lieber flohh,
lies doch mal, was ropa zuletzt geschrieben hat. ich glaube, das ist tatsächlich wahr.
nur momentan ist das ja nicht die situation, deine freundin und du seid zusammen.
flohh, wenn du mir offene worte erlaubst: obwohl ich die art, wie und was du schreibst echt toll finde: mit deiner haltung trägst du momentan genausoviel dazu bei, euch ins abseits zu bringen, wie du meinst, deine freudin täte es.
du hast dich manövrierunfähig gemacht und siehst dich passiv und machtlos. du denkst, du bist es, weil du den blick starr auf sie gerichtet hast und sie analysierst, mögliche zukunftsszenarien ihrerseits verkündest, prophezeist, wie SIE sich entwickeln wird und handeln wird. du sendest eine total doppelbödige botschaft: sie soll zwar einerseits ihren weg gehen und zu sich finden. andererseits machst du sie aber unfrei, weil du ihr vermittelst, dass ihre befreiung euch zerstören wird.
na super. nun ist guter rat teuer.
außerdem soll sie WEGEN EUCH SICH SELBST finden - das ist ein widerspruch in sich. sie kann diesen sehr schwierigen weg (vor dem sie sich fürchtet, wie man an ihrer bemerkung, sie wolle sich nicht neu definieren, merkt) nur gehen, wenn sie sich selbst an die erste stelle setzt und ganz wertschätzt. das ist ein prozess, der nicht halbherzig vollzogen werden kann. und halbherzig ist er, wenn sie aufpassen muss, was für resultate er bringt. gehemmt ist er, wenn sie nebenbei auf euch achtgeben muss. das funzt nicht, flohh.
vor die (scheinbare) wahl gestellt ihr oder sie, muss sie ohne kompromisse (vorübergehend?) sich selbst wählen können. das ist schwer und viele schaffen es nicht.
aber "so tun als ob" will sie auch nicht, was eindeutig FÜR sie spricht. (es gibt frauen, die tun ihr leben lang gerade beim sex "so als ob" und kämen nie auf die idee, ihre rolle aufzugeben. und es gibt männer, die tun so, als merkten sie es nicht und sind halbbewusst froh, weil sie es sowieso mit der angst zu tun bekämen, wenn sie eine vollblutfrau mit all ihrer weiblichen sexualkraft neben sich hätten.)
wenn du darüber sprichst, wie sie sich wegentwickeln wird, hast du in dem moment nicht nur dich selbst verloren und starrst zwanghaft auf jede ihrer bewegungen. sondern du übertrittst auch grenzen (ihr hauptproblem; unbewusst verstärkst du die thematik noch), weil du in ihren möglichen, tatsächlichen, künftigen gefühlen rumstocherst. that's none of your business!
YOU are your business. du hast dich am weg ein stück weit selbst aus den augen verloren. du präsentierst dch wie ein mittelding zwischen ohnmächtigem zuschauer und allmächtigem helfersyndrom.
du bist verstrickt mit ihr und sie mit dir. sie hägnt an dir und weint, ist sehr kindlich. du versuchst, das unkontrollierbare zu kontrollieren und machst den raum immer enger dadurch.
flohh, ich fürchte, so wird das wirklich nicht funzen.
lass sie los.
lass locker. lass es los. stück für stück, wenn es dir möglich ist. lass deine analysen los und die gedanken. die kontrollanfälle, die zwanghaften gespräche, die versuche, über angstmachendes im vorhinein zu reden mit dem irrationalen glauben, man verhindere deshalb das angstmachende.
lass die gewünschten ergebnisse los. gib sie sich selbst wieder zurück - UND DICH DIR.
nimm stattdessen deine eigene angst an. deine zweifel, deine traurigkeit - deine wut.
verstehst du, wieso das alles in bestehender beziehung so schwer ist?
weil es angst macht, den anderen loszulassen, weil man dann oft lieber ein stück weiter weggeht, damit der schmerz fließen kann. weil es so schwer ist, sich selbst zu sehen, wenn man aus lauter panik, den anderen zu verlieren, seinen blick an ihn heftet.
