also jetzt nochmals zurück auf anfang:Zitat von Inaktiver User
er ist depressiv und hat angstzustände oder?
sein momentanes verhalten ist in vielen strängen in der bri-comm in ähnlicher form (oder weitaus schlimmer) nachzulesen. diese männer - die sich teilweise so etwas von mies verhalten (oder frauen) - gelten hier offiziell als geistig gesund (obwohl manche es wahrscheinlich nicht sind)
will sagen:
sein momentanes verhalten muss nicht zwangsweise im zusammenhang mit seinen depressionen etc. stehen.
aber dies alles ist nur "ferndiagnose".
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09.09.2008, 21:31
AW: psychisch krank, wie gehe ich damit um?
LIEBE GRÜSSE
Cyber_Andrea
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09.09.2008, 21:50Inaktiver User
AW: psychisch krank, wie gehe ich damit um?
falls das tatsächlich seine "Krankheit" sein sollte und nicht vielleicht noch einiges existiert, dass er vielleicht nicht sofort jedem Menschen über sich selbst mitteilt, scheint es ja zumindest so akut und bedenklich zu sein, dass er Medikamente nehmen muss, um den Alltag zu überstehen.er ist depressiv und hat angstzustände oder?
Diese Zustände, die durch Medikation gemildert/verhindert werden sollen, werden durch Reize ausgelöst/verschlimmert, ein Problem ist, dass man diese möglicherweise nicht 100% eingrenzen kann. Zumindest die TE scheint nicht zu wissen, was die Auslöser sind/sein können. Vielleicht weiß er es selbst nicht.
Klar, muss nicht sein. Aber erstens ist die Seele kein Konstrukt, bei dem die ineinandergreifenden Teile separat und unabhängig voneinander "funktionieren" und zweitens finde ich, die TE unterschätzt möglicherweise die Situation. Ich auf jeden Fall habe nicht den Eindruck, dass ihr klar ist, welche Ausmaße psychische Krankheiten haben und wie sehr diese das ganze Leben des Betroffenen und der Angehörigen beeinflussen. Geäußert zu den vielfältigen wohlgemeinten Ratschlägen, die auf die Ausgangsfrage einzugehen versuchten hat sie sich jedenfalls bisher nicht.sein momentanes verhalten muss nicht zwangsweise im zusammenhang mit seinen depressionen etc. stehen.
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10.09.2008, 08:41
AW: psychisch krank, wie gehe ich damit um?
Bin auch der Meinung von Cyber_Andrea. Dieses Verhalten ist hier vielfach auch von psychisch gesunden Menschen nachzulesen.
@wasser-frau, mag sein dass die Threadstarterin die Situation unterschätzt. Aber vielleicht dramatisierst Du auch die Situation aufgrund Deiner schlechten eigenen Erfahrungen. Keine Frage, es muss schlimm sein mit psychisch wirklich schwer Kranken eine Beziehung zu führen. Ich hatte aber eine lange Beziehung mit einem leicht depressiven Mann der auch täglich eine Tablette nehmen musste. Die Beziehung war sehr schön und die Depression hatte ab und zu ihre Auswirkungen, allerdings nicht so schlimm, dass wir nicht damit hätten umgehen können.
In welche Sparte der Mann der TE fällt ist ja so noch nicht ganz klar, ich finde sie sollte es probieren wenn sie wirklich verliebt ist. Nicht jede psychische Krankheit äusserst sich in solchem Ausmass wie Du es anscheinend erlebt hast.
Grundvoraussetzung ist allerdings absolute Ehrlichkeit und Offenheit untereinander.
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10.09.2008, 09:31Inaktiver User
AW: psychisch krank, wie gehe ich damit um?
Ich bestreite doch gar nicht, dass dieses Verhalten hier auch von "psychisch Gesunden" nachzulesen ist. Aber bei ihm hat es vielleicht andere, tiefergehende Ursachen.
Natürlich sollte man seine Gefühle nicht verleugnen und prüfen, ob eine solche Beziehung für einen selbst lebbar ist.Habe ich auch nicht bestritten. Aber man sollte sich eben auch bewusst auseinandersetzen - damit es lebbar ist/bleibt/wird und kein schlimmes Erwachen gibt.
Die TE fragt zwar in ihrem Eingangsposting "wie gehe ich damit um?", aber ich sehe nicht, dass sie "damit umgeht". Sie könnte ihn ja auch einfach mal fragen, welche Erfahrungen er mit seiner Krankheit gemacht hat und wie drastisch diese waren/sind oder ob und inwiefern diese seine Beziehungen, seinen Alltag etc beeinflussen.
