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    AW: 6 Jahre her - das Thema kommt (schon) wieder hoch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist ein sehr interessanter Gedankengang!

    Nähe kann für mich z.B. auch bedeuten, dass man weiß, der andere steht immer loyal hinter einem. Ich hatte oft den Eindruck, dass Nähe mit "so viel Zeit wie möglich zusammen verbringen" oder mit Körperkontakt gleichgesetzt wird. Das ist für mich zu kurz gedacht.
    Landläufig wird es damit gleichgesetzt und das macht viele Beziehungen kaputt, wenn nämlich das erste Interesse nachlässt und der andere Partner ganz andere Vorstellungen von körperlicher Nähe hatte und mehr will dauerhaft. Ich denke, dass das wie so ein Tabuthema ist, aber viele Frauen und Männer ticken da eben nicht, wie die Werbung es vorgibt und sind stark sexuell orientiert.

  2. Inaktiver User

    AW: 6 Jahre her - das Thema kommt (schon) wieder hoch

    Zitat Zitat von Erstgeliehen Beitrag anzeigen
    Landläufig wird es damit gleichgesetzt und das macht viele Beziehungen kaputt, wenn nämlich das erste Interesse nachlässt und der andere Partner ganz andere Vorstellungen von körperlicher Nähe hatte und mehr will dauerhaft. Ich denke, dass das wie so ein Tabuthema ist, aber viele Frauen und Männer ticken da eben nicht, wie die Werbung es vorgibt und sind stark sexuell orientiert.
    Und was tut man dann?

    Ich kenne beides: dass der Mann bereits nach wenigen Wochen des Kennens schon gar nicht mehr will ("War mir gleich klar, dass Du nur auf Sex aus bist!"), als auch den Fall, dass der Mann täglich GV möchte und ein Treffen sogar absagt, wenn wahrscheinlich ist, dass es an dem Tag nicht dazu kommen wird ("Es ist nicht normal, wenn eine Frau nicht täglich Lust hat - lass Dich doch mal untersuchen.") .

  3. Inaktiver User

    AW: 6 Jahre her - das Thema kommt (schon) wieder hoch

    Hallo perlensucht,

    Ich bin versucht, zumindest an dem Grundstück vorbei zu gehen. Aber mein Kopf sagt: Bleib weg, riskiere nie wieder einen Blick. Was willst Du da?

    Gute Frage- ich denke, du 'suchst' dort etwas, was du allerdings an diesem Ort nicht finden wirst.

    Seawasp hat mM nach sehr gute posts geschrieben, wo in der Essenz eigentlich alles drinnen steht.
    Va Dingen die Sätze zu deinem Traum:

    Wenn man die Sache so betrachtet, könnte man auf den Gedanken kommen, dass Du offenbar zugelassen hast, nach Werten und Haltungen zu leben, die Dir eigentlich eher fremd sind. Du hast diese Werte von Deinem Freund übernommen und verinnerlicht, daher ist Dein Haus (= Du, Deine Welt) im Traum möglicherweise eben nicht repräsentiert durch DEIN Haus, sondern das Haus dieses Mannes.

    Du musst nicht länger um die Zuneigung dieses Menschen kämpfen, und Dich auch nicht seinen Werten, Normen und Haltungen unterwerfen, oder Dein Leben davon bestimmen lassen.

    Genau das passiert jedoch - Du hast Dir das Misstrauen und die Abwertung Deines Freundes der Welt und Dir gegenüber zu eigen gemacht und bestrafst Dich selbst, indem Du Dich dem Leben verweigerst. Du traust Dir selbst nicht mehr über den Weg, hast also möglicherweise Teile der wegwerfenden und missbräuchlichen Haltung Deines Freundes Dir gegenüber übernommen


