* Zicke = hier wohlgemerkt als Kürzel gedacht. Ich meine eine in der Partnerschaft fordernde Frau, mit Ecken und manchmal scharfen Kanten.
Hallo meine Lieben,
nachdem eine Beziehung für mich sehr traurig zu Ende ging, bin ich mit mir gründlich (u. A. hier) in Reflexion gegangen. Ich will einfach was besser machen, nächstes Mal.
Ich musste inzwischen feststellen, dass ich für IHN nur ne Zwischenlösung gewesen bin. Angeblich war ihm das selbst nicht so klar..... danke bestens, späte Erkenntnis!
Ich war gut für's Leben, bin ne 'Praktische', geländegängig, gut in vielerlei Hinsicht. ABER, ich bin eben nicht die, nach der man(n) sich streckt. (In diesem Fall, es gab es natürlich auch schon anders, so über die Jahre und Partnerschaften.)
Das wurde mir von ihm (unaufgefordert) erzählt und ich kann es gleich mit auf den Haufen 'zu bearbeiten' packen. Und dadurch bestätigt sich eine alte Frage, die ich nun auch an euch stelle:
Wie sehr soll / darf man sich in eine Beziehung hineingeben ? (bitte richtig verstehen, ich meine das lebenstechnische Element)
... Ich höre schon euren Aufschrei und, sorry, die Belehrungen. Bitte bezieht mit ein, ich bin mit vielen Wassern gewaschen, bin mit meinen 54 weiss Gott kein Mauerblümchen. Habe viele Erfahrungen, hab auch verlassen oder eben eher die Konsequenzen gezogen ... jahrelange Jammertäler gab es nicht. Aber ich habe auch meine Wesenszüge (die ich grundsätzlich für gut halte). Ich beschreibe mich als kommunikativ, selbstbewusst, schnell reflektierend und Probleme ansprechend (soweit man sie dann auch erkannt hat). Dazu eben auch praktisch veranlagt, kann meist mit allen Leuten um ihn was anfangen, stelle mich recht locker auf andere Lebenssituationen ein ohne meine dafür aufzugeben.
Vielleicht sollte ich diese Randbedingungen gar nicht so genau schildern, weil einige sich vom Hauptthema ablenken lassen.
Nun eine 'Gegen-Erfahrung', die mich immer frappierte wenn ich sie erlebte und die ich für mich nicht wirklich vorstellen kann. Aber .... vielleicht kann man was draus lernen ?
Öfters sah ich Beziehungen im Umfeld, wo die Frau ihren Mann scheinbar immer in Atem gehalten hat. Sie stellte Regeln auf, zickte oder setzte ihre Ansprüche ziemlich vehement durch. War schnell unzufrieden mit ihm und einfach nicht so leicht handle-bar, wie ich es bin. Er ist brav an ihrer Seite und kommt vor Atemlosigkeit gar nicht auf 'dumme Gedanken', himmelt sie vielleicht noch an, wenn unsereiner sagt, 'der Arme' oder der ist ja bescheuert, was lässt der mit sich machen.
Ich blöde treue Tomate .. mach mir Mühe und bekomme einen Tritt in den Allerwertesten.
Mal ehrlich, habt ihr euch nicht auch schon mal die Frage gestellt: bin zu 'lieb' ?
Sicher hat es etwas mit dem eigenen Selbstverständnis zu tun.
Beispiel: Meine Freundin zeigt sich oft viel klarer und streitbarer gegenüber ihrem Partner und hat damit Einiges bei ihm bewirkt und sein Bekenntnis zu ihr bekommen. Er musste was ändern und sich überlegen wohin er mit ihr wollte, sonst hätte sie ihn 'entlassen'. Nun ist Vieles klar gestellt.
Verlässt mich mein Eigenleben, wenn ich auf einen Geliebten treffe? Ich mach schon mein Ding, kann aber 'doppelt arbeiten', begebe mich auch sehr in sein Leben. Lasse mich auf seine Problematiken ein, teile seine Lebensumstände.
Ich sollte sicher viel konsequenter bei mir bleiben. Das mal als eine Erkenntnis.
Und vielleicht sollte ich es ihm nicht zu leicht machen, er will ja vielleicht etwas zum erobern haben.
Zum Anderen finde ich das auch schade, weil ich merke, wenn ich mich engagiere verliere ich bei IHM an Wert. .... Ich bin ja da, was sollte man sich jetzt noch außerordentlich um mich bemühen.
Aber ich bin eben keine 'Zicke' oder unberechtigt / über die Maßen Fordernde. Alles nicht so einfach ..... eine Gang auf dem Drahtseil ?
Wie seht ihr das, was habt ihr für Erfahrungen ?
Sie interessieren mich besonders, denn ich bin auf dem Weg !
An die Herren hier, wie seht ihr das aus eurer Sicht ?
Liebe Grüße,
B ....