Ich habe - wie einige andere Menschen - unangenehme Erfahrungen gemacht, weil sich die Person, die so reflektiert schien, nicht wirklich mit seiner Krankheit auseinandersetzt und mir war zu Beginn (ich wusste von der Krankheit) überhaupt nicht klar, wie viele unterschiedlichen Ebenen (eigentlich alle) seines und unseres Lebens davon beeinflusst sind. Hätte ich mich zu Beginn aber z.B. mit den bereits genannten Stellen in Kontakt gesetzt und mir tatsächliches Wissen angeeignet, wäre ich viel eher dazu in der Lage gewesen, die Situation realistisch einzuschätzen. Möglicherweise wäre ich dann noch in dieser Beziehung.
Außerdem möchte ich noch hinzufügen, dass es zahlreiche Menschen gibt, die eigene, sehr intensive Erfahrungen als Angehörige gemacht haben und die mir eigentlich alle damals geraten haben, mich aufgrund der Erkrankung zu trennen. Das habe ich übrigens nicht getan.
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10.09.2008, 10:12
AW: psychisch krank, wie gehe ich damit um?
Das finde ich auch ganz wichtig, ich war damals sehr froh, dass mein Freund von selbst auf das Thema zu sprechen gekommen ist. Ich halte das für unabdingbar damit es funktionieren kann.
Zitat von Inaktiver User
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10.09.2008, 12:27
AW: psychisch krank, wie gehe ich damit um?
Wenn ich mich auch noch einmal einmischen darf.
Ich glaube genau da liegt das Problem. Die TE denkt sich für sich, dass sie gerne eine Beziehung mit dem hätte. Was denkt er denn? Will er das auch? Oder habt ihr da noch gar nicht drüber gesprochen?
Wenn da noch nicht drüber gesprochen wurde, ist es letzten endes gerade so wie jedes andere Kennenlernen auch.
Wenn ER nun aber OFFEN gesagt hätte. "Hör mal zu, ich hab die Streicheleinheiten mit dir sehr genossen, aber ich hab da und damit ein Problem. Ich mag dich auch sehr gern und ich würde dich sehr gerne kennenlernen....und so weiter...."...
Wenn DAS erfolgt wäre, dann sehe ich da eine Basis für die TE darauf aufzubauen. Dann kann sie erst entscheiden, ob sie es will oder nicht.
Aber mir scheint, so ein Gespräch hat bisher noch nicht wirklich stattgefunden und bis dahin - finde ich - bleibt es dabei, dass sein momentanes Verhalten nicht unbedingt etwas mit seiner Depression zu tun haben muss.
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10.09.2008, 12:29
AW: psychisch krank, wie gehe ich damit um?
Oh....ich revidiere mein letztes Posting!
Hab grad nochmal den Anfang gelesen. Er hat ja gesagt, dass er Geduld braucht usw.
Aber dann frage ich nun die TE: "Wieso redest DU nicht mit ihm über DEINE Gefühle?"
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12.09.2008, 19:38
AW: psychisch krank, wie gehe ich damit um?
hallo...
wir reden ja auch ganz vorsichtig über solche dinge... aber immer nur dann wenn er dazu in der lage ist...dh wenn er sich soweit öffnen kann das er auch bereit ist über solche dinge zu reden. die letzten beiden tage haben wir sehr viel zeit miteinander gebracht... beruflich aber mit vielen privaten momenten, in denen wir uns auch ein stück näher gekommen sind.
es gab bruchstücke von gesprächen in denen er mir sagte das er mich lieb hat und in denen ich ihm auch sagen konnte das ich ihn auch lieb habe ... es geht da echt ganz langsam so wie in frühester jugend.
vorgestern kam es auch dazu das wir uns geküsst haben, mehrfach, sehr zaghaft zwar, aber wunderschön, gestern war das auch wieder so... wir genießen beide diese nähe, haben auch die küsse sehr genossen...haben später noch darüber gesprochen, oder besser gesagt uns per sms darüber unterhalten.
heute waren wir beruflich sehr eingespannt und so blieb die nähe etwas auf der strecke..heute abend hat er mir dann ne kusshand zugeworfen als er gefahren ist.... und hat durchleuchten lassen das er am we gerne mit mir nebst hund spazieren gehen würde wenn das wetter mitspielt.... das hat mich sehr gefreut und ich hoffe auch das es klappt.
lg
ichLebe die Liebe
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13.09.2008, 23:49Inaktiver User
AW: psychisch krank, wie gehe ich damit um?
Liebe EinfachIch,
eine psychische Erkrankung ist immer sehr sehr schwer zu beurteilen. Ganz besonders wichtig ist, dass Du ganz genau weißt, was für eine Krankheit er hat (z. B. diese Depressionen, Angstzustände) und dann Dich unabhängig von den Gesprächen mit ihm informierst.
Irgendwo am Anfang wurde auch der Hinweis auf das Kompetenznetz Depression gegeben, ein guter Tipp.
Die rosarote Brille lässt einen oft über Probleme hinwegsehen, man fühlt sich stark - aber sie sind vorhanden. Es dürfte immer wieder Situationen geben, wo Du Dich fragst: "Was war jetzt das"? - und dann darfst Du nie vergessen, dass Du einen Menschen vor Dir hast, der gelegentlich anders empfindet als Du, dem manchmal evtl. Ängste die Luft zum Atmen nehmen können.
