Okay, Bio ist in. Dabei mag es dem Einzelnen gerade in Ernährungsfragen vor allem um die eigene Gesundheit gehen als um ein politisches Konzept. Wie haltet Ihr das aber mit Kleidung?
Könnt Ihr das? Tut Ihr das? In welchem Maß ist das überhaupt möglich?
Ehrensenf
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01.05.2009, 11:56Inaktiver User
Beim Einkauf auf Fair Trade und biologischen Anbau achten...
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01.05.2009, 12:13Inaktiver User
AW: Beim Einkauf auf Fair Trade und biologischen Anbau achten...
Ich geb's zu: Der Wille ist da, es scheitert meist - am mir nicht zusagenden - Angebot. Und vielfach eben auch am Geld.
Die Hersteller, die - ich nenn es jetzt mal "Biokleidung" - anbieten sind zunächst mal an einer Hand abzuzählen. Und meist gefallen mir die Sachen nicht, denn sie sind nicht nur öko, sondern sehen vielfach auch so aus. Hess natur ist für mich so ein Fall.
Ich hoffe, dass sich das bald ändern wird, dann wäre ich bestimmt als Kunde zu gewinnen.
Und dann wären da noch all die in Billigstlohnländern unter teilweise völlig indiskutablen Bedingungen hergestellten Sachen, die es bei Zara, H&M und Co gibt. Man ist darauf angewiesen, sich auf die Angaben der Hersteller zu verlassen, dass unter menschenwürdigen Bedingungen und zu fairen Löhnen produzieren. Aber ist das immer glaubhaft und entspricht den Tatsachen? Ich habe meine Zweifel. Ich kaufe dort nicht sehr oft, aber wenn es z.B. um schlichte T-Shirts geht, bin ich auch nicht immer bereit das doppel- und dreifache beim Öloanbieter dafür zu zahlen und greife dann doch zu H&M. (Wobei die ja mit ihrer Organic Cotton-Serie schon weiter denken).
Und oft ist der Geldbeutel dann doch näher als die Moral, denn nicht jeder kann sich die vielfach doch recht teuren Sachen leisten, die unter fairen Bedingungen produziert werden.
Ein gutes Besipiel für schöne, bezahlbare und moderne Sachen ohne Ökotouch ist kuyichi .
Gruß, SpellboundGeändert von mkr (01.05.2009 um 14:48 Uhr) Grund: Shopverlinkung entfernt
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01.05.2009, 12:16
AW: Beim Einkauf auf Fair Trade und biologischen Anbau achten...
Ich bin froh, dass es bei H&M und C&A inzwischen Bio-Cotton gibt.
Gerade heute morgen habe ich gelesen, dass Über 10 % aller weltweit eingesetzten Pestizide, darunter einige der gefährlichsten Nervengifte, allein im Baumwollanbau ausgebracht werden. Außerdem werden für die Herstellung einer Jeans 8000 Liter Trinkwasser verwendet.
Ich versuche nach Möglichkeit keine Kleidung mehr "made in China" zu kaufen.
TabeaBis auf Weiteres a.D.
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01.05.2009, 12:18Inaktiver User
AW: Beim Einkauf auf Fair Trade und biologischen Anbau achten...
Danke, Spellbound, mir geht es nämlich auch so ähnlich. Kuyichi kenne ich auch, bei utopia.de gibt es noch so ein paar wenige Hinweise auf weitere Marken.
Ich mag Marc O'Polo recht gern, das wird dort aber so gar nicht erwähnt - und fiele vermutlich auch eher in die Richtung, die Tabea nennt (Bioherstellung).
