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  1. Inaktiver User

    AW: Unser Neuanfang nach seiner Affäre

    Zitat Zitat von marien
    Weder ich noch mein Mann machen uns diese Frau zum Feindbild.
    Mein Mann trägt für diesen Schritt die alleinige Verantwortung. ..

    Aber wir persönlich haben auch viel gelernt.
    Wie gesagt, niemand von uns beiden nimmt die Rolle als armes,armes Opfer ein.....
    Schön, deine Geschichte zu lesen.
    Das macht Mut, Beziehung zu halten und zwar lebendig zu halten, neue Perspektiven zu entwickeln. Klasse!

    Was ich sehe, dass sich zwei Erwachsene sehr erwachsen ihren Problemen stellen.

    Mmmh, ich glaube, das versteht ihr ein wenig falsch.
    Manche verstehen es wohl aufgrund ihrer eigenen - anderen - Erfahrung ein wenig falsch.

  2. Inaktiver User

    AW: Unser Neuanfang nach seiner Affäre

    Hallo Zitronenmond,

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Manche verstehen es wohl aufgrund ihrer eigenen - anderen - Erfahrung ein wenig falsch.
    Manche möchten marien einfach an ihren Erfahrungen teilhaben lassen und ihr den Rat geben, genau hinzusehen und der Wahrheit auf den Grund zu gehen.

    Wenn sie es nicht tut und ihre Ehe weiter auf Lügen und Halbwahrheiten beruht, wird ihr Neuanfang keiner sein und das wünscht ihr keiner.

    Grüsslies,
    Stellamaris

  3. Inaktiver User

    AW: Unser Neuanfang nach seiner Affäre

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hallo Zitronenmond,



    Manche möchten marien einfach an ihren Erfahrungen teilhaben lassen und ihr den Rat geben, genau hinzusehen und der Wahrheit auf den Grund zu gehen.

    Wenn sie es nicht tut und ihre Ehe weiter auf Lügen und Halbwahrheiten beruht, wird ihr Neuanfang keiner sein und das wünscht ihr keiner.

    Grüsslies,
    Stellamaris
    Ist auch wieder wahr. Habe das am Anfang auch anders gesehen. Nur denke ich, dass dann die Partnerschaft nur einfach wieder in das gleiche wohlgefällige Muster des Ausschweigens und Vermeidens vom Besprechen von wichtigen Angelegenheiten verfällt und insofern wieder mehr oder weniger scheitert oder eben in eine nette Kommune übergeht in der jeder macht was er will, solange es niemandem auffällt.

  4. Inaktiver User

    AW: Unser Neuanfang nach seiner Affäre

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Manche möchten marien einfach an ihren Erfahrungen teilhaben lassen und ihr den Rat geben, genau hinzusehen und der Wahrheit auf den Grund zu gehen.

    Wenn sie es nicht tut und ihre Ehe weiter auf Lügen und Halbwahrheiten beruht, wird ihr Neuanfang keiner sein und das wünscht ihr keiner.
    Stellamaris, tut mir Leid für dich, was dir passiert ist, aber meiner Ansicht nach siehst du deine Erfahrungen mehr im Vordergrund. Mein Eindruck ist, dass du das, was marien geschrieben hat, gar nicht wirklich aufgenommen hast. Denn wo beruht denn ihr Neuanfang "weiter" auf Lügen? Woraus liest du denn so etwas?

    Aber ich will um Gotteswillen jetzt keinen Kleinkrieg anzetteln. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die Geschichten durchaus auch anders aussehen können, auch wenn man sich das manchmal nicht vorstellen kann.

  5. Inaktiver User

    AW: Unser Neuanfang nach seiner Affäre

    Hallo Zitronenmond,

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Denn wo beruht denn ihr Neuanfang "weiter" auf Lügen? Woraus liest du denn so etwas?

