Da fängt es doch schon an. Sie, selbständig, erfolgreich, macht mehrmals im Jahr Fernurlaub. Thailand. Australien. USA. Er, bodenständig, Kleinbürger, sitzt zuhause, arbeitet, fährt mal an die Nordsee oder in die Alpen. Sie lebt in einer Karrierewelt, redet über Management, Aufstiegsprobleme, Dienstreisen. Er fährt jeden Morgen in die Arbeit und kommt abends wieder raus, ohne viel erzählen zu können. Und so weiter und so weiter.Zitat von Mohnblume_36
Die "gleiche Wellenlänge" (deren Einfordern ich gut verstehen kann!) sorgt dafür, dass sich sehr ähnliche Menschen zusammenfinden. Das ist auch aus Sicht der Psychologie etwas, was Paaren hilft, weil sie nicht jeden Kram neu verhandeln müssen. Man "tickt" eh ähnlich. Aber es führt eben auch dazu, dass erfolgreiche Frauen auf erfolgreiche Männer stehen, und nicht auf den Akkordarbeiter am Band, auch wenn er in der Freizeit vielleicht irgendwas total interessantes macht.
Weiterführender Link: Interview
Gruß
BlauerHimmel
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Thema: Das Elend starker Frauen
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26.10.2008, 09:21
AW: Das Elend starker Frauen
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26.10.2008, 09:21
AW: Das Elend starker Frauen
Ich sehe da keinen wesentlichen Unterschied.
Zitat von Inaktiver User
Wer bei mir Streit sät, kann die Ernte gleich mitnehmen.
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26.10.2008, 09:30Inaktiver User
AW: Das Elend starker Frauen
Zitat von Gary
Sehe ich ebenso. Karriere bedeutet nicht, dass man in irgend einer Form arbeiten geht, jedenfalls für mich nicht. Karriere geht darüber hinaus und beschreibt für mich eine herausgehobene berufliche Stellung, was Verantwortung, Wirkungsbereich und Einkommen angeht.
Oft sagt man, dass Frauen, die arbeiten gehen und keine Kinder haben, die "Karriere wichtiger war". Ihnen war es vielleicht wichtiger einem Beruf nachzugehen, statt Kinder zu bekommen, aber Karriere ist doch mehr. Und ja, es gibt wenige Karrierefrauen im eigentlichen Sinn, aber viele berufstätige Frauen.
Häufig wird es auch mit Karriere gleichgesetzt, wenn man sich selbständig macht. Sehe ich ebenfalls komplett anders und wundere mich immer, wenn Frauen sich dann gleich als "Karrierefrau" beschreiben. Ich könnte dann laut loslachen. Es ist schon noch ein Unterschied, ob man ein Unternehmen mit zig Angestellten hochzieht, oder sich als Ein-Mann (Frau)-Unternehmen im Dienstleistungsbereich selbständig macht. Habe auch schon mitbekommen, wie Männer diese Wichtigtuererei solcher Fraun belächeln - merken die selbsternannten "Karrierefrauen" aber gar nicht......Einen Gewerbeschein zu haben, bedeutet noch lange nicht Karriere
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Bin auch selbständig tätig und bin auch stolz darauf, die ersten Jahre ohne finanzielle Unterstützung durch einen Partner geschafft zu haben, aber als Karrierefrau sehe ich mich ganz sicher nicht.
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26.10.2008, 09:34Inaktiver User
AW: Das Elend starker Frauen
Ach, wieder einmal wird aus beruflichem und sonstigem privaten Erfolg auf die Fähigkeit geschlossen, einen Menschen für sich begeistern zu können. Und wenn sich kein Mann findet bzw. keiner, der den Ansprüchen genügt, die eine solche "Karrierefrau" glaubt, sich erlauben zu können, dann liegt das selbstverständlich daran, dass "die Männer" "starke Frauen" nicht wollen.
Ironischerweise ist eine Frau, die ein solch verschobenes Weltbild spazieren trägt und derart mangelnde Einsicht für die eigenen Unzulänglichkeiten an den Tag legt, alles andere als stark.
Ich will eine starke Frau. Meine Freundinnen haben alle studiert und wollen bzw. haben Karriere gemacht. Waren gebildet, sprachen mehrere Sprachen. Das sind notwendige Voraussetzungen, keine hinreichenden.