    Ich würde wirklich meinen, da liegt der Schlüssel.
    Beschäftige dich mit dem, was dich ausmacht.
    Wer bist du ? Was hast du wo irgendwann für dich vllt- vorrübergehend- verloren ? Lasse ein wenig von den *personen* los und konzentriere dich mehr auf die Erfahrungen als solche.
    Es waren doch nur ganz, ganz wenige Menschen, mit denen du bestimmte Erlebnisse hattest, wo du vllt etwas zu sehr 'verinnerlicht' hast, was dein 'Selbst' angegangen ist.Warum, weshalb- da lohnt es sich mE nachzusehen.Es gibt zig Millionen andere Menschen, wo es sich für dich doch uU mehr lohnt, in diese Spiegel zu sehen.
    Das dieser Spiegel- dieser Mann - nicht ein passender, nicht glücklich-machender war- das weisst du doch längst.
    Lass ihn los- er wusste es wahrscheinlich auch nicht besser, weil er so ist, wie er ist.
    Besehe dir vllt ein wenig mehr deine eigenen Ängste- zb die Angst vor Nähe, womöglich Bindungsängste deinerseits.
    Von ganz ungefähr erlebt man selten immer die gleichen Erfahrungen.

    Mir ging das mal so ( und ergeht mir immer wieder in der Form) Um so weniger *schlimm* ich es fand mich selbst anzusehen- mit meinen Fehlern, meinen Macken aber auch schönen Seiten, um so mehr es mir gelang mich so anzunehmen, wie ich bin ( und das: wie und wer bin ich...musste ich mir erst mal wieder in meinem Leben zusammensuchen, weil kurzfristig untergeblubbert) , um so seltener brauchte ich den einen oder anderen drastischen Spiegel zum hineinsehen
    An manchen geht man dann lächelnd vorbei oder sieht sie gar nicht mehr- weil die Resonanz fehlt.

    Lass dich nicht von 'nebenschauplätzen' aufhalten und halte dich selbst nicht auf- das tust du mM nach mit dieser Geschichte jetzt.

    Vllt ist es auch einfach ein weiterer Schritt des Verarbeitens dieser Erlebnisse deinerseits- dann erkenne es als das an.Nicht mehr- und nicht weniger.

    Wäre so ein Teil meiner Gedanken dazu.Alles Gute dabei

    Grüsse Tory

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    AW: 6 Jahre her - das Thema kommt (schon) wieder hoch

    Liebe Perlensucht,

    wie reagierst Du denn auf solche Anforderungen?

    Nähe definiere ich auch nicht (nur, aber auch) körperlich, sondern für die Problemlage mental. Aber ich weiß mittlerweile auch, warum sie nie entstanden ist.

    1. Ich habe nie meine wahren Gefühle gezeigt. Ich bin immer auf dem Level geblieben, bei dem ich mich stets hätte auf ein vermeintliches Mißverständnis herausreden können. "Ich bin Dir zu nahe gekommen? Ups, Versehen, das war so nicht gemeint." Bloß nicht in die Karten schauen lassen. Verstehst Du? Mein Selbstbild war, dass ich einen total nervigen, klammernden Eindruck gemacht habe. Mir hat es bald den Boden unter den Füßen weggezogen, als mir jemand aus dieser Perspektive mitteilte, dass ich im Gegenteil total unterkühlt wirke. Aber wenn Gefühle und Bedürfnisse nicht mitgeteilt werden, kann auch keine Nähe entstehen. Ich war nie bei mir, sondern habe immer nur eine Fassade gezeigt. Weil ich Angst hatte. (Das würde bei Dir nun wieder zu der Traumdeutung passen.)

    2. Ich habe mir immer Männer gesucht, bei denen mir eigentlich klar war, dass sie weggewesen wären, hätte ich ihnen meine Gefühle mitgeteilt. Da habe ich meine Bedürfnisse also doppelt negiert. Zudem zieht das Verhalten unter 1. einfach solche Männer an. Wirklich interessierte Männer schreckt das doch ab. Weil sie eben einen Blick für Verhaltensmuster der Frauen haben, die ebenfalls ernsthaft interessiert sind.

