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    AW: Das Kind der Anderen

    liebe hurt,
    Ich für mich habe festgestellt, der Schmerz über das erneute Hintergehen, die Art wie er versucht diesen Verrat in unser tägliches Leben mal so nebenbei mit einzubauen - dieser Schmerz ist schwerer zu ertragen als den Schmerz der Trennung.
    ich kann dich sehr gut verstehen.
    und ob das wirklich "nur" vatergefühle sind, die ihn in die richtung der anderen und seiner anderen tochter treiben, bezweifle ich. irgendetwas stimmt da nicht. allein wegen der "vatergefühle" bräuchte er sich dir gegenüber nicht so entfremdet verhalten.

    lass dich

    bifi
    "Wenn Sie die Art und Weise ändern, wie Sie die Dinge betrachten, ändern sich die Dinge, die Sie betrachten."
    Max Planck - deutscher Physiker und Nobelpreisträger 1858-1947


    Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt
    Aristoteles - Griechischer Philosoph

    "Es ist nicht wie es ist, sondern so, wie Du denkst, dass es ist. "bifi

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    AW: Das Kind der Anderen

    Hurt, Du hast Schlimmes, Entsetzliches, Grauenvolles erlebt.

    Zum Thema Selbstmord gibt es einen interessanten Text von Hesse, den ich noch suchen und reinstellen werde.

    Aber ganz kann ich Dich nicht verstehen.

    Zitat Zitat von hurt Beitrag anzeigen
    Natürlich merkte ich, dass er Probleme mit der Situation hatte, er kaute daran. Aber ehrlich gesagt, da war ich ziemlich mitleidslos mit ihm.
    [...]
    Über das Thema mit ihm zu sprechen ist fast unmöglich, da ich emotional so stark damit behaftet bin, dass ich zum Schluss doch immer wieder hysterisch rumschrei oder heule.
    Aha.
    Er und seine Probleme sind Dir egal, Du hast kein Mitgefühl.
    Du schreist oder heulst zum Schluss immer hysterisch rum?
    Wer würde mit einer hysterisch rumschreienden Frau "offen reden" wollen? Genau, niemand.
    Dass er Dich unter diesen Umständen nicht "einbeziehen" konnte, ist wohl klar.
    Zitat Zitat von hurt Beitrag anzeigen
    Weil er zu feige war und ist, mit mir offen über seine Bedürfnisse und sein Tun zu reden.
    Du nennst ihn dafür "feige", Du sprichst von "hintergehen".
    Aber hast Du ihn nicht mit Deiner Hysterie dazu gezwungen?


    Ich erlebe Dich als sehr hochmütig.
    Du sprichst sehr abfällig von der Mutter seines Kindes. Und:
    Zitat Zitat von hurt Beitrag anzeigen
    nach der Aussage von ihm in dieser Situation, habe ich nicht die geringste Lust, IHM auch nur noch einen Funken von Verständnis entgegenzubringen.
    Sein Schmerz zählt nicht, nur Deiner zählt.
    Hmm, ist das jetzt Hochmut oder Narzissmus?

    Was auch immer, das wirklich Schlimme daran ist: Euer kleiner Sohn (12) ist der Leidtragende an der Sache!
    Sein Vater scheint Charakter zu haben, er verhält sich sehr verantwortungsvoll - und er hat eine Verantwortung seiner Tochter gegenüber!
    Seine Mutter erlaubt dem Vater nicht, das zu fühlen, was er fühlt. Sie ist beleidigt, verletzt und sauer.
    Deshalb wird er seinen Vater verlieren. Unnötigerweise.
    Armes Kind.

    Hurt, die dreijährige Halbschwester Deines Jüngsten kann NICHTS für den Freitod Deines Ältesten. Sie kann Deinem jüngsten Sohn aber eine gute Freundin werden.

    Steig runter vom hohen Ross, biete Deinem Mann die Hand.
    Gemeinsam könnt Ihr Eurem Sohn die Stabilität des Elternhauses erhalten - und ihm noch eine kleine Schwester geben.

