Auch von mir alles alles Gute, hurt!![]()
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Thema: Das Kind der Anderen
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26.02.2009, 20:14Inaktiver User
AW: Das Kind der Anderen
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27.02.2009, 01:03
AW: Das Kind der Anderen
Huch!!!!
Jetzt schau ich hier wieder vorbei...dachte Schokofuchs hätte den Vogel bereits abgeschossen...aber nein! Der war noch nicht mal geortet zu diesem Zeitpunkt.
Inzwischen ist er mehr oder weniger weggebombt worden...

der Vogel, echt...unglaublich...
aber hier darf eben jeder mitschreiben, auch Teenager...wir wissen ja nicht in welchen Alter hier so manche sind...nein nein.
Hurt! Nimm es nicht persönlich!
Ich freue mich riesig für dich, dass etwas Licht am Ende des Tunnels aufscheint! Gehe deinen Weg!!! Ich wünsche Dir dass es ein gemeinsamer wird mit deinem Mann!!!
Geändert von Joshuatree (27.02.2009 um 01:12 Uhr)
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27.02.2009, 07:38Inaktiver User
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27.02.2009, 10:40Inaktiver User
AW: Das Kind der Anderen
Man kann versuchen, zwischen den Zeilen zu lesen. Man kennt ja
nur das, was hier zitiert wurde. Da es um hurt geht und nicht um
uns, die vielleicht auch die außergewöhnlichsten, teils schmerzhaften
Formen von Vertrauensbruch, Notlügen usw. erlebt haben im
Familienkreise oder nächstem Umfeld, klingt manches hart gegenüber
hurt. Gelogen und betrogen wird oft, manches kommt nicht raus.
Die hochschwangere Nachbarin, deren Mann sie betrügt, während
sie gerade ihr Kind verliert und lange im Krankenhaus liegt.
Die Nachbarin, die ihr erstes Kind zur Adoption gibt, dann einen
wunderbaren Partner findet und noch drei Kinder bekommt.
Am Ende erfährt man dann, dass das vierte Kind vom Nachbar ist
und nicht vom Mann, der Mann weiß es und ein enger Freund und
ich, keiner sagt was. Der Mann hält zur Frau, sie lügt und betrügt
Jahre weiter, der Mann hält zur Frau. Sie beklagt sich bei mir
oft bitterlich über ihn. Manchmal weiß man garnicht, was man da
noch sagen will.
In der weiteren Familie gibt es einige, die sich das Leben genommen
haben. Ihre Angehörigen müssen damit zurecht kommen und sie
machen es bewundernswert. Dann ist da die Frau mit drei Töchtern,
deren Mann jahrzehntelang im Ausland arbeitet und nur zweimal
im Jahr daheim ist, sonst schickt er Geld. Dass sein drittes Kind
von seinem eigenen Vater ist, wissen einige in seinem Heimatort.
Trotzdem hält er zu seiner Frau, der Vater/ Opa des Kindes ist
jetzt verstorben. Es gibt so viele Geschichten, die ich so mitbekomme.
Es wird weiter gelogen, betrogen. Um den Alltagsproblemen zu
entfliehen, weil man sowieso davon ausgeht, dass die Nächsten
einen nicht verstehen würden, manchmal gibt es einfach keine
plausiblen Gründe. Man betrügt und lügt einfach. Wenn es die
anderen tun, ist es besonders schlimm.
Die Literatur und Filme sind voll von diesem Phänomen.
Es wäre interessant, die Sichtweise des Mannes anzuhören.
Da fällt mir noch die Geschichte ein, in meinem nächsten
Familienkreis. Ein 82jähriger Mann, der seinen Sohn seit 50
Jahren nicht sehen konnte. Grund, die Mutter hatte aus lauter
Hass den Sohn in jungen Jahren so bearbeitet, dass er den
gleichen Hass gegen den Vater hat. Die ältere Schwester hat
zum Glück bei diesem "Du-musst-den-Vater-hassen-er-ist-schlecht-Spiel" nicht mitgemacht und ein herzliches Verhältnis. Inzwischen
hat der Opa seit Jahren heimlichen Kontakt zum Enkel, Sohn des
Sohn und der Enkel ist sehr glücklich darüber, beide.