Nachtrag: ich lese mich selbst und nur immer ER , IHN etc.
Dabei gibt es in meinem Leben daneben natürlich sehr viel anderes. Ich bin nie nur auf meinen Partner konzentriert, habe also sehr stabilen, langjährigen Freundeskreis (in den ER oft eher mit reinwächst), eine fundierte Selbständigkeit im Leben und Job. Es ist also nicht so, dass ich alles auf 'meinen Mann' fokussiere. Nur, dass das klar ist ;-)
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07.09.2008, 15:48
muss man auch Zicke* sein um einen Mann zu halten ??
Geändert von kukkuck (07.09.2008 um 15:57 Uhr)
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07.09.2008, 16:08
AW: muss man auch Zicke* sein um einen Mann zu halten ??
Liebe kukkuck,
soll ich dir meine Meinung sagen? Ändern musst du dich nur, wenn du ungerecht und schlecht warst.
Du willst es beim nächsten Mann besser machen? Was willst du besser machen, ein anderer Mann hätte dich wahrscheinlich genau so genommen, wie du bist und warst. Es gibt keine Rezept um einen Mann zu halten. Denn dann würde es keine Trennungen geben.
Sei doch froh, das du keine "Zicke" bist. Nur vielleicht wollen die meisten Männer tatsächlich jagen? Nur das Unerreichbare ist interessant? Klar, die Theorie hab ich mir auch schon oft durch den Kopf gehen lassen. Aber um das so umzusetzen, müsste ich mich verstellen und mit dem Mann ein Spielchen spielen. Will ich das????
lg
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07.09.2008, 16:14Inaktiver User
AW: muss man auch Zicke* sein um einen Mann zu halten ??
ich glaube nicht, dass es hierauf eine gemeingültige antwort geben kann.
Zitat von kukkuck
der eine mann mag das frauchen ohne eigene meinung, der andere steht eher auf taffe frauen, die voll im leben stehen.
bei ihm hat es für mehr nicht gereicht. warum auch immer.
da kann es sehr viele gründe geben.
ich glaube dass je älter man wird, man sich weniger auf was "einlässt". weniger kompromisse eingeht.
das merke ich an mir persönlich und an meinem partner.
ich hoffe ich habe dein post richtig verstanden, und du kannst mit meiner antwort was anfangen?!
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07.09.2008, 16:18Inaktiver User
AW: muss man auch Zicke* sein um einen Mann zu halten ??
nein, die frage habe ich mir noch nie gestellt....
Zitat von kukkuck
ich habe ein ziel vor augen: immer bei mir bleiben und mich nicht verstellen, nur damit mein partner mich mag.
das funktioniert so nämlich nicht. immer authentisch sein. in jeder lebenlslage
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07.09.2008, 16:32
AW: muss man auch Zicke* sein um einen Mann zu halten ??
Du hast ja recht, Traumfee.
Ich hab eben nur das Gefühl, ich mache zu viel. Und das erschlägt vielleicht auch Manches, Manchen. Mein ExEx sagte vor kurzem (5 1/2 Jahre Bez.), bei mit könnte man nichts machen, nie helfen etc. Ich wüsste / könnte ja alles selbst (bzw. besser ... oh oh ...). Dazu war ich auch lange seine (ausdrücklich gewünschte) wichtigste Beraterin. Irgendwann war's ihm auf einmal to much bzw. er brauchte es nicht mehr.
Bin so verdammt selbständig (haha, musste es werden), dass ich Hilfe gar nicht gewohnt bin. Ich gebe dazu zu wenig Gelegenheit. Und das scheint den Männern wohl einen Teil ihrer Existenzgrundlage in der Beziehung zu entziehen.
Aber Erfahrung macht klug: bloß keine Abhängikeit von einem Mann, lieber selber in Übung bleiben. Dann kann man nichts verlernen ;-) Und daran knabbern hier ja viele Frauen, die armen!
Liebe Grüße, Traumfeeeeee !
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07.09.2008, 16:45
AW: muss man auch Zicke* sein um einen Mann zu halten ??
@ Loop
ja danke, Loop!
das witzige ist, dass ich die männer mit meiner selbständigkeit begeistere. bin geschäftlich gut drauf ohne 'hardlinerin' zu sein. alles gefällt und noch dazu, dass ich gerne und erfolgreich mutter bin, wohnung, haushalt, alles läuft. nette, interessante freunde habe, allgemein wohl beliebt bin etc.
und irgendwann scheint das nicht mehr zu zählen. oder ist zu viel. na ja, vielleicht bin ich ja blind, bescheuert oder zu anstrengend, dass mann flüchten muss? mir wurde mal gesagt, .... der findet seinen platz nicht neben dir, du bist zu stark. aber sich deshalb kleiner machen ? neee, da muss einer her, der's ausshält. der letzte hätte so wunderbar gestimmt, nur bildet er sich jetzt was anderes ein. er findet mich zwar nach wie vor klasse, das hat ihn aber leider auch nicht 'nachhaltig' an mich gebunden. er hat nun die 'kleine frau' und den späten kinderwunsch. also besteht keine vergleichbarkeit, geschweige denn konkurrenz. soll er machen, ich wünsch ihm viel erfolg. einen stich hat's trotzdem hinterlassen.Geändert von kukkuck (07.09.2008 um 16:56 Uhr)
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07.09.2008, 16:56Inaktiver User
AW: muss man auch Zicke* sein um einen Mann zu halten ??