Aber sie waren auch, und das ist es, was eine Frau erst für mich attraktiv macht, sehr warmherzige Menschen. Sie hatten gute Freundinnen, waren sozial integriert, hatten einen tollen Humor, waren sehr angenehme Personen. Darum, nur darum geht es, wenn sich die Frage stellt, ob eine lose Bekanntschaft zur Liebe wird. Der Rest, den ich aufgezählt habe sind Hygienefaktoren, die von Mann zu Mann variieren. Manch einer besteht auf Bildung, der andere eben nicht.
Eine Sache, die auch ich vor einigen Jahren lernen musste. Eine Karriere ins laufen zu bringen, Projekte durchzuziehen und akademische Abschlüsse zu erreichen, unterscheidet sich fundamental von der Fähigkeit, gut mit Menschen umgehen zu können. Für beruflichen und privaten Erfolg müssen beide Felder beackert werden. Man sollte gerade das private auf keinen Fall brachliegen lassen, denn sonst wächst da so schnell nix mehr und irgendwann verhungert man. Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die ein Mensch haben kann, ist die Fähigkeit, eigene Unzulänglichkeiten zu erkennen und an sich zu arbeiten. Nicht "die Männer" müssen, sondern "ich sollte". Denn die Männer kann man nicht ändern. Sich selbst schon.
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26.10.2008, 09:36Inaktiver User
AW: Das Elend starker Frauen
"Da fängt es doch schon an. Sie, selbständig, erfolgreich, macht mehrmals im Jahr Fernurlaub. Thailand. Australien. USA. Er, bodenständig, Kleinbürger, sitzt zuhause, arbeitet, fährt mal an die Nordsee oder in die Alpen. Sie lebt in einer Karrierewelt, redet über Management, Aufstiegsprobleme, Dienstreisen. Er fährt jeden Morgen in die Arbeit und kommt abends wieder raus, ohne viel erzählen zu können. Und so weiter und so weiter."
Das sehe ich anders.
Wenn 2 sich was zu sagen haben, brauchen sie gar nicht ständig von ihrer Arbeit und dem, was sie dort so erlebt haben, zu reden.
Und selbst wenn sie's tun, braucht sich der, der den einfacheren anspruchsloseren Job hat, nicht weniger interessant zu fühlen. Man kann sich mit seinen Interessen und unterschiedlichem Wesen und Charaktereigenschaften auch wunderbar ergänzen, unterstützen und zusammenpassen.
Es wird viel zu viel Aufhebens um Berufspositionen und Geldverdienen gemacht, wenn's um Beziehungen geht. Hat Partnerschaft nicht vor allem mit Liebe zu tun?
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26.10.2008, 09:39Inaktiver User
AW: Das Elend starker Frauen
ich weiß nicht, wie es anderen leuten geht, aber ich liebe meinen beruf. mein job ist nichts, wo ich müde hingehe, acht stunden absitze und warte, dass der tag vorbei ist, um dann am wochenende mein 'echtes' leben aus dem schrank zu holen und abzustauben.
Zitat von Inaktiver User
ich liebe meine arbeit, sie interessiert mich und ich tausche mich gern darüber aus. und wie über alle meine interessen mag ich mich auch in meiner beziehung darüber austauschen können.
@ ButchCoolidge: *unterschreib*
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26.10.2008, 09:42Inaktiver User
AW: Das Elend starker Frauen
Richtig, aber wie ich es erlebe, sind es doch vorwiegend die Frauen (und auch Männer) in festen Beziehungen bzw. mit Familie, die das Private (insbesondere frühere Freundschaften) brach liegen lassen und nicht die Frauen und Männer, die berufstätig aber ohne Beziehung sind.
Zitat von Inaktiver User
Treffen - sowohl mit Frauen als auch mit Männern - sind sehr wohl mit beruflich sehr engagierten Menschen möglich, aber kaum mit Menschen in Partnerschaften. Meine Erfahrung. Vor einiger Weile traf ich z.B. einen Freund, den ich seit Ewigkeiten aus Studienzeiten kenne. Wir hatten uns Jahre nicht gesehen. Nach knapp einer Stunde wurde er unruhig, weil er zu seiner Partnerin wollte (musste?). Das ist Standard.
Im Sport rennen alle sofort nach dem Training nach Hause zum Partner. Da hat niemand auch nur die Zeit für ein Getränk, egal, ob sie berufstätig sind oder in Mutteschutz. Entscheidend ist das Vorhandensein des Partners, der alles andere uninteressant macht.
Bitter für diese Leute, wenn eine Trennung ansteht und keiner mehr Lust auf die "Zurückgekehrten" hat, weil man sich ausgenutzt fühlt.
