Das ist natürlich sehr bequem, so sein Leben zu entschuldigen.Dein Beitrag spiegelt meine eigene Geschichte wider, und auch ich habe mich darüber empört, dass mein "Ausbrechen" soviel negativer gewertet wurde (speziell von meinen Eltern) als das jahrelange Falschverhalten meiner Frau.
Aber ich habe erkannt, dass man diese Bewertung nicht ändern kann, zumal man selten jemandem erklären kann, welchen Belastungen man selbst ausgesetzt war.
Wir müssen einfach damit leben, dass wir die "bösen Fremdgänger" sind. Und ich kann das auch, und stehe auch dazu.
Niemand sagt hier, man könne sich nicht einem anderen Partner zuwenden.
Es geht um Ehrlichkeit und Achtung einem Menschen gegenüber, dem man (wenn verheiratet) eben genau dieses auch einmal hoch und heilig versprochen hat.
Es dreht sich hier darum, bei geänderter Gefühlslage fair zu bleiben. Die Konsequenzen zu ziehen und dann seinen Weg zu gehen.
Die Welt krankt aber genau daran. Weil man dem anderen diese abgeschlafften Liebesgefühle (aus falsch verstandener "Liebe" ) nicht zumuten will, beginnt man, ein Lügengerüst aufzubauen.
Unehrlichkeit wird verteidigt bis zum geht nicht mehr.
Und warum Falschverhalten der Frau? Warum nicht gestehen, dass man selbst nicht wahrhaben wollte, dass diese Liebe gestorben ist? Das ist sicherlich bitter, aber muß man dann so etwas dann weiterführen?
Warum ist dann nicht schon früher eine faire Lösung (die auch eine Trennung sein kann) selbst angestrebt worden????
Das ist doch alles so verlogen. Hier wird doch wieder einmal deutlich, wie man sich das zum eigenen Vorteil hinfummeln kann. Dann steht man dazu (zum Fremdgehen)? Warum nicht vorher zu den verschlissenen Gefühlen????
Und was die Eltern sagen, machen tun - wie kindisch. Oder auch: nie erwachsen geworden. Auch dort will man "noch immer gut Kind" sein?
Hören, dass der Ehepartner der Schuldige ist? Und man nicht selber auch sein Scherflein dazu beigetragen hat???
Hier würde ich doch einmal das eigene Vorgehen und Handeln und die Motivation überprüfen.
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Thema: So, ich jetzt auch
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11.02.2009, 09:04
AW: So, ich jetzt auch
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.... das wird schon.....
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11.02.2009, 09:49Inaktiver User
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11.02.2009, 10:07
AW: So, ich jetzt auch
Gerade ich schreibe hier von Wert und Wertigkeiten.Ich glaube nicht, dass Du so geschrieben hättest, wenn Du meine Geschichte kennen würdest.
Es ging aber im Beitrag von rehbraune Augen um die verschiedenen Wertigkeiten, und nicht um die eigentliche Geschichte, die zum "Fremdgehen" geführt hat.
Es geht mir um Geradlebigkeit, diese auch zu leben und zu vertreten....
Wenn Deine Geschichte (die ich in der Tat nicht kenne) von Geradlinigkeit geprägt ist, ist doch alles ok.
Man kann immer Entschlüsse fassen im Leben. Das sind eigene Entscheidungen. So oder so. Und dann in den Spiegel schauen, was einem entgegenblickt....oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
.... das wird schon.....
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12.02.2009, 19:42Inaktiver User
AW: So, ich jetzt auch
Es gibt wohl sehr viele Motive, den Partner zu betrügen. Ich will darüber nicht richten.
Ein Motiv, welches ich aber nachvollziehen kann ist: Unsicherheit.
Du sehnst dich nach etwas, was dir ein anderer Mensch gerne und bereitwillig schenken möchte - woauf du in deiner Beziehung jahrelang verzichten musstest .... wer ist so selbstgewiss, so stark, dass er schon VORHER wüsste, wie sehr er genau DAS braucht? Haben nicht viele in jahrelangen, lieblosen Beziehungen "gelernt", dass man auch ohne liebevolle Zuwendung zusammen leben kann?
Manche(r) muss es eben tatsächlich erst erleben, um entscheiden zu können: ja, das brauche ich, und ich muss mich trennen - oder auch: nein, es war eine Illusion - mein Platz ist bei meinem Partner!
Diese Unsicherheit zu überwinden ist sehr schwierig. Denn man arbeitet mit/gegen seine Gefühle - da kann der Verstand zwar kontrollierend eingreifen, aber was, wenn er wieder nur dazu rät, ungute Zustände weiter zu akzeptieren?