lieber flohh, ich glaube persönlich, dass ich wirklich weiß, wovon ich rede. natürlich kann alles ganz anders sein und kommen, da ich nicht ihr bin und ncht weiß, wie euer weg aussieht. ich würde mich aber freuen, wenn du mit dem einen oder anderen satz etwas anfangen könntest und ihn zu etwas machst, was DIR und damit auch deiner freundin guttut.
alles liebe
sigi
Antworten
Ergebnis 41 bis 50 von 55
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06.03.2009, 22:56Inaktiver User
AW: Freundin träumt von einem anderen und schläft nie mit mir
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07.03.2009, 03:40
AW: Freundin träumt von einem anderen und schläft nie mit mir
@sigi77: wow. ein unglaublich suggestiver, berührender text, dein #41, das ich in vielen punkten für äusserst bedenkenswert halte.
was ich aber nicht verstehe, ist diese passage deines vorletzten posts:
promiskuität, mithin: zerstreuung, soll der identitätsbildung förderlich sein?
@flohh2002: was bringen dir die prognosen hinsichtlich ihrer orientierung, außer der hoffnung auf nachträgliche kontingenzvernichtung? ich würde es mir auch verbitten, dass mein partner die deutungshoheit über mein wollen und empfinden an sich reißt. das erinnert mich an das vorgehen von vergewaltigern: "zier' dich nicht so, du willst es (unbewusst!) doch auch!" spar' dir das bitte.
euch steht ein möglichkeitsraum offen und es obliegt euch die verantwortung dafür, eine schöne (weiterhin gemeinsame?) wirklichkeit zu schaffen. macht euch das nicht kaputt!
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07.03.2009, 04:10
AW: Freundin träumt von einem anderen und schläft nie mit mir
Sigi. Zu deinem letzten Post muss ich zunächst mal sagen, dass mich nahezu jeder Satz erreicht und zugleich erschlägt, wie der gezielte Redefluss eines Therapeuten. Eben Worte, die so wahr sind, dass man mit keiner Redekunst irgendetwas hinzufügen oder gar entgegnen könnte. Das hat mir zunächst Tränen in die Augen getrieben. Mehr so wie Tränen "der Wahrheit" oder so, fühl mich nicht angegriffen, nur um das gleich zu sagen.
Das mit dem Unfrei machen ist ein bisschen blöd gelaufen. Als ich sie kennenlernte, bin ich viel in Discos gegangen, meinen Hobbies nachgegangen, hatte ein aufregendes Leben, sah mir die Beziehung mit ihr aus dieser gesunden Distanz an, lernte sie lieben, entdeckte was für eine Perle sie sein kann, wenn sie erstmal aufgetaut ist. Aber ich blieb mir selbst wichtiger. Sie hat mich nach und nach regelrecht auf eine Klammer-Beziehung dressiert (ansonsten Sex- und vor allem emotionaler Entzug etc.). Ich musste und sollte die Beziehung regelrecht versiegeln, und sie wollte am liebsten eine Garantie von mir haben. Intuitiv habe ich das immer für ungesund gehalten (wenn auch damals nur für sie, nicht etwa auch für mich), bis ich mich selber verstrickt habe und mich mehr und mehr "traute", mich auf sie zu fixieren. Sie meinte (und ich glaubte schließlich), das gebe ihr Sicherheit. Heute, mit diesem Thread, muss ich aber eingestehen, dass sie sich gerade in unserem ersten Jahr, in dem ich mich noch weitgehend gegen die Klammermasche geweigert habe und mir selbst wichtiger war (Entscheidung Ausland etc.), am schnellsten und gesündesten weiterentwickeln konnte, danach nicht mehr so.
Ich merke intuitiv schon lange, dass dies alles nichts anderes ist, als Unfrei machen. So klar wie du das dargestellt hast, konnte ich das aber noch nie greifen. Die Wahl für sich selbst möchte ich ihr nicht erschweren. Wirklich schwierig für sie, wenn ich sie vor die Wahl stelle. Und so tun als ob soll sie in Zukunft auch nicht mehr müssen, jedenfalls nicht wegen mir.