    Ich nähere mich gerade langsam einen Mann an, zum ersten Mal in meinem Leben, bei dem vieles anders ist, der meine Probleme kennt und Verantwortung für mich übernimmt und dem ich bewusst meine Gefühle mitteile - gerade dann, wenn mir mein Gefühl sagt: Halt ein, Du nervst den jetzt bestimmt. Da wird mir das alles erstmal so richtig klar.
    LG
    Babette

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    AW: 6 Jahre her - das Thema kommt (schon) wieder hoch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und was tut man dann?

    Ich kenne beides: dass der Mann bereits nach wenigen Wochen des Kennens schon gar nicht mehr will ("War mir gleich klar, dass Du nur auf Sex aus bist!"), als auch den Fall, dass der Mann täglich GV möchte und ein Treffen sogar absagt, wenn wahrscheinlich ist, dass es an dem Tag nicht dazu kommen wird ("Es ist nicht normal, wenn eine Frau nicht täglich Lust hat - lass Dich doch mal untersuchen.") .
    Frag doch ruhig mal nach, wie das so in anderen Beziehungen lief und wie er sich das so vorstellt und sag doch auch frei raus, was Du willst und kannst, was soll da schon passieren?

  6. Inaktiver User

    AW: 6 Jahre her - das Thema kommt (schon) wieder hoch

    Hallo Tory,

    ich muss zugeben, dass ich Seawasp Posting in genau den Bereichen, die Du herauskopiert hast, nicht ganz verstanden habe.
    Mir ist nicht bewusst, dass ich Werte und Haltungen angenommen hätte oder gar unterworfen hätte. Ich befand mich damals in der Examensphase und war demnach sehr stark auf mein Studium fokussiert. Gleichzeitig lernte ich diesen Mann über ein Umweltprojekt kennen, dass uns wirklich sehr stark eingebunden hat. Wir sahen uns in den ersten Wochen (nur Wochen!) zwar sehr häufig, aber wir wurden kaum wirklich „privat“. Wir gingen dann noch mit dem Hund spazieren und waren bei ihm. Aber tiefergehende Gespräche gab es nicht so viele, bzw. er hat nur sehr viel von sich erzählt und ich habe zugehört. Allerdings versuchte er mich meinen Eltern zu entfremden, was ich aber von mir weiß. Ansonsten ging es wenig um um Haltungen und Einstellungen. Ja, heute weiß ich, dass ich hätte merken müssen, wenn jemand nur von sich erzählt...

    "Genau das passiert jedoch - Du hast Dir das Misstrauen und die Abwertung Deines Freundes der Welt und Dir gegenüber zu eigen gemacht und bestrafst Dich selbst, indem Du Dich dem Leben verweigerst. Du traust Dir selbst nicht mehr über den Weg, hast also möglicherweise Teile der wegwerfenden und missbräuchlichen Haltung Deines Freundes Dir gegenüber übernommen."

    Diesen Absatz unterschreibe ich allerdings.

    Ja, ich muss loslassen. Statt dessen erwische ich mich noch heute gelegentlich dabei, wie es mich total herunterzieht, wenn ich an ihn denke. Dann denke ich daran, dass er mir die Schlüssel zu Haus und Grundstück und auch seinen Hund überlassen hatte und kann einfach nicht glauben, dass sich von heute auf morgen alles umkehrte. Und dass er von Anfang an mit der Frau seines Freundes schlief und es – nach allem wie es scheint – sogar eine Frau gab, die davon ausging, seine Partnerin zu sein. Dieses Telefonat vergesse ich nie: „Was machen Sie denn in der Wohnung von XY? Wer sind Sie denn?“. Er hatte sie wohl vorübergehend "auf Eis gelegt."

    Damals habe ich ihm herzzerreißende E-Mails geschrieben. Ich war so verzweifelt, dass ich dachte, ich werde den Schmerz nicht überleben. Ich bin mir sicher, er hat alles genervt gelöscht. Hat mich aber noch kurz zuvor täglich mit Gedichten bedacht........

    Ich bin mir sicher, dass er heute noch sporadisch Kontakt zu mir halten würde (sicher gerne auch mit Sex ab und zu), wenn mir das genügt hätte.

