Nee, Claire! Du bist nicht seine Mutter und solltest auch nicht sein.
Aber, was Du ihm vorwirfst hast Du ja mitgetragen - aus verschiedenen Gründen.
Auch Du hast Ansagen gemacht und sie nicht eingehalten. Etwas, was Du ihm vorwirfst und jetzt meinst, Du müsstest es verzeihen (oder eben nicht).
Darauf wollte ich hinweisen - nicht Schuld zuweisen wohlgemerkt.
Natürlich möchtest Du - geht mir ja auch nicht anders - dass auch Initiative von ihm kommt, dass er zeigt, dass er teilen mag oder?
Ich weiß nicht, ob Dir Deine Ehe bzw. dieser Mensch noch so wichtig ist, dass Du (nochmal) versuchen möchtest, mit ihm zusammen da rauszukommen. Das hat aber meiner Meinung nach nichts mit einlassen zu tun.
Geh aus der Opfer- und/oder Kampfposition raus, das würde ich Dir raten wollen.
Natürlich wenn Du schon keine Lust mehr hast, in dieser Hinsicht zu agieren. Dann geh wirklich.
Alles Liebe
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Ergebnis 21 bis 30 von 76
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21.01.2009, 15:03
AW: Wie kann ich mich wieder auf ihn einlassen?
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21.01.2009, 15:13
AW: Wie kann ich mich wieder auf ihn einlassen?
Irgendwie liest sich das, was du alles hier schreibst, für mich als Rechtfertigung u. Legitimation zum Fremdgehen.
Die meisten Menschen, die viel arbeiten, ehrgeizig sind usw., die sind das doch von Anfang an.
Du schreibst, die letzten vier Jahre ist das so und das ihr 23 Jahre verheiratet seid.
Ist er erst die letzten 4 Jahre so? Was ist mit den 19 Jahren davor?
War es da ok?
Wie war er, als ihr euch kennen gelernt habt? Total anders?
Weiter schreibst du, dass du so richtig genervt bist, seit die Kinder älter sind = du nicht mehr so viel zu tun hast, nicht mehr so gebraucht wirst.
Liegt es dann nicht an dir, das zu ändern?
Wenn er etwas ändern soll, hast du Vorschläge gemacht, wie das funktionieren könnte?
Was du dir überhaupt so vorstellst?
Ist es überhaupt realisierbar, dass er seine Arbeit in nächster Zeit verkürzt?
Nicht jeder Arbeitgeber breitet Herrn XY den roten Teppich aus, wenn er mit Forderungen kommt.
Was also wäre realistisch?
Und was ist daran schlimm?Denn wenn ich jetzt von ihm ganz klar verlangen würde, heute Abend fahren wir eine Stunde Rad, dann kochen wir zusammen, würde er versuchen es möglich zu machen. Denn gegen meine Sturheit kommt er nicht an. Ich müsste ihm jeden Tag knallhart die Vorlage machen.
Also ich finde es verständlich, dass man nach einem langen Arbeitstag erstmal platt ist, wenn man nach Hause kommt.
Soll er dann nach einem langen Arbeitstag gleich noch das Nach-der-Arbeit-Freizeitprogramm vorlegen und auch gleich loslegen?
Was ist daran schlimm, wenn du das organisierst...wenn du mehr Zeit hast als er, dir was zu überlegen?
Verstehe ich nicht so ganz....
Ich finde es normal, dass nicht jeder gleich tickt.
Es muss nicht jeder der große Organisator sein.
Du hast deine Fähigkeiten, er hat sie auch.
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21.01.2009, 16:26
AW: Wie kann ich mich wieder auf ihn einlassen?
Er kann erst in den letzten Jahren nicht mehr abschalten. Als die Kinder noch klein waren, hat er immer wieder die Kurve gekriegt.
Die Jahre zuvor hatte er nicht die Verantwortung und den Druck im Job. Obwohl er immer sehr viel gearbeitet hat. Aber das ist auch nicht das Problem. Es geht darum, dass er seinen Kopf nicht mehr frei bekommt.
Eine Stunde am Abend, in der er nicht nur körperlich neben mir sitzt, würden genügen. Es geht nicht um Arbeitszeitverkürzung.
Er ist meist total übermüdet und gibt zu, dass er effizienter Arbeiten könnte, wenn er morgens länger schlafen würde. Er steht mitten in der Nacht auf. Wenn er abends ins Bett geht, sieht er diesen Berg an Aufgaben vor sich, dass er dann doch den Wecker stellt.
Ich glaube, dass solche Aktionen wie Rad fahren - was er sehr gerne macht, ihm helfen, abzuschalten. Er bekommt nur nicht den Hintern hoch.
Wie ich schon schrieb, ich habe einen erfüllten Tag und fühle mich einsam in meiner Ehe. Ich erwarte nicht, dass er die Lücke, die die Kinder hinterlassen, ausfüllt.
Wir streiten nicht, da alles dazu schon gesagt wurde. Ich versuche nun schon seit einem Jahr nach mir zu schauen. Was mir auch sehr gut gelingt. Ich bin sehr oft zufrieden in meinem Alltag.
Aber ändern tut sich nichts.
