ich hab so eine Typveränderung gemacht, so im Lauf des letzten Jahres, und das in der Tat nach Wusel'schem Strickmuster, was sich von selbst so ergeben hat:
Neue Frisur: erst lang jetzt kurz. Hab endlich einen guten Friseur gefunden und habe eingesehen, meine Haare wollen nicht lang sein. Die sehen am besten aus, wenn sie sehr kurz bis kurz sind.
Neue Schuhe: ich trag wieder Turnschuhe/Sneakers, und das nicht nur zum Sport. War lange Zeit kein Thema, aber jetzt, wo ich sportlich bin, passt das.
Neues Lieblingsteil: ich trag wieder Uhr, was ich vorher jahrelang nicht tat. Diese hier:
http://fossil.scene7.com/is/image/Fo...esponsive_pdp$
ich fand sie erst etwas klobig und rund hätte mir besser gefallen statt eckig, aber das Ziffernblatt aus Perlmutt hat es mir angetan, und inzwischen liebe ich sie heiss und innig.auch die etwas girly Glitzersteine (echte Diamantkopien *g* ) mag ich gern.
Der Rest blieb etwa gleich, ich trag immer und weiterhin gern Jeans und Hemdblusen (mit Wiener Naht, wenn es geht), simple Kleidung, kein Gebamsel, keine Rüschen, viel blau (gern etwas verwaschen), kein Make up.
Aber erst hat sich das Leben geändert, nachher die Kleidung.
gruss, barbara
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09.08.2018, 06:15
AW: Wie starte ich erfolgreich in eine Typveränderung?
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09.08.2018, 07:41Inaktiver User
AW: Wie starte ich erfolgreich in eine Typveränderung?
Seufz. Du denkst das Konzept zu kurz. Machen meine Studis auch oft. Bordieu schrieb aus einer Zeit, in der soziale Klassen noch wesentlich undurchlaessiger waren, das bedeutet aber nicht, dass Habitus sich nicht aendern kann - er selbst schrieb, Habitus aendere sich mit den Strukturen.
Das ist hier OT und daher meine letzte Einlassung zum Thema, aber kurz. (1) Keine Art von social change waere moeglich gewesen, waere der Habitus statisch. Schwulenbewegung, Sufragette und Black is beautiful sind da nur die Spitze eines Eisberges.
Jeder spaete Unibesuch, Fernschule, etcetera, bewirkt eine Habitusaenderung - und aus dem Arbeiterkind wird mit dem entsprechenden Engagement dann der Gelehrte (holzschnitzartig dargestellt).
Ich darf empfehlen:
Lee, E.M and Kramer, R. (2013) Out with the Old, In with the New: Habitus and Social Mobility at Selective Colleges. Sociology of Education, 86(1): 18-35
Wade, L (2011) The Emancipatory Promise of the Habitus. Lindy Hopp, the Body and Social Change. Ethnograpy 12(2): 224-246
Corsun, D and Costen, W. (2001) Is the Glass Ceiling Unbreakable? Habitus, Fields and the Stalling of Women and Minorities in Management. Journal of Management Inquiries 10(1): 16-25
Grundsaetzlich ist Goetze, Distinctions of Peace empfehlenswert, die Habitus und Field fuer ihre Analyse benutzt, und alles, was Bueger ueber Practice Theory geschrieben hat.
@Moderation: Sorry, kein weiteres Wort mehr!
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09.08.2018, 09:47
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12.08.2018, 09:14Inaktiver User
AW: Wie starte ich erfolgreich in eine Typveränderung?
Ach Cheerful, ich könnte das ewig weiterdiskutieren.....
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17.08.2018, 16:22
AW: Wie starte ich erfolgreich in eine Typveränderung?
neue Frisur,
Besuch im Solarium
Auswahl an Kleidung im Schrank
Denke darüber nach, was du von dir erwartest
Welchen Stil möchtest du starten :-)
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21.08.2018, 10:04Inaktiver User
AW: Wie starte ich erfolgreich in eine Typveränderung?
Es gibt tolle Seiten im Internet, die über Farben, Schnitte, persönlichen Farbkontrast und andere Dinge informieren.
Oftmals hilft es auch, auf Pinterest einfach mal so Bilder von Outfits und Farben zu sammeln, die einem gefallen. Nach einer Weile gibt es oft Gemeinsamkeiten zu entdecken, die in eine bestimmte Richtung gehen. Ich sage jetzt grob vereinfacht z. B. viel Leder (Glattleder oder vielleicht doch lieber Veloursleder), strenge kantige Schnitte (oder doch mehr locker u. weich fallend), sehr klassisch mit Blazer u. Bluse (oder eher im lockeren Shirt u. mit bequemerer Hose), bohobunt (oder schlichter ohne Muster u. eher einfarbig), großer auffälliger Schmuck (oder klein u. zart).
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03.10.2018, 12:08
AW: Wie starte ich erfolgreich in eine Typveränderung?
Hallo zusammen,
ich starte erst einmal mit einer kleinen Entschuldigung: ich habe dieses Thema im Juli aufgemacht und habe Euch dann quasi allein gelassen. Sorry
Ich danke Euch für den ganzen Input, es sind viele tolle Tipps dabei. Das Wichtigste wurde aber auch schon erwähnt: es geht bei einer Typveränderung auch immer um das, was sich "innen" abspielt - da können die Hacken noch so hoch und die Klammotten noch so neu sein, wenn die innere Zufriedenheit auf dem Nullpunkt ist, bringt die ganze Aufregung nichts.
Ich habe den klassischen Frauenfehler (ist das echt nur ein Frauenfehler??) gemacht, dass ich dachte, ich könnte meinen Mann mich wieder neu sehen lassen ... hat super funktioniert.
Nicht.
Ich wünsche Euch allen einen schönen Feiertag




auch die etwas girly Glitzersteine (echte Diamantkopien *g* ) mag ich gern.
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