Gibt es ein Loslassen ohne Trennung? Ich weiß, dass die Analysen aufhören müssen, die Gespräche, die Risikokalkulation. Ich weiß auch, dass ich das schaffen kann und will. Diese Art Loslassen kann ich mir vorstellen. Aber das, was eigentlich dahintersteht - die Angst zu verlieren, dass es zur Trennung führen kann - könnte ich momentan nicht, wir beide nicht. Trennung auf Zeit ohne "fremdgehen" wär grad noch so möglich. Aber in dem Moment, wo sie sich die Freiheit nimmt, einen anderen zu vögeln oder auch nur zu küssen, ist mein Herz entzwei und ich gehe lieber gleich und ganz. Selbst wenn sie danach zu mir zurück will, davon hätte ich nichts. Nur Schmerz. Ist das genug Fähigkeit zum Loslassen?
Ich kann mich noch sehr genau in Zeiten (z.B. während sehr offener und nicht fester Beziehungen) hineinversetzen, aus denen ich weiß, wie es ist, sich selbst glücklich zu machen und nicht durch den anderen (indem man ihm Ketten anlegt und sich einer vermintlichen Sicherheit erfreut). Es ist ein Gefühl großer eigener Kraft und Lebensfreude, so wie es eigentlich ganz normal sein sollte, vor allem ohne die von dir beschriebene Grenzüberschreitung, und auch ohne "Deutungshoheit" ;-), und auch ohne Brauchen, nur (überwiegend) Genießen.
Die Fähigkeit dazu verringert sich aber bei mir, sobald ich jemanden kennenlerne, der mir unheimlich wichtig wird. Denn dann ist es/sie mir ja nicht mehr "egal".
Große Frage: Gibt es (speziell für unsere Situation) einen Weg, sich einander zu versprechen, aber trotzdem weit genug loszulassen?
Ein Paarsein mit gesunder Distanz, ohne Analysegespräche und zwanghaftes vor die Wahl Stellen kann ich mir bildhaft vorstellen. Aber die letzten Hinweise habe ich leider nur halb verstehen können...
Was bedeutet das "Sie ihr selbst Zurück geben" praktisch? Könnte mir das vielleicht durch ein Beispiel besser vorstellen.
Richtig, meine eigene Angst / Wut leite ich inzwischen direkt an sie weiter und hoffe auf Lösung durch sie (durch Gespräch mit ihr). Tötlich, sehe ich ein, merke ich ja auch. Wie anders? Es mit mir selbst ausmachen und akzeptieren, dass etwas schiefgehen könnte - und sie nicht weiter damit belasten? Wie sähe das praktisch aus? Sexuellen Frust nie wieder auf ihr abladen? Verlustangst nie wieder durchblicken lassen? Weiß nicht, ob es das so trifft.Geändert von flohh2002 (07.03.2009 um 04:28 Uhr)
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07.03.2009, 07:50
AW: Freundin träumt von einem anderen und schläft nie mit mir
Hallo flohh,
Du fühlst dich völlig verunsichert und bist voller selbstzweifel - und Du forderst von deiner freundin, dir diese sicherheit zu geben, die nicht in dir ist - ein aussichtsloses unterfangen - und davon ab überhaupt nicht die zuständigkeit deiner freundin.
arabeskeGeändert von Arabeske_H (07.03.2009 um 07:55 Uhr)
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
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07.03.2009, 12:34Inaktiver User
AW: Freundin träumt von einem anderen und schläft nie mit mir
hallo!
ja, da gibt es wohl schon ein paar parallelen zu meiner beziehung. dass wir keine "gesunde" partnerschaft führen, ist mir schon lange klar. wir sind beide aus schwierigen verhältnissen und dementsprechend geschädigt. ich überlege schon lange, eine therapie zu machen. er ist bereits dabei seit zwei jahren. er hat mir auch mal gesagt, dass ich ihn sicherlich dann verlassen würde, wenn ich durch die therapie mehr selbstbewusstsein kriegen würde. das sei wohl fast normal. mit einer therapie verändert man ja seine persönlichkeit und dann passt vielleicht der alte partner nicht mehr, den man ja aufgrund seiner "alten" persönlichkeit für passend empfand. da ich das ja gar nicht mit meiner therapie erreichen möchte, sondern lediglich mir selbst helfen wollen würde, was wiederum eigentlich gut für unsere beziehung sein würde, da ich einen größeren beitrag für unser zusammenleben leisten könnte, fördert es neben meinem misstrauen und meiner angst nicht grade die tatsache, den hörer abzunehmen und einen termin zu vereinbaren. man fühlt sich dabei irgendwie als verräter. ja, und es macht tierisch angst. da eben jetzt der partner derjenige ist, mit dem man zusammenleben, zusammenbleiben möchte. deine freundin möchte das, so wie es sich anhört, auch nicht, dass eure beziehung dabei kaputt geht.
