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Thema: Empfindungen

  1. Inaktiver User

    Empfindungen

    Hallo zusammen,
    so ganz passt mein Thema hier nicht rein - obwohl es hat mit dem Thema Lügen zu tun. Denn so empfinde ich es. Und ich würde gerne wissen, wie andere das empfinden. Oder ob ich eine dumme Zicke bin. Wer dieser Meinung ist, darf/sollte auch das bitte ganz ehrlich sagen.
    Ein ganz besonderer Freund (zweifacher Ex, mit dem ich seit Frühjahr wieder eine sehr enge und schöne Freundschaft aufgebaut habe) ist vor zwei Monaten in eine andere Stadt 500 km entfernt gezogen. Wir haben uns sehr gut verstanden, viel zusammen gemacht, ich vertraue ihm sehr und er mir und ich bin Zitat: "Der Mensch, der ihn neben seinem besten Freund am besten kennt, der besser noch als seine Familie weiß, wie es in ihm aussieht....blablabla". Bei den ersten beiden Besuchen zu Hause haben wir Kaffee getrunken, sind zusammen brunchen gegangen, er hat gekocht - unter der Woche haben wir gemailt, telefoniert, gesimst.
    Dann kam eine Veränderung, ich habe es gleich gespürt, obwohl er es leugnete. Auf Mails gab es erst Tage später eine Antwort oder auch keine, und zu einer Sache, die ich auf seine ausdrückliche und wiederholte Bitte hin auf gar keinen Fall ohne ihn entscheiden solte, habe ich ihm einen Link geschickt, auf den er nur schauen und mir antworten musste. Was auch nach dreieinhalb Wochen noch nicht geschehen war.
    Ich sollte ihn besuchen und war verunsichert. Und habe ihm in meiner Mail mit der Bestätigung des Termins das auch gesagt und ihn gefragt, ob er sich denn überhaupt noch freuen würde, wenn ich käme oder ob sich was geändert hätte. Über diese Frage hat es Krach gegeben, er konnte sie nicht verstehen, hat vehement alles abgestritten und zum Schluss die Einladung wiederholt und - als ich sagte, ich käme nur, wenn er es auch wirklich wollte - gesagt, dass er sich freue.
    Am Donnerstag hat er mir noch eine Mail geschickt, ob wir abends zur genauen Absprache mal telefonieren - und dass er sich schon freue. Abends hat er sich ähnlich geäußert. Trotzdem bin ich am nächsten Tag mit etwas Bauchschmerzen losgefahren - versteht ihr das?
    Nun, ich kenne ihn gut, er war distanzierter, unsere Gespräche nicht so intensiv. Und beim Essen meinte er dann, er wäre am Sonntag zum Geburtstagsbrunch der Freundin einer Bekannten (letztere kannte er schon von früher) eingeladen und ob das okay wäre, wenn er mich dann zwei Stunden alleine lassen würde. Ich habe ziemlich geschluckt - und dann ja gesagt (aber eigentlich fand ich es nicht wirklich okay, denn ich war ja zu ihm gekommen, um sein Zitat "Zeit miteinander zu verbringen").
    Am nächsten Morgen beim Frühstück meinte er auf einmal, am Nachmittag würde er mich zwei Stunden zum Shoppen schicken. Auf meine Frage wieso (ich bin kein Shopping-Typ und das weiß er), druckste er erst rum und dann kam, er müsste einem Kollegen beim Umzug helfen - ob das okay sei. Ich habe wieder schwer geschluckt - und dann ehrlich gesagt "nicht wirklich". Worauf er ziemlich sauer wurde, wir eine heftige Debatte hatten ("Ich muss ja verstehen, dass er neue Kontakte aufbaut und ich hätte ihn ja noch 22 Stunden"). Ich habe gesagt, dass ich das verstünde und daher auch bei dem Brunch gleich ja gesagt hätte, aber nun käme noch der Umzug dazu und vor allem hätte mich die Art gestört, wie er mir das stückchenweise unter die Weste jubelt.
