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  1. User Info Menu

    AW: Unprofessionelles Verhalten. Mache ich mich lächerlich?

    Zitat Zitat von wacom
    Letztendlich ist die Vorgehensweise mit einem anderen Psychotherapeut abzustimmen, der sicherlich Verständnis für die Problematik hat und auch Lösungswege aufzeigen kann, ist schließlich sein Job.
    Logo... das angemessenste Vorgehen wäre idealerweise in der Supervision zu klären.

    Eine mögliche Vorgehensweise könnte natürlich sein, die Therapie einfach zu einem möglichst zügigen Abschluß zu bringen. Sprich, sie nach 2-3 weiteren Sitzungen für beendet zu erklären, und den Patienten an einen Kollegen weiterzuverweisen, falls er meint, noch weitere Therapie zu benötigen.

    LG

    sfumato
    None of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.

  2. Inaktiver User

    Schamesröte Unprofessionelles Verhalten. Mache ich mich lächerlich?

    Zitat Zitat von sfumato
    Therapeutin: "Herr Patient, ich lege Ihnen dringend ans Herz, ihre Behandlung ab sofort bei einem anderen Therapeuten weiterzuführen."

    Patient: "Hä? Wie das jetzt plötzlich?"

    Therapeutin: "Irgendwie kann ich verstehen, daß sie wissen wollen, was los ist. Aber das kann ich ihnen leider nicht sagen, weil es ihren bisherigen Behandlungserfolg gefährden könnte."

    Patient: "Jetzt versteh ich nur Bahnhof. Obwohl die Therapie bisher gut verlief, wollen sie mich ab sofort nicht mehr weiterbehandeln, und möchten mir auch keinen Grund nennen. Ich finde nicht, daß das ein besonders professionelles Verhalten von ihnen ist."

    Therapeutin: "Doch, ist es. Wenn ich ihnen die Gründe dafür nennen könnte, würden sie verstehen, warum dieses Verhalten professionell ist. Aber ihnen die Gründe zu nennen, wäre ja gerade äußerst unprofessionell..."
    Wobei die Frage bliebe, ob so ein Gesprächsverlauf sinnvoll ist.

    Ein Therapeut - der sich aus persönlichen Gründen aus einer Therapie zurückzieht - sollte wohl fähig sein, dies geschickter zu tun, als Du es hier beschreibst.

    Dass es dem Therapeuten darum geht, sowohl seinen beruflichen Ruf als auch seine persönliche Würde zu wahren, ist verständlich und nachvollziehbar.

    Und es ist wohl auch eine Frage, wie viel Vertrauen der Therapeut einerseits in das Verständnis und die sozialen Fähigkeiten des Patienten hat und andererseits nicht unerheblich auch in wie weit der Therapeut Vertrauen und Zuversicht in seine eigenes Vermögen mit bringt solcherlei Thematiken mit all ihren Imponderabilien - die auftreten können - zu bewältigen.

    Letztlich ist die Person des Therapeuten gefragt und wie er mit solchen Fragestellungen umgehen kann, umgehen will und umgehen möchte.

    Und mit der Frage nach der Person des Therapeuten, sind wir bei den Befindlichkeiten und dabei geht es dann darum, wie man Dinge - die das eigene Herz betreffen - angeht und regelt und das hängt sicherlich nicht unerheblich mit dem Wertesystem der Privatperson zusammen.

    Da ist eins mit dem anderen verknüpft und bedingt sich gegenseitig.

    Alles in allem ist die Fragestellung dieses Stranges:

    Unprofessionelles Verhalten. Mache ich mich lächerlich?


    eine spannende und faszinierende. Ich bin interessiert, wie das alles sich aufdröseln wird und was die Strangeröffnerin als die für sie passende Lösung ansehen wird.



    Nachtrag:

    Da hier im Strang Spott thematisiert wird,
    möchte ich Loriot nicht unerwähnt lassen.

    Über das Mißgeschick eines Menschen spottet man nicht!
    Aber wenn es einen Anlaß zum Scherzen gibt,
    schmunzeln wir auch gerne einmal.
    Geändert von Inaktiver User (14.07.2008 um 12:00 Uhr) Grund: Loriot zitiert.

  3. Inaktiver User

    AW: Unprofessionelles Verhalten. Mache ich mich lächerlich?

    Was wäre denn fachlich richtig? Den Grund zu sagen oder zu verschweigen?

    Als Laie denke ich: Von erwachsenem Menschen zu erwachsenem Menschen wäre es angemessen den Grund zu sagen, da sich der Patient (jedenfalls ich, wenn ich Patient wäre) sonst in Spekulationen verlieren muss - und nun noch ein Problem zu seinigen vorigen entwickelt.

    Nehme ich mal an, ich wäre der Patient: Ich könnte mir z. B. vorstellen zu denken, der Therapeut, dem ich Vertrauen entgegenbringe und das ich auch von ihm mir gegenüber empfinde, fände mich absolut unsympathisch oder untherapierbar oder seiner unwert oder pervers ... und wollte deswegen die Therapie mit mir abbrechen.