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21.01.2009, 16:31Inaktiver User
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21.01.2009, 16:31
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21.01.2009, 16:36
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21.01.2009, 16:44Inaktiver User
AW: Wie kann ich mich wieder auf ihn einlassen?
Mmhh.. war auch viel Input in rel. kurzer Zeit und du bist durcheinander.
Schlaf doch erstmal drüber.
Steht morgen auch alles noch hier!!
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21.01.2009, 16:53
AW: Wie kann ich mich wieder auf ihn einlassen?
Alle guten Dinge sind drei ;-) :
- Wenn er etwas ändern soll, hast du Vorschläge gemacht, wie das funktionieren könnte?
-Was du dir überhaupt so vorstellst?
- Ist es überhaupt realisierbar, dass er seine Arbeit in nächster Zeit verkürzt?
- Nicht jeder Arbeitgeber breitet Herrn XY den roten Teppich aus, wenn er mit Forderungen kommt.
Was also wäre realistisch?
Was wäre machbar? Hast du ihn mal gefragt? Habt ihr mal wirklich ganz ernsthaft darüber geredet?
Er scheint ja wirklich viel Arbeit zu haben.Es geht darum, dass er seinen Kopf nicht mehr frei bekommt.
Eine Stunde am Abend, in der er nicht nur körperlich neben mir sitzt, würden genügen. Es geht nicht um Arbeitszeitverkürzung.
Wie soll das funktionieren, was erwartest du denn da?
Das er nach Hause kommt, einen Knopf drückt und schon ist alles was Arbeit betrifft weg?
Jeder braucht eine Weile zum Abschalten - und wer bei seiner Arbeit unter Druck steht, kann noch weniger abschalten.
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21.01.2009, 18:01Inaktiver User
AW: Wie kann ich mich wieder auf ihn einlassen?
Du hattest doch genügend Mut und Energie um dich auf eine Affäre einzulassen.
Warum bringst Du jetzt nicht genau diese Eigenschaften ein, um die Probleme in deiner Ehe entsprechend anzugehen?
Du hast doch viel mehr Zeit, um Dich darum zu kümmern, und solltest einfach einmal die Sache in die Hand nehmen!!!
Hilfreich wäre hierbei auch der Verzicht auf deinen Freund und klare Ansagen an deinen Mann, den Du endlich über deine Gefühlslage entsprechend informierst solltest.
Womöglich wäre auch ein vorgegebenes Zeitfenster (vielleicht ein Jahr) für euch beide eine Option, um entweder die Ehe zu stabilisieren oder sich dann endgültig zu trennen.
Du musst aktiver werden, denn dein Mann scheint ja dazu augenblicklich nicht in der Lage zu sein.
LG bujo
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22.01.2009, 11:47Inaktiver User
AW: Wie kann ich mich wieder auf ihn einlassen?
hallo

ich versteh dich. war jahrelang mit so einem erfolgreichen mann verheiratet.
immer neue projekte, 70 stunden wochen waren normal. dazu noch zeitintensive hobbies (motorradfahren, tauchen, fallschirmspringen etc.) dazu noch etliche projekte privater natur und noch so einige vereine wo man ja als erfolgreicher mann dabei sein "muss"
.
alles reden nützte im endeffekt nichts. er versprach und hielt nicht, er redete mit mir, sah es ein, tat aber wieder das alte.
er konnte nicht aus seiner haut, er brauchte seine projekte.
hatte er im job keines so hatte er sicher im privaten bereich eines, sei es das haus, die menschen, die vereine etc.
ach ja, dann das schöne gerede von "paarzeit" hier. DAS habe ich vorgeschlagen, jeden freitag nachmittag frei zu nehmen (er ist selbstständig und der betrieb läuft auch ohne ihn sehr gut). er meinte "ja, das sei eine gute idee". also viel freude auf beiden seiten, für unser vorhaben paarzeit. es ging genau 2x dann kam immer irgendetwas dazwischen, ich fragte nach, bohrte und haute auch mal auf den tisch. nichts.
als wir vor der entscheidung standen dieses geschäft zu übernehmen, wollte ich nicht, er tat es trotzdem.
ich zog mit und arbeitet auch darin. "in guten wie in schlechten tagen" war auch meine devise. genützt hat es nicht viel.
er schlief nicht mehr, er redete nachts, hatte schlafprobleme, hatte magenstörungen, rückenprobleme, nervenflattern, konnte nicht mehr ruhig sitzen, war immer in bewegung.
nach ca. 8 jahren, habe ich mich getrennt. sein leben und mein leben passten nicht mehr.
wir waren zu anfang beide arm und es ging uns gut, wir genossen unser leben.
als er anfing so gut zu verdienen und diese spirale sich auftat bei ihm, mit immer noch mehr, wurden wir uns fremd.
über alles geredet nur nie über uns.
da nützte mir auch der blick auf den enormen gehaltsscheck nichts. darauf habe ich verzichtet und ganz von unten angefangen.
war hart und manchmal war ich echt am verzweifeln, aber es ging vorwärts.
laraGeändert von Inaktiver User (22.01.2009 um 11:56 Uhr)



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