schlimm ist schon, dass man so hilflos ist. weil man einfach nur angst hat. nicht auf eigenen beinen stehen kann. der partner der einzige lichtblick in einer welt voller fallen und fieslingen. der partner der hafen, in dessen armen man sich wenigstens ein bisschen sicher fühlen kann.
richtig lieben heißt auch loslassen können. das bedeutet eigentlich so zu leben, dass ein ende der beziehung auch in kauf genommen wird. so nach dem motto: es fühlt sich sch.... an, aber ich schaffe das irgendwie. dieses vertrauen in sich fehlt aber meist. man hat einfach angst. einfach nur angst. und angst ist die ursache nr eins für alles schlechte. ihr klammert euch aneinander, weil ihr angst habt. ein unbewusstes spielchen: wehe du verlässt mich. naja, dieses dich abhängig von ihr machen, ist ihr sicherlich nicht bewusst. sie kann nicht anders. aber du siehst schon, dass es eine sogenannte "ungesunde" beziehung ist.
nun hast du die wahl. du kannst eure beziehung weiter so führen, obwohl du merkst, dass es euch beiden irgendwo nicht wirklich gut tut. noch bist du jung und denkst, das ruder immer noch rumreißen zu können. aber wenn du mal älter bist, wirst du dir in den hintern beißen, dass du euch nicht eine chance auf ein besseres leben gegeben hast. heißt z. b. dass sie sich zum positiven entwickelt, auch wenn das zum. voerst das ende eurer beziehung sein würde. aber würde es dir langfristig nicht besser gehen, nicht mehr so abhängig sein zu müssen. und wäre es unterm strich nicht schön, zu sehen wie deine freundin endlich ein stabiles selbstwertgefühl bekommt und somit auch fähig sein würde zu lieben und nicht hauptsächlich zu brauchen?!
du kennst das gefühl noch, nicht so abhängig zu sein und glücklicher, ausgeglichener. vertraue darauf, dass das wieder so werden kann. deine hauptbaustelle ist die sexualität. deine größte sorge ist, dass sie sich einem anderen sexuell hingibt und dass sie das eben bei dir nicht kann. du bist ganz schön verschreckt geworden dadurch. obwohl das womöglich gar nichts mit dir zu tun hat. kann mir schon vorstellen, dass man an sich selbst zweifelt, wenn der partner sich bei anderen die lippen leckt und man selber kommt nicht zum zuge. muss schlimm sein. aber du siehst ja selbst, dass es so nicht weiter gehen kann.
inwieweit eine therapie erfolgreich sein kann in einer partnerschaft. das weiß ich leider auch nicht. vielleicht wenn der partner einem genügend freiraum lässt, damit man sich möglichst frei entwickeln kann. vielleicht kannst du dich damit anfreunden, dass das oberste ziel in eurer partnerschaft euer beider wohl ist. und letztlich nicht wirklich zählt, dass ihr zusammenbleibt. naja, leicht gesagt, ich weiß.
denk drüber nach. besser ein ende mit schreck, als schrecken ohne ende.
liebe grüße
vom flauschhasen
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07.03.2009, 21:58Inaktiver User
AW: Freundin träumt von einem anderen und schläft nie mit mir
hi peritext
mit der "suche nach der individuellen sexuellen identität" meinte ich nicht promiskuität und zerstreuung. sondern die behutsame auseinandersetzung mit der eigenen sexuellen identität: bin ich frau? was für eine frau bin ich? darf frau begehren? wie lasse ich los? will ich das überhaupt? kann ich genießen? wozu habe ich sex? etc. pp.promiskuität, mithin: zerstreuung, soll der identitätsbildung förderlich sein?
ich meinte diesbezügl. den inneren prozess/weg dorthin, wo die frau sich selbst spürt und mit ihrer sexualität in kontakt ist. so etwas braucht zeit und raum und funktioniert schlecht, wenn der liebestolle partner um die ecke wartet.
lieber flohh,
ich finde es wirklich beeindruckend, wie du schreibst. wow. intelligent, multidimensional wahrnehmend, sensibel, klar.
