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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von meikeline
    Soo toll ist´s in Frankreich auch nicht. klick

    Für Männer schon. Es gibt keine Klobrillen und französisch...

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    @Messerwerferin: "Neutrales Land" finde ich dort, wo nicht für die 4fach-voll-Belastung gekämpft wird und stattdessen ein Bewusstsein für die Endlichkeit aller Möglichkeiten und Freiheiten herrscht. Die Bewohner (Männer wie Frauen) zeichnen sich durch ihre Erkenntnis aus, keinesfalls einen Traumjob zu haben, sondern jeden morgen um 6h wegen irgendeinem Scheiß aufzustehen, so dass die mögliche Karriere, nämlich der Präsident der Klopapier-Distribution zu werden, letzlich verzichtbar ist. Man bleibt lieber in der 3-Lagen-Aufeinanderfalt-Abteilung mit bescheidenem Auskommen und noch bescheidenerem Status hängen, und steckt die Ressourcen lieber (!!!EinsElf) in Spielplatz-Scouting und Qualitätszeit mit Familie. Man wird dann zwar von den Klobürsten-Vizepräsidents-Anwärterinnen belächelt, aber wenn die damit glücklich sind, Kacke von der Keramik zu kratzen und die Ungläubigen runterzuputzen, und man selbst auf diesen Weg verzichten kann, sind am Ende ja doch wieder alle glücklich. Genau so ausgewandert und genau so glücklich sind diejenigen, die bewusst auf Nachwuchs verzichten - bei 6 Milliarden Erdenbürgern ein durchaus vernünftiger Ansatz.

    Ich will hier weder irgendwas normieren, noch irgendwelche Modelle vorschreiben: Letztlich wird sich in ein paar Generationen zeigen, was Zukunft hatte und was nicht. In meinem überhaupt nicht represäntativen Freundes- und Bekanntenkreis sehe ich bloß einige Beispiele, die mit einem 50/50-Modell Kind/Karriere weder glücklich sind, noch Karriere machen, und die sehr gereizt auf die Frage reagieren, ob es denn der Weisheit letzter Schluss sei, dass sich beide den Arsch abarbeiten, nur, damit eine Fremde deren Kinder betreuen kann (steuerlich/finanziell kommt nämlich genau das dabei raus).

    Kind&Karriere je 50/50 bei beiden Partnern: Das kann man, muss es aber nicht wollen, möge das Modell so fortschrittlich sein wie es will. Wenn man diese Doktrin als Frau bestreitet, landet man in der Eva-Hermann-Schublade und als Mann kriegt man entweder ein Neandertaler- oder Materialisten-Zertifikat ausgestellt (je nachdem, ob Kinder im Spiel sind oder nicht). Mein Tipp an die Männerwelt lautet nicht pauschal "Flucht", sondern nur ein gründliches Nachdenken, ob man die aufgedrängte 50/50-Rolle (die sich in Ansprüchen auch noch gerne als 100/100 äußert) will oder eben nicht.

    LG, BM
    Never trust the smiling cat

  3. Inaktiver User

    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Daran ist durchaus was dran.

    Steuerlich/finanziell haben dann die Eltern/das Kind auch net so viel dran, wenn eine Fremde sie so vielstundentäglich betreut.

    Mal ehrlich: Wer möchte von früh um 7 (ca) bis abends um 5 (ca) in einem Haufen ständig kreischender Mitbürger sein. Ich bin schon nach einem Chorwochenende von Freitagabend ca. 19Uhr (ja nach Staulänge) bis Sonntag ca. 14 Uhr völlig platt. .
    Geändert von Inaktiver User (23.07.2008 um 00:48 Uhr)

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von meikeline
    Aber dieses angesprochene Thema (...) Supersingles und und und wird imho zur Zeit völlig hochgekocht.
    Hochgekocht ja, aber meiner Ansicht nach ist es ein wirkliches Problem, das sich zukünftig noch verstärken wird.

    Ich denke, dass wir uns an (oder schon in?) einer gesellschaftlichen Umbruchphase befinden. Die Gleichberechtigung der Frauen ist weitgehend erreicht, an einigen Stellen wackelt's noch, aber an einigen Stellen ist man auch schon "über das Ziel hinausgeschossen".
    Stand es in einem der Berichte? Ich glaube... Letztes Jahr waren wohl 54% der Studienanfänger weiblich. 40% der Akademikerinnen wollen kein(e) Kind(er). Der Anteil weiblicher Führungskräfte nimmt langsam aber stetig zu.