    Ich habe dann gesagt, ich würde nur nicht verstehen, warum er mir das nicht alles vorher am Telefon gesagt hätte, dann hätte ich entscheiden können, ob ich das wolle. Da meinte er, das hätte er nicht getan, weil ich dann nicht gekommen wäre. Und dass er sich wirklich freut. Nun, wir haben den Krach beigelegt - ich hatte schon angeboten, wieder zu fahren - haben den Nachmittag zusammen verbracht (er hat meist geschwiegen, war nicht so schön), bis er mich in der Stadt sitzen ließ (wobei ich mich im Nachhinein frage, ob er wirklich abends um 18 Uhr !!! noch bei einem Umzug helfen muss - aber o.k. er sagt, er war wegen mir nur zum Schluss da, um die schwere Möbel hichzutragen).
    Drei Stunden später kam er wieder und wir waren abends noch unterwegs. Sind am nächsten Morgen früh raus zu einer Besichtigung. Danach hat er zwei Stunden schweigsam Essen vorbereitet (musste er zum Brunch mitbringen), ich habe immer wieder versucht ein Gespräch in Gang zu bringen und habe dann resigniert zugesehen und in der Zeitung geblättert. Dann hat er sich fertig gemacht und gesagt, in zwei, drei Stunden sei er zurück. Ich könne ja was spazieren gehen oder fernsehen.
    Dann habe ich ihn gefragt, ob es nicht sinnvoller sei, wenn ich fahren würde. Und gleich ist er wieder sauer geworden, hat gemeckert, wann ich mir das überlegt hätte, meinte, ich wolle ihn wohl unter Druck setzen. Ich habe gesagt, dass wollte ich nicht, aber ich würde mich fragen, was ich tun solle. Bis 2, 3 Uhr auf ihn warten, ihn noch kurz sehen und um 20 Uhr ginge der letzte Zug. Ich fände das so einfach nicht schön und hätte auch keine Lust, alleine in die Stadt zu gehen, schließlich hätten wir Zeit miteinander verbringen wollen. Er hat wieder gemeckert, ich hätte ihn doch so lange etc. Und dann meinte er, vielleicht wäre es besser, wenn ich fahren würde und ist wütend abgehauen. Ich habe dann gepackt, ihm noch einen Brief hinterlassen und bin sehr verletzt und traurig gefahren.
    Und bevor einer fragt: Dass ich zum Brunch mitkomme, war kein Thema. Er meinte, er kenne die Leute ja auch nicht so gut, da könne er niemanden mitbringen. Nun, ich denke, wenn ich Besuch erwarte und eine Einladung erhalte, dann sage ich das. Normalerweise wird die Einladung doch auf den Gast ausgedehnt, zumal er ja auch noch so viel Essen selbst zubereitet und mitgebracht hat. Aber es ist mir inzwischen auch klar, dass ich nicht mit sollte, weil mit der Bekannten wohl etwas läuft (wobei, das kann ich ihm nicht vorwerfen, das Thema ist ja zwischen uns geklärt) Aber wieso sagt er es nicht ehrlich???
    So, das war nun eine lange Geschichte, ging aber zum Verständnis nicht anders. Und nun würde ich gerne wissen, habe ich falsch reagiert? Hätte ich für all das Verständnis haben müssen? Ich finde, er hätte mir nur ehrlich sagen müssen, dass er das halbe Wochenende keine Zeit hat. Oder vielleicht besser - ehrlicher - noch, dass sich inzwischen etwas verändert hat und er sich doc nicht auf den Besuch freut.
    Ich bin ziemlich geknickt, er ist mir so wichtig und wir haben so viel zusammen erlebt und miteinander durchgemacht. Warum das jetzt so? Heute Morgen schickte er eine SMS zum Thema reden - Zitat: "nicht heute, nicht morgen, irgendwann". Das war es mit unserer Freundschaft.

