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  1. User Info Menu

    AW: Das Kind der Anderen

    Liebe Tanja,

    Deine Entschuldigung ist angekommen und angenommen! Ich respektiere und achte es sehr, wenn man imstande ist, einen Fehler zuzugeben und auch den Anstand hat sich zu entschuldigen.

    Und auch wenn man die Hintergründe für gewisse "Urteile" klärt - das erleichtert widerum das Verstehen des Anderen.

    In diesem Sinne ziehe ich meinen Hut vor Dir,

    alles Gute

    Hurt

  2. Inaktiver User

    AW: Das Kind der Anderen

    Danke schön, Hurt.

    Geht es dir denn heute schon etwas besser?

    Weißt du, es befreit manchmal schon ganz schön, sich hier in der Anonymität den ganzen Schrott von der Seele schreiben zu können.

    Und vielleicht findest du ja auch Lösungsansätze aus Erfahrungsberichten anderer Frauen hier in der Bricom oder kannst jedenfalls Schlüsse daraus für dich ziehen, was du für angemessene Reaktionen hältst und was nicht.

    Achje, dieses Forum der Betrogenen - und ich nehme mich da überhaupt nicht aus, im Gegenteil: Ich habe auch schon einiges vom Vater meines Kindes eingesteckt und aus vorherigen Beziehungen - es polarisiert schon sehr.

    Ich merke manchmal jedenfalls, dass es mich hier schon schwer umtreibt, wenn ich lese, auf welch perfide Art und Weise hier Menschen - Frauen und Männer - hintergangen werden. Es zerrt und zipt jedenfalls schwer an den vorhandenen Narben.

    Eben weil ich auch schon perfide hintergangen wurde und selbst mich immer daran gehalten habe, niemals einer anderen Frau in die Beziehung pfuschen zu wollen. Praktisch so als Ehren- oder Frauensolidaritätskodex, den ich bei manchen - auch RL - sehr vermisse.

    Naja, ich jedenfalls mag nicht auf der Unversöhnlichkeitsschiene reisen und finde, dass es sehr schön ist, dass dein Partner und du diese echt unglückliche Eskapade damals überstanden habt.

    Vielleicht schafft ihr es ja auch jetzt nochmals, diese Klippe zu nehmen.

    Ganz ehrlich: Ich kenne das auch, dieses Nichtmitmirredenlassenwollen. Dieses sobald das Minengebiet berührt wird Indieluftgehen. Aber: Es bringt nichts. Dein Partner meint, er könne nicht mehr mit dir reden, was seinen Umgang mit dem Kind der anderen anbelangt.

    Ich kann nur zu gut verstehen, dass du stinkesauer auf ihn bist, dass er alles hintenrum arrangiert hat. Aber ich kann auch ihn verstehen, dass er meint, mit dir wäre nicht zu reden. Du hast selbst mitgeteilt, dass es wohl eine ganze Weile so war....?

    Wenn ich fragen darf, was macht dir eigentlich den Umgang deines Jüngsten so sehr vergällt mit diesem Kind? Ist es, dass dein Kind auf die Mutter des anderen trifft?

    Tanja

  3. User Info Menu

    AW: Das Kind der Anderen

    Weißt Du Tanja, die Situation war damals hart genug. Ich habe mich aber entschieden zu bleiben - mit allen Konsequenzen. Ich gebe zu, vielleicht nicht wirklich durchdacht bzw. die Tragweite nicht realistisch abschätzend.

    Wie auch immer, es ging kanpp 3 jahre gut und man wiegt sich in trügerischer "Sicherheit". Das Tag "X" kommt - ja, aber irgendwann und niemals jetzt. Schwer genug. Der Knackpunkt (meine subjektive Sicht) war einfach der, das er mich ausgeschlossen hat bei dem Entschluss, "jetzt ist es soweit mein Kind kennenzulernen". Für mich beziehungstechnisch überlebenswichtig war sein Versprechen, wann immer es sein sollte, als FAMILIE und PAAR ihr gegenüber aufzutreten. Und das hat er negiert. Komme ahnungslos nach Hause und erfahr von meine Sohn, sie hatten "Kennenlern-Aktion". Mal eben so. Er hat mich "versucht anzurufen" (und nicht erreicht- klar, weil ich in Schulung war! An diesem Nachmittag! Sowas.... weiß man auch erst 5 Minuten vorher, was?)

    Und ab da ging es nicht mehr. Ich war erst mal sprachlos. Am nächsten Tag packte ich meine Stiefel und rannte geschlagene 3 Stunden (!) durch den Wald, und er rannte 3 Stunden schweigend hinter mir her!! Keine Entschuldigung, keine echte Erklärung - nichts. (Seine Art mir zu zeigen dass er weiß, dass er Mist gebaut hatte) Wieder daheim sagte ich nur, "NIE WIEDER dieses hinter meinem Rücken". Nicken von ihm. 2 Wochen später geht er zur Tür raus mit den Worten, er fahre noch schnell zur Mutter, zur Schwester, zum Kumpel und zur L.-.-. (Kind) um Nikolausgeschenk abzugeben. Wumm, raus zur Tür, ich steh da mit offenem Mund.