    Aber ich will um Gotteswillen jetzt keinen Kleinkrieg anzetteln. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die Geschichten durchaus auch anders aussehen können, auch wenn man sich das manchmal nicht vorstellen kann.
    Ich möchte auch keinen Kleinkrieg anzetteln und gern darauf verzichten, den Eingangsbeitrag von marien detailliert auseinander zu nehmen. Aber was ihr Mann teilweise sagt, stinkt für mich ziemlich zum Himmel und da würde ich an ihrer Stelle genau hinsehen.

    Grüsslies,
    Stellamaris

  6. Inaktiver User

    AW: Unser Neuanfang nach seiner Affäre

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich möchte auch keinen Kleinkrieg anzetteln
    Gut!

    Aber was ihr Mann teilweise sagt, stinkt für mich ziemlich zum Himmel und da würde ich an ihrer Stelle genau hinsehen.
    Ja, ich verstehe.
    Aber ich habe deine Beiträge gelesen und meiner Meinung nach liest du das, was marien schreibt, quasi "durch deine Brille". Ich finde das okay, darauf hinzuweisen, wie es aussieht, wenn es dann trotzdem schief geht. Aber ich finde, da unterscheidet sich doch etwas Wesentliches in der Betrachtungs- und Umgehensweise.

  7. Inaktiver User

    AW: Unser Neuanfang nach seiner Affäre

    Zitat Zitat von marien
    Hallo zusammen,

    ich möchte gerne unsere Geschichte hier aufschreiben, vielleicht kann sie dem ein oder anderen helfen bzw. Mut machen ?!?

    Mein Mann ( 37 ) und ich ( 32 ) sind seit 11 Jahren zusammen, seit 7 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder ( 6 und 3 Jahre ).

    Niemals hätte ich erwartet, dass uns sowas auch mal treffen könnte !

    Unsere Probleme fingen vor ca. 5 Jahren an.
    Mein Mann war auf dem Karriereweg nach oben und ich saß zuhause und betreute unser Kind. Da er in einer anderen Stadt arbeitete, hatte ich wenig einblick in seine Welt. Es war ein reines Familienunternehmen und mein Mann war die einzige aussenstehende Person, die eine leitende Funktion hatte.
    Die Familie band ihn sehr stark ein, stärkte aber auch extrem sein Selbstwertgefühl und bald schon kam er sich vor wie ein Teil dieser Familie.

    Es war irgendwie absehbar das das nicht gut gehen konnte.
    Er lebte in seiner Welt und ich in meiner.
    Mit den Jahren entfernten wir uns voneinander, unbeabsichtigt, aber auch unfähig dies zu erkennen und es zu ändern.
    Ich war viel alleine mit dem Kind und total genervt von seinen 10-12 Stunden Tagen.
    Er sah nur die Karriere und das er ja für uns arbeitet, damit es uns gut geht.
    Das sexuelle Interesse meinerseits nahm total ab.
    Ich fühlte mich zurückgestellt, unwichtig und ungeliebt von ihm.
    Und wie ich heute weiß, fühlte er sich genauso.
    Wir stritten uns viel, weil ich mehr gemeinsame Zeit wollte, er aber keine Möglichkeit sah, Zeit zu beschaffen.....er mußte ja arbeiten. Wenn wir im Urlaub waren, oder Zeit da war, wurden viele Probleme gewälst.....gestritten und gefordert.
    Ich forderte Zeit für mich alleine ein, was er wiederum kaum verstand, da ich ja auch Zeit mit ihm wollte....usw.

    Als dann unser Sohn vor 3 Jahren zur Welt kam, spitze sich die Lage noch mehr zu.
    Ich wurd noch gefrusteter, und er noch genervter von meinen Launen und Forderungen.

    Letzendlich verloren wir in Streitgesprächen schon teilweise den Respekt voreinander. Besonders ich wollte ihn mit Worten verletzen und/oder wachrütteln. Ich setze ihn unter Druck, drohte sogar mit Trennung.

