Ja das hab ich mir grad auch gedacht... Männer mögen doch bitte die Körbe kassieren, ist ja deren Job.Zitat von upss
Einen Korb vergeben ist zwar auch nicht toll, aber die Machtposition ist ganz anders. Der Korbgeber sagt: Du bist nicht gut (genug) für mich / es "passt" nicht. Beim Korbempfänger kommt das als negative Bewertung an. Langzeitperspektive: Frau denkt Es gibt einfach keine guten Männer mehr., Mann denkt: Ich bin nicht gut genug, keine will mich.
Ehrlich gesagt glaube ich, dass viele Frauen völlig frustriert wären, wenn sie die Partnersuche mal von unserer Seite aus betreiben würden. Viel frustrierter als von der anderen Seite aus. Es wird oft gesagt, Männer wären ja nicht so gefühlslastig. Dabei tut jeder Korb einem Mann von neuem weh.
Wenn ich manchmal so Beiträge von "Ungeküssten" lese, scheinen das meist Männer zu sein, die fortwährend einen Korb nach dem anderen bekommen haben, aus Ungeschicklichkeit oder Pech. Gesund und zufrieden klingen die nicht...
Zum eigentlichen Thema: Initiative von Frauen ist sehr selten. Hab das nur einmal bei meiner ersten Freundin erlebt, die war tatsächlich selbst aktiv, wir waren drei Jahre zusammen :)
Gruß
BlauerHimmel
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01.08.2008, 07:37
AW: Initiative der Frau = schlechte Beziehungsprognose?
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01.08.2008, 08:31Inaktiver User
AW: Initiative der Frau = schlechte Beziehungsprognose?
@ BlauerHimmel
Du hast schon recht. Aber das ist nunmal unser Job. Frauen müssen "Signale" senden, wir Männer müssen das Kennenlernen organisieren. Wenn Frauen ihren Job nicht richtig machen, haben sie es schwer ("keiner spricht mich an" oder "es gibt keine guten Männer mehr", "wieso kriegt diese dumme Kuh die tollsten Männer ab?"). Wenn wir keine Frau ansprechen oder unseren Willen offenbaren landen wir auch keinen Treffer. Wir können immerhin auch ohne Signal Frauen ansprechen und wenn wir nur genügend dickes Fell haben und uns nicht ganz doof anstellen, landen wir früher oder später zwangsläufig Treffer. Frauen haben die Möglichkeit nicht. Die können nur subtil ihre Signale aussenden und drauf hoffen, dass was passiert. Bzw. die meisten können es hier gerade nicht besonders gut (so wie auch die meisten Männer in unserem Kulturkreis das Ansprechen und Flirten nicht drauf haben).
Ich bin mal von einer Spanierin fachgerecht aufgerissen worden, ohne dass sie in irgendeiner anderen Weise aktiv wurde. Noch nie vorher gesehen, ein zweisekündiger Blick von ihr und ich wusste sofort, was ich zu tun habe. Bin dann fast wie ein Roboter zu ihr hinmarschiert und hab sie mit einem simplen "Hi!" angesprochen. Als ob sie einen Schalter in mir umgelegt hat. Dieses Kennenlernen verlief so unglaublich natürlich und unkompliziert (wie die ganze Affäre, ich musste dann aber wieder zurück nach Deutschland), das würde mir mit einer deutschen Frau niemals so passieren. Hier ist das immer so verkrampft. Kann man gerade im Kennenlern-Forum gut nachlesen.
Was das mit dem Ausgangsposting zu tun hat: Das Entwicklungspotenzial (ich möchte nicht Fehler sagen
) kann auf beiden Seiten liegen. Wenn er den Hintern nicht hochbekommt, dann wird es schwierig für sie. Wenn sie trotz ihres Interesses sehr spröde daherkommt, wird er nicht den geringsten Anlass sehen, es überhaupt mal zu versuchen. Und beide denken vermutlich, dass sie alles richtig machen und total eindeutig kommunizieren. Andererseits haben auch beide Seiten die Chance, etwas zu ändern. Die Spanierin hat mir Durchschnittsflirter nicht die geringste Chance gelassen, nichts zu tun
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01.08.2008, 10:28
AW: Initiative der Frau = schlechte Beziehungsprognose?
