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  1. Inaktiver User

    Mein Vater führt ein Doppelleben

    Diesen Thread zu eröffnen war ein großer Fehler. Ich kann allen, die sich in einer ähnlich heiklen Gewissenskrise befinden nur raten, solche Fragen mit sich und guten Vertrauten von Angesicht zu Angesicht auszumachen und keine privaten Details aus einer kurzfristigen Ratlosigkeit heraus hier so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen!
    Geändert von Inaktiver User (10.11.2008 um 20:00 Uhr)

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    AW: Mein Vater führt ein Doppelleben

    An seinem nächsten „Tennisabend“ habe ich mir dann das Auto einer guten Bekannten geliehen und bin meinem Vater nachgefahren...

    Ich habe dann in Erfahrung gebracht, wer in diesem Haus wohnt...

    Ich habe mir die Dame dann mal näher angeschaut als sie beim Einkaufen war...

    Auch beim nächsten und übernächsten „Tennistermin“ bin ich ihm hinterher gefahren...
    Ich finde es unglaublich selbstherrlich von dir.
    Du spionierst deinem Vater hinterher und glaubst jetzt mit deinem Wissen deine Eltern entzweien zu müssen.
    Selbst wenn ihre Ehe nicht gut ist, dich geht es überhaupt nichts an.

    Ich will deinen Vater nicht freisprechen, rate dir aber an die Folgen zu denken. Höre auf deinen Freund, eine Einmischung kann nur schaden und dazu führen, dass sich drei Menschen nicht mehr leiden können.

    Behandle deinen Vater weiterhin mit Respekt, so wie du ihn für dich auch erwartest. Du bist nicht sein Richter.

    Meine Meinung,
    Thymma

    ---

    Nachtrag: Das gelöschte Eingangsposting wurde in Beitrag 131 kopiert.
    Geändert von thymma (11.11.2008 um 12:53 Uhr)

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    AW: Mein Vater führt ein Doppelleben

    Das ist eine sehr schwierige Sachlage.

    Instinktiv würde ich raten, sich nicht einzumischen und der Mutter um Himmels Willen nichts zu erzählen, denn es würde ihr jede Freude am Leben nehmen. Andererseits wüsste ich nicht, wie ich damit umgehen würde, wenn es rauskäme und mich meine Mutter vorwurfsvoll fragen würde, warum ich das verheimlicht hätte.

    Mein Schwiegervater, damals im Alter deines Vaters, hatte ein „inoffizielles“ Verhältnis, jahrelang, jahrzehntelang. Er fuhr mehrmals im Monat am Wochenende in die Großstadt, offiziell zu Theaterbesuchen, tatsächlich war er aber mit seiner Freundin zusammen. Die ganze Familie hat davon gewusst, mein Mann, seine Schwester, die Frau. Glücklich war meine Schwiegermutter nie mit diesem Wissen, sie hat dieses Verhältnis quasi ignoriert. Geblieben ist sie aus wirtschaftlichen Gründen, wie deine Mutter hat sie kein eigenes Einkommen und auch um die Familie zu retten, die sich immer noch in Einträchtigkeit gesellig zusammengefunden hat. Das Verhältnis hat übrigens bis zum Tod der Freundin gedauert.

    Ich würde an deiner Stelle überlegen, wie es deiner Mutter mit diesem Wissen ergehen würde. Ist deine Mutter in der Lage, sich mit deiner Hilfe zu trennen, in eine neue Wohnung zu ziehen und in der Lage einen Neuanfang zu machen? Schafft sie es den Verwandten und Bekannten als betrogene Ehefrau gegenüber zu treten oder würde sie es als persönliches Versagen ansehen, wie so häufig in den älteren Generationen?

    Wenn deine Mutter sich nicht lösen kann und es nur zur Folge hat, dass in eurem Haus jetzt permanent Krieg herrscht und sie zwei Tage in der Woche Höllenqualen leidet, dann würde ich von einer Offenlegung dringend Abstand nehmen. Allerhöchstens könntest du den Vater damit konfrontieren, dass du über die Sache Bescheid weißt. Aber auch da solltest du dich fragen, was du erreichen willst, die Loslösung von der Freundin (halte ich für sehr zweifelhaft) oder eine Statusgarantie für deine Mutter (quasi eine Erpressung für dein Stillschweigen). Von puren moralischen Vorwürfen würde ich Abstand nehmen, dann lieber kein Wort verlieren.

    Du hast eine sehr schwierige Wahl zu treffen, versuch deine Gefühle herauszuhalten und mach das, was dir das Beste für deine Mutter erscheint.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  4. Inaktiver User

    AW: Mein Vater führt ein Doppelleben

    Zitat Zitat von thymma
    Ich finde es unglaublich selbstherrlich von dir.
    Du spionierst deinem Vater hinterher und glaubst jetzt mit deinem Wissen deine Eltern entzweien zu müssen.
    Was hättest Du denn gemacht, als ich ihn zum ersten Mal noch ganz zufällig beim Lügen erwischt habe? Das bewusst ignoriert?

