hm, shadow... vielleicht hast Du Recht. Ich denke eben, sie sollte das unabhängig von scheinbar moralischen Aspekten, die ihr hier auch nahegelegt wurden, beurteilen und entscheiden.
wenn sie nicht darüber spricht, sind es ihre guten Gründe. Die muss auch von uns hier niemand verstehen.Wenn Du darüber mit Deinem Partner reden möchtest- dann weil Du Vertrauen hast- und ihn in Deine Gefühlswelt mit einbeziehen möchtest. Oder eben auch nicht- dann sprichst Du eben nicht mit ihm drüber.
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Thema: Verliebt in einen anderen
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01.02.2009, 20:06
AW: Verliebt in einen anderen
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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01.02.2009, 22:09Inaktiver User
AW: Verliebt in einen anderen
@ernesto
Ich denke für Lana ist auch gut zu wissen, wo die eigenen Schwächen liegen, die Ängste begründet sind, sich dieser überhaupt bewußt zu werden. Nur so kann sie an sich arbeiten, selbstbewußter werden. Möglich, daß sie innerlich auch letztlich durch die Affäre erst wächst, also durch das Zulassen ihrer Gefühle.
Denn Ihre Trennungsangst z.B. verwechselt sie möglicherweise mit Liebe.
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02.02.2009, 08:03Inaktiver User
AW: Verliebt in einen anderen
[QUOTE=lana78;5377676
Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, aber generell fühle ich einfach diesen Lebenshunger... so sehr, dass es schon oft eine Art Schmerz ist...
Bin ich einfach ein totaler Egoist?[/QUOTE]
Wenn Du Lebenshunger mit "Eingehen einer Affäre" gleichsetzt, dann musst Du dies wohl ausleben.
Wir können nur auf gewisse Sachen hinweisen, die dir evtl. hilfreich sein könnten.
Aber es ist nun einmal meistens so, dass ein jeder seine eigenen Erfahrungen undf Fehler machen muss.
Ich würde dir nur wünschen, dass du fähig bist, einigermaßen fair mit deinem Mann umzugehen.
Offenbar kann der beste Mann bzw. die beste Frau nicht verhindern, dass sich die Partner doch zu jemand anderem hingezogen fühlen.
lg bujo
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02.02.2009, 17:50Inaktiver User
AW: Verliebt in einen anderen
Ja, ich denke, das kann es wirklich geben!zitat von bujo: Offenbar kann der beste Mann bzw. die beste Frau nicht verhindern, dass sich die Partner doch zu jemand anderem hingezogen fühlen.
Und ich finde es auch nicht richtig, gleich mal aufarbeiten zu wollen, welches Defizit beim Partner dafür verantwortlich sein soll, dass solche Gefühle entstehen. Was soll denn lana ihrem Mann sagen, sie hat doch selber kaum eine Erklärung? Klar - dass sie sich eben zu dem anderen hingezogen fühlt - und dann? Wie geht es dann weiter? Dann kommen doch die "Warum?"-Fragen, oder: "Bin ich dir nicht genug?".... was soll sie da sagen.....?
Ich habe lana so glesen, dass sie ihren Partner liebt, so wie er ist - und dass der andere eben trotzdem attraktiv auf sie wirkt. Das ist doch bei solchen Geschihten das eigentlich verwirrende, und lana hätte es vermutlich leichter, sich zu einem entscheidenden Schritt durchzuringen... so hofft sie, dass sich das Schicksal irgendwie von selber ergibt, und wenn sie lange genug hin und herzickt, dann wird das wohl auch so sein... entweder ihr Chef verliert sein (eh schon schwaches, eher von Vernunft überschattetes Interesse) - oder ihr Mann ist irgendwann nicht nur misstrauisch, sondern wird weiter nachforschen, was mit ihr los ist.
Das schlimmste ist, wenn man selber untätig ist. Finde ich.
Lana, zu deinem Strangtitel - du bist verliebt in einen anderen, aber du liebst deinen Mann.... verwirrt dich das nicht völlig?
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02.02.2009, 19:07Inaktiver User
AW: Verliebt in einen anderen
Schön, daß Du hier bist, Lalunaxzitat von bujo: Offenbar kann der beste Mann bzw. die beste Frau nicht verhindern, dass sich die Partner doch zu jemand anderem hingezogen fühlen.
Zitat von Inaktiver User

Und das kann auch wirklich keiner verhindern. Und es ist völlig absurd, da nach der Schuld zu suchen. Man will zwar unbedingt Erklärungen dafür, sucht selbst und fragt danach, aber wer kann die eigenen Gefühle schon erklären und sie auch noch begründen?