Warren Farrell hat in den achtziger Jahren Rollentausch-Experimente durchgeführt, wo Frauen durchspielen sollten, wie die Partnersuche aus der Perspektive des Mannes abläuft. Das Ergebnis des Experimentes war, daß sich die Damen schlicht und ergreifend geweigert haben, die Schikane mitzumachen:
Zitat von BlauerHimmel
Farrell says he was "100 percent" feminist in his thinking until sometime in the mid-1970s. At that time, he was leading anti-sexism workshops on college campuses across the country, most of them sponsored by feminist organizations. Farrell made men participate in "beauty pageants" to make them see what it was like for women to be judged on their looks alone. The feminists were good with that; they loved him; they sponsored him; they took him out to dinner and told him how wonderful he was.
But Farrell also wanted the women to see what it was like to be a man. Men, according to Farrell, "take 152 risks of rejection from first eye contact with a woman until intercourse." He decided that women should have to participate in a role-reversal exercise in which they were forced to ask a man out. The feminists did not like that. According to Farrell, most of them, after watching the men go through the beauty contest, walked out when it came time to participate in the role-reversal "date.
(vollständiger Beitrag hier)
LG
sfumatoNone of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.
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01.08.2008, 10:40Inaktiver User
AW: Initiative der Frau = schlechte Beziehungsprognose?
Also, aus aktuellem Anlass sehe ich das etwas anders als der Strangtitel suggeriert.
Wie jemand anderes (ich glaube, es war Lukulla) schon vorschlug: lad ihn zu einer Freizeitgeschichte ein, für die ihr beide euch erwärmen könnt.
Das ist exklusiv aber auch locker-unverfänglich. Wenn er dich mag, wird er sich darüber freuen und entsprechend reagieren.
Das hat ja nichts mit Hinterherrennen zu tun, sondern zeugt - zunächst - einfach von Sympathie deinerseits.
Daran wirst du eben sehen, ob Sympathie seinerseits da ist - oder eben nicht. In letzterem Fall hast du diese aber nicht durch dein Angebot gekillt, sondern du hättest dich eh nicht "richtig" verhalten können. Verstehst?
Hätte ich zuletzt nicht mal kurz meinen Stolz vergessen und meinem OdB unmissverständlich signalisiert, was ich von ihm halte, wäre ich ihm wohl nie nähergekommen (nachzulesen alles hier in meinem letzten Strang im Kennenlernforum).
Mich haben auch erst diverse Gerspräche, vor allem mit männlichen Freunden, darauf gebracht, dass
1.) Männer (vor allem die, die was taugen) oft einfach richtig Schiss verschiedenster Art haben, wenn es um Frauen (vor allem die, die ihnen aufrichtig sympathisch sind) geht und dass man
2.) strikten Näherkommregeln unter Umständen zuviel Bedeutung beimisst, denn die Reaktion auf Angebote hängt vom vorgeschalteten Interesse ab; nicht umgekehrt.
Klar kann man es mit allem auch übertreiben, aber hier geht es ja einfach erstmal um die Initiation eines Treffens, oder?
Nun gut, ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Befinde mich mit ihm ja ebenfalls noch in der Kennenlernphase, und wie's weitergeht, wird sich zeigen, wenn er aus dem Urlaub zurück ist. Aber er signalisiert mir, dass er an mich denkt und dass ich ihm fehle - und dass obwohl ich ihm gezeigt habe, dass ich gern Zeit mit ihm verbinge, und dass er, und nur er, mich näher interessiert.
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01.08.2008, 10:45Inaktiver User
AW: Initiative der Frau = schlechte Beziehungsprognose?
Kann ich mir gut vorstellen. Wobei die Spanierinnen auch wahnsinnig nett und reizvoll sind, wenn sie nichts von einem wollen. Bei Sprachkursen in England z. B. habe ich mich oft sehr gut gerade mit Spanierinnen unterhalten, ohne dass da je mehr passiert wäre. Die Kommunikation mit denen war immer sehr lustvoll im weitesten Sinne.
Zitat von Inaktiver User
Die These, dass wir Deutschen aufgrund unserer verkorksten kollektiven Seele auch in Liebesdingen viel Müll bauen, langweilig sind, rumjammern, nix auf die Reihe kriegen, etc, vertrete ich auch schon seit längerem. Mit anderen Worten: es ist nicht die Schuld der Frauen, der Männer, der Emanzipation, des Klimawandels oder sonst was, sondern wir haben als Kollektiv einfach einen größeren Dachschaden als andere Kulturen. Und damit muss man erst mal fertig werde. Aber wenn ich mich hier oder im richtigen Leben so umschaue, sehe ich auch viele gute Ansätze zum Besseren.
Viele Grüße,
Pynchon
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01.08.2008, 10:48
AW: Initiative der Frau = schlechte Beziehungsprognose?