das tut es immer.Das mit dem Unfrei machen ist ein bisschen blöd gelaufen.
nein, im ernst: du erklärst das sehr gut, ist für mich nachvollziehbar. leider ändert das nichts, denn auf geheiß eines anderen in die pfütze gesprungen ist auch in die pfütze gesprungen. und nass geworden.
auch jeden fall scheinst du grundsätzlich guten kontakt zu dir selbst zu haben, was dir das ent-stricken ( versus verstricken) sicher erleichtern wird.
ich denke schon. es gibt sicher menschen, die das schaffen. ich persönlich kenne nur niemanden, der das geschafft hat. aber vielleicht meldet sich ja noch jemand hier im thread, der darüber erzählen kann. und vielleicht schaffst es du.Gibt es ein Loslassen ohne Trennung?
genug wofür? um die beziehung zu retten? um wieder sex mit ihr zu haben? um weiterzuentwickeln?Ist das genug Fähigkeit zum Loslassen?
schön, wie du das beschreibst. paradox, dass man da oft liebevoller agiert, als wenn man sich richtig verliebt. paradox auch, dass das genießen statt brauchen andererseits vermutlich das geheimnis ganz großer lieben ist.auch ohne "Deutungshoheit" ;-), und auch ohne Brauchen, nur (überwiegend) genießen
ja, gell, man versucht es immer wieder: dem leben einen deal abzuringen... die antwort auf die frage kennst du ja.Große Frage: Gibt es (speziell für unsere Situation) einen Weg, sich einander zu versprechen, aber trotzdem weit genug loszulassen?
es geht um den inneren zurecht-ruck: du bist dein ressort, sie ist ihres. der einstieg ist vielleicht - vertrauen. dir. und ihr. und das erinnern, was vor dem blöd gelaufen lief.Was bedeutet das "Sie ihr selbst Zurück geben" praktisch?
angst/wut: ich finde: mach damit, was du willst. also auch sie anschreien, allein heulen, ruhig mitteilen. nur: gesteh dir die gefühle immer wieder bewusst zu. beobachte sie. begrüße sei. (auch und gerade wenn es unangenehme sind.) und wisse, dass es deine sind. dass sie von dir kommen und sie nicht dran schuld ist. (weil andere menschen auf die gleiche situation mit anderen gefühlen ragieren würden.)
wie gehts dir übrigens heute?
sigi
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07.03.2009, 23:59
AW: Freundin träumt von einem anderen und schläft nie mit mir
jetzt ist es deine schuld?

was heisst das? hatte sie zu diesem mann damals auch noch sexuellen kontakt?
das was sie tatsächlich geschrieben hat steht in eklatanten gegensatz zu dem was sie dir jetzt dazu sagt.
was willst du also glauben??
nach dem was ich über traumdeutung weiss könnte es sich bei dem arbeitskollegen um einen "stellvertreter" handeln. es kann also gut sein, dass diese träume zeigen, dass sie lust auf sex mit DIR hat. und es nur noch nicht sehen, sich eingestehen kann.
die träume finde ich absolut unbedenklich- umso schlimmer aber ihren umgang damit!

sparkling
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08.03.2009, 00:16
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08.03.2009, 01:49
AW: Freundin träumt von einem anderen und schläft nie mit mir
hello hab das jetzt alles gelesen und könnte

also ich für mich kann ganz deutlich sagen so eine beziehung ist nichts für mich.
wünsch dir alles gute lieber floh
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08.03.2009, 15:04
AW: Freundin träumt von einem anderen und schläft nie mit mir
sparkling: wunderte mich erst, was daran falsch sein solle, dass meine Freundin beim Hinterherpfeifen anderer an mich denkt. Aber nun zeigt es mir nur umso mehr, wie wenig Raum ich ihr generell lasse und an was ich mich teilweise alles klammere. - Nicht einmal ihren Kleidungssil darf/soll sie als IHREN Verdienst / IHRE Identität ansehen. Ich, ihr Schöpfer, von dem sie immer abhängig bleiben soll, für meine Sicherheit statt Vertrauen. (Dass sie zum Glück ihre Kleidung mittlerweile völlig selbstbestimmt trägt - und auf gar keinen Fall zwanghaft nur für mich - und alle Komplimente dazu sehr genießt, ist gut für sie, ist aber ein anderer Punkt. Das schützt mich ja nicht davor, dass ich es unterbewusst gerne weiterhin für mich getragen gewusst hätte.) Und wenn ich ein derartiges Bedürfnis schon bei sowas habe, dann habe ich sicherlich viel Arbeit vor mir.
