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  1. User Info Menu

    AW: Ein Jahr danach.....

    Zitat Zitat von unchained Beitrag anzeigen
    ...trotzdem ist da manchmal so eine Art Trauer wie soll ich es ausdrücken? Um den Verlust der Unschuld, des Glaubens an die Ewigkeit, dass alles immer so bleibt, wie es ist? Ich weiß nicht, bei mir auf jeden Fall hat es viel in Bewegung gesetzt, vieles sehe ich jetzt ganz anders. Das Leben ist veränderlich und was heute ganz normal ist, kann morgen schon ganz anders aussehen...
    Also muss man das Beste daraus machen!
    Sehe ich ganz genau so!!

    Nicht nur die Beziehung ist nicht mehr die, die sie mal war (für mich, zum Glück!), auch ich bin nicht mehr die, die ich mal war!!
    Verlust der Unschuld ist der Begriff, der auf mich zutrifft. Ich hatte ein Urvertrauen in meinen Mann, dass er mir so etwas nie antun würde!!
    Claudi

    "Fürchte Dich nicht vor Veränderungen, fürchte Dich vor dem Stillstand!"

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    AW: Ein Jahr danach.....

    Wir haben in der Schwebephase danach unseren 18. Hochzeitstag gefeiert - unser Therapeut hat das mit dem schönen Ausspruch "jetzt ist Ihre Ehe erwachsen" kommentiert.

    Prijon

  3. Inaktiver User

    AW: Ein Jahr danach.....

    der verlust der unschuld- geht einher mit bewusstsein und bewusstwerden.

    die zeit der unschuld- das klingt für mich und in meinen erinnerungen, kindlich und naiv, so blauäugig und unbedarft.


    nein, die zeit der unschuld ist auch bei mir schon lange vorbei.
    gottseidank, und jetzt ist es eine ganz bewusste entscheidung. eben weil die rosa brille und das wolken schwabber gefühl nicht mehr da ist.

    es ist ein ganz bewusster gedanklicher schritt. und dann umso bewusster.

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    AW: Ein Jahr danach.....

    Zitat Zitat von zora68 Beitrag anzeigen
    Sehe ich ganz genau so!!

    Nicht nur die Beziehung ist nicht mehr die, die sie mal war (für mich, zum Glück!), auch ich bin nicht mehr die, die ich mal war!!
    Verlust der Unschuld ist der Begriff, der auf mich zutrifft. Ich hatte ein Urvertrauen in meinen Mann, dass er mir so etwas nie antun würde!!
    Das meinte ich. Und ich glaube, ich war nicht supernaiv, ich habe einfach nur vertraut. Dieses Vertrauen, so in dieser Form, das wird auch so schnell nicht wiederkommen. Andererseits habe ich auch jetzt keinen Grund zu mißtrauen, aber eine gewisse Vorsicht ist halt da.

    Am Anfang war ich sowas von wütend, eben wegen diesem: warum hast du mir das angetan? Das konnte ich nicht so wirklich begreifen, aber so nach und nach sehe ich auch Dinge, die ich ihm angetan habe. Und das habe ich zu der Zeit auch nicht gesehen (nein, ich habe ihn nicht betrogen, es waren eher andere Dinge, manchmal vollkommen unbeabsichtigt). Ich denke auch er wollte mir damit nichts antun, er hat in diesem Moment einfach nur an sich gedacht, das sagt er heute auch. Wie ihm bewußt geworden ist, was da abläuft und wie sehr ich gelitten habe, da hat er ganz schnell die Reißleine gezogen. Denn eins, das hat er von Anfang an gesagt: ICH HATTE NIE VOR, UNSERE BEZIEHUNG AUF`S SPIEL ZU SETZEN.

    Es hat lange gedauert bis ich über den Punkt weg war zu denken: Aber genau das hast du getan...

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    AW: Ein Jahr danach.....

    Zitat Zitat von Prijon Beitrag anzeigen
    Wir haben in der Schwebephase danach unseren 18. Hochzeitstag gefeiert - unser Therapeut hat das mit dem schönen Ausspruch "jetzt ist Ihre Ehe erwachsen" kommentiert.

    Prijon
    Und auch ich habe ganz stark das Gefühl, dass ich jetzt erst so richtig erwachsen geworden bin. Obwohl ich das manchmal auch schade finde, ich lieb(t)e meine kindliche Seite...

