Hallo Babette,
vielleicht magst du in einigen Dingen Recht haben. Mir fällt auf, dass ich das mit dem "schmutzigen" Frauen wohl zweideutig wiedergegeben habe. Schmutzig bezieht sich für meinen Mann nicht in erster Linie auf sexuelle Praktiken. Es hängt wohl auch mit "leicht zu haben" zusammen, aber er meint das noch anders. Ich schreibe mal, wie ich das, was er gesagt habe interpretiert habe, unter dem Vorbehalt, dass ich es auch falsch verstanden haben könnte.
Für mich klang es so, als gäbe ihm hauptsächlich eine Art Machtgefälle einen Kick. Er, der Gewinner auf der einen Seite, auf der anderen Seite eine Frau, die sich nach seinem Körper und seiner Aufmerksamkeit verzehrt. Er, der alles bestimmt, alles unter Kontrolle hat und sie, die sich ihm zu liebe seinen Vorlieben entsprechend windet. Es wurde mir auch deutlich, dass er sich für diesen Trieb selbst auch schämt.
Er gestand mir, schon als kleiner Junge eine Erektion bekommen zu haben, wenn er in einem Film eine Szene gesehen hat in der zum Beispiel der Graf sich die schmutzige Magd nimmt, die den Grafen natürlich schon lange angeschmachtet hat. Er hat in meinen Augen etwas sehr eng mit Sexualität verknüpft, was damit eigentlich nicht zusammengehört.
Natürlich kann ich ihm dieses Bedürfnis nicht befriedigen. Andererseits kann ich sicher sein, dass er kein Interesse hat eine seiner Flugstoppblaserinnen näher an sich ranzulassen, denn dann wäre für ihn ja der Kick, den ihn das gibt, vorbei.
Wahrscheinlich bin ich deshalb so gelähmt. Einerseits weiß ich, dass diese Frauen mir als seiner Partnerin nicht gefährlich werden können, andererseits weiß ich, dass er seinen größten sexuellen Kick (so nennt er es selbst) mit mir nie erleben könnte.
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Thema: Das Leben nach dem Betrug
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20.05.2009, 21:30Inaktiver User
AW: Das Leben nach dem Betrug
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20.05.2009, 21:33Inaktiver User
AW: Das Leben nach dem Betrug
Das Blashäschen hat ja ähnlich gedacht. Es gibt wohl Frauen, die die Erfahrung machen mussten, dass sie als Mensch nie einen Mann von sich überzeugen konnten. Dadurch haben sie vielleicht die Idee entwickelt, dass sie wenigstens durch entsprechende Leistungen einen Mann bekommen könnten.
Ich möchte mir nicht ausmalen, was eine Frau mit einem Mann erlebt hat, die sich freiwillig so unterordent.
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20.05.2009, 22:32
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20.05.2009, 22:45
AW: Das Leben nach dem Betrug
Liebe Paradies,
das klingt......ambivalent. Grundsätzlich würde ich sagen, dass es gut und wichtig ist, dass Dein Mann mit Dir redet. Dass er dabei augenscheinlich offen und ehrlich ist und dass er mit Dir (zum ersten Mal?) auch über die Dinge spricht, für die er sich schämt. Das setzt ein großes Vertrauen voraus. Ich vermute, so sieht sein Kämpfen um Dich aus. Du sagst, Du hast das Gefühl, dass er da ehrlich zu Dir ist. Ich denke nicht, dass Dich Dein Bauchgefühl trügt. Daraus folgt nämlich, und auch das ist gut, dass er ebenso sieht, dass es da ein Problem gibt, das sich nicht einfach dadurch erledigen wird, dass einer von beiden sich ändert. Was mich zu der interessanten Frage zurückbringt, die Prijon Dir mal in dem ersten Thread gestellt hat: Hältst Du es für möglich, dass Dein Mann tief im Innersten gar nicht traurig ist, dass Du es herausgefunden und die Dinge so ins Rollen gebracht hast?