Und das ist das Schlimmste:
Eben. Der Partner wird in den meisten Fällen verletzt sein, auch wenn es mit ihm gar nichts zu tun hat. Aber es ist und bleibt seine eigene Verletzung, damit muß er sich ganz allein auseinandersetzen. Warum fühlt er sich überhaupt verletzt? Eigentlich hats mit ihm in so einem Fall kaum etwas zu tun. Es war keine absichtliche Verletzung indem dem Partner - bewußt ein Schaden zufügt wurde....gleich mal aufarbeiten zu wollen, welches Defizit beim Partner dafür verantwortlich sein soll, dass solche Gefühle entstehen. Was soll denn lana ihrem Mann sagen, sie hat doch selber kaum eine Erklärung? Klar - dass sie sich eben zu dem anderen hingezogen fühlt - und dann? Wie geht es dann weiter? Dann kommen doch die "Warum?"-Fragen, oder: "Bin ich dir nicht genug?".... was soll sie da sagen.....?
Das Problem ist denke ich, wenn man sich darüber so viele Gedanken macht. Zu viele schlechte Gedanken. Warum ist das ein generelles Tabu? Warum darf und soll das nicht sein? Warum wird so etwas moralisch verurteilt?
Zitat von Inaktiver User
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02.02.2009, 19:25Inaktiver User
AW: Verliebt in einen anderen
@shadow...
danke!
Der Partner wird deswegen verletzt sein, weil er erleben muss, dass Gefühle, die er als exklusiv auf sich gerichtet dachte, nun auf einen anderen Menschen fokussiert sieht!
Das sind Verlustängste, ganz verständliche sogar. Der Partner könnte sich ja wirklich abwenden. Oder es "bleibt nix mehr übrig" an Zuwendung. Was ein Denkfehler sein kann, denn: eine Frau, die sich etwas "verkneift", was sie gerne haben möchte, wird u.U. eher bitter als zufrieden.
Sehr schwierig, das alles. Ich kann beide Seiten verstehen.
Ein weiterer Punkt: solange das Problem nicht auf dem Tisch ist, kann über die Reaktion des Partners nur spekuliert werden. Lana könnte so oder so eine große Überraschung erleben, was die Reaktion ihres Partners anbelangt! Sie müsste sich aber auch eingestehen: danach ist nichts mehr wie vorher!
Wenn sie erst einmal mit ihrem Mann geredet hat, werden sich automatisch einige Türen schliessen ... die für eine stürmische Nacht z.B., nach der Frau reumütig zum Partner zurückkehren kann, ohne dass irgend jemadn etwas davon erfährt.
Ich vermute, lana will sich (noch) nicht festlegen (auch dies: Spekulation!).
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02.02.2009, 19:32Inaktiver User
AW: Verliebt in einen anderen
Das sind interessante Fragen, über die ich zur Zeit auch intensiv nachdenke.zitat von shadow: Das Problem ist denke ich, wenn man sich darüber so viele Gedanken macht. Zu viele schlechte Gedanken. Warum ist das ein generelles Tabu? Warum darf und soll das nicht sein? Warum wird so etwas moralisch verurteilt?
Wie groß ist der Schritt für jemanden, der sich schon seit Monaten nach jemand anderem sehnt? Wie groß ist da noch der Unterschied zwischen Gedanken und Tat?
Ich will nicht die Gedanken damit verurteilen - sondern ich frage ernsthaft, was jemand in lanas Situation tun kann (abgesehen davon, dass sie ihre Gefühle akzeptiert etc., dass wäre für mich eine passive Voraussetzung für die weitere Betrachtung des Problems, weniger eine Handlungsanweisung).
Ich bin ratlos!
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02.02.2009, 19:34Inaktiver User
AW: Verliebt in einen anderen
Ich denke, sie kann sich einfach auch noch nicht festlegen.
Zitat von Inaktiver User
Ansonsten Dir ganz viele

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02.02.2009, 19:47Inaktiver User
AW: Verliebt in einen anderen
Gedanken sind Kräfte. Jeder Gedanke hinterläßt einen Abdruck in der Seele. Deswegen sind Gedanken immer auch sehr ernst zu nehmen, Gedanken sind meist auch Anfang einer Tat.
Zitat von Inaktiver User
Was jemand wie Lana tun kann? Sich selbst damit auseinandersetzen.
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02.02.2009, 20:57Inaktiver User
AW: Verliebt in einen anderen
Hallo!