    Hm, ok, nicht hinter meinem Rücken - aber ehrlich - besprochen oder in Einigkeit mit mir - das war es ja wohl nicht.... Und UNSER Sohn bekam übrigens kein Nikolausgeschenk von ihm.....Das konnte ich mir leider nicht verkneifen zu erwähnen - ich meine, er hat doch ZWEI Kinder, oder nicht? Nun, ab da konnte man mit mir ja "nicht mehr reden". AB DA konnte er tatsächlich nicht mehr mit mir reden - ist mir das so sehr zum Vorwurf zumachen?

    Kannst Du meine Wut und Zorn ab diesem Zeitpunkt nachvollziehen? Naja, und dann kam irgendwie dieser Tunnelblick und reinsteigern (jaaaahaaaa, ich gebs ja zu!) auch noch dazu.... und dann die "Hysterie" = Wutpfeileschleudern = Sachlichkeit und Ruhe verlieren.

    Jedenfalls, wir sind wieder auf einem Weg, morgen holt mein Mann die Kleine, unser Sohn ist dabei, die unternehme was - und ich... ich bin Gott sei Dank auf ein Seminar und habe ja nicht wirklich eine Wahl, aber ich habe die Hölle Kopfkino abstellen können und früher oder später wird das Kind auch bei uns zu Hause landen... hmmpff, vielleicht ist sie ja auch ganz süß, 3 jährige sind ja ganz süß...

    ...jedenfalls besser jetzt aufarbeiten als in 10 Jahren wenn alles verkrustet und hart ist und keiner mehr weiß um was es eigentlich ging...


    ..ich weiß nicht ob mich jemand versteht, aber dieses Verlustthema ist nun mal ein großes Thema in diesem meinem Leben (wie es scheint) und ich denke, ich kann es nur lösen mit annehmen und lieben.. alles andere beschert mir nur die Hölle - siehe die letzten 4 Monate....und auch Trennung ist nicht die Lösung, damit habe ich die Hölle (Kopf) nicht abgestellt und erledigt....

    arrrghhh, wollte nicht soviel preisgeben, egal, schicks jetzt ab, der Abend ist spät, ich hab jetzt 2 Gläser Wein intus und vielleicht liest auch keiner mehr

    hurt

  4. Inaktiver User

    AW: Das Kind der Anderen

    Männer sind nicht so, dass sie Frauen teilhaben lassen an ihren Gedanken und Plänen. Die machen einfach und fragen nicht. Wenn du das weißt, sparst du dir eine Menge Ärger.

    Und da ist sein Kind von einer Frau, von der er nichts will.
    Versöhne dich damit. Lade es ein. Es wird ganz putzig sein.

    Am einfachsten machst du dir es, wenn du dich wirklich mit dem Thema versöhnst.

    Ich wünsche dir viel Glück dabei!

  5. User Info Menu

    AW: Das Kind der Anderen

    Liebe hurt,

    Du bist auf dem richtigen Weg - er ist steinig und dornenreich, aber aus meiner Sicht der einzige. Du wirst ihn meistern.

    Alles Gute,
    vivi

  6. Inaktiver User

    AW: Das Kind der Anderen

    Hallo Hurt,

    leider kann ich dir heute nicht ausführlich antworten....aber ich habe mir ehrlich gesagt dieses Wochenende schon einige Gedanken zu deiner Situation gemacht. Und ehrlich: Ich wollte dir ganz primitiv vorschlagen, das ganze Problem vorerst auszulagern - so wie du es schon getan hast, sprich: Du sorgst dafür, dass er (und euer Kind) erstmal mit dem Kleinkind beschäftigt sind mit den üblichen Wochenendpapabespassungsmöglichkeiten, also Zoo, Kasperltheater, Kinderkino, Spassbad etc. pp.

    Gut, dass du dir erst einmal Luft verschaffst und der ganzen Sache irgendwie die augenblickliche Schärfe nimmst.

    Alles, alles Gute, Tanja

  7. Inaktiver User

    AW: Das Kind der Anderen

    Finde es echt gut, dass das Kind wirklich etwas vom Vater hat.
    Also nicht nur Geschenke, sondern ihn erlebt.

    Klingt nach Eifersucht auf die Kindsmutter, da könnte wieder
    was aufflammen?

    Ich durfte weder meinen leiblichen Vater treffen, richtig kennen-
    lernen noch meinen Großvater. Einmal als ich 3 Jahre alt war,
    gab es einige Minuten einen Kontakt zum Vater. Als er starb, war
    ich 21, ich erhielt vom Notar den Schlüssel zu seiner Wohnung
    und fand Fotos von mir, die nahm ich mit, sonst nichts.

    Meine Mutter, ihr neuer Partner und sonstige Verwandte haben
    eine weitere Begegnung verhindert. Hatte ja Stiefvater.