Sein Bedürfnis, so es von Dir richtig interpretiert wird, lässt keinen eindeutigen Schluss zu. Es gibt Menschen, die mögen beim Sex solche Spielchen. Auch das muss nicht per se schmutzig sein. Was Du da beschreibst, macht Deinen Mann noch nicht zum Triebtäter. Es gibt Paare, die sehr auf Augenhöhe leben und im Bett das Spiel mit der Unterwerfung praktizieren. Dein Mann ist also nicht krank. Ich sage das nicht, um Dir zu sagen, dass Du in Deiner Wahrnehmung, er habe da etwas verknüpft, falsch liegst. Das ist DEINE Wahrnehmung, sie ist absolut legitim. Aber Dein Mann muss nicht zwangsläufig fehlsozialisiert sein. Seine Wahrnehmung kann genauso legitim sein. Das - und die Distanz beider Positionen - anzunehmen, schafft erst wirkliche Augenhöhe für eine ernsthafte Auseinandersetzung. Wie auch immer das Ergebnis aussehen könnte.
Darüber hinaus gibt es aber auch Männer, die solche Machtspielchen nicht des sexuellen Kicks wegen brauchen, sondern zur Bestätigung des Selbstwerts. Was denkst Du - könnte das bei Deinem Mann ein Problem sein?
Am Ende, liebe Paradies, ist das Auffliegen erst gut zwei Monate her. Jetzt geht es um eine Bestandsaufnahme. Du musst jetzt keine Entscheidung fällen. Zumindest keine, die zementiert wäre. Dein letzter Absatz ist, denke ich, eine wichtige Erkenntnis für Dich selbst. Fühlst Du Dich wohl mit den Gesprächen, die ihr gerade führt? Also, abgesehen davon, dass der Inhalt schmerzlich für Dich ist, ich meine die Art und Intensität der Gespräche? Wie fühlt sich für Dich der Gedanke an, Euch angesichts der Dimension professionelle Hilfe zu holen, die Euch dabei helfen kann, die Gespräche in Gang zu halten und einzuordnen und zu einer Lösung - welcher auch immer - zu bringen?
Liebe Paradies, es ist schwer, in einer solchen Situation einen finalen Ratschlag zu geben. Ich kann Dir nur folgendes sagen: Höre auf Deinen Bauch. Nimm Dich ernst. Und lass Dir nicht einreden, dass Du einen Strich unter die Sache ziehen sollst, bevor Du nicht wirklich dazu bereit bist - in die eine oder andere Richtung. Und vor allem: Du hast Zeit!
Liebe Grüße
BabetteGeändert von Dieclou (20.05.2009 um 22:49 Uhr)
Zurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
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21.05.2009, 08:33Inaktiver User
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21.05.2009, 08:54
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21.05.2009, 10:58Inaktiver User
AW: Das Leben nach dem Betrug
Blashäschen

Evtl. geht es ganz einfach um eine auf die Sexualität bezogene Unterordnung. Es gibt ja auch viele erfolgreiche und durchsetzungsstarke Männer, die zu Dominas gehen oder auch mit ihren Partnerinnen sexuell ihre devote Seite ausleben. Dasselbe gilt für erfolgreiche aber eben sexuell devote Frauen.
Auf das allgemeine Leben muss das keinen Einfluss haben.
Ich finde Deine Haltung irgendwie sehr abwertend.
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21.05.2009, 20:00Inaktiver User
AW: Das Leben nach dem Betrug
Nehmt mir's nicht übel, aber es wird bangig Zeit, dass es in diesem unserem Land mal wieder nix zu fressen gibt - mal sehen, mit was die Herren der Schöpfung sich dann beschäftigen - ob sie dann immer noch vorrangig an die Erfüllung ihrer sexuellen Wünsche denken, möchte ich ganz stark bezweifeln.
Dieses Volk verrottet immer mehr, weil es von Langeweile getrieben wird, und keine richtigen Probleme oder Perspektiven hat - zum kotzen!
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21.05.2009, 20:51Inaktiver User
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22.05.2009, 07:42
AW: Das Leben nach dem Betrug
Hallo Seawasp,
Nomen es omen und du musst stechen?
Glaubst DU etwa, diese "Dinge" wie du Sextoys nennst, benutzen nur Paare?
Die Hersteller profitieren von beiden Fraktionen gleichermaßen und es ginge ihnen weniger gut, wenn die Singles wegfallen würden.
Außerdem kenne ich mehrere Fälle, wo als Single Sextoys benutzt wurden, das in der neuen Paarbeziehung aber ganz oder weitestgehend eingestellt wurde. Es soll Männer geben, die einen Vibrator oder einen gutgebauten Dildo als Konkurrenz sehen.
Viele Grüße
AnnnaLena



).
nte.
Zitieren
Man kann also quasi aus den kindlichen erotischen Fantasien eines Mannes auf die spätere Berufswahl schließen. Der Graf wird dann Pilot, um angeschmachtet zu werden.

