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  1. Inaktiver User

    Spontanität im Umgang mit Mode geht verloren...

    Teilweise auch durch das Lesen hier im Forum. Wozu kann ich das kombinieren, ist das zu jugendlich, Qualität in Ordnung, zeitlos, hab ich das schon in ähnlicher Form, kann ich das zur Arbeit anziehen, gehört das zu den Basics, ist es noch modern..... Tausende Fragen, die es zu beantworten gilt, wenn man Sachen kauft. Aber eigentlich gibt es nur zwei Fragen: passt es zu mir (mag ich es leiden) und kann ich es mir finanziell leisten. Zweimal ja = kaufen! Freue mich auf eine angeregte Diskussion mit den altbewährten Teilnehmern ;-)


  2. Registriert seit
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    2.022

    AW: Spontanität im Umgang mit Mode geht verloren...

    Das ist bei mir nicht so. Ich kann im entscheidenden Moment (d.h. wenn ich im Laden stehe) all mein Wissen über Mode vergessen und aus dem Bauch raus entscheiden. Das Wissen ist dann nicht wirklich vergessen, aber es verschwimmt und ballt sich zusammen zu einer Art Intuition, aus der heraus ich dann die spontane Entscheidung treffe.

    Manchmal stehe ich auch da und überlege konkrete Fragen: Ist dieser Ausschnitt vorteilhaft, steht mir die Länge der Strickjacke usw. Dann ist es eine bewusste Überlegung, aber das ist eher die Ausnahme, meistens bei neuen Farben und Schnitten, die ich noch nicht so gut kenne.

  3. Avatar von Malina70
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    12.157

    AW: Spontanität im Umgang mit Mode geht verloren...

    Hallo kitten,

    es sprich doch überhaupt nichts dagegen, total spontan zu kaufen. Heute bei H&M, morgen bei Prada, gepunktet, kariert, grün, blau, rot, modisch, zeitlos, alles durcheinander. Finde ich extrem klasse - wenn es gelingt und man sich damit wohlfühlt.

    Die Frauen, die hier schreiben und unsicher sind, was sie tragen können, Tipps für eine modische Veränderung haben wollen, oder sonst eine Frage oder ein Problem haben, denen gelingt es anscheinend nicht oder nicht immer. Und an den Antworten sieht man ja auch immer, dass es keine Musterlösungen gibt. Es gibt doch meistens die ganze Bandbreite an Ratschlägen und Meinungen, auch wenn sich manchmal eine Tendenz herauskristallisiert.

    Und es kommt ja auch immer auf das Ziel an. Ich z.B. möchte gerne einen überschaubaren Kleiderschrank voller Lieblingsteile, von denen einzige ausgesuchte Einzelstücke sind und andere vielseitige Kombinationswunder, so dass es mir gelingt, auch ohne Unmengen von Klamotten immer wieder anders und gut auszusehen. Ich mag hochwertige, langlebige Teile lieber als modische Eintagsfliegen und versuche meine eigenen Stil immer weiterzuentwickeln.

    Andere haben vielleicht ganz andere Ziele, was ja auch oft die konträren Meinungen erklärt. Und letztlich spiegelt die Kleidung auch immer ein Stück der Natur des Menschen. Ein total spontaner Umgang mit Mode entspräche mir allein schon deshalb nicht, weil ich auch ansonsten nicht unbedingt total spontan bin.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  4. Inaktiver User

    AW: Spontanität im Umgang mit Mode geht verloren...

    Aber eigentlich gibt es nur zwei Fragen: passt es zu mir (mag ich es leiden) und kann ich es mir finanziell leisten.
    im Prinzip ja..

    wobei ja Punkt 1 erst einmal geklärt werden müsste..



    Was bedeutet denn dieses "passt zu mir" ?

    Mode ist ja auch die Möglichkeit der Selbst-Erfindung..

    und da man ja hoffentlich nicht in seinem Weg stillsteht, gehört für mich auch Neugierde auf Neuentdeckungen hinzu..

    somit gehört für mich aber auch WISSEN darum dazu...

    das Wissen um das was es überhaupt alles so gibt..

    Neue Wege..ZEITGEIST..Bewegung..Neugierde..

    und das auf dem Fundament von Erfahrungen : Rocklänge, Passform..die sich als "vorteilhaft" herausgestellt haben..

    Bestimmte Abneigungen und ja auch persönliche No-Gos, die aber gar nicht unumstößlich sind..

    Qualitätsanspruch und Lust an Vergänglichen, das einfach die Stimmung einer bestimmten Zeit spiegelt..

    In diesem Geflecht treffe ich meine Entscheidungen : spontan...aber nach dieser "Vorarbeit "


  5. Inaktiver User

    AW: Spontanität im Umgang mit Mode geht verloren...

    Passt zu mir: da habt Ihr natürlich recht, hier spielen viele Erfahrungswerte eine Rolle (die eine geblümte Tunika habe ich nie angezogen, in knielangen Röcken fühle ich mich am wohlsten, längere Strickjacken verdecken meinen dicken Hintern) usw. Das ist auch völlig in Ordnung so.