    Irgendwann vor 2 Jahren hat er dann in der Tochter des Hauses eine Ansprechpartnerin gefunden.
    Sie lebte in Trennung von ihrem Mann und er tauschte sich mit ihr über unsere Probleme aus. Suchte sich Rat und bekam falsche Bestätigung für seine Sicht der Dinge.
    Sie bewunderte ihn, für seine Arbeitsleistung, für sein Tun....usw.
    Und sie bestärkte ihn, ohne mich zu kennen, in seiner Meinung mir gegenüber.
    Er hat mir nie von ihr erzählt....
    Wie ich heute weiß, weil er wußte, ich hätte es nicht verstanden.
    Er fühlte sich bei ihr verstanden, bei mir nicht mehr.

    Und ich tat es zu dieser Zeit auch nicht.
    Ich sah nur mich und gab ihm die alleinige Schuld unserer eingefahren Ehe und unserer sexuellen Probleme ( er war ja nie da ) !

    Die Gespräche fanden zu erst nur auf der Arbeit statt, nach ca. 1 Jahr fuhr er das erstemal zu ihr nach Hause, nach der Arbeit.
    Wir hatten uns mal wieder vorher gestritten und er wollte sich bei ihr auskotzen....nur noch nicht nach hause, wo die Diskussionen weitergehen würden.
    Es kam wie es kam.....sie tranken was und landeten im Bett.

    Mein Mann sagt, er hätte es sofort bereut und fühlte sich mieß.
    Er sagte mir nichts davon, weil er wußte, dann würde ich mich sofort trennen und das wollte er nicht.
    Denn trotz unserer Probleme liebte er mich nach wie vor....
    Auch darüber redete er oft mit ihr. Das er mich liebt, aber sich sicher ist, dass ich ihn nicht mehr lieben würde. Und er so auch nicht glücklich ist....!

    Nach diesem Vorfall traf er sie mehrere Monate nicht mehr.
    Trotzdem sahen sie sich jeden Tag auf der Arbeit. Also konnte er ihr nie wirklich aus dem Weg gehen. Gespräche ließen sich nicht vermeiden.
    Unsere Probleme zuhause blieben, wurden sogar noch schlimmer.

    Auch ich dachte hin und wieder über Trennung nach, wollte und konnte so nicht weiterleben. Fühlte mich aber gefangen, da ich nicht mehr berufstätig war/bin.
    Auch sowas sagte ich ihm mitten ins Gesicht "wäre ich nicht so finanziell abhängig von Dir, wäre ich schon längst weg".
    Ich wollte ihm damit wachrütteln, wollte das er was ändert, mich glücklich macht...usw.

    Irgendwann nach 5 Monaten, traf er sie erneut. Sex hatten wir kaum noch, und wenn war es mehr eine Pflichtübung als alles andere. Leider.
    Ab da an sahen sie sich regelmäßiger.
    Alle paar Wochen, wenn er es hier nicht mehr aushielt, fuhr er spontan noch zu ihr.
    Nach 5 Monaten beendete er die Geschichte mit ihr. Konnte damit nicht mehr leben und wollte klare Verhältnisse.
    Mir sagte er aber immernoch nichts. Wollte mir das nicht antun und wollte mich nicht durch sowas verlieren.

    Trotzdem sprach mein Mann kurz nach unserem Urlaub das erstemal mit mir über Trennung.
    Er sagte mir wie unglücklich er sich fühlt in der Ehe und das es so nicht weitergeht.
    Ich nahm ihn nicht wirklich ernst, ich wußte er liebt mich doch, und kann das nicht ernst meinen, denn er ist doch derjenige der meiner Meinung nach was falsch macht. Nicht ich.


    Die Trennung hielt nicht lange, er führte Gespräche mit meinem Vater und begriff zum erstenmal, dass er tatsächlich viel zu viel fort ist.
    Er suchte nach Lösungen, wollte mit uns umziehen, wollte mit seinem Hobby kürzer treten....usw.