Ehrensenf
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01.05.2009, 12:22Inaktiver User
AW: Beim Einkauf auf Fair Trade und biologischen Anbau achten...
wir sehen da noch ein weiteres problem. nämlich die tatsache, dass ein boykott dieser in billigstlohnländern hergestellten klamotten nicht dazu führen wird, dass die arbeitsbedingungen dort verbessert werden.
eher im gegenteil, es werden in indien oder sri lanka eben noch mehr leute arbeitslos und akzeptierennoch schlechtere jobs, denn geld muss ja verdient werden.
kinderarbeit ist so ein fall. natürlich ist kinderarbeit mist. aber wenn ich, sagen wir mal, eine teppicknüpffabrik in indien schließen lasse, weil eben kinderarbeit, dann heißt dass noch lange nicht, dass die dort arbeitenden kinder am nächsten tag in der schule sitzen. die suchen sich einen anderen job, denn die familie ist auf den zuverdienst angewiesen. und mit einem bißchen pech ist dieser 'andere job' dann eine hotelbar und später die prostitution.
das soll weiß gott nicht heißen, dass man nichts machen sollte. nur was - das ist eine frage, die ich so einfach nicht zu beantworten finde ....
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01.05.2009, 12:26Inaktiver User
AW: Beim Einkauf auf Fair Trade und biologischen Anbau achten...
Ja, das ist ein wichtiger Aspekt. Es ist ein Teufelskreis, den wir allein durch den Boykott bestimmter Hersteller nicht durchbrechen können. Ich habe mehrfach interessante Reportagen zu diesem Thema gesehen und das Fazit war dann eben leider doch immer genau das, was Du schreibst.
Schwierig, da wirklich funkrionierende Lösungen zu finden.
Gruß, Spellbound
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01.05.2009, 17:48
AW: Beim Einkauf auf Fair Trade und biologischen Anbau achten...
Hallo zusammen,
mir geht es wie Spellbound. Ich finde wenig an okölogisch korrekter Kleidung, die mir gefällt. Wenn, dann verbinde ich gerne das Angenehme mit dem Nützlichen. Ich habe einiges Shirts und ein Kleid von Göttin des Glücks, und die Baumwolle fühlt sich auch ganz toll an. Da bin ich dann gerne bereit, für ein T-Shrit auch mal was mehr zu bezahlen. Dann habe ich zwei T-Shirts von Armed Angels, die ich von den Motiven her toll finde, von der Stoffqualität aber allensfalls Durchschnitt, eins (für immerhin auch 35 Euro) äußerst mäßig. Das überzeugt mich dann auch nicht so richtig.
Der Waschbär-Versand hatte im letzten Winterkatalog einige sehr schöne und nicht ökige Teile. Da habe ich mir einen Rock und Pullover bestellt, die ich auch beide viel getragen habe. Der Sommerkatalog war dann allerdings eine ziemliche Enttäuschung.
Ich bin durchaus bereit, Bio-Kleidung zu kaufen, aber letztlich schaue ich doch in erster Linie auf die Optik und die Stoffqualität.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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01.05.2009, 18:21
AW: Beim Einkauf auf Fair Trade und biologischen Anbau achten...
Für mich ist Klamottenkauf sowieso schon schwierig genug... würde ich jetzt noch großen Wert auf Fair Trade legen, hätte ich vielleicht 2 T-Shirts und 2 Jeans im Schrank.
*lost in the woods*
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01.05.2009, 18:51Inaktiver User
AW: Beim Einkauf auf Fair Trade und biologischen Anbau achten...
Ich finde es auch schwer, darauf zu achten. Bei Hess kaufe ich gern Schlafwäsche und T-Shirts, auch mal einige Freizeitteile. Ich finde aber: die haben sich schon gemacht, den ersten Katalog von denen hatte ich in der Hand, da war ich noch Studentin: die "Mode" damals war gruselig. Was ich an den meisten Öko-Labels zu kritisieren habe: dreiviertel-Hosen. Warum glauben die bloß, das stehe jeder Frau? Inzwischen gibt es aber auch "ganze" Hosen, zumindest bei Hess.
Im Beruf kann ich mit Öko-Mode nix werden, ich arbeite in einem Berufsumfeld, in dem ich es damit sehr schwer hätte. Dem muss ich mich nicht auch noch aussetzen (neben allem anderen).
Lg, Orlando
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01.05.2009, 19:00Inaktiver User


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