    Und, wie hättet ihr euch verhalten???

  2. Inaktiver User

    AW: Empfindungen

    Warum das jetzt so?
    Aus den Augen, aus dem Sinn.
    Auf diesen Menschen kannst Du als Freund pfeifen....

    zweifacher Ex, mit dem ich seit Frühjahr wieder eine sehr enge und schöne Freundschaft aufgebaut habe
    Mal ganz ehrlich - Freundschaft mit einem 2-fachen Ex ist per se schon kritisch...

    Lass ihn endlich los!

  3. Inaktiver User

    AW: Empfindungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und, wie hättet ihr euch verhalten???
    boah, wenn du so lange texte schreibst, wären ein paar absätze ganz lesefreundlich ... so ist das ziemlich anstrengend.

    wie hätte ich mich verhalten? naja, sicher ähnlich wie du. ich hätte es auch besser gefunden, wenn er am telefon mal erklärt hätte, was an dem wochenende alles anliegt. das ist die eine sache ...

    aber ich denke, dass du eine zu hohe erwartungshaltung hast. es scheint, als wenn du ihn nicht hergeben magst. er verhält sich so, wie jemand, dem du nicht mehr das wichtigste bist. das kränkt dich, weil du sicher noch ein paar klitzekleine gefühle für ihn hast, die über freundschaft hinausgehen.

    wenn du gaaaaanz ehrlich nur zu dir selbst bist, ... würdest du mit ihm ne dritte auflage starten wollen? wenn ja, dann hast du wohl ein problem, weil er das ganze scheinbar für sich abgeschlossen hat. wenn nein, geb ich tristania recht, lass ihn ziehen.

    mit meinem ex lief es ähnlich. ich hab es genossen, noch lange ziemlich engen kontakt zu haben ... aber irgendwann musste ich dann auch akzeptieren, dass es andere menschen gibt, mit denen er seine ganz privaten dinge bespricht und auch wir kannten uns besser als jeder freund, vater, kinder, usw.

  4. Inaktiver User

    AW: Empfindungen

    Hallo Rowina,

    was hat denn dein posting mit "Treue und Lügen in der Liebe zu tun " ?????

    Er ist dein Ex und nicht dein Partner. Allerdings ist deine Frage berechtigt, warum er dich dann überhaupt eingeladen hat..... ICH wäre da garnicht erst hin bzw. sofort wieder abgereist bei seinen Reaktionen.

    Gruss, Elli

  5. User Info Menu

    AW: Empfindungen

    Hm, ich habe mal versucht das mit meinen Ex mit dem ich eine Langjährige Freundschaft pflege zu vergleichen. Ging aber beim besten Willen nicht, da wir immer ehrlich zueinander waren und sind.

    Mein Ex hätte in so einem Fall die Einladung zum Brunch abgelehnt und auch das Möbelschleppen vertagt bzw. gesagt, dass ich mit komme. Im umgekehrten Fall, hätte ich das übrigens auch getan.

    Hätte er eine andere Frau kennen gelernt, hätte er mir das genauso offen gesagt und es wäre für mich auch ok. Eben, weil wir nur mehr gute Freunde sind und ich mich freuen würde, wenn er sich neu verlieben würde.

    Zur Freundschaft gehört ein ganz wichtiges Kriterium und das heißt Ehrlichkeit. Was bei euch nicht ganz der Fall sein dürfte. Irgendwie habe ich den Eindruck, er will dir nicht sagen, dass es da jemand anderen gibt. Vielleicht aus Angst dich zu verletzen?

  6. Inaktiver User

    AW: Empfindungen

    Gerade bei langer Vertrautheit (egal ob als Ex oder Partner) finde ich es normal, dass man sich am Wochenende nicht ausschließlich einander widmet/widmen kann - das Leben geht ja schließlich weiter.

    Ich war z.B. kürzlich nachmittags bei meinem Uralt-Ex zu Besuch, von 5 Stunden hat er mindestens 2 Telefonate geführt. Na und? Es ist ja auch SEIN Samstag-Nachmittag, wo so einiges anfällt und erledigt werden muss. Und brauch keine Dauer-Bespaßung, sondern kann mich selbst amüsieren.

    just my 2 pence - für dich mag's emotional anders aussehen, aber ich hielte Fremdbeschäftigung im Rahmen (6 Stunden bei zwei Tagen!) echt für ok.