    Das Ganze hielt dann 3 Wochen.
    Mit dieser Frau war immernoch Schluß.
    Aber es änderte sich nichts.
    Ich verweigerte mich immernoch und konnte mir blöde Kommentare nicht verkneifen. Verletze ihn immernoch verbal und fühlte mich ja soooo im Recht.

    Nach 3 Wochen merkte ich ihm an, dass er total auf Distanz ging. Plötzlich wollte er keine körperliche Nähe mehr und ich wußte er denkt immernoch über Trennung nach.
    An diesem Tag fand ich durch Zufall eine SMS in seinen Handy.
    Sie war von ihr und der Inhalt eindeutig. "Träum schön von uns beiden".

    Für mich brach in dem Moment eine Welt zusammen.
    Er gestand mir alles und versicherte mir aber sofort, dass sie damit überhaupt nichts zu tun hätte.

    Für mich war aber alles klar. Er hat eine Andere. Deshalb war er nie zuhause usw. Tausend Gedanken gingen mir durch den Kopf und ich schmiss ihn raus.

    Er versuchte nichts schönzureden, bat mich auch (noch) nicht um verzeihung.
    Für ihn war klar, es ist jetzt aus.

    Er fuhr zu seinen Eltern ( nicht zu ihr ) und verbrachte dort das Wochenende.
    Wir hatten erste SMS Kontakte, indem ich meiner Wut ausdruck brachte.

    Nach dem Wochenende führten wir Gespräche.
    Ich fragte meinen Mann ob er sie lieben würde und er verneinte es.
    Er versuchte mir zu erklären wie er sich fühlte, all die Jahre.
    Und zum erstenmal verstand ich ihn.
    Ich konnte verstehen, dass auch er sich ungeliebt fühlte.
    Das wir seit Jahren in getrennten Betten schliefen, keinen normalen Sex mehr hatten und ich nur noch Forderungen gestellt habe. Ich habe ihn nicht mehr gesehen. Er war für mich wie ein Möbelstück, welches immer da war, aber kaum Aufmerksamkeit benötigte. Ich kritisierte Alles was er machte, nichts machte er in meinen Augen gut. Weder auf der Arbeit, noch zu Hause.
    Wenn wir mal Zeit hatten, wälzte ich Probleme, anstatt die Zeit zu genießen...mit ihm.
    Und er verstand zum erstenmal wie ich mich fühlte.
    Das er mich Ausschloss aus seinem Leben. Das wir keinerlei Gemeinsamkeiten mehr hatten, weil es sich nur noch um seinen Terminkallender drehte. Das er sich zu sehr in diese Familie hat integrieren hat lassen und mich dabei vergessen hat.

    Diese Frau gab ihm lediglich das , was er von mir gerne gehabt hätte.

    Er liebte sie nicht, er hat sie ehr genutzt ( benutzt ) um sein Ego zu streicheln.
    Alle paar Wochen mal.
    Er beschreibt es selber ehr als eine Aneinanderreihung mehrerer One-Night -Stands.
    Sie führten keine Beziehung, telefonierten nicht oder sonstiges.


    Er dachte , genauso wie ich, zum Schluß über Trennung nach. Und sie war nur allzu bereit ihm dabei zu helfen. Sie wollte ihn.

    Er hätte sie haben können. Tochter vom Chef...was gibt es Besseres ?

    Aber er wollte nicht.

    Wir haben eine Woche lang viel geredet und geweint.

    Letztendlich ist er dann wieder eingezogen.

    Seine Konsequenz war die sofortige Kündigung.
    Er tat es ohne Aufforderung von mir. Aber er wußte, ohne die berufliche Veränderung hätte ich es nicht geschafft.
    Er trennte sich von der Firma und geht gerade ein sehr hohes Risiko ein ( selbständigkeit ).

    Unsere Ehe läuft seitdem sehr gut.