    Ich merke nur bei mir verstärkt, dass ich (für mich) zu rational einkaufe. Beispiel: Habe ein rotes Shirt mit einem Pailetten-Herz in schwarz gekauft, weil ich es da liegen sah und spontan toll fand. Und auch nach dem Anprobieren noch. Es steht mir also auch. Also, das war mal ein spontaner Kauf.
    Heute habe ich es nun an und fange schon wieder an zu überlegen: ist mein Busen darin zu dick, ist das Herz zu jugendlich etc. pp...

    Und das finde ich schade. Da ist mir ein wenig die Unschuld im Umgang mit Mode verloren gegangen. Aber vielleicht ist es auch ein bisschen das Älter-Werden, ich weiss nicht. Auf jeden Fall würde ich mir in Zukunft gerne wieder weniger Gedanken über Mode machen und für mich spontaner werden.

  6. Avatar von marta
    Registriert seit
    29.07.2002
    Beiträge
    7.943

    AW: Spontanität im Umgang mit Mode geht verloren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da ist mir ein wenig die Unschuld im Umgang mit Mode verloren gegangen.
    Drum lese ich hier selten mit

    Ich tu mich ohnehin schwer mit Klamotten kaufen, gehe nicht gerne shoppen.
    Wenn ich nun noch regelmäßig hier mitlesen würde, käme ich ja überhaupt nicht mehr zur Sache.

    Ich verweigere Mode im engsten Sinne, mir ist egal, was jetzt total "in" ist.
    Weil -nächstes Jahr ist das dann out und ich müsste wieder einkaufen gehen, das ist mir zu stressig.


  7. Inaktiver User

    AW: Spontanität im Umgang mit Mode geht verloren...

    Was ist Spontanität in der Mode?

    1. Wenn ich zu einem bestimmten Ereignis eingeladen bin, weiß ich spontan, was ich tragen werde. Da braucht es keine langen Überlegungen.

    2. Ich kaufe aber nicht spontan ein. Sowas führt nur zu Fehlkäufen, die zu Schrankleichen werden. Und da meine Kleidung nicht billig ist, ärgere ich mich über unnütze Geldausgaben.

    3. Schaue ich mich so um, dann denke ich schon, dass viele Frauen spontan und für mich unüberlegt wild durcheinander kaufen und auch entsprechend aussehen.

    4. Ich glaube, dass Frauen, die scheinbar mit leichter Hand ihre Garderobe zusammenstellen das auch nicht spontan tun, sondern das Ergebnis letztendlich auf nüchterne Überlegung beruht.

    Spontanität ist nur dann sinnvoll, wenn ich vorher meine Hausaufgaben gemacht habe, d. h. weiß, was ich will und was mir steht. Sehe ich dann etwas bestimmtes, dann kann ich auch spontan zugreifen, ohne hinterher zu grübeln, ob es zu meiner Figur oder zu meinen anderen Kleidern passt.

  8. Inaktiver User

    AW: Spontanität im Umgang mit Mode geht verloren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Passt zu mir: da habt Ihr natürlich recht, hier spielen viele Erfahrungswerte eine Rolle (die eine geblümte Tunika habe ich nie angezogen, in knielangen Röcken fühle ich mich am wohlsten, längere Strickjacken verdecken meinen dicken Hintern) usw. Das ist auch völlig in Ordnung so.

    Ich merke nur bei mir verstärkt, dass ich (für mich) zu rational einkaufe. Beispiel: Habe ein rotes Shirt mit einem Pailetten-Herz in schwarz gekauft, weil ich es da liegen sah und spontan toll fand. Und auch nach dem Anprobieren noch. Es steht mir also auch. Also, das war mal ein spontaner Kauf.
    Heute habe ich es nun an und fange schon wieder an zu überlegen: ist mein Busen darin zu dick, ist das Herz zu jugendlich etc. pp...

    Und das finde ich schade. Da ist mir ein wenig die Unschuld im Umgang mit Mode verloren gegangen. Aber vielleicht ist es auch ein bisschen das Älter-Werden, ich weiss nicht. Auf jeden Fall würde ich mir in Zukunft gerne wieder weniger Gedanken über Mode machen und für mich spontaner werden.
    ..ich weiß nicht, ob Dein Fazit richtig ist..

    Was bedeutet "Unschuld" ?

    Wie liest Du, was übernimmst du für Dich was liest Du selektiv und was beeinflusst Dich am meisten und warum?

    Ja, das sind viele Fragen..

    Natürlich kann man "unschuldig" auf immer dem gleichen Stand bleiben und "spontan" eigentlich immer zum Gleichen greifen ..

    Natürlich bekäme man auch auf die Frage nach dem Pailettenherz-Tshirt auch die ein oder andere Antwort, die die Idee, dass das superklasse ist, erschüttern könnte..

    Solches Infragestellen des eigenen Geschmacks kann aber auch weiterbringen und sicherer machen..

    Man hinterfragt sich und bekommt hoffentlich gute Antworten : im besten Falle die, dass man recht gut weiß was man will..

    und gar nicht von dem erschüttert wird was nicht tangiert...

