Ich finde deinen Beitrag sehr schön und wichtig, weil du die Zerrissenheit ansprichst.Zitat von Inaktiver User
Ich denke auch, damit hat man zu kämpfen - egal ob es Bekannte, die Eltern oder sonstwer ist, bei dem man mit beiden Parteien in einer Beziehung steht.
Wenn ich nach der Zahl deiner Beiträge gehe, bist du noch nicht so lange hier.
Das was hier mal wieder passiert ist eine Schattenseite der BriCom, an die ich mich auf der einen Seite (für mich) gewöhnt habe, die ich auf der anderen sehr ernüchternd finde.
Für dich![]()
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 85
-
27.11.2008, 18:23
AW: Ich weiß, dass meine Mutter betrogen wird
-
27.11.2008, 18:33
AW: Ich weiß, dass meine Mutter betrogen wird
@ gowest
Das glaube ich eben nicht, dass sich mit dem Erwachsenwerden das Verhältnis verschieben sollte. Kind bleibt Kind - auch als erwachsener Mensch. Ich finde es wichtig, dass auch erwachsene Kinder ihre Eltern ACHTEN.Im Übrigen fällt mir gerade dazu ein, dass dieses "Sich-nicht-einmischen-dürfen" direkt ein Eltern-Kind-Gefälle mit sich bringt, ein bestimmtes abhängiges Verhältnis zueinander, welches außer acht lässt, dass die TE erwachsen ist und das sich dann das Verhältnis Kind zu Eltern auch verschiebt!
Lies Dir mal genau durch, wie die TE über ihre Eltern schreibt bzw. wie sie mit ihnen umgeht,
Ihrem Vater spioniert sie hinterher - liest seine SMS und Emails, versucht sogar, seine angebliche Geliebte anzurufen.
Ihre Mutter beschreibt sie als quasi hilfloses Wesen, das alleine nicht existieren kann.
Ich finde, dass sie Grenzen verletzt, und zwar ganz extrem. Sie schlüpft in eine Rolle, die ihr als Kind nicht zusteht. Dass sie (wie von Dir vermutet) einen der beiden oder sogar beide LIEBT, kann ich ihren Zeilen nicht entnehmen.
Deshalb meine - zugegeben harsche - Reaktion.
Gruß,
Prijon
-
27.11.2008, 18:38
AW: Ich weiß, dass meine Mutter betrogen wird
Man sollte jeden Menschen achten, der dieses Recht auf Achtung nicht aufgrund seines Verhaltens verspielt hat.
Zitat von Prijon
Mit Elternsein oder nicht hat das überhaupt nichts zu tun.
Und die kindliche Position gegenüber den Eltern aufzugeben und zu einer Art freundschaftlicher Ebene auf Augenhöhe zu kommen, gehört meines Erachtens zu einer gesunden Entwicklung absolut dazu!
Es mag sein, dass die TN sich in Dinge eingemischt hat, die sie nichts angehen. Trotzdem ist sie nun in der Zwickmühle, etwas zu wissen, was ihre Mutter sehr verletzen würde.
Das kann man nicht einfach mit "Es geht dich nichts an" abtun.
-
27.11.2008, 18:40
AW: Ich weiß, dass meine Mutter betrogen wird
Hallo,
die TE hat von dem Betrug erfahren und ist nun, ob sie es will oder nicht, Mitwisserin.
Eltern und Kinder sind Familie und es geht mich etwas an, wenn ich sehe, dass einer leidet.
Ich hätte keine Position bezogen, oder ein Urteil gefällt.
Aber, so mit dem Wissen weiterzuleben, als wäre es nicht...nein, für mich ginge das nicht.
LGGeändert von _muschelkalk (28.11.2008 um 11:08 Uhr)
----------------------------------------------------------------------------
...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
Dass andere ganz anders als wir glauben...(Ringelnatz)
-
27.11.2008, 18:40Inaktiver User
AW: Ich weiß, dass meine Mutter betrogen wird
Liebe chichi,
du steckst in einer fürchterlichen Zwickmühle. Das tut mir von Herzen leid für dich.
Was kann ich dir raten? Ich würde versuchen, deiner Mutter zur Seite zu stehen, sie in der Zeit der Abwesenheit des Vaters zu unterstützen, soweit es dir möglich ist.
Im Moment würde ich bezüglich des Betruges deines Vaters nichts unternehmen. Versuche mit deinem Vater neutral umzugehen, und sage deiner Mutter erst einmal gar nichts. Solange sie gesundheitlich angeschlagen ist, könnte das fatale Folgen haben.
Sobald sie wieder bei Kräften ist, würde ich ihr allerdings erzählen, was du weißt.
Wenn ich mir vorstelle, daß meine erwachsene Tochter so etwas mit sich herumtragen würde und mich im Ungewissen lassen würde, wäre ich auf der einen Seite voller Mitgefühl mit ihr, auf der anderen Seite sehr enttäuscht, daß man mich im Ungewissen läßt.