  7. Inaktiver User

    AW: Empfindungen

    Hallo, danke für die Antworten.

    Lalli: Ja, nicht mehr das Wichtigste - sehe ich auch so. Nur, warum sagt er es mir nicht. Ich habe ihn gefragt, mehrfach per Mail, am Telefon, ob sich was geändert hat und ob seine Einladung (ich hatte drauf "bestanden", dass er mich offiziell einlädt - und er hatte gesagt, ich bräuchte doch keine Einladung, ich sei immer willkommen, aber wenn ich es wollte, würde er es auch "ganz offiziell" tun und mich bitten zu kommen) noch gilt. Er hat Stress wegen meiner Frage gemacht - weil ich überhaupt so etwas dummes frage. Und ehrlich: Ich könnte mir mit ihm auch mehr vorstellen, aber es gibt da äußere Gründe, die das nicht zulassen. Wir haben beide sehr darum gekämpft, dass wir Freunde sein können und das war nicht einfach, aber wir haben es geschafft, weil es uns beiden so wichtig war (und dabei ist er ein Mann, der denkt, Freundschaft mit einer Ex ginge absolut nicht und der zu keiner anderen, die ihm nahestand, noch Kontakt hat). Das vielleicht zu der Wertigkeit, die wir beide dieser Freundschaft eingeräumt haben. Und ja, ich weiß, dass ich andere Menschen (Frauen) in seinem neuen Leben akzeptieren muss. Das ist auch nicht das Problem - das Problem ist, dass er mich gebeten hat zu kommen und mir nicht ehrlich gesagt hat, was mich erwartet.

    Elli: Ja, das ist meine Frage. Warum wollte er so unbedingt, dass ich komme und hat alle meine Bedenken weggewischt? Warum sagt er immer wieder, er freue sich - aber kann dann noch nicht mal ehrlich sagen, was los ist? Das sind die Fragen, die ich mir immer wieder stelle. Dieses ganze Wochenende und der ganze Ärger und Kummer waren so unnötig wie ein Kropf

    Ilse: Ja, genauso wie Du sehe ich das auch. So hätte ich auch gehandelt und habe es auch von ihm erwartet. Was fehlte, war halt die Ehrlichkeit - und das hat mich so verletzt. Er weiß, wie wichtig es mir ist, dass er glücklich ist. Er weiß genau, was ich empfinde und dass es mir schon noch einen kleinen Stich versetzt, wenn da eine andere ist - aber er weiß auch, dass ich ihm alles Glück auf dieser Welt wünsche, weil er mir so wichtig ist. Wir haben darüber geredet und in dem Punkt gibt es nichts zu klären. Und ja, ich denke, dass er gelogen/geschwiegen hat, um mich nicht zu verletzen - aber er hat mich verletzt, weil er immer wieder gesagt hat, dass mich mein Bauch trügt, dass er sich freut, dass er will, dass ich komme - er hätte doch einfach nur ehrlich sein müssen.
    Geändert von Inaktiver User (19.11.2008 um 01:57 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Empfindungen

    Tanguera:
    Ich hätte die "sechs Stunden an zwei Tagen" auch akzeptiert, wenn ich es vorher gewusst hätte. Ich kann mich auch selbst "amüsieren", er braucht mich nicht zu bespaßen. Er hat immer wieder gesagt, "dass wir Zeit miteinader verbringen wollen". Ich habe ihn besucht, wollte kein halbherziges und schweigsamesTouristenprogramm, sondern wir hatten uns überlegt, was wir machen wollen, um die Stadt gemeinsam zu entdecken.

    Ja, wir haben zwei Touristenpunkte abgeklappert, einen an dem Samstagnachmittag nach dem ersten Streit eine Stunde lang bei strömendem Regen (klar kann er nichts für, aber bei dem Wetter hätten wir das auch nicht machen müssen. Zudem war es für mich schrecklich, denn er hat fast die ganze Zeit geschwiegen). Dann sind wir eine halbe Stunde im Regen durch die Stadt gelaufen, weil wir einen Kaffee trinken wollten, er aber aus zwei Cafes wieder raus wollte, weil ihm da zu viel Leute waren. Wir haben dann in einem kleinen Shop doch noch einen Kaffee bekommen - und 15 Minuten später ist er verschwunden, hat mich da stehen lassen, kam erst zum Abendessen wieder zurück.