Das spüre ich auch sehr deutlich daran, wie es mir im Moment geht. Soll heißen, ich spüre/ahne, wie weit ich mich zurückhalten/-ziehen muss (und dies auch schon tue), damit sie genug Freiraum hat, nicht unter Druck steht. Und ja, es tut fast genauso weh, als würde ich sie mich verlassen lassen. Mit einem Mal begreife ich auch, wieso das Loslassen ohne Trennung besonders bei einem (in Therapie befindlichen) Partner für beide so schwer ist. - Man geht sozusagen aus Selbstschutz schon lieber davon aus, verlassen zu werden, obwohl es zunächst gar nicht realistisch wäre. So entfernt man sich selbst weiter als vielleicht nötig. - Und doch scheint es nötig, da kein "Schmerz fließen" kann, weil man sich gedanklich kurz vor Tränenausbruch wieder an den Heile-Welt-Anker klammert und somit selbst verliert, auf sie fixiert: "Sie ist ja noch da, ich hab sie ja noch..."
Ich schwimme bei der Offenbarung meiner seit dem Kollegen-Brief explodierten Sehnsüchte gegenüber meiner Freundin. - Was ist zu viel (sie stünde unter Druck), was zu wenig (sie würde verunsichert)? Ich behandle und bezwinge diese Sehnsüchte seit diesem Thread zunehmend so, als ob sie mich schon verlassen hätte.
Meine Freundin weiß ja eh schon kaum mit liebevoller Fürsorge umzugehen, weil (für diejenigen, die sich den Kopf über Ursachen in ihrer Kindheit zerbrochen haben sollten ;-)) sie Liebe, Zuneigung und Fürsorge zu sehr unterdurschnittlichem Maße von ihren Eltern, insbesondere der Mutter, bekommen hat, weil diese das selbst nicht kann. Z.B. muss sich meine Freundin bei ihren Eltern oft selbst Essen machen (völlig unschuldiges und als normal empfundenes "Geh doch, mach dir was"), oder gar selbst mitbringen, während meine Mutter sofort zur Küche zu rennen tendiert, wenn ich komme, und ihr innerlich das Herz blutet, wenn ich es mal ablehne bekocht zu werden ;-). Bemuttert Werden kennt meine Freundin nicht. So richtig geliebt werden auch nicht. Wenn ich liebe Dinge zu ihr sage, muss sie neuerdings weinen, weil sie - so etwa ihre Worte - durch die Therapie erkennt, wie wenig sie damit umgehen kann, wie sehr sich in so einem Moment alles in ihr zusammenzieht, weil es ihr so verdammt fremd ist; sie stößt innerlich auf Leere.
Ich war gestern viel mit Freunden unterwegs und abends in der Disco. Ich habe versucht, mal wieder ohne das Übermaß an Sicherheit durch meine Freundin glücklich zu sein, meine eigene Kraft zu nutzen, was auch gut getan hat und sich eindeutig wie der "richtige Weg" anfühlt. Da war aber noch was anderes, ein Gefühl, durch das ich schon einmal gehen musste bei meiner Freundin...
