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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von Messerwerferin
    Genau. Abgesehen davon kenne ich einige 50+, die zwar Partner und Kinder haben, aber sehr frustriert auf mich wirken.
    Man kann sich alles versauen.

    So viel hat sich nicht geändert. Weil es keine vernünftige Kinderbetreuung gibt in diesem Land.

    Bei etwa drei Vierteln dieser Familien geht der Vater Vollzeit zur Arbeit, die Mutter dagegen nur Teilzeit. Ein großer Teil der Frauen bleibt ohnehin ganz zu Hause. In gut jeder dritten Familie scheiden die Mütter komplett aus dem Beruf aus, während allein die Väter das Geld verdienen.

    Lediglich in fünf Prozent aller Haushalte ist es andersherum, so dass allein die Frauen zur Arbeit gehen.

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von LorenzM
    Man kann sich alles versauen.

    So viel hat sich nicht geändert. Weil es keine vernünftige Kinderbetreuung gibt in diesem Land.

    Bei etwa drei Vierteln dieser Familien geht der Vater Vollzeit zur Arbeit, die Mutter dagegen nur Teilzeit. Ein großer Teil der Frauen bleibt ohnehin ganz zu Hause. In gut jeder dritten Familie scheiden die Mütter komplett aus dem Beruf aus, während allein die Väter das Geld verdienen.

    Lediglich in fünf Prozent aller Haushalte ist es andersherum, so dass allein die Frauen zur Arbeit gehen.
    Das klingt auf den ersten Blick nach guten Gründen, frustriert zu sein. Auf den zweiten Blick jedoch: Wenn mir an einer Partnerschaft liegt, finde ich Wege, selbst unter schlechten Bedingungen die Partnerschaft so zu führen, dass sie für alle Beteiligten erfüllend und nicht erdrückend ist.

    Kurz: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

  3. Inaktiver User

    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von LorenzM
    Man kann sich alles versauen.

    So viel hat sich nicht geändert. Weil es keine vernünftige Kinderbetreuung gibt in diesem Land.

    Bei etwa drei Vierteln dieser Familien geht der Vater Vollzeit zur Arbeit, die Mutter dagegen nur Teilzeit. Ein großer Teil der Frauen bleibt ohnehin ganz zu Hause. In gut jeder dritten Familie scheiden die Mütter komplett aus dem Beruf aus, während allein die Väter das Geld verdienen.

    Lediglich in fünf Prozent aller Haushalte ist es andersherum, so dass allein die Frauen zur Arbeit gehen.
    SpOn gelesen?

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    "Krieg" würde bedeuten, dass Ansprüche gewaltsam verteidigt oder erobert werden. In so fern haben wir hier einen Krieg, zu dem keiner hingeht, an dem keiner teilnimmt. Man kann das andere Geschlecht nicht pauschal umerziehen oder ihm vorschreiben, wie es sich zu verhalten hat: Die Zeiten sind zum Glück vorbei! Zwei Beispiele unter vielen: Frauen Ende 30 haben eben so wenig ein naturgegebenes Recht darauf, dass plötzlich der perfekte Familienpapa auftaucht und ihnen ein Kind macht, nachdem die ganze Zeit vorher ganz andere Dinge wichtig waren, eben so wenig wie Männer Ende 30 ein naturgegebenes Recht darauf haben, dass eine Frau mit ihnen zusammen die Sessel vollpupt und die Couch durchliegt, während man mal guckt, was so passiert, weil das Leben auch so schon anstrengend genug ist.

    "Wie sind wir da nur hingekommen?" ist die falsche Frage; es müsste eher heißen: "Warum trampeln wir auf der Stelle"?

    Nach dem überfälligen Zertrümmern der alten Rollenbilder gibt es leider noch keine passenden neuen. Die Lage stellt sich so dar, dass die Frauen im Großen und Ganzen da sind, wo sie hinwollten, aber leider keinen Plan für den Post-Feminismus in der Schublade hatten, sondern alle alten Privilegien mit allen neuen Möglichkeiten kombinieren wollen - und die Männerwelt hat bitteschön zu liefern. Die Männer hinken ständig hinterher, weil sie keine geschlechtsinterne Reflektion aufweisen können, wann ein Mann ein Mann ist (und die Frauen können es ihnen nicht sagen bzw fallen die Antworten je nach Zyklus sehr unterschiedlich aus), erkennen aber trotzdem meist ganz gut, wann sie über den Tisch gezogen werden und fragen: Was ist hier für mich drin?!

    Auf der Oberfläche sieht das nach orientierungslosen Kerlen und verzogenen Zicken aus, die sowieso besser nicht zusammen kommen; bevor sich jetzt aber alle kollektiv erschießen, sei darauf hingewiesen, dass Rollenverständnisse zwei riesige Vorteile haben: a) Man kann sie erkennen und b) man kann sie gestalten. Man kann gut erkennen, was man selbst will, was andere erwarten und was man "in der Mitte" bereit ist anzubieten.

    Wie in allen Umbruchphasen gilt: Es gibt am Ende "the quick and the dead". Heißt: Leute mit antiquierten oder überzogenen Ansprüchen entziehen sich in der Breite gesehen durch ihre Erfolglosigkeit dem Gen-Pool, und können trotzdem ein glückliches Leben haben! Was sie außer ihren Genen auch nicht weitergeben, sind die Probleme, die wir heute haben.

