Lieber FederPeter,
vielen vielen Dank, das hat mir jetzt mal gut getan.
Ich betäube mich mittlerweile mit Arbeit, denn wenn ich zur Ruhe komme fange ich nur an zu grübeln, aber das bringt mich nicht weiter, sondern verwirrt meine Gedanken nur noch mehr.
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02.04.2009, 09:52
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
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02.04.2009, 10:38Inaktiver User
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Liebes altesmaedchen
hast Du die Affäre damals beendet? Warum ging sie zu Ende? Wenn es Dir lieber ist, kannst Du mir auch per PN antworten
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02.04.2009, 15:12Inaktiver User
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Liebes altes Mädchen,
erstmal Danke für die große Offenheit und Ehrlichkeit.
Dein Post macht mich betroffen. Zeigt mir aber auch, wie sehr jeder für sich und einer anderen Stelle verletzt ist. Deswegen schwappen manchmal die Wogen.
Ich wollte dir auf jeden Fall auch nicht auf die Füße treten.
Im Moment habe ich nur ein paar Minuten Zeit.
Ich will aber heute Abend näher auf deinen Beitrag eingehen. Wollte jetzt nur mal "Laut" geben.
LG, gowest
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02.04.2009, 15:33
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Liebe lalunax,
fokussiert du denn dann nicht genau so ein Szenario, nur in der anderen Richtung? Ich blende andere Möglichkeiten nicht aus, aber ich schreibe eben, wie ich es sehe....ich habe wahrscheinlich andere Erfahrungen gemacht als du. Aber deswegen ist es doch genauso wenig falsch, wie deine Sichtweise?! Erst wenn man manche Dinge von mehreren Seiten betrachtet und betrachten kann, dann kann man Entscheidungen treffen.
Und natürlich ist Liebe etwas lebendiges, wo habe ich denn das in Frage gestellt?
Aber der Umgang damit ist auch wichtig, denn sonst bleibt sie weder lebendig noch am Leben. Und wenn die Liebe nicht mehr da ist, dann muss man sich eben dementsprechend entscheiden. Von dem Fall bin ich aber in meinen Ausführungen nicht ausgegangen.
Wenn bei mir etwas vorbei ist, dann halte ich daran auch nicht mehr krampfhaft und lange fest...dann bin ich sogar sehr konsequent. Aber wie gesagt, darum ging es hier ja nicht (von mir aus).
Entscheidungen treffe ich aus dem Bauch heraus und bis jetzt war das auch gut so, muss ja nicht sein, dass das ewig so bleibt. Glaube ich aber schon.
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02.04.2009, 18:28Inaktiver User
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Jeder hat da wohl ein anderes Szenario vor Augen - und ich stimme dir zu: wichtig ist zu erkennen, das es viele verschiedene Szenarien gibt.
Das hier:
hat für mich aber mit der Aussage "Liebe ist eine Entscheidung" nicht viel zu tun. Ob ich meine Entscheidung mit dem Verstand oder eher intuitiv treffe, hat doch nichts damit zu tun, wofür ich mich entscheide.Entscheidungen treffe ich aus dem Bauch heraus und bis jetzt war das auch gut so, muss ja nicht sein, dass das ewig so bleibt. Glaube ich aber schon.
Wenn ich die Geschichte von altesmädchen lese, verstehe ich sehr genau, dass Liebe eben keine Entscheidung ist. Das es so eben nicht funktioniert.
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02.04.2009, 19:59Inaktiver User
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Was mir aufgefallen ist an deinem Post ist, dass du sagst: "Mein Mann sagt...mein Mann will ..." und dass DU DICH nicht entschieden hast und nicht entscheiden kannst.
Du hast dich weder für dich noch für deinen Mann entschieden.
Du hast Angst vor einer möglichen Einsamkeit. Und du sagst, dass das möglicherweise auch die Triebfeder SEINES Haltens ist, nicht Liebe. Die Frage ist also auch: Hat er sich jemals für DICH entschieden, oder handelt er (ebenso wie du) für SICH, indem er die Angst meidet.
Das ist nicht die Entscheidung, von der ich rede. Ich habe immer gesagt "Liebe ist eine Entscheidung FÜR DEN ANDEREN".
Ich glaube, das Leben IMMER Entscheidung fordert. Mit jeder Entscheidung schließe ich andere Möglichkeiten aus.
Dann kann es sein, dass ich merke, dass ich mich z.B. eruflich falsch entschieden habe. Das merkt man relativ schnell. Man ist enttäuscht. Es geht einem nicht gut. Es entsteht ein Entscheidungsdruck.
Jetzt kann ich unterschiedlich damit umgehen:
1. Ich kann den Beruf wechseln und versuchen, etwas Neues zu machen. Das erfordert MUT.
2. Ich kann versuchen, das Beste aus meiner Entscheidung zu machen. Die postiven Dinge ganz bewusst sehen und mich zufrieden geben.
3. Oder ich kann jammern, alles negativ sehen, in der Situation verharren und leiden.
Das alles kann ich machen. Die dritte Möglichkeit ist mit Sicherheit die Schlechteste.
Darum ging es mir aber gar nicht mit meiner Aussage. Mir ging es vielmehr darum, dass Menschen oft die Verantwortung für ihr persönliches Glück dem Partner übertragen. Sie suchen die Befriedigung ihrer ureigensten Bedürfnisse. Und wehe, diese Erfüllung passiert nicht. Dann muss man sich was Neues suchen. Dann muss man fremdgehen, den Kick suchen ...
