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  1. Inaktiver User

    AW: Warum gesteht man das Fremdgehen?

    Zitat Zitat von kessie23 Beitrag anzeigen
    ....Ich: "Ich kann mir schon vorstellen, dass mich irgendwann fremde Haut reizt, dass ich küssen und mehr will (gab es schon *schäm*), ABER ganz sicher kann ich mir NICHT vorstellen, jemanden so vollkommen in mein Herz zu lassen wie dich. Ich kann mir auch bei keinem anderen Menschen diese Nähe und Offenheit vorstellen."......
    Warum schämst du dich dann, nach allem, was du geschrieben hast ?????

    Ich denke, das Wichtigste ist, dass sich beide Partner darüber einig sind, wie die Beziehung gelebt wird.

    Fremdgehen kann auf viele Arten passieren, einer spontanen "Lust" zu folgen sehe ich da für meine Beziehung als weniger problematisch an. Wobei ICH das für mich durchaus NICHT möchte....

    Wenn ein ONS in eine "Affäre" übergeht, dann liegt das nicht daran, dass man sich gegenseitig mal einen ONS "genehmigt", sondern daran, dass in der Beziehung etwas in Schieflage geraten ist.... Und damit hätte sich meiner Meinung nach die"Affäre" auch nicht vermeiden lassen, wenn man weniger "offen" mit rein sexuellen Kontakten umgegangen wäre.

    Meiner Erfahrung nach sind Abmachungen jeder Art, egal ob man wie Kessie lebt oder wie pauline, bisweilen sehr schnell erledigt, wenn denn ein "Ernstfall" eintritt. Theoretisch drüber reden ist eine andere Sache, als wenn es dann mal "soweit" ist.... Partner reagieren da manchmal in nicht vorhergesehener Weise. Und man selbst auch !

    Wie auch immer: gegenseitige Offenheit über das eigene Befinden ist für mich entscheidend. Ich möchte den Draht zu meinem Partner nicht verlieren.

    Gruss, Elli

  2. User Info Menu

    AW: Warum gesteht man das Fremdgehen?

    Es ist ziemlich schwierig, das, was ich/wir meinen und empfinden, rüber zu bringen. Es hört sich vielleicht an, wie ein Freibrief zum Fremdgehen, ist es aber absolut nicht.

    Wir gestehen uns lediglich zu, dass es mal passiert, dass man jemanden sieht, der einen körperlich anspricht. (Und dass das passiert, kann man in diesem Forum mehr als einmal nachlesen.) Es ist Tatsache, die wir nicht leugnen.

    Und dann kann es sein, dass die Konstellationen, der Zeitpunkt, was auch immer so sind/ist, dass plötzlich die Möglichkeit vorhanden ist, an das OdB näher heran zu kommen. Wohlgemerkt, die MÖGLICHKEIT. So und eventuell ist das an einem Abend, an dem auch schon das eine oder andere getrunken wurde, oder was auch immer die Atmosphäre aufgeheizt ist, so dass es dazu kommt, dass man sich noch viel näher kommt...

    Wenn es dann passiert, dann brauche ich keine Angst vor meinem Partner haben, dann muss ich nicht anfangen zu lügen etc. Er wird nicht erfreut darüber sein, aber er wird mich - auch in dieser Situation - nicht fallen lassen.

    Das SOLLTE nicht passieren. Mir ist es einmal passiert und es hat mir überhaupt nicht gut getan, daher schäme ich mich auch, in erster Linie vor mir selber, weil es meine persönlichen Grenzen erschüttert hat.

    @elli: Etwas ganz anderes ist eine Affaire. Da gehe ich völlig d'accord, dass die passiert, wenn in der Beziehung etwas nicht stimmt. Da ist es dann höchste Zeit, zu reden und Elementares zu verändern.

    Wenn ich erfahren müsste, dass mein Mann zB seit vielen Jahren eine Zweitbeziehung führen würde, dann bräuchte ich nicht überlegen, sein Koffer stände umgehend gepackt vor der Tür mit ausgestauschtem Schloss.

    Vielleicht erklärt folgendes Beispiel unsere Einstellung besser:
    Selbstverständlich erklären wir unserer Teenie-Tochter, was Drogen sind, wie sie wirken, welche Gefahren mit verbunden sind. Wir bemühen uns, dass sie das verinnerlicht und dadurch stark genug wird, nein zu sagen.

