@ bananaArbeitsteilung ist erst mal kein schlechtes Prinzip. Das Problem ist nur oft, dass der andere, der einen ergänzen soll, manchmal so anders ist, dass es einen nervt, weil man selbst ganz anders ist. Bin ich z.B. selbst eher nüchtern und wenig chaotisch, kann ich das Kreative des Partners wünschen und schätzen, aber das Chaotische und Impulsive daran kann mich manchmal ganz schön stören. Das gehört aber dazu! Und leider kann man hier keine Rosinenpickerei betreiben, da muss man schon den ganzen Menschen nehmen.Zitat von banana15
Mit den Gegensätzen, die sich anziehen, muss man wesentlich reflektierter umgehen, als mit der Gleichheit, zu der man sich gerne gesellt.
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10.07.2008, 18:10
AW: Warum es in den Singlebörsen nicht klappt...
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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10.07.2008, 18:40
AW: Warum es in den Singlebörsen nicht klappt...
sorry, doppelt gepostet...
Geändert von banana15 (10.07.2008 um 18:44 Uhr)
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10.07.2008, 18:44
AW: Warum es in den Singlebörsen nicht klappt...
Versteht sich von selbst, dass man nur mit jemandem glücklich werden kann, dessen Macken (die hat man selbst ja auch) einen nicht allzu sehr stören. Wer da kaum Kompromisse machen kann, wird wohl keine lange und harmonische Beziehung führen können.
Gleich ist mir keiner.
Zum Glück.
"Bin ich z.B. selbst eher nüchtern und wenig chaotisch, kann ich das Kreative des Partners wünschen und schätzen, aber das Chaotische und Impulsive daran kann mich manchmal ganz schön stören."
Klar, aber diese divergenten Eigenschaften findest du auch bei einem gleich hoch/niedrig gebildeten Partner, bei Architekt-Chemikerin genauso wie bei Arzthelferin und Banker.
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10.07.2008, 18:58
AW: Warum es in den Singlebörsen nicht klappt...
Eben gar nicht, weil sie ja über Ergänzung und Ausgleich funktioniert und den Schwerpunkt im bewussten Erhalt der Balance und des daraus resultierenden, partnerschaftlichen Mehrwerts setzt.
Zitat von HansDampf
Spreche ich von partnerschaftlicher Balance, meine ich keineswegs die Verebnung der Waagschalen, sondern die Balance des ständigen Auspendelns - zum Spannungserhalt, zum Erhalt der Bewegung und des Ausgleichsbestrebens an sich.Eine Partnerschaft, die permanent ausbalanciert wird, sodaß Machtstrukturen nicht einmal virtuell vorhanden sind, verzehrt sich kräftemäßig selbst.
Nicht nur im Aushalten, sondern im Nutzen dieser Strukturen, die sich aus dem Aufeinandertreffen zweier Individuen ergeben, liegt der Schlüssel zu einer dauerhaft harmonischen Partnerschaft.Im Aushalten potentieller/virtueller Machtstrukturen liegt meiner Meinung nach der Knackpunkt einer guten Partnerschaft - durch Respekt und Achtung. Denn dies gibt die Felixibilität, die man benötigt für eine langjährige Beziehung. Wenn jede Veränderung als Bedrohung des ausbalancierten Status Quo empfunden und "ausdiskutiert" werden muß, leidet die Beziehungsqualität vermutlich sehr.
Vor dem Genuss des beziehungstechnischen Mehrwerts, den das angewandte Ergänzungsprinzip mit sich bringt, steht das bewusste Annehmen des Andersseins des Partners, das Achten "systemfremder" Eigenschaften und Eigenarten.
Den Partner sein lassen zu können, wie er ist, ist ein prima Anfang.
Daran Freude zu haben und bewusst davon zu profitieren, der nächste Schritt, der dann zu folgendem Verständnis führt:
Daher neige ich dazu, den Begriff "Augenhöhe" in bezug auf Partnerschaft eben nicht an Bildungsabschlüsse, Einkommen, Vermögen, Erfolg, Aussehen usw. festzumachen. Sondern eher an einem "gemeinsamen Blick auf das Leben" - Prioritäten, Pläne, Vorlieben. Und einem tiefen Gefühl für die Besonderheit des anderen, der vor allem unsere Loyalität verdient hat (auch über das Ende einer Beziehung hinaus).1.) Der Unter zwischen einem Schied liegt immer oberhalb.
2.) Das Brot lebt nicht vom Mehl allein.
9.) Iss einen Keks.
Ein Buch ist wie ein Spiegel: Wenn ein Affe hineinschaut, kann kein Apostel herausblicken.
(Georg Christoph Lichtenberg)
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10.07.2008, 19:20
AW: Warum es in den Singlebörsen nicht klappt...
"""Daher neige ich dazu, den Begriff "Augenhöhe" in bezug auf Partnerschaft eben nicht an Bildungsabschlüsse, Einkommen, Vermögen, Erfolg, Aussehen usw. festzumachen. Sondern eher an einem "gemeinsamen Blick auf das Leben" - Prioritäten, Pläne, Vorlieben. Und einem tiefen Gefühl für die Besonderheit des anderen, der vor allem unsere Loyalität verdient hat (auch über das Ende einer Beziehung hinaus)"""
GENAU! So ist es!
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10.07.2008, 19:44Inaktiver User
AW: Warum es in den Singlebörsen nicht klappt...