    Alles Gute - besonders für Deinen kleinen Sohn!
    Wenn du bei der Erziehung
    ein Licht am Ende des Tunnels siehst,
    dann ist das der Zug, der dir entgegen kommt.
    Jan Rogge

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    Selbstmord

    Für Hurts Sohn, der sich im April 2006 das Leben nahm


    "Als ich etwa fünfzehn Jahre alt war, verblüffte uns einmal einer unserer Lehrer mit der Behauptung, der Selbstmord sei die größte moralische Feigheit, die der Mensch begehen könne.

    Ich hatte bis dahin eher dazu geneigt zu glauben, dass ein gewisser Mut, ein gewisser Trotz und Schmerz dazu gehöre, und hatte für die Selbstmörder eine mit Grauen gemischte Hochachtung empfunden. So war der mit dem Anspruch eines Axioms vorgetragene Spruch des Lehrers mir wirklich für den Moment eine Verblüffung, ich stand dumm und ohne Erwiderung vor diesem Spruch, er schien ja alle Logik und alle Moral für sich zu haben.

    Doch hielt die Verblüffung nicht lange vor, ich kehrte bald dazu zurück, auch meinen eigenen Gefühlen und Gedanken wieder zu glauben, und so sind die Selbstmörder mir zeitlebens beachtenswert, sympathisch und irgendwie, wenn auch auf düstere Weise, ausgezeichnet erschienen, Beispiele eines menschlichen Leidens, dem die Phantasie jenes Lehrers nicht nachkam, und eines Mutes und Trotzes, den ich nur lieben konnte. Auch sind in der Tat die Selbstmörder, die ich gekannt habe, lauter wertvolle, überdurchschnittliche Menschen gewesen. Und dass sie außer der Courage, sich die Kugel in den Kopf zu schießen, auch noch die Courage und den Trotz gehabt hatten, sich den Lehrern und der Moral unbeliebt und verächtlich zu machen, konnte mein Mitgefühl nur erhöhen..."

    Hermann Hesse, "Mut und Charakter"
    Wenn du bei der Erziehung
    ein Licht am Ende des Tunnels siehst,
    dann ist das der Zug, der dir entgegen kommt.
    Jan Rogge

  4. Inaktiver User

    AW: Das Kind der Anderen

    Zitat Zitat von Schokofuchs Beitrag anzeigen
    Aha.
    Er und seine Probleme sind Dir egal, Du hast kein Mitgefühl.
    Du schreist oder heulst zum Schluss immer hysterisch rum?
    Wer würde mit einer hysterisch rumschreienden Frau "offen reden" wollen? Genau, niemand.
    Dass er Dich unter diesen Umständen nicht "einbeziehen" konnte, ist wohl klar.

    Du nennst ihn dafür "feige", Du sprichst von "hintergehen".
    Aber hast Du ihn nicht mit Deiner Hysterie dazu gezwungen?


    Ich erlebe Dich als sehr hochmütig.
    Du sprichst sehr abfällig von der Mutter seines Kindes. Und:

    Sein Schmerz zählt nicht, nur Deiner zählt.
    Hmm, ist das jetzt Hochmut oder Narzissmus?

    Was auch immer, das wirklich Schlimme daran ist: Euer kleiner Sohn (12) ist der Leidtragende an der Sache!
    Sein Vater scheint Charakter zu haben, er verhält sich sehr verantwortungsvoll - und er hat eine Verantwortung seiner Tochter gegenüber!
    Seine Mutter erlaubt dem Vater nicht, das zu fühlen, was er fühlt. Sie ist beleidigt, verletzt und sauer.
    Deshalb wird er seinen Vater verlieren. Unnötigerweise.
    Armes Kind.

    Hurt, die dreijährige Halbschwester Deines Jüngsten kann NICHTS für den Freitod Deines Ältesten. Sie kann Deinem jüngsten Sohn aber eine gute Freundin werden.