    Wir reden immernoch viel, nehmen Rücksicht, und lieben uns ganz anders.
    Er bereut sehr, welchen Weg er damals gegangen ist. Haßt sich dafür, mir so weh getan zu haben.
    Er hätte mit mir sprechen sollen, anstatt mit ihr. Aber ich bin so ehrlich und Selbstkritisch, dass ich weiß, ich hätte ihn damals nicht verstanden oder verstehen wollen.

    Wir haben nie aufgehört uns zu lieben. Das ist das wichtigste.

    Wäre die Affäre nie rausgekommen, wären wir vermutlich heute tatsächlich getrennt !
    Gestanden hätte er sie mir sie ebenfalls nicht, da er mich davor beschützen wollte ( so doof wie das klingt ).
    Und wäre ich selber nicht so Selbstkritisch nach des Outings gewesen, wären wir ebenfalls getrennt. Denn dann würde ich ihn nur als das Arschl*** sehen, der mir fremdgegangen ist....aber ich würde nichts verstehen.

    Natürlich ist die Zeit jetzt hart für mich. Und ich hasse ihn manchmal dafür, was er mir angetan hat. Ich bin sehr verletzt, enttäuscht und habe kein Verttrauen mehr .
    Ich weiß wozu er im Stande war, dass er mich belügen und betrügen konnte.
    Ich habe Angst davor, dass er es wieder tun könnte.....usw. Verlustängste eben.

    Aber mein Mann macht alles um mir zu helfen. Er ist sich seiner Schuld bewußt und achtet sehr darauf, nichts unüberlegtes zu tun. Er läßt sich freiwillig kontrollieren und hilft mir wo es nur geht langsam wieder zu vertrauen.
    Er kaut immernoch alles von vorne mit mir durch, beantwortet meine Fragen zum 1000sten mal und und und.
    Nur leider kann auch er die Dinge nicht ungeschehen machen.
    Er blickt sehr positiv in die Zukunft und stärkt mich damit mit.
    Kontakt zu ihr hat er seit dem Tag X garnicht mehr und das glaube ich ihm auch.
    Wir haben eine Eheberatung gemacht und haben bestätigt bekommen, dass wir auf dem allerbesten Weg sind.

    Wir hatten eine Krise, unabhängig von der Affäre, die fast zur Trennung geführt hätte.
    Durch die Affäre sind wir beide erwacht. Haben das Ende gespürt und haben gelitten wie die Hunde.
    Hätte er sie geliebt, hätte er gehen können, tat er aber nicht.

    Menschen machen Fehler, dass wichtigste ist, sie lernen daraus.
    Ich sehe hier keine glückliche Ehe und kein Happy End. Es ist marien zu wünschen, dass es bis in 5 Jahren oder so zu einem Happy End kommt. Dazu würde ich an ihrer Stelle aber genau hinsehen und mich nicht damit zufrieden geben, dass die Exgeliebte abgewertet wird, damit mariens Mann besser bei marien dasteht.

    Ich würde mich an mariens Stelle außerdem fragen, ob mein Mann wegen mir gekündigt hat oder weil es bei seinem Chef nicht gut ankam, dass mariens Mann monatelang ein Verhältnis mit seiner Tochter hatte und ihr wer weiß was versprochen hat. Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass Geliebte sich als eine Reihe von One Night Stands (was für ein Witz!) benutzen lassen oder überhaupt mit einem Mann ins Bett gehen, der sich nicht deutlich um sie bemüht und ihnen keine Hoffnungen macht.

    Die Kündigung war eventuell nur ein Vorgriff darauf, unter diesen Umständen gekündigt zu werden.

    Das Bittere für Betrogene ist, dass sie sich meist mit einer Seite der angeblichen Wahrheit zufrieden geben müssen oder wollen. Welcher Mann sagt aber die Wahrheit, wenn er nicht stande pede bereit ist, seine Ehe zu beenden?