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    AW: Ein Jahr danach.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    der verlust der unschuld- geht einher mit bewusstsein und bewusstwerden.

    die zeit der unschuld- das klingt für mich und in meinen erinnerungen, kindlich und naiv, so blauäugig und unbedarft.


    nein, die zeit der unschuld ist auch bei mir schon lange vorbei.
    gottseidank, und jetzt ist es eine ganz bewusste entscheidung. eben weil die rosa brille und das wolken schwabber gefühl nicht mehr da ist.

    es ist ein ganz bewusster gedanklicher schritt. und dann umso bewusster.

    Da hast Du so recht, aber ich muß mich trotzdem noch daran gewöhnen..... aber das Bewusstsein ist schon da und es ist manchmal auch ganz angenehm.
    Ich habe früher auch gerne Verantwortlichkeiten abgeschoben, das tue ich heute eben auch nicht mehr. Ich glaube dieser Prozess des reifens (das war es bei mir) der war lange überfällig, egal wie auch immer es dazu gekommen ist.

  7. Inaktiver User

    AW: Ein Jahr danach.....

    der verlust der unschuld- ich musste jetzt echt zurück überlegen-

    liegt bei mir schon ne weile länger zurück. es hat so weh getan.

    im freien flug schlichtweg auf die schnauze zu fallen.

    und das hat so weh getan, dass ich mir vorgenommen habe-

    so eine crash-landung- nie wieder. nie nie wieder.

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    AW: Ein Jahr danach.....

    ...trotzdem ist da manchmal so eine Art Trauer wie soll ich es ausdrücken? Um den Verlust der Unschuld,
    Genau wie Zora konnte ich mich sofort in diesem Satz wiederfinden.
    Ich bin einerseits froh, aufgewacht zu sein, auch mich selbst kritisch beleuchtet zu haben, meinen Mann realistischer zu sehen und auch dieses kindliche(?) Urvertrauen mal kritisch beaeugt zu haben.......aber: eine gewisse Trauer um den Verlust wird wohl immer bleiben.
    Und ich merke, dass ich zynischer geworden bin bin. Da schwingt auch oft ein Hauch Bitterkeit mit, wenn ich ueber Liebe, Maenner spreche.
    Das erschreckt mich (und andere) manchmal.
    Das ist wohl die Desillusionierung und der Aerger ueber die eigene Naivitaet. Dieses Gefuehl stellt sich gegen ein anderes, naemlich das Verstehen, wie es zur Affaire kommen konnte und was dort gesucht wurde.

    Wie geht es Euch in puncto Bitterkeit und Zynismus?
    Geht Euch das auch so?

  9. Inaktiver User

    AW: Ein Jahr danach.....

    Zitat Zitat von joleni Beitrag anzeigen
    Wie geht es Euch in puncto Bitterkeit und Zynismus?

    bitterkeit und zynismus- das hat mich zuviel kraft gekostet.

    ich habe viele dinge hinter mir gelassen. menschen auch.

    ich sehe es nicht als bitterkeit, ich sehe den lerneffekt und

    wie es mich in meiner menschlichen entwicklung weitergebracht hat.

    aber bitterkeit und zynismus? das würde ja bedeuten, dass diese menschen noch gefühle in mir auslösen können.

    nein. da ist bestimmten menschen gleichgültigkeit gegenüber.

    das ist viel entspannter und besser für mich.

    ich habe da an einiges und einige menschen schlichtweg einen haken drangemacht. das thema ist durch und vorbei.

  10. Inaktiver User

    AW: Ein Jahr danach.....

    Wir geniessen unsere Lebenszeit ! Wir leben viel bewusster und endlicher . Nichts ist selbstverständlich . Wir sind dankbar für alles Schöne , für unser Glück .

    Wir schieben nichts auf , was wir an Ideen haben , ob gemeinsam oder für einen alleine oder mit anderen sofern dies machbar und umsetzbar ist .

    Wer weiss , wie lange wir es noch können . Und damit meine ich nicht nur die Beziehung , genauso wichtig ist unsere Gesundheit und diese ist auch nicht vorhersehbar .
    Nichts ist mehr wie es mal war , es stimmt , diese Leichtigkeit ist weg , aber auch diese Gleichgültigkeit . Wir tun jeden Tag aktiv etwas zu unserem Glück .

    Darum leben wir im Jetzt ! Mehr denn je zuvor und ausgelöst durch dies Ereignis .

    Unsere Lebensqualität hat sich , trotz aller Schmerzen enorm gesteigert .

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