Da walten einfach sehr starke Kräfte. Ich persönlich finde es schon schwierig, einem Keks zu widerstehen
Es ist wohl zum einen ganz einfach die sexuelle Anziehungskraft. Aber es gibt ja rein theoretisch auch noch andere supertoll aussehende Männer. Warum sehnt Frau sich denn nicht auch nach den anderen Typen. Irgendetwas haben diese Männer, nach denen wir uns verzehren. Ich bilde mir ein, dass mein OdB und mich irgendwas Besonderes verbindet. Ich weiß nicht richtig, was es ist. Ich habe so das Gefühl, obwohl ich keinen Kontakt zu ihm habe, dass ich ihm bis auf den Grund seiner Seele schauen kann (ist sicherlich auch wieder totale Einbildung). Irgendwas hat er, was mich grade tierisch beschäftigt. Wohl eben die Frage: was wäre, wenn ich so einen tollen Hecht abgekriegt hätte - oder noch abkriegen könnte? Einen Mann, der von den meisten bewundert wird und wo einem zum dicken Fang gratuliert wird. Eine Art Auszeichnung gewissermaßen für eigene Qualitäten. Immerhin kann so ein Hecht sich seine Frau wirklich aussuchen. Da ausgewählt zu werden, dann kann man sich echt was drauf einbilden...
Denkt nicht, dass ich bloß Matsch in der Birne habe. Ich habe halt immer anders gedacht und wollte um Gottes Willen keinen Mann, der so begehrt ist, womöglich verwöhnt, anspruchsvoll, eitel, oberflächlich etc. - und bin nun voll in der Krise. Ich hatte IHN
am Anfang auch für den totalen Anzugfuzzi gehalten, dann aber Seiten an IHM entdeckt, die mir sehr liebenswert erschienen. In einem anderen Strang habe ich mich heute darüber geärgert, dass er für eine Veranstaltung eine attraktiven Blondine mir gegenüber bevorzugt hat. Bin total eifersüchtig. Und dann kam's wieder hoch - typische diese Manager, denken nur an das eine. Die Schlunz hat IHN ja schön für sich eingenommen. Ein wenig mit den Augen klimpern - und schon hat sie gleich ein paar Engagements im Kasten. Das heißt dann, dass seine Entscheidung automatisch gegen mich geht. Wie ich mir da vorkomme, kann ich nicht wirklich beschreiben. Aber so langsam denke ich schon, dass es auch eine sachliche Entscheidung von ihm war. Sie hat schon ein paar mehr Qualifikationen als ich und sie hatte Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Trotzdem bin ich ein wenig traurig. Und es ist eben mehr, als bloßes Scharfsein auf einen anderen Mann.
Bei Lana ist es das möglicherweise auch. Die Sehnsucht nach Aufwertung und Aufmerksamkeit. In den oberen Ligen mitzuspielen. Nicht nur ein normales Leben zu führen, jeden Tag den Euro dreimal umzudrehen. Eben einen Mann an der Seite zu haben, für den man bewundert wird, wo einem die Brust schwillt, wenn man neben ihm hergehen darf. Klingt blöd, ist aber so. Ich z. B. liebe meinen Mann, aber nur allzu oft schlägt einem aus der Umgebung das unausgesprochene oder angedeutete "Warum bist du mit so einem Loser zusammen?" entgegen. Mir ist schon klar, dass ich selber erst mal vor meiner Tür kehren muss. Schließlich muss man auch selber was bieten, wenn man einen tollen Hecht haben will. Und wohl auch eine Menge einstecken können, gibt es doch viele, die einem den Mann streitig machen. Es ist wohl die Sehnsucht danach, im Leben mal so richtig abzuräumen, mal ganz oben mitzuschwimmen. Denn natürlich hätte man ja alles Recht dazu, auch die Sonnenseiten des Lebens zu sehen - wenn einem nur mal jemand die Chance dazu geben würde
Einfach keinen Bock mehr auf Alltag und Otto-Normalbürger-Dasein. Eben genauso einen Durchschnittsberuf, Durchschnittsmann, Durchschnittsaussehen zu haben - was irgendwie auch gleichbedeutend ist mit: wenn mein Sargdeckel zugeht, war mein Leben total umsonst und wozu bin ich überhaupt da? Ich denke, in dem Alter möchte man es irgendwie nochmal wissen, welchen Marktwert man eigentlich hat, bevor man mit 50 einfach nur noch alt aussieht und sich kein Mann mehr für einen den Hals verrenkt... Oder ist es schlicht und einfach die Sehnsucht nach was anderem? Sehnsucht nach Veränderung, die aber rein theoretisch auch auf anderem Gebiet stattfinden könnte und sicherlich auch sollte?
Das sind wieder mal so meine Gedanken
Liebe Grüße
Flauschhase


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