    Steig runter vom hohen Ross, biete Deinem Mann die Hand.
    Gemeinsam könnt Ihr Eurem Sohn die Stabilität des Elternhauses erhalten - und ihm noch eine kleine Schwester geben.

    Alles Gute - besonders für Deinen kleinen Sohn!

    Die Art und Weise, wie du hurt's Aussagen aus dem Zusammenhang reißt und aneinanderreihst und daraus ein verzerrtes Bild zusammenbastelst, finde ich eigentlich ziemlich unverschämt.

    Ihr Mann hat mit einer anderen Frau ein Kind gezeugt, während sie um ihren Sohn trauerte, ihr dann erst Monate später davon - notgedrungen - berichtet, hat außerdem schon ein nichteheliches Kind - dass hurt in ihrer Situation kein Mitleid für diesen Mann empfinden kann, halte ich für ziemlich normal.

    Außerdem schreibt sie, dass sie jetzt - drei Jahre nach den Geschehnissen, hysterisch auf seine Äußerungen reagiert - jetzt, nachdem sich ihr Mann geweigert hat, eine Paartherapie zu machen, jetzt, nachdem ihr Mann sich nicht an die gemeinsamen Absprachen bezüglich des Umgangs mit seiner Tochter gehalten hat. ERst aufgrund seines Verhaltens, nämlich seines feigen Hintergehens, reagiert sie auf ihn hysterisch.

    Den Rest deines Beitrags braucht man schon nicht mehr zu kommentieren. Ich finde es unmöglich, einen Text derart selektiv wie du zu zitieren und dann derart abfällig über die TE herzuziehen. Ist das jetzt Ignoranz oder Arroganz? Oder beides? Der einzige, der hier auf dem hohen Ross sitzt, bist jedenfalls du.

    Liebe hurt, ich hoffe, solche postings ziehen dich nicht unnötig runter.

    Liebe Grüße
    Geändert von Inaktiver User (25.02.2009 um 22:38 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Das Kind der Anderen

    Danke FrauM!

    Ich kann wieder einmal nur beipflichten!
    Schreckliches Post von Schokofuchs...

    Hier gibt es ab und an so "Schlaumeier". Immer wenn man sich verletzbar zeigt, gibt es auch Menschen, die in die Wunde reinhauen.
    Ich bin schockiert von dieser Unsensibilität, ehrlich.

    [...]

    Eine inzwischen etwas grimmige
    Josh
    Geändert von Inaktiver User (27.02.2009 um 10:00 Uhr) Grund: Diskussionen über die Moderation sind nicht erwünscht

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    AW: Das Kind der Anderen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ihr Mann hat mit einer anderen Frau ein Kind gezeugt, während sie um ihren Sohn trauerte, ihr dann erst Monate später davon - notgedrungen - berichtet, hat außerdem schon ein nichteheliches Kind - dass hurt in ihrer Situation kein Mitleid für diesen Mann empfinden kann, halte ich für ziemlich normal.

    Ja, das denke ich auch. ... Der Blick auf die "Wurzel" sollte nicht übersehen werden!!

  7. Inaktiver User

    AW: Das Kind der Anderen

    Liebe TE
    dein Schicksal berührt mich, wie viele andere hier auch. Auch ohne Vergleichbares erlebt zu haben, will ich dir meine Gedanken schreiben.
    (Und Ohne jeden einzelnen Kommentar hier gelesen zu haben.)

    Ich glaube, du musst die Dinge sortieren.

    Wie furchtbar der Freitod deines Sohnes, es tut mir sehr Leid für Dich, für ihn, für deine ganze Familie, aber du musst deutlich sehen, dass dein Mann alles mit dir gemeinsam druchgestanden hat.

    Menschen machen, besonders wenn sie verletzt sind, Fehler. Dein Mann hat einen gemacht, mit Konsequenzen, die er selbst nicht erwünscht hat.