Auch die Schwiegertochter fördert diesen Kontakt, aber der
50jährige Sohn und der 82jährige Vater werden in diesem
Leben niemals zusammenkommen.
Wenn jemand verletzt wurde, was wir alle nachvollziehen können,
können wir es nicht mehr rückgängig machen.
Irgendwann muss man von vorne anfangen.
Manches wird nie wieder, so wie es davor war. Es wird halt
anders.
Rache, Hass, Vergeltung, verbittert sein, Vorwürfe, nicht
vergessen können usw. sollte man irgendwann mal
aussetzen.
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27.02.2009, 10:45
AW: Das Kind der Anderen
whiteblossom, es gibt Dinge, die kann man nicht vergessen - egal ob man das will oder nicht.
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27.02.2009, 11:20Inaktiver User
AW: Das Kind der Anderen
Guten Morgen Hurt,
also als erstes möchte ich mich ganz, ganz tief und ehrlich bei dir entschuldigen: Ich habe nur zwei deiner Postings übersehen, doch leider hat sich für mich aus diesem "Überlesen" ein komplett katastrophales Bild deiner persönlichen Einstellung ergeben. Sorry, ich habe die doch rasante Entwicklung deines Thread nur "nebenbei" verfolgt; deshalb vermutlich dieses "quasi Überlesen".
Dass du durchaus reflektiert mit dieser ganzen verfahrenen Situation versuchst umzugehen, habe ich erst heute Morgen entdeckt, als ich ein Zitat eines deiner Postings las - ich bin dabei zutiefst erschrocken: Woher kam bitte diese doch ganz vernünftige Einstellung?
Vielleicht sollte ich nicht versuchen, zu viele Dinge im multitasking-Verfahren zu erledigen. Bei deine Thread hier habe ich ja wohl einen Totalschaden produziert.
Nochmals Entschuldigung. Ich schäme mich, dass mir zwei deiner Mitteilungen entgangen sind; wie bereits gesagt, ergab sich für mich deshalb das furchteinflößende Bild einer äußerst egozentrischen Persönlichkeit, bei der ich aber auch im Reallife nicht davor gescheut hätte zu sagen, was ich von ihrem - vermeintlichen - Ansinnen halte.
Wie leicht sich manche Menschen ihrer Kinder entledigen, ist mir nämlich erst dieser Tage untergekommen.
Da hat eine Bekannte (ich kann sie nicht mehr Freundin nennen) doch lautstark und intensiv darüber nachgedacht, ihre beiden ältesten Kinder (Grundschule und Kindergarten) in ein Heim oder zu Pflegeeltern abzugeben, weil sich ihr "neuer" Lebensgefährte, mit dem sie jetzt auch ein Kind hat, an der puren Existenz und der damit einhergehenden Verpflichtung zur Fürsorge der beiden Ältesten stört. Sie seien ihnen (also der Mutter und ihrem Gspusi) eine enorme Last, die man doch auch abgeben könne.
Katastophe, diese Denke. Und dass ich dieses "Weggeben" als Verrat ansah, ja schon das laute Darübernachdenken als Kindesmisshandlung, konnte sie einfach nicht verstehen.
Und dann stoße ich - praktisch noch unter "Schockwirkung" - auf deinen Thread, überlese "geflissentlich" nur zwei Postings und schreibe - unter dem Eindruck deiner vermeintlich "gemeinen, egoistischen Art" - meine sehr harschen Plädoyers zur absoluten und unvoreingenommenen "Kindesannahme". Naja. Mein Blickwinkel auf dich persönlich und deine Lebenssituation hat sich jedenfalls nach dem Lesen der zwei zuvor übersehenen Postings gründlich geändert.
Wie gesagt, bitte entschuldige.
Mein Blickwinkel, mein Standpunkt zum Annehmen und Fürsorgen für ein Kind wird sich jedoch wohl niemals ändern.
Ich habe früher viele familienrechtliche Dinge berufsbedingt und einfach auch so aus dem Leben mitbekommen müssen. Du kannst mir glauben, dieser "Erfahrungsschatz" reicht mir für immer. Aber das Schlimme ist, vieles wiederholt sich immer wieder - nur mit unterschiedlichen Protagonisten.
