
    Dieser Beitrag sagt viel über dich aus. Du kannst deinen Mann selbst nicht sexuell voll von dir überzeugen, sonst bräuchte er keine Geliebte und frage dich auch danach, wie sehr du dich unterordnest, indem du deinem Mann den Rücken für seinen Beruf und sein "Blashäschen" freihältst.

    Viele Grüße
    AnnnaLena

  3. Inaktiver User

    AW: Das Leben nach dem Betrug

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nehmt mir's nicht übel, aber es wird bangig Zeit, dass es in diesem unserem Land mal wieder nix zu fressen gibt - mal sehen, mit was die Herren der Schöpfung sich dann beschäftigen - ob sie dann immer noch vorrangig an die Erfüllung ihrer sexuellen Wünsche denken, möchte ich ganz stark bezweifeln.

    Dieses Volk verrottet immer mehr, weil es von Langeweile getrieben wird, und keine richtigen Probleme oder Perspektiven hat - zum kotzen!
    Männer und Frauen sind schon immer fremd gegangen, egal was für Umstände es gab.

  4. Inaktiver User

    AW: Das Leben nach dem Betrug

    Zitat Zitat von themir Beitrag anzeigen
    ... weiß nicht , vielleicht gibt es auch Frauen, die einfach nur "zielorientiert" sind, und da geht´s garnicht immer um unterordnen ...
    Sie ordnen sich unter, weil sie zielorientiert sind. Traurig ist, dass sie dabei gar nicht merken, dass sie sich umsonst abmühen, da sie dem Mann für mehr als Blashäschen nun einmal nicht genügen.
    Dabei tut sich natürlich die Frage auf, inwieweit der Mann ehrlich war und der Frau ihre Funktion für ihn auch kommuniziert hat, oder in wieweit er ihre Hoffnungen absichtlich geschürt hat mit evtl. Versprechungen, die er natürlich nie umsetzen wollte?

  5. Inaktiver User

    AW: Das Leben nach dem Betrug

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Blashäschen

    Evtl. geht es ganz einfach um eine auf die Sexualität bezogene Unterordnung. Es gibt ja auch viele erfolgreiche und durchsetzungsstarke Männer, die zu Dominas gehen oder auch mit ihren Partnerinnen sexuell ihre devote Seite ausleben. Dasselbe gilt für erfolgreiche aber eben sexuell devote Frauen.

    Auf das allgemeine Leben muss das keinen Einfluss haben.

    Ich finde Deine Haltung irgendwie sehr abwertend.
    Mein Mann nennt sie ein sexuelles Abenteuer. Über ihren Status sind wir uns sehr einig. Sie ist auch im restlichen Leben eine Verliererin. Das scheint für meine Mann einen zusätzlichen sexuellen Kick ausgemacht zu haben. Wahrscheinlich hat er sich ihr gegenüber dann noch größer gefühlt.

    Der Gedanke mit dem Sadismus kam mir auch. Allerdings gab es weder von ihm noch in ihren mails ein Anzeichen dafür, dass er sich sadistisch an ihr ausgelassen hätte. Es scheint ihm nicht darum zu gehen, jemandem beim Sex weh zutun, sondern darum mit jemandem Sex zu haben, der zu ihm aufsieht, ihm das Gefühl gibt ein ganz toller Hecht zu sein und sich dafür ihm unterordnet und ihm folgt und befriedigt.

  6. User Info Menu

    AW: Das Leben nach dem Betrug

    Hallo Paradies,

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie ordnen sich unter, weil sie zielorientiert sind. Traurig ist, dass sie dabei gar nicht merken, dass sie sich umsonst abmühen, da sie dem Mann für mehr als Blashäschen nun einmal nicht genügen.
    Dabei tut sich natürlich die Frage auf, inwieweit der Mann ehrlich war und der Frau ihre Funktion für ihn auch kommuniziert hat, oder in wieweit er ihre Hoffnungen absichtlich geschürt hat mit evtl. Versprechungen, die er natürlich nie umsetzen wollte?
    Was unterscheidet dich von dieser Frau? Ist deine Rolle nicht viel erbärmlicher? Du bist finanziell voll von deinem Mann abhängig. Du wirst von deinem Mann belogen, hintergangen und betrogen, du bläst ihm nicht gut genug einen, ob er die andere liebt und vielleicht daran denkt, dich eines Tages zu verlassen, wirst du nie erfahren.

    Du solltest der anderen gegenüber nicht so hochmütig sein, sondern daran arbeiten, wie du deine Ehe so gestalten kannst, dass dein Mann sie nicht mehr braucht. Oder du musst dich trennen und auf deinen gutverdienenden Kapitano verzichten.

    Wie sehr musst du außerdem deinen Mann für seine sexuellen Wünsche verachten, wenn du so abfällig über seine Geliebte sprichst?

    Wie wäre es, wenn du beruflich für dich etwas auf die Beine stellst, damit du nicht nur die blütenreine Frau für Familie, Haushalt und Kinderaufzucht bist, sondern auch ohne das Geld deines Mannes leben kannst? Das würde dich ihm gegenüber weniger klein und abhängig machen und dir den Freiraum geben, über eine Trennung nachzudenken.