    Meinen Großvater, Vater meiner Mutter, den durfte ich auch
    nicht treffen, der wiederum hatte aber selber eine Stiefmutter, meine
    Stief-Urgroßmutter, bei der ich regelmäßig Ferien und Wochenende
    war und die ging das Risiko ein und nahm mich 2-3 mal heimlich
    mit zum Großvater. Was für ein tolles Erlebnis, unvergesslich.

    Von ihm habe ein 600 Seitenbuch mit Widmung damals bekommen.
    Das gibt es nicht mehr. Macht nichts. Die Begegnungen mit ihm
    waren viel eindrucksvoller. Er war ein toller Mensch. Inzwischen
    gibt das meine Mutter auch zu. Gestern bekam ich einen 4 Seiten
    langen Brief, unerwartet, da stand einiges drin, was sie wohl
    mir gegenüber falsch gemacht hat. Vielleicht wollte sie das
    loswerden, da sie alt und krank ist.

    Ich hätte gerne viel mehr Zeit mit meinem Großvater verbracht.
    Die Großeltern von der Seite meines leiblichen Vaters habe ich
    nie kennengelernt, waren im Ausland.

    Geschenke wären für mich als Kind nicht mal so wichtig gewesen,
    obwohl Kinder es lieben. Die gabs von meinem Großvater, als
    ich ganz klein war, schöne Spiele, Bilderbücher, später durfte
    ich nichts mehr annehmen ab ca. 6 oder 7 Jahren.

    Meine Mutter und andere Verwandte haben halt Schicksal
    gespielt und bestimmten, was besser für mich ist und wer
    mit mir Kontakt haben darf und wer nicht.

    Schade. Seit gestern weiß ich, dass meine Mutter jetzt ein
    schlechtes Gewissen hat wegen vieler Dinge.

    Mein Großvater war mehrmals verheiratet, bei der Testamentseröffnung war ich nicht
    dabei, hatte an dem Tag gerade einen Sohn bekommen,
    aber mein damaliger Mann war dabei und dann erfuhr meine
    Mutter und ihre Geschwister, dass es da noch zwei unbekannte
    Schwestern in USA gab.

    In den letzten Monaten hörte ich plötzlich andere Töne und
    die Probleme, die der Großvater bewältigen musste und
    wie schrecklich seine Frauen waren (auch meine
    Großmutter), einige kannte ich und
    selbst als 12jähriges Mädchen habe ich das schon damals
    schnell erkannt.

    Später habe ich in meiner angeheirateten Familie das selbe
    merkwürdige Verhalten erlebt. Da wollte wieder jemand Schicksal
    spielen und anderen verbieten, Kindern von Elternteil, Großeltern,
    Tanten, Onkels fernzuhalten. Auch da gab es dann eine
    beherzte Oma, die das Risiko einging, die Enkel doch für zwei
    Stunden den anderen zu zeigen unter Androhung, dass die
    gesamte Familie nie wieder in ihrem Leben diese Kinder sehen
    darf. Einmal wurde sie erwischt und sie musste schwören, dass
    sie sich zukünftig an das Kontaktverbot halten musste.

    Es gibt schon seltsame Menschen und Verhalten.

    Wie gesagt, persönlicher Umgang ist 100 mal mehr wert als
    irgendwelche Geschenke

  8. User Info Menu

    AW: Das Kind der Anderen

    Hallo ihr Lieben,

    die, an die , die selben Hoffnungen nach einem"Happy End "wie ich trugen (sah ja auch so aus...) - REALITÄT: HAPPY END - WENN AUCH STEINIG.. (blabla) gibt es nur im Film. Ehrlich!

    WOW. Ultimative, realitätsbezogenen Bauchlandung. Ich war 14 Jahre, als ich "Die Wolfsfrau" las und eigentlich alles kapierte und klar war - wer, in Gottes Namen BRACHTE MICH DAVON AB ???

    30 weitere Jahre um mich dahin zu bringen, wo ich schon längst einmal war ?? Na vielen Dank, Wer hat denn den Umweg veranlasst??

    "wHITEBLOSSOM "Es gibt schon seltsame Menschen und Verhalten. "

    Zitatende,
    Yup. Hurt. Iss echt so.

  9. Inaktiver User

    AW: Das Kind der Anderen

    Hallo hurt,

    wie gehts dir jetzt? Und wie kams zum endgültigen Bruch?

    Liebe Grüße
    Simonie (früher FrauM)

  10. User Info Menu

    AW: Das Kind der Anderen

    Zitat Zitat von hurt Beitrag anzeigen

    Na vielen Dank, Wer hat denn den Umweg veranlasst??



    ... das fällt wohl unter Erfahrungen ...




    ... Manchmal gehen wir im Leben halt Wege, die in der Rückschau nicht so toll waren. ... Dann haben wir jedoch die Möglichkeit, ein Stück zurückzugehen und uns zu "sammeln", um in einen anderen Weg -neu- einzubiegen ... .

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