    Und es ist ganz klar, dass die Luft für gleichberechtigte Partnerschaften nach oben immer dünner wird. Andererseits denke ich, dass dies momentan noch einen nur geringen Prozentsatz ausmacht und noch kein wirkliches gesellschaftliches Problem ist. Ich meine aber, dass es eins werden könnte...

    Zitat Zitat von BoeseMiezekatze
    Nach dem überfälligen Zertrümmern der alten Rollenbilder gibt es leider noch keine passenden neuen.
    Ja, so sehe ich das auch.
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von Messerwerferin
    Das klingt auf den ersten Blick nach guten Gründen, frustriert zu sein. Auf den zweiten Blick jedoch: Wenn mir an einer Partnerschaft liegt, finde ich Wege, selbst unter schlechten Bedingungen die Partnerschaft so zu führen, dass sie für alle Beteiligten erfüllend und nicht erdrückend ist.

    Kurz: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
    Jau, genauso ist es.

    "Das Glück" fällt nicht vom Himmel, sondern muss in den meisten Fällen erarbeitet werden.
    Das WIE ist die Herausforderung an jeden einzelnen Menschen.

    Liebe, Partnerschaft, gutes Einkommen, gesunde Kinder etc. sind eben leider AUCH schlicht Schicksal.

    Und eine Garantie fürs Glück gibts nicht - noch nicht einmal einen ANSPRUCH darauf.

    Glück muss man/frau in erster Linie in sich selbst finden können, dann klappt es eventuell auch "mit dem Nachbarn"

    Glück kann man nicht kaufen und es gibt durchaus auch Menschen, die NIEMALS zufrieden sein können, obwohl sie ALLES haben, worum sie andere beneiden.

    Gruß

    Echtefuffzig
    Wer die Welt verändern will, sollte bei sich selbst anfangen!

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von Fender
    Hochgekocht ja, aber meiner Ansicht nach ist es ein wirkliches Problem, das sich zukünftig noch verstärken wird.

    Ich denke, dass wir uns an (oder schon in?) einer gesellschaftlichen Umbruchphase befinden. Die Gleichberechtigung der Frauen ist weitgehend erreicht, an einigen Stellen wackelt's noch, aber an einigen Stellen ist man auch schon "über das Ziel hinausgeschossen".
    Stand es in einem der Berichte? Ich glaube... Letztes Jahr waren wohl 54% der Studienanfänger weiblich. 40% der Akademikerinnen wollen kein(e) Kind(er). Der Anteil weiblicher Führungskräfte nimmt langsam aber stetig zu.

    Und es ist ganz klar, dass die Luft für gleichberechtigte Partnerschaften nach oben immer dünner wird. Andererseits denke ich, dass dies momentan noch einen nur geringen Prozentsatz ausmacht und noch kein wirkliches gesellschaftliches Problem ist. Ich meine aber, dass es eins werden könnte...


    Ja, so sehe ich das auch.
    Dann muss ich wohl an dieser Stelle feststellen, dass ich mich scheinbar als eine von nur wenigen (?) in der glücklichen Situation befinde, dass
    - mir Rollenbilder im Alltags-, Beziehungs- und Berufsleben schon immer vollkommen gleichgültig waren
    - ich mich als Frau im Berufsleben, in der Beziehungsanbahnung und in Beziehungen selbst immer gleichberechtigt gefühlt habe
    - mich als Frau in Bezug auf Männer weder für besser noch für schlechter halte
    - noch nie engeren Kontakt mit Männern hatte, die mit sich als Mann und mit Frauen als gleichberechtigter Partnerin Probleme haben
    ...

    Bin ich ein Alien?



    Ergänzung: Ich habe keine Kinder und will auch keine. Dass es mit Kindern alles ganz anders aussehen würde, ist mir bewusst.
    Geändert von meikeline (23.07.2008 um 09:58 Uhr)
    "Ich habe eine ganz einfache Philosophie: Fülle, was leer ist. Leere, was voll ist. Kratz dich, wo es juckt."
    Alice Roosevelt Longworth (1884-1980), amerikanische Gastwirtin

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von Messerwerferin
    BM, eigentlich ein schöner Beitrag, aber…

    Die Begründung, Männer wie auch Frauen kranken an überholten Rollenbildern klingt für mich immer ein wenig nach Flucht vor der Verantwortung. Wer macht denn Rollenbilder? Wir.
    Ja.
    Und woher kamen die "alten"?