    Aber den Fehler solltest du von der Konsequenz trennen. Es sind zwei Dinge. Ein Fehler, eine Schwäche (was weiß ich) und das KInd, was daraus entstanden ist.

    Das Kind ist sein Kind. Er reagiert verantwortlich, dass er es annimmt. Weil das KInd für seinen Fehler nicht die Schuld trifft.

    Das Kind hat doch auch nichts mit dem Freitod deines Sohnes zu tun. Nein, das musst du lernen zu trennen.

    Was ich lese ist: Dein Mann ist ein verantwortungsvoller Papa für alle seine Kinder, auch für deine, die er mit großgezogen hat. Er liebt dich, glaube ich, aber er liebt natürlich auch diesen Wurm, der ja nun mal zur Hälfte von ihm ist. Und du stellst ihm mit einer Trennung vor eine unmögliche Entscheidung: Du oder das Kind.

    Ich glaube, dass therapeutische Hilfe Dir helfen könnte, die Dinge auseinander zu halten und sicher wirst du die Kraft finden, damit klar zu kommen. Es ist ein weiteres Familienmitglied eurer großen Familie, entschuldigung, wenn ich jetzt etwas sage, was vielleicht in deinen Ohren schmerzhaft klingt: Es könnte ja auch eines Tages ein Geschenk für dich sein, es ist zumindest ein Geschwisterkind deines jüngsten Kindes.

    Viel Kraft und Liebe
    wünsche ich dir
    Lina

  8. Inaktiver User

    AW: Das Kind der Anderen

    Du verwickelst die Dinge.

    Dein Mann hat nicht verhütet und kümmert sich um SEIN Kind - normal.
    Das eine ist das kleine Mädchen - die Halbschwester eures Sohnes.
    Schon deshalb würde ich mich mit dem Kind versöhnen. Es gehört zu seinem Vater und zu seinem Bruder.

    Dein Freund hat sich ja aus freien Stücken auf die Frau eingelassen. Mach IHN bitte auch verantwortlich! Sie ist austauschbar. Wenn sie's nicht gewesen wäre, dann eine andere.

    Und dann ist da noch die Vergangenheit. Da brauchst du einen lieben Zuhörer, der ganz für dich da ist. Professionelle Hilfe. Alleine schafft das niemand.
    Geh es an. Dann kannst du dich auch mit der Geschichte oben versöhnen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

    Ich wünsche dir ganz ganz viel Glück!
    Geändert von Inaktiver User (26.02.2009 um 14:27 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Das Kind der Anderen

    Ich kann mich meinen beiden Vorposterinnen Zweifelhaft und Roxanna nur anschließen:

    Hier existiert ein dreijähriges Kind, das weder für seine Existenz noch für die Geschehnisse vor seiner Zeugung verantwortlich ist.

    Aber es soll einen sehr, sehr hohen Preis für all das, was weit vor seiner Geburt geschah, bezahlen: Den Preis des sich einen feuchten Kehrricht kümmendern Vaters.

    Ich würde nie und nimmer mit einem Menschen zusammenbleiben wollen, der von mir verlangte, ich solle mich unter keinen Umständen um mein eigen Fleisch und Blut kümmern.

    Nur mal so als Denkansatz.

    Alles Liebe Tanja

  10. User Info Menu

    AW: Das Kind der Anderen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich würde nie und nimmer mit einem Menschen zusammenbleiben wollen, der von mir verlangte, ich solle mich unter keinen Umständen um mein eigen Fleisch und Blut kümmern.
    Das war doch gar nicht der Punkt. Vereinbart war, daß eine Kontaktaufnahme mit dem Kind und der Kindsmutter in Absprache mit Hurt passiert, wenn es denn passiert. An diese Absprache hat er sich nicht gehalten. Und damit hat er sie erneut hintergangen.

    Mich würde das auch zutiefst verletzen. Und nein, wenn man in der Lage ist, sich selbst zu sortieren, muß man nicht mit jeder tiefen Verletzung zwingend zum Therapeuten.

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