Die "kleine Frau" wird ihn wohl mit großen Augen bewundern...
Zitat von kukkuck
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07.09.2008, 17:02Inaktiver User
AW: muss man auch Zicke* sein um einen Mann zu halten ??
Kleiner machen? DAS ist es wohl nicht.
Zitat von kukkuck
Beim Lesen habe ich aber eben nur spontan gedacht: wer will schon den PERFEKTEN Partner? Der immer alles weiß, immer gerecht ist, nie Forderungen stellt, immer ernst ist, alles besser weiß und kann?
Mal ehrlich: Menschen funktionieren nicht wie ein Zentralrechner. Da spielen ganz unlogische Gefühle eine äußerst entscheidene Rolle...
Männer wollen wie Frauen auch eine wichtige Rolles spielen, auch mal für den anderen da sein, etwas besser können..
mal machen lassen, wäre doch auch eine Option.
Ich kenne diese `Selbstständigkeit`, sie hat mich viele Nerven gekostet und mich in die Rolle der Immer-Verfügbaren und Immer-Verantwortlichen gebracht. Keine Sache, die ich mir heute wünschen würde, und sicher für viele Partner keine Traumvorstellung.
Liebe Grüße
Bratislavva
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07.09.2008, 17:03
AW: muss man auch Zicke* sein um einen Mann zu halten ??
Liebe Kuckuck;
Zitat von kukkuck
so ähnlich gings mir auch; bzw. auch Freundiennnen und BEkannten
sich aber zu ändern/verbiegen nur um gewissen Herren zu gefallen kann nciht die Lösung sein, denn du solltest authentisch bleiben--also kann die Lösung nur darin liegen einen anderen Mänenrtyp zu suchen, bzw. anzuziehen--denn Männer die auf oben beschriebene Frauen fliegen , sind als Partner ungeeigntet ; zumindest für mich.
Was mir aufgefallen ist, ist, dass die Herren aber die selbständige Ex gerne behalten würden, als Kumpel, Ratschlaggeber; Energie-Tankstelle; Trösterin ...........
und da müssen wir ja nicht mitspielen
Wenn, dann sollen die Damen auch diese Seiten des Partners kennenlernen
ich jedenfalls bin mir dazu zu schade
ich denke , dir geht es inzwioschen auch so?
Alles Liebe
Lucky1Immer wenn du meinst es geht nicht mehr
kommt von irgendwo ein Lichtlein her
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07.09.2008, 17:03Inaktiver User
AW: muss man auch Zicke* sein um einen Mann zu halten ??
Liebe Kukkuck,
ich finde, Du vermischst sehr vieles miteinander. Schon in Deiner Definition des "Kürzels" Zicke.
Jeder Mensch hat Ecken und die Kanten müssen nicht immer unbedingt scharf sein. Dahinter steht für mich - Reibungsfläche zu bieten. Nur wer sich aneinander reibt, kann miteinander wachsen. Wohlgemerkt - reibt, nicht aufreibt
Und fordernd würde ich gerne ersetzen wollen durch: Bedürfnisse geltend machen.
Nicht anderes tut Deine Freundin, die Du als Beispiel anführst und nichts anderes tue z. B. auch ich.
Ich habe mir nie die Frage gestellt, ob ich zu lieb bin (eher im Gegenteil
), obwohl auch ich mich sehr in (m)eine Beziehung einbringe und (fast) alles für (m)einen Mann/Lebensgefährten tue, aber nie, ohne mich selbst und meine Wünsche und Bedürfnisse dabei aus dem Blick zu verlieren.
Was nicht heißt, dass ich nicht kompromissbereit bin. Aber in Maßen und meist nur dann, wenn ich dabei meine eigenen Grenzen nicht über- oder auch unterschreite.
Bin ich deswegen eine Zicke?
Zickig bin ich höchstens - siehe mein Thread - wenn meine eigene Unzufriedenheit mit mir selbst mir in die Quere kommt.
Dann bin ich wirklich zickig - nach meiner Definition: unausstehlich, reizbar, prätentiös.
Auch wenn ich Dein Kürzel verstanden habe, ich frage mich doch, warum gerade "Zicke" so nahe für Dich lag. Warum Du die Eigenschaften, mit denen Du Zicke näher definierst, in einem Licht siehst, das nicht unbedingt positiv bei Dir besetzt ist...
LG Torenia


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