Vielleicht ist auch das ein Punkt, der mich immer wieder dazu veranlasst, Position für das Kind zu beziehen und zwar nur für das Kind.
Vielleicht darf ich dir aber auch noch ganz kurz erläutern, was mich höchstpersönlich so sehr dazu "anstachelt" so vehement auf die Einbeziehung eines "Kegelkindes" Wert zu legen.
Ich habe einen Verwandten, er ist jetzt schon etwas älter.
Auch er ist das Produkt eines Kurschattens, ein außereheliches Kind.
Seine Mutter war schwer lungenkrank, deshalb ja auch in Kur. Es kam wie es kommen musste, noch als Kindergartenkind stand er auf einmal alleine da. Seine Mutter war ihrem Lungenleiden erlegen.
Die Ehefrau seines Erzeugers wollte unter keinen Umständen nie und nimmer mit dem Seitensprungrelikt ihres Gatten konfrontiert werden. Er hat dies wohl widerstandslos akzeptiert.
Die Großeltern meines Verwandten (beide schon sehr hochbetagt, einer von beiden im Übrigen schwer krebskrank und dazu noch einer der strengsten prothestantischen Sekten angehörig) waren hoffnungslos überfordert mit der Erziehung eines quirligen kleinen Kindes. Andere nähere Verwandte, die ihn hätten aufnehmen können, gab es nicht. Oder wollte es nicht geben?
Die Großeltern gaben ihn jedenfalls in ein Internat unter strengster christlicher Leitung, sahen ihn - wenn überhaupt - nur noch in den Ferien und ansonsten war er für alle Beteiligten gestorben.
Er hat unsäglich unter der "christlichen" Erziehung der dortigen "Pädagogen" gelitten.
Alles in allem ist ihm dort jedenfalls das Leben gründlichst versaut worden.
Sprachstörungen, Bindungsstörungen, das volle misshandelte-Heimkind-Syndrom.
Vielleicht schätze und mag ich ihn deshalb auch so gerne, weil ich weiß wie unverhältnismäßig ungerecht das Leben bereits in seinen frühesten Jahren zu ihm war. Und weil er trotzdem kein psychopathischer Schwerkrimineller wurde, sondern ein herzensguter, vielleicht zu gutmütiger Mensch geworden ist.
Ich habe mich deshalb immer wieder, so lange ich denken kann, gefragt, wie man dazu kommen kann, ein kleines Kind, das niemanden auf der Welt mehr hat, auf dem Altar der eigenen Rechtschaffenheit faktisch zu opfern.
Und er ist bei weitem nicht der einzige; das ist ein weiteres Kind, auch aus der weiteren Verwandtschaft, das ich kenne. Es wächst bei den steinalten, schwer gebrechlichen Großeltern auf und bangt jeden Tag, ob Oma und Opa morgens auch wieder aufgewacht sind und sich weiter um es kümmern können. Seine Mutter ist psychisch schwer erkrankt und kann sich nicht kümmern.
ie neue Frau des Vater des Kindes möchte aber nicht, dass das Erstgeborene (das ja von einer Verrückten abstammt) quasi ihre beiden nachgeborenen Kinder "infiziert". Also reduziert der Göttergatte den Kontakt zu seinem vorhelichen Kind auf NULL.
Und das sind NUR zwei sehr liebe Menschen, die ich als Einzelperson kenne. Dazu die beiden Kinder der oben genannten Bekannten, die abgeschoben werden sollen. Ich weiß manchmal nicht, wie ich so etwas verstehen soll.
Wenn ich dann im Gebrauchtenstrang neben an lese: "Es stinkt mir, dass mein Gebrauchter alle 14 Tage sich um seine Gören kümmern muss, denn das geht uns von der gemeinsamen Paarzeit ab", dann geht mir die Hutschnur hoch. Noch so ein paar unerwünschte Kinder.
Naja Hurt, dies ist jetzt wohl ein sehr langes Posting geworden.
Ich hoffe, dass du mir nicht mehr länger böse bist - ich habe wohl einfach zu flüchtig mitgelesen.