    Grüsslies,
    Stellamaris

  8. User Info Menu

    AW: Unser Neuanfang nach seiner Affäre

    Liebe Stellamaris,

    doch, Du liest meinen Text sehr einseitig und misstrauisch. Warum ?

    Unser Neuanfang besiert nicht auf neuen Lügen, wie kommst Du darauf ?
    Mit unserer Ehe ist vor 5 Jahren das passiert, was in Millionen anderer Ehen auch passiert.
    Kinder werden geboren, die Rollen werden neu besetzt, mein Mann fühlte sich sehr verantwortlich in der Rolle des Alleinverdieners und investierte viel Zeit in seine neue Arbeit damals. Alles noch im Sinne der Familie, ohne Affäre. Trotzdem entfernten wir uns voneinander. Ich war unglücklich mit meiner Rolle als Hausfrau und mein Mann teilweise überfordert mit den beruflichen Herrausforderungen, welche ich nicht mehr Anerkannt habe.

    Tausend Alltagsprobleme , viele Streits, viel Unverständniss für den Anderen.....normale blöde Probleme.

    Aber diese steigerten sich.....
    Ich tauschte mich mit meinen Freundinnen aus, dachte selber desöfteren über Trennung nach, weil ich keine Möglichkeit sah was zu ändern. Der Job war wichtig und wir brauchten das übertarifliche gehalt...usw.
    Mein Mann hat keinen besten Freund und deshalb fand er unter seinen Kollegen Ansprechpartner .
    Und eben auch bei dieser Frau.
    Vor 2 Jahren trennte sie sich von ihrem Mann, ab da wurden die Gespräche etwas intensiver. Sie verstand meinen Mann, war die erste Zeit wie eine Freundin für ihn.
    Sprach mein Mann hier zuhause seine Probleme an, bin ich ehrlich heute, habe ich sie nie ernst genommen. Ich sah nur meine Sorgen und fühlte mich ungerecht behandelt in meiner Rolle.

    Natürlich hat mein Mann in dieser Zeit auch viele Fehler gemacht.
    Er war nicht ehrlich genug zu mir, hat sich auch viel blenden lassen und Honig um den Bart schmieren lassen. Aber zu der Zeit brauchte er das. Er war Stolz auf sich und seine Leistung auf der Arbeit, genoss die Anerkennung von dieser Familie und fühlte sich dort sehr Willkommen. Mich kannte dort niemand, ich wurd auch nie zu Feierlichkeiten eingeladen, alles wurd sehr Firmenintern gehandhabt. Mein Mann hat es so hingenommen und sich gefügt. --Auch sein Fehler---


    Ich bin mir Sicher das mein Mann nicht aus Bequemlichkeit hier bei mir geblieben ist.
    Warum ? Weil es nicht bequem für ihn ist !!!!
    Hier muß er sich tagtäglich mit den Folgen seines Betruges auseinander setzen. Ich rede darüber, will viel wissen und Kontrolliere ihn. Es ist ihm egal und es stört ihn nicht.
    Unsere Familien wissen, dass er mich betrogen hat. Auch diesen Leuten muß er in die Augen sehen.
    Durch die Kündigung leben wir mit deutlich weniger Geld als vorher, da wären ihn die Unterhaltszahlungen günstiger gekommen.
    Ihm sind seine Fehler bewußt geworden, damit setzt er sich auseinander und arbeitet an sich. Auch das ist schwerer als sich im Recht zu fühlen und neu zu starten.

    Die Frau hätte ihn gewollt.
    Und da sie wußte wie unglücklich er innerhalb der Ehe war, hat sie sich auch Chancen ausgerechnet.
    Auch ihr Vater ( sein Chef damals ) hätte keine Probleme gemacht. Er wollte meinen Mann nicht kündigen, wollte die Sachen trennen, wollte das mein Mann trotzdem weiter beschäftigt bleibt.
    Der Schritt zu ihr wäre beileibe der leichtere gewesen, glaube mir.


