@Chrissiebabe
Weil sie mit dafür verantwortlich ist,ganz einfach!!!ganz ehrlich - die affäre ist beendet und die frau vertraut ihrem mann nicht. das müssen die beiden dann miteinander klären, aushandeln, was auch imemr. warum sollte sich die TE für die befindlichkeit dieser ehe verantwortlich fühlen?
Übrigens finde ich Prijons Vorschlag nicht schlecht. Mich hat es weiter gebracht. Ich musste aus dem Mund der Geliebten hören(und ihr dabei in die Augen sehen) ob sie für mich noch eine Gefahr ist.
Klar ist in erster Linie mein Mann dafür verantwortlich, dass ich ihm wieder vertrauen kann. Aber sein wir mal ehrlich, es ist ein großes Stück Arbeit auch für den Mann, der seine Gefühle wieder anders sortieren muss. Und damit meine ich, er muss sich auch wieder Stück für Stück von der Geliebten entlieben...
Also, ich würde vorschlagen, wenn dir wirklich daran liegt, dass dein Kollege wieder ins Reine mit seiner Ehefrau kommt. Taste dich vorsichtig vor und versuche unverbindlich Kontakt mir ihr aufzunehmen und finde heraus, ob sie daran interessiert ist mit dir zu reden. Tu dies aber bitte nicht über ihren Mann.
Ich denke, es muss in erster Linie von ihr aus der Wille da sein, du darfst sie nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Vielleicht hat sie sogar auch schon oft darüber nachgedacht. So wie du hier schreibst, bist du ja wirklich voller Rücksicht, also versuche es ihr in einem Gespräch klar zu machen, dass dir daran gelegen ist, deinen Teil dazu beizutragen, die Sache wieder ins Reine zu bringen. Dabei musst du aber beachten, dass du die Einzelheiten der Vergangenheit nicht erwähnst, sondern dich darauf konzentrierst, dass du für die Zukunft nicht mehr zwischen ihnen stehen wirst.
Das du jedoch trotzdem deswegen nicht deinen Job aufgeben willst und sie dies akzeptieren müsse. Mache ihr glaubhaft, dass auch du deine Beziehung weiterführen willst und das Thema mit ihrem Mann abgeschlossen ist. Details der Vergangenheit sind tabu, auch wenn sie danach fragt.
Also, wie ich schon sagte. Mir hat es als Ehefrau geholfen. Allerdings gab es mehrere Gespräche, die ersten davon waren weniger glücklich verlaufen, weil da auch die Geliebte noch sehr verletzt war und mir klar machen wollte, dass er sich nicht wirklich für mich entschieden hätte. Sie erzählte mir Details, die sehr verletzend waren nur um mir klar zu machen, wie sehr er eigentlich "sie" lieben würde.
Irgendwann aber litt sie wohl so dermaßen daran, dass sie unsere Freundschaft dafür aufs Spiel gesetzt hatte(Sie war meine Freundin, die hier ein und aus ging. Und unsere Töchter sind beste Freundinnen...). Außerdem merkte sie auch, dass mein Mann es wohl doch ernst meinte seine Ehe zu retten und keinen Kontakt mehr zu ihr zu haben.
Beim nächsten Mal war ich diejenige, die das Gespräch zu ihr suchte, da ich inzwischen mit meinem Mann soweit vorwärts gekommen bin(nach ca. einem 3/4 Jahr) und ich einen weiteren Schritt gehen musste um mich zu heilen. Mein Weg war der, dass ich, nachdem ich meinem Mann verziehen habe, auch ihr verzeihen wollte, da mich mein Hass nicht weiter brachte und in mir nagte, ja sogar den Heilungsprozess verhinderte. Und was soll ich sagen, es war wie eine Erlösung. 5 Stunden habe ich mit ihr gesprochen und nun können wir uns, wenn wir uns begegnen wieder in die Augen sehen, Hallo sagen und ein paar Worte wechseln. Sie wird nicht mehr die Freundin werden, die sie mir mal war, aber ich hasse sie nicht mehr. Voraussagen kann mir keiner, ob es immer weiter so gut geht oder was noch kommt, aber so ist es lebenswerter. Allerdings glaube ich, wird es noch einige Zeit dauern, bis auch die Angst bei mir vergeht, was eine Begegnung zwischen den beiden bewirken wird. Da fürchte ich mich noch vor....
So sieht man hier, wie unterschiedlich die Meinungen sind. Ich denke, es kommt auf die Situation an. Nur eure ist ähnlich wie meine, du wirst immer ihm zu tun haben durch euren Job. Ich und mein Mann werden immer irgendwie mit ihr zu tun haben, durch die Freundschaft unserer Töchter. Also muss alles geklärt werden. Nur das hilft, als länger irgendwelche Gespenster im Kopf zu haben.