    Gleichzeitig sagen wir ihr aber auch, und wenn es aber trotzdem mal gekommen ist, dass du was genommen hast, dann hab Vertrauen, sag es uns. Jeder Fehler kann gemeinsam behoben werden, wir stehen immer zu dir, du brauchst keine Angst haben.
    Und damit stellen wir ihr keinen Freibrief aus, alle möglichen Drogen einmal zu probieren.

    Ich weiß nicht, ob es so besser zu verstehen ist.
    Die Größe eines Menschen ist daran zu erkennen, wie er Geschöpfe behandelt, von denen er keinen Vorteil zu erwarten hat
    (Teddy, Polizeihund in Berlin)

  3. Inaktiver User

    AW: Warum gesteht man das Fremdgehen?

    Mir sagte mal ein Mann, er würde es nicht wissen wollen,
    wenn ich ihn betrogen hätte.

    Wobei ich gar nicht so drauf bin. Er hatte aber sehr schlechte Erfahrungen in der Ehe gemacht, wie ich auch.

    Ich wäre weg, wenn man mich betrügt....so oder so, ob er es gesteht oder ich es anders merke!

  4. Inaktiver User

    AW: Warum gesteht man das Fremdgehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich kann das auch nicht "so locker" sehen.

    trotzdem finde ich richtig und wichtig, dass Fremdgehen erzählt wird.

    das ist eine schwierige Situation für die Beziehung, die man gemeinsam durchstehen muss - wie andere auch
    .

    Gruß, Leonie

    Leonie,

    "so locker" werden das selbst die Menschen, die so leben, nicht sehen.

    Wenn ich mir die augenblickliche Scheidungsquote anschaue, sollte man über einige Gedanken, die hier stehen, schon mal nachdenken.

    Womöglich erleben wir die Anfangsmomente eines neuen Partnerschaftmodells, das irgendwann die jetzigen Beziehungsmodelle ablösen wird. Das Modell "Ehe" scheint ja in vielen Fällen auch nicht so besonders gut zu funktionieren.

    Allerdings müsste die Evolution dann noch etwas in Richtung Eifersuchtsvermeidung unternehmen.

    Nun ja, warten wir es ab.

    lg bujo

  5. Inaktiver User

    AW: Warum gesteht man das Fremdgehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Womöglich erleben wir die Anfangsmomente eines neuen Partnerschaftmodells, das irgendwann die jetzigen Beziehungsmodelle ablösen wird.
    das haben die 68er auch schon versucht - viele Leute haben "offene Beziehungen" versucht - das alles gelingt nur einzelnen.
    Daraus haben sich keine neuen Konzepte entwickelt - alles sind zum Althergebrachten zurückgekehrt.

    auch wenn die Ehe schwierig ist und bei manchen durch Lebensabschnittspartner abgelöst wird - das Konzept der Monogamie ist einfach bewährt und die Sehnsucht für einen Menschen der/die Eine zu sein ist im Menschen angelegt - das wird keiner abschaffen können.

    Gruß, Leonie

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    AW: Warum gesteht man das Fremdgehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Allerdings müsste die Evolution dann noch etwas in Richtung Eifersuchtsvermeidung unternehmen.

    Nun ja, warten wir es ab.

    lg bujo

    warum auf die Evolution warten? Eifersucht vermeiden- oder damit umgehen lernen- vielleicht ist es möglich, selbst Einfluss zu nehmen.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

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    AW: Warum gesteht man das Fremdgehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das haben die 68er auch schon versucht - viele Leute haben "offene Beziehungen" versucht - das alles gelingt nur einzelnen.
    Daraus haben sich keine neuen Konzepte entwickelt - alles sind zum Althergebrachten zurückgekehrt.

    auch wenn die Ehe schwierig ist und bei manchen durch Lebensabschnittspartner abgelöst wird - das Konzept der Monogamie ist einfach bewährt und die Sehnsucht für einen Menschen der/die Eine zu sein ist im Menschen angelegt - das wird keiner abschaffen können.

    Gruß, Leonie
    Längst ist es nicht mehr ein Mensch- diese Sehnsucht gab es vielleicht auch nie, wohl aber für bestimmte Bevölkerungsschichten eine gewisse Notwendigkeit.
    Heute kann man wohl von einer "seriellen Monogamie" sprechen.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  8. User Info Menu

    AW: Warum gesteht man das Fremdgehen?