    Wie schonmal jemand hier schrieb, eine Garantie gibt es nicht auf der Welt.
    Ich kenne meinen Mann trotzdem, auch wenn er mir eine Seite gezeigt hat, die mich erschreckt und die ich nicht für Möglich gehalten hätte.
    Aber ich weiß was damals bei uns los war.
    Natürlich hätte ich mir die Erfahrung seines Fremdgehens gerne erspart, finde es auch immernoch sehr schwer damit umzugehen.
    Aber was würde mir eine Trennung bringen ?
    Würde ich dann besser damit leben können ? Wohl kaum.
    Die Verletzung würde bleiben . Ich könnte mich dann schön im Selbstmitleid sulen und ihn hassen, aber würde es mir dann wirklich besser gehen ??? Ich glaube kaum.
    So kann ich auch an mir arbeiten, an unserer Ehe.
    Und ich arbeite ja nicht alleine.....wir arbeiten gemeinsam.
    Und die Arbeit macht Spass !

  9. Inaktiver User

    AW: Unser Neuanfang nach seiner Affäre

    ...also für mich hört sich auch alles nach einer beidseitigen sehr ehrlichen "Ehebilanz" an, bei der unter dem Strich einfach sehr viel Positives steht. Schön zu lesen, dass es so etwas gibt, denn ich glaube nicht, dass das nach so einer Krise "der Normalfall" ist. Und drücke mal die Daumen, dass die nächste große Krise noch ganz ganz lange auf sich warten lässt!

  10. Inaktiver User

    AW: Unser Neuanfang nach seiner Affäre

    Hallo marien,

    Zitat Zitat von marien
    Liebe Stellamaris,

    doch, Du liest meinen Text sehr einseitig und misstrauisch. Warum ?

    Unser Neuanfang besiert nicht auf neuen Lügen, wie kommst Du darauf ?
    Mit unserer Ehe ist vor 5 Jahren das passiert, was in Millionen anderer Ehen auch passiert.
    Kinder werden geboren, die Rollen werden neu besetzt, mein Mann fühlte sich sehr verantwortlich in der Rolle des Alleinverdieners und investierte viel Zeit in seine neue Arbeit damals. Alles noch im Sinne der Familie, ohne Affäre. Trotzdem entfernten wir uns voneinander. Ich war unglücklich mit meiner Rolle als Hausfrau und mein Mann teilweise überfordert mit den beruflichen Herrausforderungen, welche ich nicht mehr Anerkannt habe.

    Tausend Alltagsprobleme , viele Streits, viel Unverständniss für den Anderen.....normale blöde Probleme.

    Aber diese steigerten sich.....
    Ich tauschte mich mit meinen Freundinnen aus, dachte selber desöfteren über Trennung nach, weil ich keine Möglichkeit sah was zu ändern. Der Job war wichtig und wir brauchten das übertarifliche gehalt...usw.
    Mein Mann hat keinen besten Freund und deshalb fand er unter seinen Kollegen Ansprechpartner .
    Und eben auch bei dieser Frau.
    Vor 2 Jahren trennte sie sich von ihrem Mann, ab da wurden die Gespräche etwas intensiver. Sie verstand meinen Mann, war die erste Zeit wie eine Freundin für ihn.
    Sprach mein Mann hier zuhause seine Probleme an, bin ich ehrlich heute, habe ich sie nie ernst genommen. Ich sah nur meine Sorgen und fühlte mich ungerecht behandelt in meiner Rolle.

