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  1. Avatar von Suzie Wong
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    smile Mode und "Alter"

    Hallo,
    schon seit Längerem wundere ich mich in der Bricom.
    Jetzt gibt es aktuell einen Strang und spontan habe ich beschlossen, mich mal hier auszutauschen - wennn ihr mögt.
    Ich trage Kleidung, weil sie mir steht, ich mich wohl in ihr fühle, sie meinen Typ unterstreicht, meine Vorteile betont und meine Nachteile "versteckt. Ich würde nicht auf die Idee kommen, etwa nicht zu tragen, weil ich nun 50 (oder vorher 45) bin.

    Hoodies trage ich ab und zu in der Freizeit, beim Sport, aber nicht im Alltag.
    ...weil es einfach nicht meinem Typ entspricht = ich bin nicht der sportliche Typ, aber nicht, weil ich jetzt 50 bin. Gleiches gilt für Rüschenblusen, Motto-T-shirts, Animalprint ... das bin nicht ich. Und das hat nichts, aber auch gar nichts mit meinem Alter zu tun.
    Tiefes Decolletteé, Mini, Overknees - Passt gar nicht zum mir, aber nicht .... ihr wisst.

    Woher kommt hier diese Unsicherheit?
    Sie wird doch nicht vorgelebt. Sehe ich mir zB blogs von Frauen 40 oder 50+ an, dann sehe ich oft wirklich tolle, coole Mode, die rein theoretisch alterslos ist.

    Was meint ihr?

    suzie


  2. Registriert seit
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    AW: Mode und "Alter"

    ha, diese Gedanken machte ich mir auch schon im Nachbarstrang..

    hier meine Gedankenfetzen:

    kommt von den alten überkommnen Klischees:

    das tut man nicht, das macht man nicht....

    Orientierung im Außen....

    genormtes Leben

    ohne Individualität

    keine eignständige Persönlichkeit,

    nicht wissen, wer man ist und was man will...

    nicht zu sich selber stehen....

    im Innersten verunsichert- gar kein Ich entwickelt...

    andere müssen mir sagen, was gut ist für mich
    sozusagen im Kindmodus stehengeblieben...


    bitte nicht steinigen- es sind meine ungefilterten Gedankenfetzen....

  3. Avatar von overknee
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    AW: Mode und "Alter"

    es gibt schon Kleidung, die tut im "Alter" nicht mehr gut. Dünne Schlabberkleider, wo sich alles abzeichnet. Früher hat man den Strumpfhosesrand nie gesehen, da ist jetzt eine Delle. Da denke ich schon mal bei "älteren" Frauen: Hast Du nicht in den Spiegel geguckt?

    Ich habe wunderschöne Beine (muss ich mal so sagen). Habe schon immer gern kurz getragen. Mache ich auch weiter so. Aber ich werde von einigen fast mit Blicken getötet und ich weiß, dass einige Kolleginnen (nur Frauen) hinter meinem Rücken tuscheln. Eine Handbreit übern Knie. Mache ich auch noch, wenn ich 70 bin (jetzt fast 60).
    Große Ausschnitte mag ich nicht mehr so gern, die Haus ist knitterig und fleckig.

    Zum Fahhradfahren trage ich ganz kurze enge Hosen, ich habe kein Stück Cellulite., alles straff und muskolös. Da gab es auch schon Kommentare.
    Naja, ich finde nicht, dass man sich wegen des Alters etwas verkneifen soll, solange es ansehenswert ist. Genauso sehe ich es bei jungen Mädchen und Schwabbelbauch und bauchfrei. Geht für mich auch nicht.
    Also keine Altersfrage.


  4. Registriert seit
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    AW: Mode und "Alter"

    Ich kenn jetzt den anderen Strang nicht, aber ich hab in letzter Zeit auch Sachen aussortiert, die ich einfach für mein Alter (55) jetzt nicht mehr passend finde, manches gefällt mir jetzt an mir einfach nicht mehr, obwohl ich es früher getragen habe.

    So Hängerchen z.B. , also Shirts im Babydollschnitt, hab ich früher im Sommer schon angehabt. Oder Sachen mit Spaghettiträgern, mag ich nicht mehr so. Neckholdershirts, würd ich jetzt auch nicht mehr anziehen.


  5. Registriert seit
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    AW: Mode und "Alter"

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    es gibt schon Kleidung, die tut im "Alter" nicht mehr gut. Dünne Schlabberkleider, wo sich alles abzeichnet.
    Sowas auch, aber nicht nur wegen Abzeichnen, sondern auch weil ich finde, so Labberqualitäten kann man nur jung anziehen. Für daheim oder Hunderunde hatte ich sowas schon auch, da muss es nicht immer die Topqualität sein, aber ich finde, mit 50plus muss man doch mehr auf die Qualität schauen, bei jüngeren find ich das nicht so entscheidend. Da kann man so ein nettes Teilchen auch mal tragen, wenn es nicht so hochwertig ist. (Und ja, ich weiß, dass es Frauen gibt die in keinem Alter je etwas nicht hochwertig-exklusives getragen hätten...).

    Auch Röcke Mitte Oberschenkel würd ich jetzt nicht mehr tragen wollen, auch nicht mit blickdichten Strümpfen. Das sieht jetzt irgendwie albern und nach altem Schulmädchen und rausgewachsen aus, find ich. Ein Stück überm Knie geht dann wieder.