    Und am nächsten Morgen haben wir um 7 Uhr früh 1,5 Stunden ebenfalls ein touristisches "Pflichtprogramm" gemacht, war auch ganz nett (beide sehr bemüht). Wir mussten so früh los, weil er ja zum Brunch wollte, Um 8.40 Uhr waren wir zurück, dann hat er zwei Stunden (am Abend zuvor hatte er bereits eine Quarkspeise dafür zubereitet) zu 95 % schweigsam das Essen vorbereitet, dass er zum Einladung zum Geburtstagsbrunch mitbringen sollte (das er was mitbringen sollte, fand er auch komisch, hat sich aber sehr viel Mühe gegeben). Und wollte er gefahren - und nach seiner Rückkehr (wenn er denn wirklich nach zwei, drei Stunden zurück gewesen wäre), wären noch maximal für uns zwei, drei Stunden geblieben, um irgendwas zusammen zu machen. Und sorry - das läuft für mich nicht unter mehr "Zeit miteinander verbringen"

    Wir haben im Vorfeld mehrfach geredet/gemailt - er hat nie was gesagt, obwohl ich mehrfach gefragt habe. Mich stattdessen nach 500 km Anreise damit konfrontiert, dass er auch anderes vorhat. Die Art und Weise hat mich getroffen - und dass er fragt, ob das für mich okay sei. Worauf ich am ersten Abend zum Brunch - zugegeben nicht ganz ehrlich - ja gesagt habe, aber am nächsten Morgen auf den nun plötzlich auch noch anstehenden Umzug und die erneute Frage, ob das okay sei, - diesmal ehrlich - gesagt habe "nicht wirklich". Und dann ist er gleich absolut sauer geworden - dabei predigt er mir immer, ich müsse ihm ganz ehrlich sagen, was ich empfinde, denke, fühle, denn nur so könne er auch richtig darauf reagieren

    Nur - wenn ich dann ehrlich sage, was ich denke und es passt ihm nicht, dann wird er gleich sauer und wirft mir vor, ich hätte kein Verständnis für ihn. Ausgerechnet ich die Frau, die ihn am besten kennt und immer Verständnis für ihn hat. Wörtliches Zitat aus einem Brief: "Es gibt nicht viele Menschen, die so viel über mich wissen, so weit in mich hineinblicken dürfen. Neben Dir ist es lediglich xyz (sein bester Freund). Kein Familienmitglied, kein abc (ein anderer sehr guter Freund)." Aber ich darf dann nicht ehrlich auf seine Frage antworten, dass ich nicht wirklich glücklich damit bin, weil er mir halt vorher nichts gesagt hat?

    Tanguera, es geht nicht um sechs oder acht oder von mir aus auch zehn Stunden Abwesenheit, es geht um die Art und Weise und die fehlende Ehrlichkeit.

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    AW: Empfindungen

    Hallo Rowina,

    ich wäre auch enttäuscht. 500 km sind kein Pappenstiel und wenn man dann erst vor Ort vor vollendete Tatsachen gestellt wird, ist das schon blöd. Du bist ja wegen ihm so weit gefahren und nicht, um dir allein die Stadt anzusehen.
    Er hätte dich entweder als Besuch/gute Freundin mitnehmen zu dem Brunch oder der Gastgeberin halt sagen sollen, dass er Besuch hat und nicht kann.
    Wir waren mal bei Freunden zum Geburtstag eingeladen und hatten Besuch von einem befreundeten Paar. Da wurden die kurzerhand mit eingeladen. Ob eine oder zwei Personen mehr bei einer Feier, das dürfte doch kein Problem sein. Es sei denn es nehmen nur zwei Personen an dieser Feier teil ;-)

    Was hast du jetzt vor? Wie gehst du weiterhin mit dieser Freundschaft um?