Ich weiß ja nicht ... Also erstens finde ich Körbe verteilen genau so unangenehm wie Körbe bekommen - beides ist nicht Vergnügungssteuerpflichtig - und zweitens sind die Grenzen, wer wann wie Signale aussendet und Initiative ergreift, doch sehr fließend. Wer hat hier mehr Anteile: Die Person, die tatsächlich nach Telefonnummer, Kinobesuch oder sonstwas fragt, oder die, die die Frage unausweichlich macht?
Von den 152 risks of rejection before ejaculation (und das muss ja das Ziel sein, zumindest in den 70ern, als die Männer noch hellseherische Fähigkeiten hatten und auf den ersten Blick wussten, dass sie genau da ankommen wollten), sind wahrscheinlich 149 vermeidbar, wenn man einigermaßen auf die Signale des Gegenübers achtet.
Falls es denn eine "schlechte Beziehungsprognose" geben sollte, wenn die Frau initiativer ist, dann höchstens deswegen, weil Männer weniger Übung im Körbe-Austeilen haben und ein Date eher mal mitnehmen, auch, wenn sie von vornherein wenig Perspektive sehen: Schad' ja nix, fer umme an was datiges gekommen zu sein. Frauen sind da vielleicht irgendwas zwischen wählerischer und verantwortungsvoller, so dass man da eher von gegenseitigem Interesse ausgehen kann.
LG, BMNever trust the smiling cat
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01.08.2008, 11:39
AW: Initiative der Frau = schlechte Beziehungsprognose?
@ upss
Du musst meine Position vor folgendem Hintergrund sehen:Frau Latona will keine Abfuhr - deswegen sollen doch die Männer aktiv werden - denen macht ne Abfuhr bestimmt nix aus - sind sie ja gewohnt. Und Frau ist sich dann ja auch sicher, dass Mann es ernst meint.
Eiei - ich habe gerade beim Lesen von Deinem Post - Latona - ein graues Haar bekommen
Mädels - ich verstehe Eure Gedankengänge nicht - ein Mann, dem ihr sympatisch seid FREUT sich, wenn Ihr auf ihn zugeht - und geht Euch entgegen.
Männer sind es nicht gewöhnt, von Frauen ausgewählt zu werden, und die meisten Männer möchten gerne selbst die Kontrolle über die Situation in der Hand haben. Selbst wenn ein Mann sagt, dass er gerne von einer Frau angesprochen oder zu einem Date eingeladen werden möchte, soll das natürlich keine x-beliebige Frau sein, sondern eine, die ihm gut genug ist. Die anderen läßt er abfahren.
Warum also soll ich das Risiko eingehen, zu diesen Frauen zugehören, die er niemals ausgewählt hätte, weil er darauf besteht, auswählen zu können? Und wer auswählen will, muss eben auch selbst aktiv werden. Er kann nicht erwarten, dass sich ihm nur Traumfrauen auf den Schoß setzen.
Männer neigen hier im Zuge der Aufweichung des Rollenverständnisses ebenfalls zur Rosinenpickerei: Sie möchten zwar die Traumfrau, aber selbst nichts mehr dafür tun müssen.
Viele Männer fühlen sich lediglich geschmeichelt, wenn eine Frau auf ihn zugeht. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass er sie auch von sich aus gewählt hätte. Und genau hier fangen dann die Probleme für die Frau an: Die Frau hat sich aufgedrängt, aber der Mann will nicht, und wenn sie klug ist, zerrt sie nicht allzulang an ihm rum, sondern läßt ihn in Ruhe, sobald klar ist, dass er es sich nur bequem macht. Aber das Rumzerren können Frauen oft nicht lassen, weil sie den Mann dann unbedingt haben wollen und sich sein Desinteresse mit den absurdesten Entschuldigungen schönreden.
@ ButchCoolidgeDu hast es ausgezeichnet analysiert!Wir können immerhin auch ohne Signal Frauen ansprechen und wenn wir nur genügend dickes Fell haben und uns nicht ganz doof anstellen, landen wir früher oder später zwangsläufig Treffer. Frauen haben die Möglichkeit nicht. Die können nur subtil ihre Signale aussenden und drauf hoffen, dass was passiert.