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26.10.2008, 09:48Inaktiver User
AW: Das Elend starker Frauen
Auch ich liebe meinen Beruf und tausche mich gern mit meinem Partner über das dort Erlebte aus. Nur ist es aus meiner Sicht überhaupt nicht so, dass dafür beide einen ähnlichen Berufsstatus haben müssen.
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26.10.2008, 09:48
AW: Das Elend starker Frauen
Ich bin einer dieser Frauen.
Zitat von Inaktiver User
Single-Mama, berufstätig mit 2 Jobs, finanziell gut dastehend, musste und muss alles selber machen. Wie gerne hätte ich einen starken Mann an meiner Seite, der mir was abnimmt. Ich habe kein Auto (mache alles mit dem Rad und es hält schlank und fit
) aber wünsche mir schon einen Mann der ein Auto hat. Lieber normalo Auto als Schicki-Micki Wagen. Ich schaue nach der Marke des Auto, weil viele Männer sich über ihre Automarke definieren. Ein BMW-Porsche Liebhaber oder ähnliches würde sicherlich nicht zu mir passen. Sind alles Erfahrungen aus der Praxis!!!!
Was ist dabei, wenn Frau sind einen Mann wünscht, der ihr finanziell und intelektuell auf gleicher Höhe ist?
Meine Erlebnisse:
- Mann sagt, eine Hartz IV Frau ist ihm lieber, da bräuchte er keine Angst haben, dass die ihm weg läuft
- Männer, die nach außen hin ständig sagen, dass sie eine starke und selbstbewußte Frau toll finden, aber..... so eine Partnerin haben sie nicht und wollen sie im Endeffekt auch gar nicht haben, denn das ist anstrengend
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Ja, die Männer bewundern solche Frauen, aber als Partnerin wollen sie sie letztendlich nicht. Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber diese Ausnahmen waren dann solche netten und lieben schwachen Männer, die sich an mich ranhängen wollten, fast schon wie Kletten, aber ich will ja einen halbwegs mir ähnlichen Mann.
Ich habe mir schon abgewöhnt, bei Dates bei Nachfragen zu dem Kindesvater zu sagen, dass ich mich von dem Vater meines Kindes getrennt habe, als mein Kind noch klein war. Viele Männer haben eigentlich Angst verlassen zu werden und deswegen nehmen sie lieber eine Frau, die nicht so selbstständig und finanziell unabhängig ist. Dem ächsten Date werde ich mal erzählen, dass ich verlassen wurde. Mal schauen, wie diese Aussage auf den Mann wirkt und wie es sich damit weiterentwickelt
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Ich denke, die guten beziehungfähigen Männer sind vergeben und werden auch festgehalten. Was sich in den Single-Börsen an Männern so rumtreibt, sind alles Männer, die es schon immer schwer hatten, eine Beziehung zu finden und zu halten. Und das höre und lese ich immer wieder. Ich kenne einige attraktive, berufstätige und tolle Single-Mamas, die alle ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wie ich.
Oh, viele Männer schauen schon, aber keiner ist mutig, einen anzusprechen oder einfach ne nette Frage zu stellen, um in Kontakt zu kommen. Und wenn Frau dann die Inititative ergreift, das finden die Kerle schon gut, aber im Endeffekt wollen sie so eine Frau nicht, weil da wieder die Angst durchkommt bzw. die alten Rollenregeln von der Frau durchbrochen werden.
Hinzu kommt, dass ich Mitte Vierzig bin, viele Männer in dem Alter um 10 Jahre jüngere Frauen suchen, oder gerade in Scheidung leben, oder noch von der Scheidung traumatisiert sind, gesundheitliche, psychische oder finanzielle Probleme habe, also alles das haben, was ich alles nicht habe. Was soll ich mit so einem Mann
Wildblume
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26.10.2008, 09:51Inaktiver User
AW: Das Elend starker Frauen
nein, müssen sie nicht. ich finde es trotzdem eien voraussetzung, sich auch über den job unterhalten zu können - da passt es, wenn man ein ähnliches berufsfeld hat - oder es muss eben sehr viel gegenseitiges interesse da sein.
Zitat von Inaktiver User
ich bin allerdings absolut dagegen, 'beruf' so auszuklammern, nach dem motto: tagsüber bin ich lehrerin und du bäcker, aber abends sind wir nur ein liebendes paar'.
so ist weder meine idee von beruf noch von paar-sein.


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