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Thema: Mache ich was falsch?
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02.11.2008, 20:21
AW: Mache ich was falsch?
Claudi
"Fürchte Dich nicht vor Veränderungen, fürchte Dich vor dem Stillstand!"
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02.11.2008, 20:59Inaktiver User
AW: Mache ich was falsch?
Nicht unbedingt. Ich nehme an, sie wollte mich kennen lernen. Und vielleicht etwas mehr von der Situation erfahren, da ihr Mann für mich schwärmte und mich ziemlich oft sah.
Zitat von Prijon
Aus meiner heutigen Sicht sehe ich das unangebracht dritte Personen in solche Situation reinzuziehen.
Ich wollte dadurch nur sagen, dass Arielle nicht in der Lage ist die Probleme dieser Ehe zu lösen. Natürlich könnte sie mit der Frau sprechen und ihr versichern, dass alles vorbei ist. Ob es der Ehefrau hilft, wissen wir nicht. Kurzfristig vielleicht ja. ICH würde mich auf ein solches Gespräch nicht einlassen, weil es richtiger wäre, wenn Eheleute es unter sich klären würden. Soweit wie ich verstanden habe, hat Arielle mit dem Mann gar nicht geschlafen, es ist, außer einer platonischen Schwärmerei, nichts passiert!Geändert von Inaktiver User (02.11.2008 um 21:03 Uhr)
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02.11.2008, 22:19
AW: Mache ich was falsch?
Das erwartet ja auch keiner. Aber Arielle hat ja nun offensichtlich auch das ein oder andere Problem mit der Situation. Wobei ihr ein solches Gespräch vielleicht (!!!) helfen könnte. Bei uns (und das bdeutet: dieser Mann und ich) war das - wie gesagt - so. Wir haben anschließend klarer gesehen. Beide. Das Gespräch hat übrigens mit zeitlichem Abstand stattgefunden. Das war wichtig.Ich wollte dadurch nur sagen, dass Arielle nicht in der Lage ist die Probleme dieser Ehe zu lösen.
Nicht unbedingt. Ich nehme an, sie wollte mich kennen lernen. Und vielleicht etwas mehr von der Situation erfahren, da ihr Mann für mich schwärmte und mich ziemlich oft sah.
Aus meiner heutigen Sicht sehe ich das unangebracht dritte Personen in solche Situation reinzuziehen.
Ich bleibe dabei, dass diese Situation eine komplett andere war- Sowas kenne ich auch. Meine Frau schwärmte davon, dass wir uns doch nach der Affäre fröhlich weiter zum grillen treffen könnten (sie hat den Mann als "guten Freund" auch vorher schon ständig in die Familie geschleppt) und war baff erstaunt, dass ich und er ihr einen Vogel gezeigt haben. Das ist so eine "alle Menschen werden Brüder"-Mentalität.
PrijonGeändert von Prijon (02.11.2008 um 22:53 Uhr)
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02.11.2008, 22:37Inaktiver User
AW: Mache ich was falsch?
Ha, ha, es hört sich schön an.
Zitat von Prijon
Mein Mann hätte wohl gewisse Probleme bei der praktischen Umsetzung einer solchen Brüderlichkeit!
Wenn es so ist, dass die Unruhe der Ehefrau der Arielle den Schlaf raubt, kann sie (vielleicht sollte sie) etwas damit tun, um sich selbst zu helfen.
Ich glaube jedoch nicht, dass sie sich für den Zustand der Frau verantwortlich fühlen muss.
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02.11.2008, 22:53
AW: Mache ich was falsch?
Also,Ich glaube jedoch nicht, dass sie sich für den Zustand der Frau verantwortlich fühlen muss.
zumindest ich habe jetzt oft genug geschrieben, dass das natürlich stimmt. Wenn, dann sollte sie es für sich tun. Zum Beispiel, um unbelasteter und freier arbeiten zu können.
Das wirklich üble an diesen Dreicken ist die völlig ungeklärte Verbindung zwischen zwei Menschen, die eine Menge miteinander zu tun haben, aber eigentlich am Tropf eines dritten hängen.
Prijon
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02.11.2008, 23:01Inaktiver User
AW: Mache ich was falsch?
Ach, wenn ich es nicht wüsste ...!
Zitat von Prijon
Ich bin wirklich gespannt, was Arielle weiter machen möchte. Ich hoffe wirklich, dass sie, egal was sie auch tun wird, ihre Ruhe wieder findet.
Bei ihrer einfühlsamen Einstellung würde sie vielleicht tatsächlich nach einem solchen eventuellen Gespräch sagen können, dass sie ihrerseits ALLES getan hat, was sie konnte, um die Situation zu klären.