  6. Avatar von Suzie Wong
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    AW: Mode und "Alter"


    Ich möchte das gerne herausgreifen:

    Zitat Zitat von coconut07 Beitrag anzeigen
    (...)
    kommt von den alten überkommnen Klischees:
    das tut man nicht, das macht man nicht....
    Orientierung im Außen....
    (...)
    keine eignständige Persönlichkeit,
    (...)
    andere müssen mir sagen, was gut ist für mich (...)
    Und genau das finde ich so traurig. Wir leben in einer sehr offenen, vielleicht sogar zu offenen Zeit: jeder kann tragen/machen, was er/sie/es will und trotzdem meinen manchen, sie müssten sich klein machen, verstecken. Wie traurig. Ich trage auch nicht oft (noch nie) ärmellos. Aber nur, weil ich es an mir nicht so schön finde.

    Das Ganze hat ein "ein alter Körper verdient es nicht, schön gemacht zu werden", was ich sehr schade finde. Das ist bewusst zugespitzt formuliert und weiß Gott nicht meine Meinung.


  7. Registriert seit
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    AW: Mode und "Alter"

    Nö, das find ich nicht, dass das mit Verstecken oder Scham zu tun hat.

    Aber eine eher herbe Frau würde im Blümchenkleid mit Puffärmeln doch auch komisch aussehen, und so find ich mich in manchem eben auch altersmäßig nicht mehr passend angezogen.

    Das heisst ja noch lang nicht, dass ich nur noch in rentnerbeige unterwegs bin, aber es sind andere Längen und Schnitte.

    Meine sehr viel jüngere Kollegin nennt eines meiner Lieblingskleider meinen Psychedelic-Look (den sie sich nicht trauen würde) - also verschämt und unauffällig geht anders.

    Mode hat für mich schon damit zu tun, ob etwas vorteilhaft ist, und ehrlich gesagt würde ich ein knittriges Dekolletee oder schlaffe Oberarme nicht herausstellen wollen. Das geht doch reizvoller?

    Und gilt für Männer genauso, ein Kollege trägt gern einen Satinblouson - der wirkt an einem Endfünfziger auch irgendwie daneben. Bei einem Twen würd es mich nicht stören.

  8. Avatar von Suzie Wong
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    AW: Mode und "Alter"

    @vorbei: ich habe das Gefühl, dass bei einigen Strängen hier eine große Unsicherheit mitschwingt. Da geht es nicht um „was steht mir nicht mehr“ sondern eher um „was darf ich nicht mehr“.


  9. Registriert seit
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    AW: Mode und "Alter"

    Ich kann nur von mir ausgehen. Einen wirklich "eigenen, unverwechselbaren Stil" habe ich wohl nicht entwickelt.

    Oder vielleicht bin ich auf dem Weg dahin?

    Ich bin auch oft unsicher, was ich kaufen sollte, was mir steht, was zum Vorhandenen passt.

    Hat bei mir aber die Hauptursache, dass ich als sehr junge Frau mich ziemlich an der jeweiligen Mode orientiert habe. Weggelassen habe ich das, was mir farblich nicht stand - ich hatte damals leuchtend rote, lange Haare, so ein Mix aus Kupfer und Tizian, da gab es mit einigen Farben eine regelrechte Schlägerei zwischen Haaren und Kleidung - und was figürlich nicht aussah. Damals hab ich um die 50, max. 55 kg bei 1,75 gewogen. Ich sah in Wickelkleidern z. B. Wie ein Skelett.

    Dann bekam ich Kinder, wechselte den Job, hatte Dienstkleidung und zog halt "irgendwas an". Man kann schon so ein bißchen "verkommen" als Hausfrau und Mutter....

    Jetzt bin ich fast 50, meine Haarfarbe ist deutlich gedeckter und ich wiege 70 kg. Oben ne 38, unten eine 40.

    In aller Regel kaufe ich mir das, was mir gefällt. Unsicher bin ich trotzdem, denn irgendwie kaufe ich immer noch in den gleichen Läden bzw den gleichen Marken, weil mir keine gescheite Alternative einfällt.

    Und einige Sachen finde ich persönlich unpassend, einige passen vom Schnitt her nicht mehr so wirklich.

    Meine Familie ist da auch keine Hilfe. Mein Mann ist ein geduldiger Einkaufsberater, der auch selbst Sachen raussucht. Aber auch er kommt mit dem, was ich schon mit 20 trug.
    Und meine Töchter schleppen das an, was ihnen gefällt. Vermutlich mit dem Hintergedanken es ausleihen zu können :)
    Aber ich möchte keine Jeans die zwar oben sehr hoch sind, was ich mag... Und unten so aussehen wie aufgemalt.


  10. Registriert seit
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    AW: Mode und "Alter"

    Dann ist das natürlich traurig.

    Danach frag ich weniger, ich muss mich damit wohlfühlen, und auffallen kann man ja nicht nur durch jugendliche Kleidung, sondern vor allem durch individuelle, die zu einem passt.

    So jugendliche Sachen sind ja oft auch sehr mainstreamig - wie Guido sagen würde: das tut nix für einen.

    Neulich kam eine 62jährige, die zeigte ihr Lieblingsausgehkleid, ich fand das sah aus wie Presswurst, war zu kurz und hatte vor allem einen enorm tiefen Rückenausschnitt, und dafür war ihre Haut halt einfach schon zu, ich weiß nicht, grob? Und dann sah man noch die Speckringe... Das schaut anders aus wenn man keine Wülste am Rücken und die Haut einer dreissigjährigen hat, ist halt einfach so.

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