Und ich hoffe des Weiteren, es gelingt dir, die Interessen und Bedürfnisse, die du, dein Partner und alle involvierten Kinder haben, unter einem Hut zu einen, ohne dass dabei einer der Beteiligten auf der Strecke bleiben muss.
TanjaGeändert von Inaktiver User (27.02.2009 um 11:25 Uhr)
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27.02.2009, 11:35
AW: Das Kind der Anderen
Hallo Tanja,
schön, daß Du "Deine Knöpfchen" entdeckt hast, und die hurt auch mitgeteilt hast
.
Ich glaube, daß wir alle hier doch noch ein paar Dinge für´s Leben dazulernen können - und das manchmal dieses Betrachten von unterschiedlichen Seiten andere "Ergebnisse" bringen könnte
... .
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27.02.2009, 11:58Inaktiver User
AW: Das Kind der Anderen
Hallo Themir,
naja, ich fand, dies Hurt mitzuteilen, war wohl das Mindeste, was ich tun konnte....
Und ich bin auch der Meinung, dass ich sie wissen lassen sollte, warum ich so vehement dafür bin, dass man versuchen sollte, auch solch ein "außer der Reihe" gezeugtes Kind anzunehmen.
Mein Verwandter ist wirklich solch ein liebenswerter Mensch und wenn ich an sein Schicksal denke, dann kommen mir jedesmal die Tränen, denn er hatte es fürchterlich, fürchterlich schwer im Leben....
Mutterlos mit fünf, Vater sein Lebtag lang absolut desinteressiert, Großeltern religiös-fanatische Kirchgänger mit entsprechend brutalen "Erziehungsmethoden", zur Einschulung in ein kirchliches Internat..... bei dessen Erziehungspraktiken wohl die schlimmsten Phantasien der hier Schreibenden durchaus Realität gewesen sein können.
Ich denke, dass es vor diesem Hintergrund vielleicht auch etwas verständlicher ist, dass ich so "die Keule schwang".
Tanja
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27.02.2009, 12:37
AW: Das Kind der Anderen
@Tanja35: selten, daß sich jemand so verhaut und dann die Größe hat, das auszusprechen und dafür um Entschuldigung zu bitten!
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27.02.2009, 13:06
AW: Das Kind der Anderen

So ist es. Das schlimmste, was ich einmal zu hören bekam, war dass in einer Familie sich viele Männer das Leben genommen haben und einige Frauen es auch schon vor hatten. Das ging schon mehrere Generationen so. Ich bin nicht so Recht dahinter gekommen, was es war. Ich vermute aber eine Art der Schizophrenie und ein zarter Hang zur Kunst und dem Übersinnlichen als Flucht.
Aus diesen Verstrickungen sich zu befreien hätte sehr sehr gute professionelle Hilfe gebraucht, aber ich glaube, dass sie diese nicht hatten. Der Therapeut hätte mit der Familie sprechen müssen, um zu klären und auch mal vor Ort sein müssen, um der Sache nachgehen zu können.
Ich finde es schlimm, was die TE erlebt hat und es ist viel zu verarbeiten. Ich würde den Selbstmord des Kindes schon als Trauma bezeichnen und das Kind des Mannes eher als etwas, was retraumatisiert. Ich kann da nur dringend zu professioneller Hilfe raten oder mal einer Kur.
Da ist einiges zu verarbeiten und das wird nur mit erstarktem Selbstbewusstsein sein können und ich könnte mir vorstellen für mich selbst, dass ich in so einer Beziehung nur noch wäre, wenn ich diesen Mann wirklich sehr lieben würde und gleichzeitig nicht diese Nähe bräuchte und auch andere Lebensinhalte hätte auf die ich mich stützen kann und aus denen ich Erfolg ziehe oder vielleicht allgemein nur eine konstante Beziehung brauche, aber ohne super hohe Erwartungshaltung daran, wo auch ein Seitensprung nicht so zerstörrerisch wirken würde. So eine Art notfalls offener Beziehung.
Oder eben an der Heilung dieser Beziehung arbeiten. Nur dann muss seinerseits mit den Lügen Schluss sein. Das heißt aber auch wieder, dass man mit der Wahrheit umgehen können muss.Geändert von Erstgeliehen (27.02.2009 um 13:12 Uhr)


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