    Viele Grüße
    AnnnaLena

  7. Inaktiver User

    AW: Das Leben nach dem Betrug

    Zitat Zitat von Dieclou Beitrag anzeigen
    Liebe Paradies,

    das klingt......ambivalent. Grundsätzlich würde ich sagen, dass es gut und wichtig ist, dass Dein Mann mit Dir redet. Dass er dabei augenscheinlich offen und ehrlich ist und dass er mit Dir (zum ersten Mal?) auch über die Dinge spricht, für die er sich schämt. Das setzt ein großes Vertrauen voraus. Ich vermute, so sieht sein Kämpfen um Dich aus. Du sagst, Du hast das Gefühl, dass er da ehrlich zu Dir ist. Ich denke nicht, dass Dich Dein Bauchgefühl trügt. Daraus folgt nämlich, und auch das ist gut, dass er ebenso sieht, dass es da ein Problem gibt, das sich nicht einfach dadurch erledigen wird, dass einer von beiden sich ändert. Was mich zu der interessanten Frage zurückbringt, die Prijon Dir mal in dem ersten Thread gestellt hat: Hältst Du es für möglich, dass Dein Mann tief im Innersten gar nicht traurig ist, dass Du es herausgefunden und die Dinge so ins Rollen gebracht hast?

    Sein Bedürfnis, so es von Dir richtig interpretiert wird, lässt keinen eindeutigen Schluss zu. Es gibt Menschen, die mögen beim Sex solche Spielchen. Auch das muss nicht per se schmutzig sein. Was Du da beschreibst, macht Deinen Mann noch nicht zum Triebtäter. Es gibt Paare, die sehr auf Augenhöhe leben und im Bett das Spiel mit der Unterwerfung praktizieren. Dein Mann ist also nicht krank. Ich sage das nicht, um Dir zu sagen, dass Du in Deiner Wahrnehmung, er habe da etwas verknüpft, falsch liegst. Das ist DEINE Wahrnehmung, sie ist absolut legitim. Aber Dein Mann muss nicht zwangsläufig fehlsozialisiert sein. Seine Wahrnehmung kann genauso legitim sein. Das - und die Distanz beider Positionen - anzunehmen, schafft erst wirkliche Augenhöhe für eine ernsthafte Auseinandersetzung. Wie auch immer das Ergebnis aussehen könnte.

    Darüber hinaus gibt es aber auch Männer, die solche Machtspielchen nicht des sexuellen Kicks wegen brauchen, sondern zur Bestätigung des Selbstwerts. Was denkst Du - könnte das bei Deinem Mann ein Problem sein?

    Am Ende, liebe Paradies, ist das Auffliegen erst gut zwei Monate her. Jetzt geht es um eine Bestandsaufnahme. Du musst jetzt keine Entscheidung fällen. Zumindest keine, die zementiert wäre. Dein letzter Absatz ist, denke ich, eine wichtige Erkenntnis für Dich selbst. Fühlst Du Dich wohl mit den Gesprächen, die ihr gerade führt? Also, abgesehen davon, dass der Inhalt schmerzlich für Dich ist, ich meine die Art und Intensität der Gespräche? Wie fühlt sich für Dich der Gedanke an, Euch angesichts der Dimension professionelle Hilfe zu holen, die Euch dabei helfen kann, die Gespräche in Gang zu halten und einzuordnen und zu einer Lösung - welcher auch immer - zu bringen?

    Liebe Paradies, es ist schwer, in einer solchen Situation einen finalen Ratschlag zu geben. Ich kann Dir nur folgendes sagen: Höre auf Deinen Bauch. Nimm Dich ernst. Und lass Dir nicht einreden, dass Du einen Strich unter die Sache ziehen sollst, bevor Du nicht wirklich dazu bereit bist - in die eine oder andere Richtung. Und vor allem: Du hast Zeit!

    Liebe Grüße
    Babette
    Hallo Babette,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Ja, du hast Recht. Die Gesamtsituation ist genauso ambivalent, wie das eigentliche Problem. Auf der einen Seite sind die guten Säulen unserer Ehe in der Krise wieder sehr deutlich geworden. Wir kommunizieren, mein Mann liebt mich sehr und will um mich kämpfen usw. Als Team funktionieren wir nach wie vor gut.

    Leider steht auf der anderen Seite sein sexuelles Bedürfnis, das ihm seinen Worten nach zwar im Vergleich zu mir, nichts bedeutet, das aber trotzdem zwischen uns steht, da es nun einmal da ist und bei dem nächsten Abenteuer durchbrechen könnte. Er sagt, dass das nicht passieren wird, aber wie soll ich ihm vertrauen?

    Probleme mit dem Selbstbewußtsein hat er sicher nicht. Er ist eher der Typ Mann, dem das Selbstbewußtsein aus den Ohren tropft. Das ist mir manchmal schon zuviel, aber viele Frauen scheint das sehr zu beeindrucken.