Ok, den habt ihr spätestens in mir nun gefunden. Und jetzt?
Zitat von Fender
Der Stern schrieb übrigens vor ein paar Wochen das genaue Gegenteil:
Akademisch gebildete, beruflich erfolgreiche Männer würden sich mehr und mehr mit akademisch gebildeten, beruflich erfolgreichen Frauen verbandeln, statt "nach unten" zu heiraten.
Das fand ich unter den Aspekten Familiengründung (= teuer) und wirtschaftliche Absicherung (ist schon besser, wenn jeder allein genug Geld für beide (oder eben eine ganze Familie) verdienen kann) sehr plausibel.
Die Aussage "Online-Partnersuche funktioniert meist nicht, weil die Männer und Frauen, die sich dort mehrheitlich registrieren, wegen ihres unterschiedlichen Bildungsniveaus nicht zueinander passen." finde ich als solche erst einmal banal.
Die auch hier gehandelten Erklärungsansätze finde ich fragwürdig:
1. Männer können grundsätzlich keine Beziehung zu einer Frau haben, die ihnen intellektuell ebenbürtig oder überlegen ist - das faltet ihnen das Ego auf Briefmarkengröße.
2. Frauen können grundsätzlich keine Beziehung zu einem Mann haben, der ihnen intellektuell unterlegen ist. Frauen suchen nämlich sowieso immer den Ernährer, und der ist in der Regel in höher gebildeten, allemal den beruflich erfolgreicheren Kreisen zu finden.
Ich halte das für den ziemlich grobschlächtigen Versuch, dem jeweils komplementären Geschlecht die Verantwortung für etwas zuzuschustern, was als Missstand empfunden wird.
Nämlich der Tatsache, daß Beziehungen zwischen akademisch gebildeten, beruflich erfolgreichen Frauen und weniger gebildeten und mit weniger materiellen Gütern ausgestatteten Männern in der Regel nicht einmal in Betracht gezogen, geschweige denn versucht werden.
Würden sie versucht, vermute ich, daß die auftretenden Schwierigkeiten nicht einfach am (fehlenden) akademischen Titel oder dem (ungleich verteilten) lieben Geld lägen.
Sondern daran, daß aus diesen Faktoren potentiell unterschiedliche Lebenseinstellungen und Wertesysteme, unterschiedliches Freizeitverhalten, unterschiedliche Interessen und Neigungen erwachsen.
Und das ist dann klassisches "Passt eben nicht" bzw. "Ich möchte mich nicht soweit verändern, daß es passen könnte.".
Wie auch immer.
Und bis die Revolution klappt oder falls sie wieder einmal ausfällt, weil die Revolutionäre gerade kein Kleingeld für den Fahrkartenautomaten haben, lesen die Damen und Herren eben "Lady Chatterley's Lover" oder "Salz auf unserer Haut". Und falls lesen zu anstrengend ist, gibt's ja auch genug Verfilmungen auf DVD - von Lady Chatterley sogar eine neue im Kino."Atomphysikerin heiratet Automechaniker" - die Revolution auf dem Beziehungsmarkt ist eigentlich nur wenige Klicks entfernt.
Vielleicht ist dann wenigstens irgendwann mal Schluss mit "City ohne Sex".
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11.07.2008, 08:56
AW: Warum es in den Singlebörsen nicht klappt...
Treffend formuliert.
Zitat von Latona
Dieses Aushalten des "ganzen Menschen" erfordert eine recht hohe Frustrationstoleranz. Die im Zeichen der "verwöhnenden Erziehung" der letzten 30 Jahre von Generation zu Generation mehr und mehr schwindet. Die Droge Verwöhnung (nach dem sehr lesenswerten Buch von Jürg Frick) hat gerade und auch besonders Einfluß auf unser Partnerschaftsverhalten. Es reicht also nicht die Reflektiertheit, es muß sich dazu auch der "Wille zum Aushalten" gesellen.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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11.07.2008, 09:03
AW: Warum es in den Singlebörsen nicht klappt...
Das spräche aber für die Befruchtung einer Partnerschaft durch unterschiedliche Lebensrealitäten der beiden Liebenden. Also im Sinne des Thread-Themas gerade für Unterschiede in Bildung, Status usw. Oder setzt das Ausbalancieren voraus, daß sich beide in diesen Punkten auf "Augenhöhe" befinden?
Zitat von Golddrops
Gruß
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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11.07.2008, 09:28
AW: Warum es in den Singlebörsen nicht klappt...
Ich habe den erwähnten Stern-Artikel auch gelesen (zusammen mit meinem Partner).
Er ist so ein Mann, der mit diesen Damen "auf Augenhöhe" stehen würde. Und seine Kommentare haben mir verdeutlicht, dass es da doch wohl ganz andere Hindernis-Gründe geben könnte.
Wie weiter vorn schon erwähnt: Einige kommen ganz einfach unsympatisch rüber, das hat mit ihrem Status gar nichts zu tun.
Und man möchte sich doch mit seiner Partnerin nicht ausschließlich intellektuell austauschen. Zu einer echten Partnerschaft gehört nunmal sehr viel mehr, zum Beispiel ein bisschen Herzenswärme?
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11.07.2008, 10:25
AW: Warum es in den Singlebörsen nicht klappt...
Was immer das sein mag...
Zitat von Annilein
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.


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