    Ich wüsste einerseits zu gerne, wie das ganze ausgeht, aber erstens wird sich das erst in 4-5 Generationen zeigen, und zweitens würde ich dann trotzdem noch lange nicht auf den Gewinner-Zug aufspringen, sondern lebe mein Leben trotzdem lieber so, wie ich es für richtig halte. Wer deswegen Spott-Kübel und Drohungen a la Sackgassenmodell oder Späte-Reue über mir auskippen möchte: Go ahead. Schon Konfuzius wusste: Hinten kackt die Ente.

    Vielleicht tobt ja tatsächlich gerade ein Krieg, aber dann ist es ein innergeschlechtlicher Bürger-Krieg bzw Bürgerinnen-Krieg. Ich sehe derweil zu, dass ich mich von den Fanatikern fern halte und weiter 8 Stunden Schlaf bekomme, und bei geringsten Anzeichen von Zweifeln mache ich mir Billy Bragg an: "I dont want to change the world / I'm not looking for a new england / I'm just looking for another girl". Im Prinzip kann ich das nur empfehlen.

    LG, BM
    Never trust the smiling cat

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ... mit den zahlreichen Berichten über die Supersingle - Frauen und warum sie keinen Mann bekommen, scheint ein richter Geschlechterkrieg entbrannt zu sein.

    Frauen jammern: "Warum findet eine so tolle Frau wie ich keinen Mann? Alles nur Weicheier...."

    Männer schimpfen über zu anspruchsvolle Zicken, die selbst oft nichts bieten haben, zumindest nicht mal annähernd das, was sie selbst erwarten.

    Wie sind wir da nur hingekommen?

    Liebe Grüsse,

    Fiora

    Das liegt an der Nutznießeremanzipation: Die emanzipatorischen Rechte werden durch die Frauen eingefordert, aber die Pflichten nicht angenommen.
    Wo es vorteilhaft erscheint (Partnerwahlverhalten) halten die Damen gerne an den alten Rollenmustern fest.

    Fazit:
    Entweder Emanzipation ganz zurückdrehen oder sie richtig machen.

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Ich denke, früher waren unzählige Frauen in Ehen gebunden, die sehr unglücklich / oft von Gewalt geprägt waren - aber Trennung war keine mögliche Option. (sozialer Druck, finanzielle Abhängigkeit etc.)


    @ BM: toller Beitrag.


    Grüsse,
    Sumpfhuhn

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von TomK
    Das liegt an der Nutznießeremanzipation: Die emanzipatorischen Rechte werden durch die Frauen eingefordert, aber die Pflichten nicht angenommen.
    Wo es vorteilhaft erscheint (Partnerwahlverhalten) halten die Damen gerne an den alten Rollenmustern fest.

    Fazit:
    Entweder Emanzipation ganz zurückdrehen oder sie richtig machen.
    Die Frauen... die Damen... Klar, wir sind ja alle gleich. Kennste eine, kennste alle. Dieses Schwarz-Weiß-Denken ist so was von boring.
    "Ich habe eine ganz einfache Philosophie: Fülle, was leer ist. Leere, was voll ist. Kratz dich, wo es juckt."
    Alice Roosevelt Longworth (1884-1980), amerikanische Gastwirtin

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von BoeseMiezekatze

    Nach dem überfälligen Zertrümmern der alten Rollenbilder gibt es leider noch keine passenden neuen.
    BM, eigentlich ein schöner Beitrag, aber…

    Die Begründung, Männer wie auch Frauen kranken an überholten Rollenbildern klingt für mich immer ein wenig nach Flucht vor der Verantwortung. Wer macht denn Rollenbilder? Wir.

    Einerseits sehe ich viele Frauen, die sich über mangelnde Betreuungsangebote für Kinder, weniger Gehalt im Gegensatz zu Männern etc. beschweren. Zu Recht, wie ich finde. Andererseits frage ich mich, wo all diese Frauen an den Orten bleiben, an denen über solche Dinge entschieden wird?

    Bei Männern sehe ich genau das gleiche Phänomen, nur mit umgekehrten Vorzeichen: Es wird kräftig gejammert, ein Mann habe Probleme mit seinem althergebrachten Rollenverhalten angesichts der emanzipierten Frau - aber was tun Männer denn, um ihr Rollenbild den neuen Gegebenheiten entsprechend zu definieren?

  9. gesperrt

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    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Komisch, dass man in Frankreich Frau, Mutter, Geliebte und Chef sein kann? Nur hier und in USA klappts wohl nicht. Die Spanierinnen bleiben auch kinderlos. Warum, weiß ich nicht.

  10. Inaktiver User

    AW: Der neue Geschlechterkrieg...

    Zitat Zitat von Sumpfhuhn75
    Ich denke, früher waren unzählige Frauen in Ehen gebunden, die sehr unglücklich / oft von Gewalt geprägt waren - aber Trennung war keine mögliche Option. (sozialer Druck, finanzielle Abhängigkeit etc.)

    Das hört sich ja an als wenn es das heute nicht mehr gäbe .

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