    Zu einer Therapie würde er freiwillig nicht mitgehen. Gut, zur Zeit sitze ich ja am längeren Hebel und könnte ihn als eine Voraussetzung ihn nicht zu verlassen überreden. Seine sexuellen Fantasien werden dadurch aber auch nicht anders. Geht man nicht eher in eine Therapie, wenn ein Partner nicht mehr will und der andere ihn mit Hilfe der Therapie überreden will zu bleiben?

    Ich wünsche dir und allen anderen ein schönes Wochenende

  8. User Info Menu

    AW: Das Leben nach dem Betrug

    Hallo Paradies,

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Mann nennt sie ein sexuelles Abenteuer.
    Nun, ein Abenteuer ist zunächst einmal etwas sehr Schönes, Aufregendes.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Über ihren Status sind wir uns sehr einig. Sie ist auch im restlichen Leben eine Verliererin. Das scheint für meine Mann einen zusätzlichen sexuellen Kick ausgemacht zu haben. Wahrscheinlich hat er sich ihr gegenüber dann noch größer gefühlt.
    Bist du dir sicher, dass dein Mann dir die Wahrheit sagt und nicht nur, was du hören willst, weil er es voll drauf hat, dich zu besänftigen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Gedanke mit dem Sadismus kam mir auch. Allerdings gab es weder von ihm noch in ihren mails ein Anzeichen dafür, dass er sich sadistisch an ihr ausgelassen hätte. Es scheint ihm nicht darum zu gehen, jemandem beim Sex weh zutun, sondern darum mit jemandem Sex zu haben, der zu ihm aufsieht, ihm das Gefühl gibt ein ganz toller Hecht zu sein und sich dafür ihm unterordnet und ihm folgt und befriedigt.
    Wenn dein Mann tatäschlich sowas braucht, warum ist der dann mit dir zusammen, was sagt das über die Zukunft eurer Ehe aus und kannst du ihn mit so einer Geisteshaltung überhaupt noch lieben?

    Mich würde ein Mann, der so verächtlich von einer Geschlechtsgenossin spricht, entsetzlich anwidern!

    Mein Mann ist übrigens zu seiner Neuen NICHT sadistisch, er schätzt und achtet Frauen sehr, aber er mag für sich selbst Schmerzen beim Sex. Das war etwas, was ich ihm nicht geben konnte, weil ich einem geliebten Menschen keinen Schmerz zufügen kann. Jedenfalls nicht wenn es über härteres Kneifen der Brustwarzen hinaus geht.

    Viele Grüße
    AnnnaLena

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    AW: Das Leben nach dem Betrug

    Hallo Paradies,

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    H
    Zu einer Therapie würde er freiwillig nicht mitgehen. Gut, zur Zeit sitze ich ja am längeren Hebel und könnte ihn als eine Voraussetzung ihn nicht zu verlassen überreden. Seine sexuellen Fantasien werden dadurch aber auch nicht anders. Geht man nicht eher in eine Therapie, wenn ein Partner nicht mehr will und der andere ihn mit Hilfe der Therapie überreden will zu bleiben?
    Man geht in eine Therapie, um eine Bestandsaufnahme zu machen und Wege für eine gemeinsame Zukunft zu finden. Ich kann dir aber aus Erfahrung sagen, dass eine Therapie keine Garantie dafür ist, dass der Mann dort die Wahrheit sagt oder nicht heimlich weiterhin fremdgeht.

    Nicht wenn er beides will, das was er hat (Frau, Kinder, Familie, Haus...) UND aufregenden Sex, vielleicht sogar mit wechselnden Gespielinnen. Wenn er ein Charmebolzen ist wie mein Ex und bei Frauen gut ankommt, ist die Gefahr umso größer und steigt mit den Möglichkeiten der Geheimhaltung.

    Viele Grüße
    AnnnaLena

  10. Inaktiver User

    AW: Das Leben nach dem Betrug

    Zitat Zitat von AnnnaLena Beitrag anzeigen
    Hallo Paradies,


    Bist du dir sicher, dass dein Mann dir die Wahrheit sagt und nicht nur, was du hören willst, weil er es voll drauf hat, dich zu besänftigen?
    Ja, ich weiß ja auch vieles aus den Mails. Sie arbeitet als Bedienung in einem Billiglokal, hat schon ewig keine feste Beziehung mehr gehabt und ein uneheliches Kind von einem Mann, der sie nie heiraten wollte und sich dann verdrückt hat.
    Ihre Geschichte ist schon traurig. Für sie war mein Mann wahrscheinlich der Prinz auf dem weißen Pferd, der Licht in ihr Leben brachte.


    Mich würde ein Mann, der so verächtlich von einer Geschlechtsgenossin spricht, entsetzlich anwidern!
    Über einige Männer äußere ich mich auch sehr verächtlich, wie wahrscheinlich die meisten Frauen.

    Genauso äußert er sich nur über einige Frauen so verächtlich, gegenüber den meisten aber sehr respektvoll und anständig. Das kann ich ihm nur zu Gute halten. Mir gegenüber ist er Gentlemen durch und durch.

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