Hat man diesen Kick gefunden, geht es einem eine zeitlang gut, verspricht er doch ganz kindlich die Erfüllung aller Sehnsüchte. Aber leider lässt auch die irgendwann nach. Dann sucht man u.U. neu und wieder.
Schlimmer noch, die Menschen die zwar gerne ganz kiindlich die Erfüllung ihrer Sehnsüchte möchten, aber bitteschön ganz sicher und ohne Gefahren, weshalb sie ihren "sicheren Partner" belügen, bzw. FAST reumütig im ersten Schrecken zurückkommen, bis dass alles wieder sicher ist.
Ist es das, rumort es wieder und man sucht wieder ganz kindlich die Erfüllung seines Lebens. Dabei lässt man außer acht, dass die Erfüllung des eigenen Lebens NIEMALS im anderen stattfindet, sondern nur in sich selbst, weil ICH zufrieden bin mit dem, was ich habe.
"Liebe ist eine Entscheidung" meinte in seiner Aussage, dass ich - über eine Verliebtheit hinweg - sehr genau weiß, dass es möglicherweise auch andere potentielle Partner gäbe, aber dass es DIESER für mich wertvolle Partner ist, mit dem ich zusammenleben möchte und deshalb auf andere Möglichkeiten bewusst und ganz FREI (ohne Angst, ohne äußeren Druck) diese Entscheidung treffe.
Und diese Entscheidung kann nur frei und freiwillig getroffen werden und ist (für mich)eigentlich die größte Liebesbezeugung überhaupt.
Und weil es eine SO weitreichende Entscheidung ist, überlege ich sehr genau, spüre sehr genau nach, ob ich zu dieser Entscheidung stehe. Wenn nur der geringste Zweifel da ist, sollte ich mich nicht entscheiden.
Das ist das, was ICH im MOment anstrebe.
In diesem Sinne hatte der alte Goethe recht: Drum prüfe, was sich ewig bindet ...

gowest
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02.04.2009, 21:00Inaktiver User
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
gowest,
das, was du schreibst - das kann ich anstreben, aber das Leben ist eben insgesamt nicht so straight. Menschen verändern sich, haben Probleme miteinander, verletzen sich gegenseitig.... und dann wird es erst spannend, zu sehen, wie sehr man an einer entscheidung für den partner (aus Liebe) festhalten kann oder mag.
Klar - Ideale sind etwas zum anstreben, kaum einer erreicht so was tatsächlich. Mir ist nur aufgefallen, dass du bewusst den Partner nicht zum Heilsbringer für dein eigenes Leben machen willst. Es kommt mir aber so vor, als würdest du diese Heilserwartung nun auf die Qualität der Beziehung projezieren. Du hast da wirklich sehr hohe Erwartungen - an dich selber, und ich vermute: auch an deinen Partner. ich wünsche dir da aufrichtig viel Erfolg damit.
Ich möchte eben pauschal weder das eine ("treu" zu einer einmal gemachten Entscheidung stehen bzw. dran festhalten) noch das andere bevorzugen. Das würde ich immer vom einzelnen Fall abhängig machen.
Dann steht manchmal die Entscheidung zwischen Eigenliebe und Partnerliebe - wieviel kann ein Mensch ertragen, aus Liebe? Oder ist das gar keine Liebe, die Duldsamkeit verlangt... oder doch?Geändert von Inaktiver User (02.04.2009 um 21:06 Uhr)
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02.04.2009, 21:11Inaktiver User
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Das ist völlig richtig, was du schreibst. Wenn der Leidensdruck groß ist, muss und darf ich mich für mich entscheiden. Eigenliebe ist - glaube ich - die Voraussetzung für Partnerliebe.
Diese Eigenliebe darf nicht erstört werden.
Ich meinte auch nicht, dass ich UM JEDEN PREIS an einer Beziehung festhalten muss. Das wäre Zwang und der Tod der Beziehung.
Nein, ich meinte die Entscheidung, die ich jeden Tag fälle. Und wo ich sie Tag für Tag fälle, sehe ich den anderen oder versuche es zumindest, gehe ich rücksichtsvoll um, genieße auch, lache auch ...
Wo ich das nicht mehr kann, muss ich gehen.
Ich glaube nur, dass viele Menschen diese Entscheidung allenfalls EINMAL bei der Hochzeit fällen - und danach nie wieder. Und dann geht die Liebe den Bach runter, versinkt im Alltag, wird grau und unsichtbar ...
Wie gesagt: Die Entscheidung fälle ich freiwillig, weil ich das WILL.
gowest
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02.04.2009, 21:20Inaktiver User
AW: Liebe ist eine Entscheidung ...
Ach so - dann hab ich dich jetzt aber tatsächlich die ganze Zeit falsch verstanden!
Ja, ein schönes Ideal. So wie immer gesund essen, dafür muss man sich ja auch jeden Tag entscheiden... etwas, wo sich jeder in Gedanken anschliesst, wo aber jeder auch weiss: ich bin nur ein Mensch..... un schwach.....
Du hängst für meine Begriffe die Latte sehr hoch. Nun ja - es ist deine Latte!
Ich wünsch dir viel Erfolg und gutes Gelingen!
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02.04.2009, 21:25Inaktiver User


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