    Was ich noch nicht erwähnte: Irgendwann hatte er einmal gebeten, vorbei kommen zu dürfen, es ginge ihm schlecht (wir waren schon länger getrennt). Ich erlaubte es ihm und er brach bei mir regelrecht aus Selbstmitleid zusammen. Was für ein Versager er wäre, wie erfolglos, blablabla. Ich hörte mir die Litanei an und das einzige, was ich sagte war: „Geh nach Hause, es ist nun genug.“ Und er: „Du schickst mich weg??“. Das war das letzte Mal, dass ich ihn live sah. Ich verspürte kein Mitleid, er war mir da nur noch lästig.

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    AW: 6 Jahre her - das Thema kommt (schon) wieder hoch

    Zitat Zitat von Erstgeliehen Beitrag anzeigen
    Frag doch ruhig mal nach, wie das so in anderen Beziehungen lief und wie er sich das so vorstellt und sag doch auch frei raus, was Du willst und kannst, was soll da schon passieren?

    Genau das ist für Leute wie mich ein Riesen-Problem. Man könnte zurückgewiesen werden, nicht funktionieren, sich lächerlich machen. Ich weiß mittlerweile, dass das irrational ist. Aber so habe ich fast 30 Jahre gelebt. Ist das nicht schrecklich?

  8. Inaktiver User

    AW: 6 Jahre her - das Thema kommt (schon) wieder hoch

    Zitat Zitat von Erstgeliehen Beitrag anzeigen
    Frag doch ruhig mal nach, wie das so in anderen Beziehungen lief und wie er sich das so vorstellt und sag doch auch frei raus, was Du willst und kannst, was soll da schon passieren?
    Ui, so ganz am Anfang, wenn man noch nicht zusammen ist?

  9. Inaktiver User

    AW: 6 Jahre her - das Thema kommt (schon) wieder hoch

    Zitat Zitat von Dieclou Beitrag anzeigen
    Ich nähere mich gerade langsam einen Mann an, zum ersten Mal in meinem Leben, bei dem vieles anders ist, der meine Probleme kennt und Verantwortung für mich übernimmt und dem ich bewusst meine Gefühle mitteile - gerade dann, wenn mir mein Gefühl sagt: Halt ein, Du nervst den jetzt bestimmt. Da wird mir das alles erstmal so richtig klar.
    LG
    Babette
    Hey, das freut mich für Dich! Es bedeutet aber auch, dass Du Deine Gefühle kennst.

    Ich ging früher irrtümlich davon aus, dass man nicht darüber sprechen muss. Ich dachte, wer sich wie ein Paar verhält, ist auch eins. Nie wäre mir in den Sinn gekommen, dass mir ein Mann nach 6 Monaten "Paarverhalten" mitteilt, dass er nichts für mich empfindet. Ich verbringe dann doch nicht so viel Zeit mit einem Menschen!

  10. User Info Menu

    AW: 6 Jahre her - das Thema kommt (schon) wieder hoch

    Mittlerweile - ja. Aber das hat zwei Jahre gedauert und es ist sauschwer, das zu leben. Der Mann verdient im Prinzip einen Orden allein dafür, dass er das mit mir zusammen durchsteht. Los ging es damit, dass mir über meinen Ex klar wurde, dass ICH beziehungsunfähig bin - und nicht (allein) die Männer, die ich wählte. Als ich für mich akzeptierte, dass ich doch keine Beziehung möchte, sondern nur "emotionale Beschäftigung", habe ich mir genau das gegönnt - und war ein glücklicher Single, zum ersten Mal wirklich glücklich damit. Dann trat dieser Mann in mein Leben. Den Rest müssen wir abwarten. Und reden ist das einzige, wodurch Nähe entsteht. Deswegen entfremden sich auch so viele Paare, die denken, sie kennen einander so gut, dass sie nicht mehr reden müssen. Bullshit. Das ist der erste Schritt in Richtung Trennung.

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