    Natürlich hat mein Mann in dieser Zeit auch viele Fehler gemacht.
    Er war nicht ehrlich genug zu mir, hat sich auch viel blenden lassen und Honig um den Bart schmieren lassen. Aber zu der Zeit brauchte er das. Er war Stolz auf sich und seine Leistung auf der Arbeit, genoss die Anerkennung von dieser Familie und fühlte sich dort sehr Willkommen. Mich kannte dort niemand, ich wurd auch nie zu Feierlichkeiten eingeladen, alles wurd sehr Firmenintern gehandhabt. Mein Mann hat es so hingenommen und sich gefügt. --Auch sein Fehler---


    Ich bin mir Sicher das mein Mann nicht aus Bequemlichkeit hier bei mir geblieben ist.
    Warum ? Weil es nicht bequem für ihn ist !!!!
    Hier muß er sich tagtäglich mit den Folgen seines Betruges auseinander setzen. Ich rede darüber, will viel wissen und Kontrolliere ihn. Es ist ihm egal und es stört ihn nicht.
    Unsere Familien wissen, dass er mich betrogen hat. Auch diesen Leuten muß er in die Augen sehen.
    Durch die Kündigung leben wir mit deutlich weniger Geld als vorher, da wären ihn die Unterhaltszahlungen günstiger gekommen.
    Ihm sind seine Fehler bewußt geworden, damit setzt er sich auseinander und arbeitet an sich. Auch das ist schwerer als sich im Recht zu fühlen und neu zu starten.

    Die Frau hätte ihn gewollt.
    Und da sie wußte wie unglücklich er innerhalb der Ehe war, hat sie sich auch Chancen ausgerechnet.
    Auch ihr Vater ( sein Chef damals ) hätte keine Probleme gemacht. Er wollte meinen Mann nicht kündigen, wollte die Sachen trennen, wollte das mein Mann trotzdem weiter beschäftigt bleibt.
    Der Schritt zu ihr wäre beileibe der leichtere gewesen, glaube mir.


    Wie schonmal jemand hier schrieb, eine Garantie gibt es nicht auf der Welt.
    Ich kenne meinen Mann trotzdem, auch wenn er mir eine Seite gezeigt hat, die mich erschreckt und die ich nicht für Möglich gehalten hätte.
    Aber ich weiß was damals bei uns los war.
    Natürlich hätte ich mir die Erfahrung seines Fremdgehens gerne erspart, finde es auch immernoch sehr schwer damit umzugehen.
    Aber was würde mir eine Trennung bringen ?
    Würde ich dann besser damit leben können ? Wohl kaum.
    Die Verletzung würde bleiben . Ich könnte mich dann schön im Selbstmitleid sulen und ihn hassen, aber würde es mir dann wirklich besser gehen ??? Ich glaube kaum.
    So kann ich auch an mir arbeiten, an unserer Ehe.
    Und ich arbeite ja nicht alleine.....wir arbeiten gemeinsam.
    Und die Arbeit macht Spass !
    Des Menschen Glaube ist sein Himmelreich und ich wünsche dir, dass du mit DEM Glauben wieder glücklich wirst.

    Ich finde deine Geschichte trotzdem nur erschütternd und ich frage mich außerdem, warum man sich in der größten Krise noch ein Kind von seinem Mann machen lässt und ob das nicht ein Grund für den Mann zum Bleiben war. Weißt du, wie viele Männer den auf den ersten Blick einfachsten Weg gehen und sich dann mit Hobbys und Gedanken an die Exgeliebte aus der Ehe flüchten, bis sie irgendwann eine neue Geliebte haben, wenn sie nicht vorher resigniert haben?

    Es gibt gute Ehen und schlechte Ehen. Wenn DU deine Ehe gut findest, ist das sicher erfreulich für dich.

    Mehr möchte ich nicht schreiben, weil ich wirklich keinen Kleinkrieg möchte und nicht einmal glaube, dass du offen bist, dich viel kritischer mit deinem Mann und was er getan hat, auseinander zu setzen. Die Geliebte als Buhfrau, der Mann als armes Lamm und eure Liebe als die Liebe des Lebens ist ein einfacherer und romantischerer Ansatz.

    Ich habe andere Ansprüche an eine Beziehung, an den Mann an meiner Seite und an Ehrlichkeit, Offenheit, miteinander reden und Nähe und ich bin stolz darauf.

    Grüsslies,
    Stellamaris

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