Wenn ein Mann sich nur die Mühe gibt, auf Signale zu achten und Frauen nicht nach der „Hoppla, jetzt komm ich!“-Methode anbaggert, dann minimiert er sein Risiko, sich einen Korb zu holen. Damit hat er die Situation zusätzlich unter Kontrolle. Frauen können nur hoffen, dass sie ihm auffallen (bei manchen Männern gar nicht so einfach, weil sie mit Tomaten auf den Augen rumlaufen) und wenn, dass sie ihm dann gefallen und ausgewählt werden. Was auch erklärt, warum sich Frauen wegen ihres Aussehens so verrückt machen.
Aber jede Frau weiß, dass sie nicht erwarten kann, nur von Traummännern angesprochen zu werden. Das Ausgewähltwerden ist der Preis dafür, dass sie nicht selbst das Risiko einer direkten Abfuhr eingehen muss.
Jede Rolle hat ihre Vor- und Nachteile.
Noch was zur praktischen Umsetzung des Problems:
Eine Frau kann natürlich andeuten, dass sie an bestimmten Aktivitäten mit dem betreffenden Mann interessiert ist, z.B. „Da läuft gerade der Film X, die Ausstellung von Y, da hat gerade die Kneipe Z neu aufgemacht, und das würde mich interessieren. Interessiert Dich das auch?“
Dann kann er sich mit ihr darüber unterhalten, und sie hat ihm eine Brücke gebaut, mit ihr zusammen zu X, Y oder Z zu gehen. Er kann immer noch entscheiden, ob er darauf eingeht oder nicht, ohne dass sie sich damit eine direkte Abfuhr einhandelt. Und wenn er das nicht schnallt und die Gelegenheit nicht nützt, dann fehlt es im an der nötigen Sozialkompetenz oder am Interesse an ihr.Geändert von Latona (01.08.2008 um 11:49 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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01.08.2008, 12:38
AW: Initiative der Frau = schlechte Beziehungsprognose?
nicht jeder mag das "Brückenbauen".
Ich find viel schöner das Kennenlernen ohne diese taktischen Spielchen, also spontan und situationsbedingt.
Ich bin auch eher einer mit den Tomaten auf den Augen bzw. ich setz mir bewusst Tomaten in die Augen.
Ich machs (das Kennenlernen) nach meinem Stil.
Und leider habe ich da auch keine Toleranzzone (da bin ich sicher ein Aussenseiter vom Durchschnitt her gesehen, habe aber damit auch eine recht gute Erfolgsbilanz auf Beziehungsebene).
Das einzige was mir mal passiert war ist dass eine mal Gummibärchen auf meinen Arbeitsplatz damals gelegt hat und ich selbst da mich weigere mir irgendetwas zu denken dabei.
Also sie mich mithörte dass ich abends zum Schwimmen zum Baggersee fahren würde hat sie eingeworfen ob ich sie mitnehme.
Ich habe sofort und deutlich gesagt "Nein" und war auch mein Ernst.
Das hat sie rasend gemacht und da hat sie angefangen mich gern zu haben.
Die romantischen Gefühle bzw. diese bestimmte Flirtkompatibilität (zugegeben recht ausgefallen) ist auch heute noch zwischen der und mir und wir beide mögen uns immer noch sehr (aber mehr nicht).
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01.08.2008, 12:51
AW: Initiative der Frau = schlechte Beziehungsprognose?
Hallo Mohnblume_36,
Zitat von Mohnblume_36
was du schreibst ist doch völlig normal - oder glaubst Du, dass wenn Mann eine Frau angesprochen hat - diese sich in irgendeiner Weise spezielle Mühe gibt ?!
Gibts Du Dir nach einem Ansprechen besonders Mühe ?
Ich seh schon - Ihr Mädels habt einfach nicht genügend Erfahrungen im Ansprechen
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01.08.2008, 14:31
AW: Initiative der Frau = schlechte Beziehungsprognose?
Hallo Latona,
Zitat von Latona
als das, was Du als Gründe anführst treffen doch auch auf angesprochene Frauen zu.
Auch die wollen nicht jemand x-beliebigen, auch die fühlen sich geschmeichelt und neigen heutzutage zur Rosinenpickerei.
Auch kann ich eine Aussage von Dir locker auf Männer beziehen:
Warum also sollte er das Risiko eingehen, zu diesen Männern zugehören, die sie niemals ausgewählt hätte, weil sie darauf besteht, auswählen zu können? Und wer auswählen will, muss eben auch selbst aktiv werden. Sie kann nicht erwarten, dass sich ihr nur Traummänner auf den Schoß setzen.
Ich glaub eher - Ihr Mädels wollt das gar nicht - weils doch so schön bequem ist - zu sehen wer kommt und zu entscheiden wer bleiben soll


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