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    AW: Mein Vater führt ein Doppelleben

    Carrie
    du hast dich in etwas eingemischt, was dich eigentlich nichts angeht - das weißt du ja. Jetzt hast DU ein Problem, wohin mit deinem Wissen. Das ist aber DEIN Problem, nicht das deiner Mutter.

    Überlege mal ganz in Ruhe, welche VORTEILE deine Mutter von der Wahrheit hätte - das ist der einzige Rat, den ich dir geben kann.
    Und bevor du Abscheu für deinen Vater empfindest, bedenke bitte, dass 1) dir das nicht zusteht
    2) du die wirkliche Geschichte zwischen deinen Eltern nicht kennst
    und
    3) es ist (zu!) einfach, sich darüber zu stellen, wenn man noch nie in den Schuhen des Verurteilten gewesen ist.
    Ich habe den K(r)ampf mit den deutschen Artikel(n) aufgegeben!

  6. Inaktiver User

    AW: Mein Vater führt ein Doppelleben

    Carrie,

    denkst Du, es ist Zufall, oder das "böse" Werk Deines Vaters, dass Deine Mutter ein derart abgeschottetes, immobiles und abhängiges Leben lebt?

    Denkst Du, sie wäre nicht, wenn sie WOLLTE, in der Lage, daran etwas zu ändern, und auch die Tennisabende Deines Vaters zu hinterfragen?

    Das, was ich klärungsbedürftig finde, ist Dein Verhältnis zu Deinem Vater - Du weisst, dass er Dich anlügt, und ich fände es wichtig, das zu thematisieren, um Deine Beziehung zu ihm zu klären.

    Ob Du mit Deinem Wissen zu Deiner Mutter gehen wirst, entscheidest Du allein. Ich weiss, dass ich diesen Weg nicht wählen, sondern eher ein offenes Gespräch mit meinem Vater suchen würde.

    Grüssle
    Seawasp

  7. Inaktiver User

    AW: Mein Vater führt ein Doppelleben

    Was würdet Ihr Euch denn für Euch wünschen, wenn Euer Partner Euch betrügt und jemand, der Euch sehr nahe steht das herausbekommt?

    Ich habe das für mich durchdacht und ich komme immer wieder zu dem Ergebnis, dass ich die Wahrheit wissen wollen würde.

    Ich mache mich doch ab jetzt durch mein Schweigen zu einem Komplizen meines Vaters. So oder so, ich bin doch schon lange nicht mehr neutral. Es geht doch nur noch darum, auf welche Seite ich mich stelle. Meiner Meinung nach.

  8. Inaktiver User

    AW: Mein Vater führt ein Doppelleben

    Nein, es geht eben nicht darum, sich auf eine Seite zu stellen. Es sind BEIDES Deine Eltern, und sie sind verantwortlich für ihre Beziehung. Du kannst Deinem Vater gegenüber sehr klar Stellung beziehen. Da hast Du sogar hinsichtlich einer Offenlegung einigen gestalterischen Freiraum. Aber die Beziehungsklärung an sich ist nicht Dein Thema, und geht Dich auch nichts an.

    Grüssle
    Seawasp

  9. Inaktiver User

    AW: Mein Vater führt ein Doppelleben

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Carrie,

    denkst Du, es ist Zufall, oder das "böse" Werk Deines Vaters, dass Deine Mutter ein derart abgeschottetes, immobiles und abhängiges Leben lebt?
    Nein, kein Zufall. Das Schlimme ist, sie ist bei ihm geblieben wegen mir. Weil sie mir einen Vater erhalten wollte hat sie auf ihr Glück als Frau verzichtet. Dieses Gespräch hatte ich mit ihr über Jahre hinweg immer wieder.
    Deswegen fühle ich mich ihr verpflichtet. Sie war damals als ich gezeugt wurde kurz davor ihn zu verlassen. Wenn es mich nicht gäbe, wäre sie schon längst von diesem Mann weg und hätte jetzt nicht diese jahrzehntelange Demütigung und jetzt auch nicht diesen Betrug hinter sich.

  10. User Info Menu

    AW: Mein Vater führt ein Doppelleben

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Was hättest Du denn gemacht, als ich ihn zum ersten Mal noch ganz zufällig beim Lügen erwischt habe? Das bewusst ignoriert?
    Ihm deutlich gemacht, dass ich weiß das er lügt. Und fertig!

    Es geht doch nur noch darum, auf welche Seite ich mich stelle. Meiner Meinung nach.
    Mir scheint du willst dich einmischen. Was soll das für dich ergeben?
    Das du doch nur das Beste gewollt hast?
    Und was das Beste ist entscheidest du?

    Selbstherrlich - ich erwähnte es bereits.

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