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12.02.2009, 20:23
AW: So, ich jetzt auch
Ich glaube einfach, dass viele Menschen wohl innerlich wissen, was sie sich ersehnen. Sie müssen nur mal schauen....Es gibt wohl sehr viele Motive, den Partner zu betrügen. Ich will darüber nicht richten.
Ein Motiv, welches ich aber nachvollziehen kann ist: Unsicherheit.
Du sehnst dich nach etwas, was dir ein anderer Mensch gerne und bereitwillig schenken möchte - woauf du in deiner Beziehung jahrelang verzichten musstest .... wer ist so selbstgewiss, so stark, dass er schon VORHER wüsste, wie sehr er genau DAS braucht? Haben nicht viele in jahrelangen, lieblosen Beziehungen "gelernt", dass man auch ohne liebevolle Zuwendung zusammen leben kann?
Manche(r) muss es eben tatsächlich erst erleben, um entscheiden zu können: ja, das brauche ich, und ich muss mich trennen - oder auch: nein, es war eine Illusion - mein Platz ist bei meinem Partner!
Diese Unsicherheit zu überwinden ist sehr schwierig. Denn man arbeitet mit/gegen seine Gefühle - da kann der Verstand zwar kontrollierend eingreifen, aber was, wenn er wieder nur dazu rät, ungute Zustände weiter zu akzeptieren?
Aber der ganze Quatsch, der ihnen erzählt wird, man kann nicht alles haben, man muß so etwas ertragen - das wird übernommen von Menschen die dies ebenso denken und damit Schaden genug anrichten...oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
.... das wird schon.....
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12.02.2009, 20:30Inaktiver User
AW: So, ich jetzt auch
Ja, und das ist doch irgendwie traurig, oder? Wer hat denn am Ende was davon, wenn ein Mensch ständig seine Bedürfnisse verleugnen muss?
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12.02.2009, 21:46
AW: So, ich jetzt auch
Tja, wer hat etwas davon? Nur derjenige, der sich entschließt, sein Leben zu leben. Aber deshalb muß man nicht fremdgehen. Dafür gibt es kein Gesetz....Ja, und das ist doch irgendwie traurig, oder? Wer hat denn am Ende was davon, wenn ein Mensch ständig seine Bedürfnisse verleugnen muss?oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
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13.02.2009, 17:46Inaktiver User
AW: So, ich jetzt auch
Nein, man muß nicht. Aber ich glaube nicht, dass es für jede Situation passende Regeln gibt, und wenn man die nur befolgt, wird alles gut.
Man kann seinem Partner treu sein, aber sich selbst untreu dabei werden. Manches Fremdgehen ist auch ein Befreiungsschlag. Oder eine Positionsbestimmung.
Schwarz-weiß ist nicht mein Ding.
Ich habe auch schon darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn mein Mann fremdginge. Ich glaube nicht, dass es mich kalt lassen würde, ich wäre wohl traurig und verletzt. Aber es wäre kein pauschaler Grund für mich, ihn zu verdammen. Ich würde verstehen wollen, was da passiert ist.
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28.02.2009, 14:30Inaktiver User
AW: So, ich jetzt auch
Ich habe jetzt hier so einiges gelesen und muss sagen, ich bin ziemlich entsetzt.
Mein Mann hat mich betrogen. Und ich kann nur sagen, wer soetwas "plant" sollte sich vorher gut überlegen, was er dem anderen damit antut.
Ich bin die letzte Zeit fast durch die Hölle gegangen. Ich hätte nie gedacht, dass ein anderer Mensch und dazu noch der dem ich bedingungslos vertraut habe, den ich (noch immer!!) liebe, so viel Leid zufügen kann. es tut so unendlich weh, so verraten zu werden. Ich habe in meiner Ehe auch icht alles richtig gemacht, dass war und ist mir auch bewusst, aber ist das ein Grund, dem anderen so weh zu tun???
Gruß bienchen
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28.02.2009, 14:39
AW: So, ich jetzt auch
Ich denke, von diesem Denken solltest Du Dich verabschieden.Ich habe in meiner Ehe auch icht alles richtig gemacht, dass war und ist mir auch bewusst, aber ist das ein Grund, dem anderen so weh zu tun???
Dein Mann ist fremdgegangen, weil er das wollte, gerade nicht anders konnte, was auch immer. Es war SEINE Entscheidung.
Punkt.
Prijon


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