Nimm den Rat an, der Dir hier gegeben wurde, frage genau nach und informiere Dich genau. Nur so kannst Du für Dich entscheiden, ob Du die Stärke besitzt, ihm auch in Notsituationen beizustehen oder über ein paar Dinge besser hinwegsehen zu können. Sei Dir bewusst, dass die Krankheit immer wieder kommen kann.
Anima
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14.09.2008, 09:11
AW: psychisch krank, wie gehe ich damit um?
das mit der rosaroten brille stimmt durchaus... und ganz aktuell gab es wieder so einen "was ist das denn jetzt" moment so das ich nun wirklich viel viel mehr die hilfspunkte aufgreifen will und muss die man mir hier mit auf den weg gegeben hat.
freitag abend, nach feierabend, fragt er mich wie er es denn jetzt zwei lange tage ohne mich aushalten soll. er würde mich bestimmt sehr vermissen. ich sagte ihm dann das er ja weiss wo ich zu finden bin und das er mich ja nicht vermissen müsse da er mich ja jederzeit sehen könne. nachdem er dann müde wurde und wir unsere unterhaltung beendet hatten kam knapp zwei stunden später eine sms.... inhalt: "ich weiss eins: du fehlst mir, hdl"
ich habe ihm geantwortet das ich diese worte sehr schön finde und das ich richtig herzklopfen habe allein beim lesen und habe ihm gesagt das er mir auch fehlt.
gestern dann, habe ich ihm im laufe eines gesprächs vorgeschlagen das wir uns ja sehen könnten am we, denn dann müsse keiner den anderen vermissen.
da merkte ich schon, das er irgendwie ausweichend reagierte. nun denn, ich habe mal abgewartet was passiert und am späten nachmittag kam dann die aussage, das er sehr hin und hergerissen sei, das er mich auf der einen seite sehr sehr gerne sehen möchte, aber auf der anderen seite mal dringend etwas einsamkeit bräuchte um die geschehnisse der letzten wochen zu verarbeiten usw. fragte mich ob ich das verstehen könnte usw.
habe ihm dann erklärt offen und ehrlich das ich es nicht so ganz verstehe, das man einen menschen vermisst, das er einem fehlt, das man aber es nicht schafft mit ihm zeit zu verbringen weil man die einsamkeit in dem moment vorzieht.
das gespräch kam dann sehr ins stocken und brach irgendwann ganz ab.
spät am abend kam dann eine sms, das er aufm sofa eingeschlafen sei, das er immer noch müde sei, aber versuchen wolle noch ein wenig tv zu schauen, aber schon vermuten würde das er schnell wieder einschlafen würde.
ich habe dann geantwortet das sein körper wohl dann den schlaf auch gebraucht hätte und das ich auch geschlafen habe. darauf fragte er sofort ob es mir gut geht. er kennt mich denke ich mal schon gut und hat an der art meiner sms direkt gemerkt das irgendwas nicht ok war, sprich er muss gespürt haben wie traurig ich war ihn nicht gesehen zu haben. ich schrieb ihn dann das es mir soweit gut ging, worauf er sofort nachgehalten hat und wissen wollte was los ist. ich antwortete dann schlussendlich doch ehrlich das ich etwas traurig sei das es wir uns nicht gesehen hatten gestern. da kam lange nichts drauf und dann nur die sms das er schon wieder am einpennen sei. ich schrieb ihm dann das er gut schlafen soll und das ich ihn lieb hätte. diese sms blieb dann bis jetzt unbeantwortet, wahrscheinlich weil er dann tatsächlich wieder eingeschlafen war.
tja... und nun sitze ich da und frage mich, wie es sein kann, das man sehnsucht hat nach einem menschen, das man weiss das man ihn vermisst, das man ihm sagt das er an der seite fehlt und das man ihn dann nicht sehen will sondern die einsamkeit vorzieht. ich habe mit einer psychisch kranken kollegin gesprochen gestern die meinte es müsse nicht zwingend sein, das ein mensch wirklich alleine sein muss um alleine zu sein. es könnte manchmal sein das der "kranke" einfach keine menschen um sich vertragen kann, denen er emotional nahe steht. es könnte also durchaus sein, das er lieber nen freund trifft als die frau die er so vermisst.
und diese gedanken quälen mich dann sehr... das er mir vielleicht erzählt er hätte geschlafen, um mich nicht zu kränken und dann evtl etwas andres gemacht hat... was natürlich nur spekulationen oder hirngespinste sind.
man macht sich wahrscheinlich selbst verrückt... und das eben zeigt mir das ich mich uuuunbedingt mehr informieren muss zu diesem thema.
liebe grüsse von mir
IchLebe die Liebe


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