    Welche denn nun die besseren sind ist für mich fraglich.
    Ich sehe das Problem nicht an den Rollenbildern an sich, die ja nur eine Masse beschreiben in der jeder seinen gewissen eigenen Spielraum hat. Ich sehe das Problem vielmehr darin, dass sich keiner wirklich traut aus seiner auf Grund seines Geschlechts von der Gesellschaft zugedachten Rolle zu fallen. Wäre das "möglich", hätte sich einfach ein neues Rollenbild herauskristallisiert, statt ein altes (das nebenbei bemerkt jahrhundertelang i.O. war) krampfhaft zerstören zu müssen ohne ein befriedigendes neues zu haben.
    Da war das Gras drüben mal wieder wesentlich grüner.

    Einerseits sehe ich viele Frauen, die sich über mangelnde Betreuungsangebote für Kinder, weniger Gehalt im Gegensatz zu Männern etc. beschweren. Zu Recht, wie ich finde. Andererseits frage ich mich, wo all diese Frauen an den Orten bleiben, an denen über solche Dinge entschieden wird?
    Sie werden von den bösen Männern ferngehalten, was denn sonst!?

    Bei Männern sehe ich genau das gleiche Phänomen, nur mit umgekehrten Vorzeichen: Es wird kräftig gejammert, ein Mann habe Probleme mit seinem althergebrachten Rollenverhalten angesichts der emanzipierten Frau - aber was tun Männer denn, um ihr Rollenbild den neuen Gegebenheiten entsprechend zu definieren?
    Hm.. ich habe da einen Weg gefunden. Zugegeben, der führt dann dazu, dass die Menschheit binnen einer Generation ausstirbt. Ein Verlust?

    Gruß

    Matthias

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von meikeline
    - noch nie engeren Kontakt mit Männern hatte, die mit sich als Mann und mit Frauen als gleichberechtigter Partnerin Probleme haben
    Ich finde interessant, wie Frauen das Problem mal eben wieder geschickt auf Männer abwälzen...

    Im Moment wird über Frauen diskutiert, die damit Probleme zu haben scheinen, Beziehungen zu Männern einzugehen, die eben nicht der gängigen "nach oben"-Praxis entsprechen.
    Das sind heute sicher nur recht wenige,(insofern stimme ich der "Hochgekocht"-These zu), aber das wird sich ändern, mit dem stetig zunehmenden beruflichen Erfolg von Frauen. Es werden mehr werden.

    Und das oftmals leider noch immer typische "Der Mann, der Ernährer"-Bild, das immer noch in vielen Köpfen (männlichen wie weiblichen!) steckt, wird sich eben wandeln müssen.
    Und ich meine schon, dass das eine gesellschaftliche Umwälzung bedeutet, die man heute noch nicht abschätzen kann.
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

  9. gesperrt

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Im Moment siehts ja einfach so aus, dass von Papas Job allein eh keine Familie mehr leben kann.

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von Fender
    Ich finde interessant, wie Frauen das Problem mal eben wieder geschickt auf Männer abwälzen...
    Wo siehst du denn in meinen Ausführungen, die mein eigenes Leben beschreiben, eine Abwälzung von Problemen auf Männer? Ich sehe hier nicht mal Probleme.
    Zitat Zitat von Fender
    ...
    Und das oftmals leider noch immer typische "Der Mann, der Ernährer"-Bild, das immer noch in vielen Köpfen (männlichen wie weiblichen!) steckt, wird sich eben wandeln müssen.
    ...
    Wow, mein Umfeld scheint extrem exotisch zu sein. Ich kenne keine Frau, die einen Ernährer sucht, und keinen Mann, der sich (außer in einer Minibabyphase, in der frau nicht arbeiten kann) als Familienernährer sieht. In meinem Bekanntenkreis verdient mal der Mann mehr, mal die Frau, mal ist Frau Akademikerin und Mann Taxifahrer, mal er Architekt und sie Kindergärtnerin, in den meisten Fällen sind beide Freiberufler, die es finanziell irgendwie gerade mal so gewuppt bekommen. Aber niemand macht ein Gewese um Kohle oder Statussymbole, definiert sich über Job oder Titel. Mein Leben scheint sich also irgendwie am Rande "der Gesellschaft" oder in der Zukunft abzuspielen. Was bin ich froh.
    "Ich habe eine ganz einfache Philosophie: Fülle, was leer ist. Leere, was voll ist. Kratz dich, wo es juckt."
    Alice Roosevelt Longworth (1884-1980), amerikanische Gastwirtin

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