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02.11.2008, 23:04
AW: Mache ich was falsch?
Das ist jetzt ein einigermaßen kryptischer Satz.Ach, wenn ich es nicht wüsste ...!
Wie Du warte ich darauf, dass Arielle sich mal wieder äußert - sie scheint mir ziemlich klar zu sein in ihren Ansichten.
Gute N8,
Prijon
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02.11.2008, 23:10Inaktiver User
AW: Mache ich was falsch?
Nun ja, der Satz bezieht sich auf mein eigenes M***haufen, hat mit Arielle nicht zu tun. Ich hoffe, ihr wird es gut gehen.
Zitat von Prijon
Gute Nacht,
Milutka
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03.11.2008, 09:18
AW: Mache ich was falsch?
So, da bin ich wieder...
Ich weiß nicht so recht, wie meine Meinung zu solch' einem Gespräch ist. Im Grunde hätte ich nichts dagegen, dies alles mit ihr zu klären oder es zumindestens zu versuchen.
Allerdings weiß ich nicht, ob ich deswegen auf sie zugehen sollte. Da mein Kollege und ich zwar räumlich getrennt, aber letztendlich in derselben Abteilung arbeiten und somit bei Feiern auch schon zusammen eingeladen waren, kennt seine Frau mich etwas. Eigentlich hatte sie auch mal eine gute Meinung von mir, das letzte Treffen dieser Art zwischen uns war allerdings eben auch vor dieser Geschichte. Es ist wohl klar, dass sie mich jetzt nicht mehr als netten Menschen in Erinnerung hat bzw. werde ich jetzt in ihren Augen nur noch die Ehezerstörerin sein, die auf nichts und niemanden Rücksicht nimmt. Ich weiß nicht, ob ich ihr diese Einstellung in einem Gespräch wirklich nehmen könnte, wenn sie so "eingeschossen" auf mich ist. Zudem ist sie recht temperamentvoll, was im Grunde ja nichts schlechtes ist, nur in solch' einem Gespräch wohl nicht ganz unproblematisch.
Letztendlich weiß sie aber, wo sie mich findet. Wenn sie irgendwann ein Gespräch möchte, kann sie es bekommen. Ich habe kein gutes Gefühl dabei, damit auf sie zuzugehen.
@zora68
Ich dachte mir irgendwie schon, dass Du eine ähnliche Situation aus der anderen Perspektive kennst. Und es ist auch nicht so, dass ich nicht auch die andere Perspektive kenne, betrogen wurde ich auch schon.
Was mich bei Dir nur interessieren würde, vertraust Du Deinem Mann jetzt wieder so richtig? Nachdem das mit Deiner "Freundin" geklärt war, denkst Du nicht, es könnte auch jederzeit wieder mit einer anderen Frau passieren, wenn es einmal passiert ist?
Mir ging es damals so, als ich in einer ähnlichen Situation war wie Du. Vertrauen war niemals wieder so wirklich da.
Denn wenn es so wäre, hätte man mit einem Gespräch mit der "Geliebten" als Ehefrau zwar eventuell diese Situation geklärt, aber kommt das Vertrauen wirklich wieder oder bleiben die Zweifel?
@prijon und milutka
Danke für Eure Meinungen!
Zu einem möglichen Gespräch habe ich mich ja oben schon geäußert.
Vielleicht sollte ich es wirklich so sehen, dass letztendlich die beiden nur selbst ihre Ehe wieder heilen können und ich nicht viel dafür tun kann. Wenn sie ihm nicht wieder vertrauen kann, werde ich dieses Vertrauen auch nicht wieder herstellen können, egal wie ich mich hier auf der Arbeit verhalte.
Letztendlich dachte ich auch immer in diese Richtung, ich wußte nur nicht, ob ich damit richtig liege bzw. wieviel "Verantwortung" ich trage, damit diese Ehe wieder funkioniert. Irgendwann dachte ich halt nur noch, jetzt hast Du zwei Jahre Rücksicht genommen, auf vieles freiwillig verzichtet oder verzichten müssen, was die Arbeit angeht und auf was hat mein Kollege Rücksicht genommen? Gut, natürlich auf seine Ehefrau, aber ich muß damit ja auch irgendwie jeden Tag klarkommen.
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03.11.2008, 09:45Inaktiver User
AW: Mache ich was falsch?
Arielle, dauert es schon 2 Jahre, dass du "die Rücksicht" nimmst?
Und das Vertrauen zwischen den beiden ist noch nicht hergestellt? Da würde ich echt meinen, du hast damit nicht zu tun.
Denke an dein Leben und deine Karriere. Der Kollege sollte sich um seine Ehe alleine kümmern.
LG, Milutka


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