    Aber es gibt doch nicht nur entweder den ONS oder die lange Affäre....
    Es gibt doch auch was dazwischen - meiner Meinung nach! Einem Bekannten von mir passiert. Er ist in einer Beziehung und lernt an einem Abend eine Frau kennen. Sie unterhalten sich 3 Std über dies und das - ein netter Flirt! Nach ein paar Wochen treffen sie sich zufällig wieder in der Kneipe....tauschen irgendwann Mailadressen aus. Er verschweigt seine Freundin......sie fangen an sich täglich zu mailen und treffen sich - kein Sex! Irgendwann hatten sie sich so "hochgeschaukelt", waren so fasziniert voneinander, dass Sex nur die logische Konsequenz war. Da erst sagt er, dass er gebunden ist. Trotzdem kommt es 2x zum Sex.....dann ist alles beendet!
    Er sagt seiner Partnerin nichts, schweigt, will sie angeblich nicht verletzen....und doch ist da meiner Meinung nach großer Gesprächsbedarf. Ich meine, er sollte "beichten".....denn da ist mehr gewesen als "nur mal" fremde Haut spüren......

  9. Inaktiver User

    AW: Warum gesteht man das Fremdgehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das Konzept der Monogamie ist einfach bewährt und die Sehnsucht für einen Menschen der/die Eine zu sein ist im Menschen angelegt - das wird keiner abschaffen können.

    Gruß, Leonie
    Das sehe ich aber anders , liebe Leonie60 .

    Das Konzept ist nicht bewährt , weil sexuelle Monogamie nicht von der Mehrheit in Wirklichkeit oder ganz freiwillig gelebt wird .

    Und ich weiss , dass ich für meinen Mann "die Eine" bin , das hat jedoch nichts mit der sexuellen Exclusivität zutun . Und er IST und BLEIBT für mich "der Eine" , sein Wert misst sich bei mir nicht daran , ob er mir oder ich ihm sexuell treu bleiben wird .

  10. Inaktiver User

    AW: Warum gesteht man das Fremdgehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das haben die 68er auch schon versucht - viele Leute haben "offene Beziehungen" versucht - das alles gelingt nur einzelnen.
    Daraus haben sich keine neuen Konzepte entwickelt - alles sind zum Althergebrachten zurückgekehrt.....
    Was is denn nu "Althergebracht" ?????? Das kann ich überhaupt nicht so sehen, vor allem nicht im Vergleich mit der Zeit vor 68.....

    Also ich sehe da durchaus Unterschiede, wie eine Ehe gelebt wird, wenn ich zum Beispiel die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts nehme und heute !!!!! Ich denke dabei nur mal an die Stellung der Frau: sie war früher voll und ganz vom Mann abhängig, durfte nicht beruftstätig sein bzw. nur mit der Genehmigung des Mannes....etc. etc. Sie war wirtschaftlich abhängig und musste "aushalten". Bei einer Scheidung war sie gesellschaftlich geächtet, als alleinerziehende Mutter sowieso, klar, dass da die Scheidungsquote niedrig war.....

    Und noch viel früher war es vielen Leuten ganz verboten, zu heiraten, weil sie nicht genug Geld hatten, zum Beispiel....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ....auch wenn die Ehe schwierig ist und bei manchen durch Lebensabschnittspartner abgelöst wird - das Konzept der Monogamie ist einfach bewährt und die Sehnsucht für einen Menschen der/die Eine zu sein ist im Menschen angelegt - das wird keiner abschaffen können........
    So, so, "im Menschen angelegt" .... Es gibt viele Völker, die leben nicht die monogame Ehe, was ist dann in denen angelegt ?????

    Inwiefern soll sich das Konzept der Monogamie denn "bewährt" haben ????? Leben die anderen Völker denn schlechter ??????

    Die monogame Ehe ist eine "Erfindung" von Männern und der Kirche. Ich sage das jetzt bewusst stark vereinfacht: der Mann konnte sich sicher sein, dass sein Kind wirklich von ihm gezeugt wurde. Die Kirche hatte eine Kontrolle über ihre Schäfchen. Und ein Druckmittel.

    Und noch was: die Ehe soll "schwierig" sein ? Warum das denn ? Die "Ehe" als solche ist nie schwierig, wenn, dann die Beziehung zweier Menschen. Ob die durch die Ehe verbandelt sind oder nicht, spielt dabei wohl keine Rolle.

    Gruss, Elli

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