Deine Mutter hat ein Recht auf ein Leben ohne einen betrügenden Ehemann an ihrer Seite. Alles ist besser als belogen und betrogen zu werden.
Wenn es so weit ist, unterstütze sie - falls sie sich trennen will - in finanziellen Fragen, indem du sie zum Anwalt begleitest usw.
Was deinen Vater betrifft, der fühlt sich wahrscheinlich im Moment unangreifbar und wird irgendwann in dir eine Verbündete sehen, wenn du sein Geheimnis für dich behältst.
Auf jeden Fall warte erst einmal ab, bis deine Mutter wieder gesund und stabil ist. Dann hat sie auch die Chance zu entscheiden, welches Leben sie will.
Tausche dich mit deinem Bruder aus, ihr könnt euch jetzt gegenseitig unterstützen.
Ich wünsche dir alles Liebe und Kopf hoch.
genevieve
-
27.11.2008, 18:43Inaktiver User
AW: Ich weiß, dass meine Mutter betrogen wird
Prijon, das habe ich gelesen. Ich erkenne nur, dass sie versucht, die Beziehung ihrer Eltern realistisch einzuschätzen. Die Eltern scheinen sich wohl nicht mehr zu lieben. Vielleicht sieht sie auch ihre Mutter realistisch. Es wäre nicht die erste Frau, die in die Abhängigkeit gerutscht ist.
Achtung ist ein interessantes Thema. Warum bin ich nicht achtungsvoll, wenn ich den nächsten Angehörigen auf einen Betrug anspreche? Einen Betrug an dem Menschen, dem er Achtung (und Liebe) versprochen hat. Wen oder was achte ich denn nicht?
Woher bezieht man seine Werte? Doch aus der Familie, oder nicht. Wäre Ehrlichkeit und Treue kein Wert dieser Familie gewesen, würde es die TE längst nicht so berühren.
Du redest von Achtung auf einer Eltern-Kind-Ebene. Wenn ich diese Ebene nicht verlasse, kann ich umgekehrt sagen, hat der Vater auch noch Verantwortung seiner Tochter gegenüber, der er plötzlich andere Werte zu servieren scheint als all die Jahre.
Verlasse ich sie jedoch, darf ich es sagen!Geändert von Inaktiver User (27.11.2008 um 18:46 Uhr)
-
27.11.2008, 18:44
AW: Ich weiß, dass meine Mutter betrogen wird
Da haben wir dann wohl nicht miteinander kompatible Ansichten. Das sollten wir vielleicht so stehen lassen.Man sollte jeden Menschen achten, der dieses Recht auf Achtung nicht aufgrund seines Verhaltens verspielt hat.
Mit Elternsein oder nicht hat das überhaupt nichts zu tun.
Und die kindliche Position gegenüber den Eltern aufzugeben und zu einer Art freundschaftlicher Ebene auf Augenhöhe zu kommen, gehört meines Erachtens zu einer gesunden Entwicklung absolut dazu!
Prijon
-
27.11.2008, 18:44Inaktiver User
AW: Ich weiß, dass meine Mutter betrogen wird
Schön geschrieben!
Zitat von Inaktiver User
Geändert von Inaktiver User (27.11.2008 um 18:48 Uhr)
-
27.11.2008, 18:49Inaktiver User
AW: Ich weiß, dass meine Mutter betrogen wird
Zitat von Prijon
Es geht nicht darum, ob diese Ansicht mit deiner kompatibel ist. Es geht darum, der TE mögliche Überlegungen aufzuzeigen.
-
27.11.2008, 18:49
AW: Ich weiß, dass meine Mutter betrogen wird
Stimmt. Der Vater hätte sie in ihre Schranken weisen sollen, und zwar deutlich.Du redest von Achtung auf einer Eltern-Kind-Ebene. Wenn ich diese Ebene nicht verlasse, kann ich umgekehrt sagen, hat der Vater auch noch Verantwortung seiner Tochter gegenüber, der er plötzlich andere Werte zu servieren scheint als all die Jahre.
Das ist das Urteil der TE. Ich finde das vermessen.Die Eltern scheinen sich wohl nicht mehr zu lieben.
Sorry, aber das sie ihren Vater nicht achtet, das wird doch aus ihren Zeilen mehr als deutlich. Und - gesetzt den Fall, sie würde tatsächlich ihre Mutter informieren - wäre das ACHTUNG? Würde das dieser Frau gut tun?Warum bin ich nicht achtungsvoll, wenn ich den nächsten Angehörigen auf einen Betrug anspreche? Einen Betrug an dem Menschen, dem er Achtung (und Liebe) versprochen hat. Wen oder was achte ich denn nicht?
Prijon


Zitieren