    Tangiert etwas doch : muss man eben genauer hinschauen..

    Warum tangiert es : Ist man doch unsicherer oder wäre ein Umdenken auch gar nicht so verkehrt?

    Viele Fragen, ja?

    "Unschuldig" keine Fragen zuzulassen, ist Scheuklappe : geht auch... : ich denke aber manchmal so beim Straßenbild, dass man mancherFrau ruhig fragen könnte, wie sie netter aussehen könnte, wenn sie nur wüsste WIE.. und sie mal anderen zuhören würde als der Mutter, Freundin mit gleicher Ausrichtung etc..

    die sie "spontan" zu dem greifen lassen was richtig spontan daneben gegriffen ist..

    Finden sich alle so wie sie sind aber wunderbar: wäre es wunderbar...

  9. Avatar von Malina70
    Registriert seit
    25.06.2004
    Beiträge
    12.157

    AW: Spontanität im Umgang mit Mode geht verloren...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich merke nur bei mir verstärkt, dass ich (für mich) zu rational einkaufe. Beispiel: Habe ein rotes Shirt mit einem Pailetten-Herz in schwarz gekauft, weil ich es da liegen sah und spontan toll fand. Und auch nach dem Anprobieren noch. Es steht mir also auch. Also, das war mal ein spontaner Kauf.
    Heute habe ich es nun an und fange schon wieder an zu überlegen: ist mein Busen darin zu dick, ist das Herz zu jugendlich etc. pp...

    Und das finde ich schade. Da ist mir ein wenig die Unschuld im Umgang mit Mode verloren gegangen. Aber vielleicht ist es auch ein bisschen das Älter-Werden, ich weiss nicht. Auf jeden Fall würde ich mir in Zukunft gerne wieder weniger Gedanken über Mode machen und für mich spontaner werden.
    Nachträgliche Zweifel kenne ich durchaus auch. Aber wenn ich beim Kauf von dem Teil überzeugt war, dann verfliegen die erwartungsgemäß auch. Und zwar, weil der Kauf eben nicht ganz so spontan war, sondern weil, wie Ditha schrieb, die rationalen Aspekte unbewusst in die Kaufentscheidung eingeflossen sind. Um bei Deinem Beispiel zu bleiben: ich hätte vielleicht nicht vorm Spiegel gestanden und überlegt: ist mein Busen zu dick in dem T-Shirt? Neinh. Sieht das zu jugendlich aus? Nein. Gefällt es mir? Ja. Also gekauft. Aber unbewusst hätte ich die ersten beiden Punkte wohl schon abgecheckt. Man nimmt ja vieles gar nicht erst mit in die Umkleide, weil man es schon sofort als unvorteilhaft oder zu jugendlich aussortiert hat. Es kan sich wenn dann also nur um einen Grenzfall handeln (oder einen totale Blackout aller Warnsysteme ). Und ein Grenzfall, der der Erstkontrolle in der Kabine erfolgreich passiert hat, darf bleiben. Vielleicht entscheide ich dann nachträglich, dass das Teil nicht ganz so vielseitig einsetzbar ist, wie ich ursprünglich dachte, sondern auf bestimmte Anlässe beschränkt. Aber ich rede es mir auch nicht wieder aus. Allerdings merke ich auch oft, dass solche grenzwertigen Spontankäufe dann auch nicht ewig in meinem Schrank überleben. Aber deswegen haben sie ab und an doch ihre Berechtigung in meinem Leben, weil sie meine Garderobe eben auch etwas beleben.

    Einen Schrank voll solcher Spontankäufe wollte ich aber nicht haben. Ich gebe Nipperdey recht, dass man das oft einer Garderobe ansieht, ob sie komplett spontan zusammengekauft ist. Oft bieten ja auch die rational gekauften Sachen auch einen guten Rahmen für das Spontanteil.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  10. Inaktiver User

    AW: Spontanität im Umgang mit Mode geht verloren...

    Spontanität ist vielleicht das falsche Wort - Leichtigkeit trifft es besser. Und dem eigenen Instinkt vertrauen, sich nicht beeinflussen lassen, was nicht heisst, nicht nach links oder rechts zu schauen und nicht auch mal einen Rat annehmen. Ich bin momentan ein wenig erschlagen von diesen vielen vermeintlich gutgekleideten, immer passend, mit Listen einkaufenden, gut haushaltenden fast schon "perfekten" Frauen hier im Forum. Und der Informationsflut: Leggings ja oder nein, welcher Schuh wozu, schwarz zu braun....

    Aber, auch das ist natürlich richtig, dies ist mein Problem, welches sich ja auch ganz einfach lösen lässt. Anfänglich fand ich dieses Forum sehr informativ, habe auch viele gute Tipps erhalten, aber ich glaube, ich brauch eine Pause beim Lesen.

    Ich möchte mich nicht mehr soviel mit Mode beschäftigen und werde es deshalb nicht mehr soviel tun. Vielleicht kann ich dann den nächsten Einkaufsbummel auch einfach wieder so richtig geniessen und habe auch Freude daran, neben nötigen Basics das ein oder andere ausgefallene Teil zu kaufen.

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