Sparkling, deine Frage, wie das damals mit dem anderen Mann, ihrem Ex vor mir, war, der nur Sex und schöne Wochenenden wollte: Sie waren ein Jahr zusammen. Sie haben mit Pille UND Kondom verhütet. ER wollte das Kondom zusätzlich, "bloß keine Kinder"! Nach gut einem halben Jahr fing ihre Blasenkrankheit an. Die Pille wurde aus med. Gründen abgesetzt. Fortan wollte er nicht mehr mit ihr schlafen. Zudem ist sie ihm immer mehr auf die Pelle gerückt, wollte Liebe, die sie konsequent nie bekam, woraufhin erst er, dann sie sich mehr und mehr zurückzog. Kein Sex mehr, nur Küssen. Nach ca. drei Monaten, die das so lief, lernte ich sie kennen. Wir kamen nach zwei drei Treffen gleich zusammen. Es vergingen die besagten zwei Monate, die ich nicht zu ihr durfte, und in denen sie immer noch Kontakt zu ihm hatte. Zärtliche Küsse zwischen uns, mehr nicht. Gegen Ende dieser zwei Monate hatte sie Geburtstag, und sie erzählte mir, sie müsse mal raus, wolle an ihrem Gburtstag EINEN Tag allein an die See fahren. Als ich sie abends zum Gratulieren anrief, nahm sie nicht ab, sondern rief ein bisschen später zurück. Das machte mich misstrauisch. Anhand von Postkarten und Datumsstempeln von Fotos, die sie und ihn zeigten, kam dann nach einem Jahr raus, dass er mit ihr zum Geburtstag einen ZWEI (Hotel-)Nächte langen Ausflug an die See gemacht hat. Sie hätten sich da geküsst, mehr aber nicht. Unmittelbar nach dem Geburtstag gab es eine Situation, in der sie ihn anrief, er solle kommen und sie halten, sie war krank im Bett. Er war gleichgültig. Darauf bestellte sie ihn für ein Gespräch her und trennte sich endgültig von ihm. Sie wurde mit mir wenige Tage später intim, ließ mich in ihre Wohnung. Ich dachte immer, dass ich nicht wissen durfte, wo ihre Wohnung war, hätte praktische Gründe gehabt. Aber sie meint, sie wollte damals einfach gar niemanden mehr in ihr Leben lassen. Ich sei bloß hartnäckig genug gewesen.
Das Gefühl, das ich gestern hatte und zunächst nicht identifizeren konnte, war genau das. - Sie schon mal mit einem anderen geteilt zu haben. Nicht bewusst, aber ich hatte das damals gespürt. Es war keine Angst vor Nähe, sie war reserviert, für einen anderen. Ich wusste nur nicht, ob der noch aktuell war oder nur nicht verarbeitet. Ich hatte das Gefühl, loslassen zu müssen, wenn ich sie wirklich wollte, statt sie für den anderen zu hassen. Es war ein Gefühlschaos, sie zu lieben und haben zu wollen, aber trotzdem warten zu müssen, was und ob es passiert. Eine innere Einstellung, die mir heute schwer fällt, da ich schon so viel mit mir habe machen lassen. Sie hatte mich nach Strich und Faden belogen, betrogen und auch bei der Überführung nur zugegeben, was sich beweisen ließ. Ich sehe sie mitunter also sehr kritisch. Vertrauen schwer gemacht! Nach einem Jahr gab es da noch sowas. Ich entfernte mich derzeit sehr aus der Beziehung, zweifelte, ob es das richtige sei. Sie hatte dann für drei Monate sehr eng werdenden Kontakt zu einem Mann, mit dem sie auch über mich redete, der ihr Avoncen machte, mit dem sie irgendwann einfach ins Kino ging, während ich im Ausland war. Drei Monate lang hielt sie das geheim, bis sie nachher von dem Kino-Date erzählte, um von mir wieder mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, "eingefangen" zu werden. Die Zeit war es auch etwa, seit der ich so abhängig geworden bin. Denn ich hatte Macht erfahren. Und ich konnte mich nur entscheiden zwischen Wütend gehen oder zu relativ hohem Maße abhängig bei ihr bleiben. Von da an wurde ich "gefügig", verlor mich.
Sparkling, danke für die Traumdeutung. Welcher Umgang damit ist kritisch? - Dass sie dies so deutet, als wäre es eben nicht das Erfahren sexueller Begierde, sondern dass sie sich ihren Laufpass gegenüber dem Kollegen nicht verzeihen kann? Und dass sie es verarbeitet, indem sie dem Kollegen im Nachhinein ihre Gefühle mitteilt? Finde ich auch. Ich verfolge den Kontakt zu dem aktuellen Arbeitskollegen sehr genau. Volles Vertrauen kann ich ihr erst in ca. 1 Woche entgegenbringen, um das Loslassen zu versuchen.
P.S.: Sigi, danke für das Kompliment zu meiner Schreibweise. Bitte nich zu sehr loben. In mir versteckt sich ein ganz schöner Narziss. Viele Narzisse können gut reden, um damit zu glänzen. ;-)Geändert von flohh2002 (08.03.2009 um 19:06 Uhr)


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