OT:
JEDER hat ein bestimmtes Weltbild. Je klarer uund inhaltlicher er dieses Weltbild argumentativ vertreten kann, desto klarer und fruchtbarer wird eine Diskussion.
Klischees und Unterstellungen - egal wie subtil sie sind - helfen in keinster Weise. Ziel ist immer eine Erweiterung des eigenen Weltbildes. Aber auch DAS ist schon wieder Weltbild.
Was hältst du von einer inhaltlichen Diskussion?
Zu allem anderen ist mir meine Zeit zu schade.
Ich wünsch dir nen schönen Tag!
gowest
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17.03.2009, 08:17Inaktiver User
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
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17.03.2009, 09:47
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Vergiss es..hier gibt es anscheinend nur Menschen, die genau wissen, wie LIEBE auszusehen hat, was man dabei zu empfinden hat und dass es nur EINEN Menschen geben DARF, den man aufrichtig liebt.
Für mich sieht die Welt anders aus und das hat Gründe.
Ich kann gut damit leben, dass ANDERE es anders sehen als ich.
Nur etwas mehr Toleranz für die, die anders darüber denken, wäre schön.
Fuffzigplus
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17.03.2009, 11:15Inaktiver User
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Ich konnte garnicht alles lesen, aber Prijons Signatur ist mir auch schon aufgefallen.
Sie heisst "Die WAHRE tiefe Liebe ist eine Entscheidung".... Was heisst das überhaupt in diesem Kontext, eine "Entscheidung" ?????? Vielleicht kann Prijon da weiterhelfen ......
Das Wort Entscheidung regt zu Wortspielen an: das Wort "Scheidung" ist auch enthalten, also Ent-Scheidung, d.h. man war vorher geschieden ?????
Na ja, für mich klingt das doch sehr bemüht: für die Liebe, grade die WAHRE, muss ich mich nicht entscheiden, kann es so gesehen auch garnicht, sie ist ein Geschenk ! Und etwas auf Gegenseitigkeit.
Wenn alleine die Entscheidung genügen würde, würde ich mich für nen grossen, blonden, reichen Mann entscheiden, oder ????

Müsste halt nur er sich noch für mich entscheiden......
Bei der wahren Liebe ist es nicht schwer zu sagen: JA, ich stehe zu dir....in guten wie in schlechten Tagen...oder so ähnlich. Na gut, DAS könnte man jetzt auch als Entscheidung sehen......
Dass es verschiedene Spielarten/Facetten der Liebe gibt, hat damit ja nichts zu tun. Für mich IST die Liebe keine Entscheidung, sondern WEIL ich liebe, kann ich mich entscheiden.....
Komisch finde ich trotzdem, dass das unter "Treue und Lügen" steht, aber das wurde ja bereits thematisiert.
Gruss, ElliGeändert von Inaktiver User (17.03.2009 um 11:33 Uhr)
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17.03.2009, 13:17
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
So sehe ich das auch.
Außerdem finde ich es hochgradig lächerlich, wenn man von den Menschen zu einer vermeindlich inhaltlichen Diskussion aufgefordert wird, die sich hinter aufgeblasenen und hochstilisierten Worthülsen verstecken.
Da werden Gebilde um eine Signatur gedeutet, die bar jedes Bezuges zum realen Inhalt desselben sind.
..........aber selbstverständlich ist nur die EINE Deutung richtig.
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17.03.2009, 13:32
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Leute, wie wärs damit:
Liebe ist Liebe.
Beziehung ist eine Entscheidung.
Manchmal fällt beides zusammen
gowest, ich habe dein Eingangspost im Sybille Berg Sinne verstanden.
Wer eine Beziehung will, der hat eine.
So einfach ist es.
Kein Geeier, kein ich will, kann aber gerade nicht usw.
Ich finde diese Formel tausend Mal besser als diesen seichten Scheiss von "Er steht einfach nicht auf dich"
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17.03.2009, 15:05
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17.03.2009, 16:36Inaktiver User
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Hi kb,
es stimmt, Sybille Bergs Buch geht in die gleiche Richtung, die doch zu dem Resultat kommt, dass es Liebe ist, den glatzköpfigen und dickbäuchigen Schnarcher einfach anzunehmen.
Sie hat das ja auch toll ausgedrückt, dieses Gefühl, es sei wie fliegen und 1000 km laufen nur für einen Kuss. Dieses Dahinschmelzen und diese zehrende Sehnsucht ... und fragt, ob wir die Liebe damit kennen.
Ich fand es total klasse, wie sie es beschreiben hat.
Aber bei diesen ganzen Gefühlen bin ICH selbst im Mittelpunkt. ICH habe Sehnsucht. ICH will fliegen. Im günstigsten Fall will der andere das auch. ER will fliegen und die berühmten Schmetterlinge im Bauch. Aber man will es erstmal für sich.
Und ich habe Sybille Berg und auch AnaPaula so verstanden, dass (wahre) Liebe eben dann anfängt, wenn ich mich für den Menschen entscheide, auch oder gerade dann - wenn die Schmetterlinge weg sind. Alles andere wäre Sehnsucht, Verliebtheit, manchmal vielleicht Sucht, manchmal Schmerz.
Mir gefällt dieser Gedanke sehr. Es ist etwas jenseits aller Romantik und Sentimentalität für mich.
Es ist ein Wissen, eine Überzeugung, eine Haltung. Geradlinig. Aufrichtig.Geändert von Inaktiver User (17.03.2009 um 16:41 Uhr)
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17.03.2009, 16:46
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Oder viel romantischer als der ganze falsche Kitsch - weil eine Entscheidung für einen anderen Menschen im vollen Bewusstsein, dass es da noch ganz viele andere gibt.
Ist es nicht viel echter und wahrer, wenn ich eine wirkliche Wahl treffen muss, als wenn ich mir einrede, ich hätte DEN EINEN Menschen getroffen, der zu mir passt.

Ich entdecke dazu auch ganz neue Gedanken in mir
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17.03.2009, 16:58Inaktiver User
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17.03.2009, 17:06
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Auch für mich ist da viel dran. War vor kurzem bei der goldenen Hochzeit meiner Tante. Und da lag es irgendwie fühlbar in der Luft. Dass die "Lebensliebe" auch zu einem großen Teil eine "Lebensentscheidung" ist.
Was ich im Ausgangsposting nicht unterschreiben kann, ist das "nur". Denn Liebe ist für mich nicht NUR eine Entscheidung. Die Entscheidung allein, macht noch keine Liebe. Das wurde mir auf der goldenen Hochzeitsfeier mindestens genauso bewusst. Denn da waren noch andere Tanten bzw. Onkel anwesend, die waren beinahe ebenso lange verheiratet wie das goldene Hochzeitspaar.
Doch während man den einen zur langen Ehe aus vollem Herzen gratulieren kann, möchte man den anderen eher kondolieren.
Mein Fazit ist....die Sache mit der "wahren tiefen Liebe" bleibt leider weiter schwierig...



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