    LG, B-F

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    AW: Empfindungen

    Hm...Auf mich wirkt das unentspannt. Und das wünsche ich mir für die Menschen, die ich das ganze Wochenende bei mir einquartiert habe, nicht. Und für mich selber auch nicht.

    Er hat es nicht einfach, sich da neu zu organisieren, in der neuen Stadt. Sowas strengt an, und man muß sich bemühen, neue Bekannte/Freunde zu gewinnen.
    Auch ein neuer Job ist anfangs äußerst anstrengend.

    Ich würde mir von einem Freund/einer Freundin wünschen, daß er mich da versteht, und sogar auch unterstützt. Sozusagen umgekehrt: Daß du dir Gedanken machst, was ihm jetzt guttut, und ihn bildlich gesprochen an der Stelle auffängst, wo er umfällt.
    Nicht so herum, daß du jetzt extra kommst (meine Güte, du kommst ja nicht aus oder nach Sibirien ;-)) und dafür auch ganztags und -abends Anspruch auf adäquate Behandlung in Form von Priorität 1 hast.

    Bloß: Warum er Dich nicht mitnehmen konnte, zu dem Brunch und eigentlich auch zum Umzug, das verstehe ich nicht. Konnte er ahnen, daß Du das nicht möchtest?
    Wie auch immer, Du hättest auch sagen können: Nimm mich doch bitte mit! Und dann mit ihm gemeinsam das Essen vorbereiten. Oder nicht? Sprach etwas dagegen?

    Jemanden zu lieben, bedeutet, die Welt durch seine Augen zu sehen.
    Wie ist es, alleine in einer fremden Stadt neu anzufangen?
    Wie ist es, einen neuen Job zu beginnen?
    Wie fühlt es sich an, eine neue Wohnung zu haben, neue Nachbarn, usw....
    Große Veränderungen...

    Du hast den Anspruch, daß es keine Veränderung gibt.
    In seinem Verhalten zu Dir.

    Das kann gar nicht so kommen!
    Denn bei ihm hat sich so viel verändert!

    Laß ihm Luft, sonst wirst Du ihn verlieren.
    Kraft für Streits hat er nicht übrig zur Zeit.
    So sehe ich das von hier aus.

    Unterstütz ihn, auch moralisch, und konzentriere Dich auf Freunde da, wo Du bist. Manchmal muß man sich verabschieden, weil die Entfernung so ausgiebigen Kontakt wie "früher" nicht erlaubt. Das tut weh, man sucht es sich nicht aus, aber so kommt es nun eben im Leben manchmal leider. Man kommt darüber hinweg.
    Generell finde ich es schwierig, von Menschen etwas zu "verlangen". Er gibt mir etwas - schön. Aber woher habe ich das Recht, etwas zu verlangen, was ich mir wünsche? Ich kann mir doch nur wünschen, mehr aber auch nicht. Und wenn mein Wunsch nicht erfüllt wird, dann habe ich Pech. Dann beleidigt zu sein, ist nicht gut, und auch nicht besonders "erwachsen", wenn ich das mal so sagen darf. Niemand hat die Pflicht, unsere Bedürfnisse zu erfüllen.

    Mir selbst geht es so, daß ich wenn ich sozusagen die Pistole auf die Brust gesetzt bekomme, total dichtmache. Ich lasse mich nicht kommandieren. (Ruf dann-und-dann an, hab dann-und-dann Zeit...). Und zähle anders herum auch nicht die Tage, die jemand braucht, um eine Mail oder sonstwas zu beantworten. Er wird es tun, wenn er Zeit und Lust hat. Alle haben so irre viel um die Ohren, ich nehme es keinem übel, wenn er weniger Zeit hat, als ich mir das wünschen würde. Zugegeben, das war auch nicht immer so, aber ich habe gelernt, daß es viel hilft, wenn man die Welt mal durch die Augen des anderen anschaut.

    Liebe Grüße
    Karla
    The original Karla
    est. 2006


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