    Und das wäre für mich schon ein ernstes Problem, zumal es dem von mir Gefühlten widerspräche: Mit dem Ergebnis, dass ich mein Gefühlsvermögen anzweifeln würde - und deswegen bin ich doch schon überhaupt in Therapie.

    @Kaela:

    Vielleicht könntest Du Dir eine Entschuldigung hier gegenüber Hausfrauen bezüglich Deiner Bemerkungen vorstellen?

  4. Inaktiver User

    AW: Unprofessionelles Verhalten. Mache ich mich lächerlich?

    Ach so, mein letzter Beitrag wäre theoretisch unter Beitrag 149 von sfumato gestanden, da ich nur bis diesen gelesen hatte. Aber Andere waren schneller. Sonst hätte ich ihn vielleicht anders verfasst.

    Wacom hat ja dann gemäßigte Auswegmöglichkeiten angeführt. Wobei das mit dem Urlaub ist auch nicht so glücklich. Denn wenn der Patient dann den Therapeuten trifft, kommt er auch ins Grübeln.

    Allen einen schönen Sonntag noch!

  5. User Info Menu

    AW: Unprofessionelles Verhalten. Mache ich mich lächerlich?

    Zitat Zitat von sfumato
    Logo... das angemessenste Vorgehen wäre idealerweise in der Supervision zu klären.

    Eine mögliche Vorgehensweise könnte natürlich sein, die Therapie einfach zu einem möglichst zügigen Abschluß zu bringen. Sprich, sie nach 2-3 weiteren Sitzungen für beendet zu erklären, und den Patienten an einen Kollegen weiterzuverweisen, falls er meint, noch weitere Therapie zu benötigen.

    LG

    sfumato

    Oder auch so.

    Der Patient kann nichts dafür, das seine Therapeutin im Rahmen der Zusammenarbeit eine persönliche Befangenheit entwickelt hat und eine Objektivität zum Wohle des Patienten nicht mehr gewährleistet ist– ist auf keinen Fall abwertend gemeint.

    Gruß
    wacom
    Ich bin nicht vollkommen, aber herausragend in einigen Aspekten

  6. User Info Menu

    AW: Unprofessionelles Verhalten. Mache ich mich lächerlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wobei die Frage bliebe, ob so ein Gesprächsverlauf sinnvoll ist.

    Ein Therapeut - der sich aus persönlichen Gründen aus einer Therapie zurückzieht - sollte wohl fähig sein, dies geschickter zu tun, als Du es hier beschreibst.
    Das hoffe ich auch. Es ging mir in meinem Dialogbeispiel in erster Linie darum anzudeuten, daß hier eine Double-Bind-Situation vorliegen könnte.

    LG

    sfumato
    None of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.

  7. Inaktiver User

    AW: Unprofessionelles Verhalten. Mache ich mich lächerlich?

    Interessieren würde mich schon, was da fachlich empfohlen wird - wobei ja der Einzelfall immer ein besonderer ist.

  8. User Info Menu

    AW: Unprofessionelles Verhalten. Mache ich mich lächerlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nehme ich mal an, ich wäre der Patient: Ich könnte mir z. B. vorstellen zu denken, der Therapeut, dem ich Vertrauen entgegenbringe und das ich auch von ihm mir gegenüber empfinde, fände mich absolut unsympathisch oder untherapierbar oder seiner unwert oder pervers ... und wollte deswegen die Therapie mit mir abbrechen.

    Und das wäre für mich schon ein ernstes Problem, zumal es dem von mir Gefühlten widerspräche: Mit dem Ergebnis, dass ich mein Gefühlsvermögen anzweifeln würde - und deswegen bin ich doch schon überhaupt in Therapie.
    GENAU.
    None of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Unprofessionelles Verhalten. Mache ich mich lächerlich?

    Zitat Zitat von sfumato
    GENAU.
    Und warum kann man als Therapeut, der bei aller Professionalität immer noch ein Mensch ist (genau wie ein Arzt kein Gott in weiss ist), nicht ein vorsichtiges aber ganz offenes Gespräch darüber führen, dass man "bedauerlicherweise" eine Emotionalität entwickelt hat, die einer persönlichen Fortsetzung der Therapie entgegen steht, man aber alles daransetzt, um dem Patienten mit einem Kollegen zu einem fortgesetzten Therapieerfolg zu verhelfen?!

  10. User Info Menu

    AW: Unprofessionelles Verhalten. Mache ich mich lächerlich?

    Zitat Zitat von Kuehlesblondes
    Und warum kann man als Therapeut, der bei aller Professionalität immer noch ein Mensch ist (genau wie ein Arzt kein Gott in weiss ist), nicht ein vorsichtiges aber ganz offenes Gespräch darüber führen, dass man "bedauerlicherweise" eine Emotionalität entwickelt hat, die einer persönlichen Fortsetzung der Therapie entgegen steht, man aber alles daransetzt, um dem Patienten mit einem Kollegen zu einem fortgesetzten Therapieerfolg zu verhelfen?!
    Schwierig... weil dieses Szenario faktisch auf ein Agieren der Gegenübertragung hinausläuft.

    LG

    sfumato
    None of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.

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