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    AW: Angst vor dem Glück?

    Zitat Zitat von Sumpfhuhn75
    Talente verkommen lassen?

    bitte sehr: habe heute geschlafen bis 13.00 und den Rest des Tages mit Computerspielen verplempert.

    wenn das nicht bescheuert ist...

    aber es freut mich einfach nicht. Ich weiss nicht, wieso.
    Und das ist schon seit Wochen so.

    Ich sollte meine Wohnung aufräumen, die Master Arbeit schreiben, lernen und mache nichts davon.
    Liebe Sumpfi,

    ich kenne das Phänomen aus meinen Studienzeiten nur allzu gut! Was meinst du, was ich in der Diplomarbeitsphase nicht alles geputzt habe, nur um nicht schreibenzu müssen? Das ist auch die Angst vor dem leeren Blatt. Ich scheine zu den Leuten zu gehören, die erst bei Druck richtig loslegen können. Ob du auch so bist, weiß ich ja nicht. Wollte nur sagen "bist nicht die einzige auf der Welt".
    Wieviel haste denn schon geschrieben?

    Aber um auf das leidige Thema der vergeudeten Talente zu kommen: ich bin das Paradebeispiel. Ich hatte zwei gute Ausbilungen und einen guten Start. Jedoch bist du bei uns ohne Mentor auf verlorenem Posten. 2004 wollte ich schon mal wechseln, damals aus privaten und beruflichen Gründen. Nach dem abgefahrenen Ende der Beziehung beschloss ich, erstmal den einen Punkt im Leben fix zu halten. Nun steh ich da......
    Ich lese ja nicht jeden Tag Horoskope, aber ich habe da eine sehr treffende Seite genannt bekommen, auf der ich neben einigen guten Punkten auch Erschreckendes lesen musste:

    Man wird häufig Jungfrauen begegnen, die seit vielen Jahren in untergeordneten beruflichen Positionen ausharren, in denen ihre natürliche Intelligenz und Phantasie verkümmern, weil das monatliche Gehalt eine so wunderbare Sicherheit mit sich bringt.
    Das klingt ganz schön bescheuert, trifft es in der aktuellen Situation perfekt. Man hat mich richtig ausgelutscht und ich habe es auch noch mit mir machern lassen. allerdings hatte ich ja in den letzten Jahren einiges anders zu ordnen. So möchte ich aber keinesfalls weitermachen.

    Da sieht man wieder, dass die beste Qualifikation nicht viel bringt, wenn man mit sich nicht im Reinen ist und seine Werte nicht entsprechend "verkaufen" kann!
    Es haben nicht alle so gut getroffen wie Grobi, die ihre Nische erkennt und gefunden haben. Darum beneide ich dich schon ein bisschen...v.a. um deine Freiheit!

    Nun brauch ich aber einen Tiger im Tank, den Esel am Steuer hab ich schon verscheucht, da sitzt jetzt eine werdende Füchsin! (sag ich heute!)

    Liebe Grüße und toi toi toi an alle, die sich neu entdecken wollen.


    Miro
    je crois qu'un jour
    Ce sera toi qui s'aura m'aimer

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    AW: Angst vor dem Glück?

    Zitat Zitat von Sun64

    Ich fang ganz langsam mit meinem Abwasch an

    Was machst du?
    Ich sollte es auch gleich tun:
    • Wäsche waschen (lassen)
    • abstauben (nicht die Wäsche)
    • Wäsche in den Schrankräumen
    Das reicht schon, wenn ich mir mehr vornehme, endet das nur im Frust über nicht erledigte Vorhaben.

    Tanti saluti

    Miro
    je crois qu'un jour
    Ce sera toi qui s'aura m'aimer

  3. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Glück?

    Zitat Zitat von MiroMiro
    Es haben nicht alle so gut getroffen wie Grobi, die ihre Nische erkennt und gefunden haben. Darum beneide ich dich schon ein bisschen...v.a. um deine Freiheit!
    Nabend Miro. Hm ich sag in so einem Fall immer: "Jeder sieht, wenn ich esse. Aber niemand, wenn ich Hunger habe". Es ist schon schön, selbständig zu sein - keine Frage. Aber was alles dahinter steckt: Die lange Arbeitszeit, kein bis kaum Urlaub, gewisse Rechte, die Arbeitnehmer genießen fallen weg, das Risiko ist auch hoch (Haftung mit Privatvermögen) usw...all das ist nicht von Pappe. Und letztendlich bleibt finanziell auch nicht die Welt übrig.

    Jedenfalls versteh ich schon, was Du meinst mit dem auf-der-Stelle-treten oder wie Pynchon`s Gedanke, "nichts/ nicht viel" erreicht zu haben bzw. den falschen Weg gegangen zu sein. Die Frage ist: a) inwiefern sind diese Gedanken berechtigt b) will man überhaupt was dranändern?

    "Irgendwann muß man sich entscheiden, ob man Hammer oder Amboß sein will" - ich glaube, die Entscheidung wird recht früh getroffen. Merkt man aber, daß man lieber das andere Werkzeug sein möchte - ist es ein schwieriger Weg. Ob der letztendlich die Befriedigung bringt, oder -falls man es schafft- die Welt schöner für einen aussieht...nunja. Vielleicht ist es manchmal ganz gut, die Gegebenheiten zu prüfen, ob sie nicht vielleicht doch ganz gut sind wie sie sind.

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    AW: Angst vor dem Glück?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nabend Miro. Hm ich sag in so einem Fall immer: "Jeder sieht, wenn ich esse. Aber niemand, wenn ich Hunger habe". Es ist schon schön, selbständig zu sein - keine Frage. Aber was alles dahinter steckt: Die lange Arbeitszeit, kein bis kaum Urlaub, gewisse Rechte, die Arbeitnehmer genießen fallen weg, das Risiko ist auch hoch (Haftung mit Privatvermögen) usw...all das ist nicht von Pappe. Und letztendlich bleibt finanziell auch nicht die Welt übrig.

    Jedenfalls versteh ich schon, was Du meinst mit dem auf-der-Stelle-treten oder wie Pynchon`s Gedanke, "nichts/ nicht viel" erreicht zu haben bzw. den falschen Weg gegangen zu sein. Die Frage ist: a) inwiefern sind diese Gedanken berechtigt b) will man überhaupt was dranändern?
    Ahoi lieber Grobi,

    die Nebeneffekte der Selbständigkeit sind ja weitgehend bekannt und wenn ich auch einerseits die Sicherheit sehr schätze, zieht mich die andere Seite magisch an. Kann sein, weil die letzten 4 Jahre so in die Hose gingen und ich mich nicht mehr in einem Laden wie jetzt unterbuttern lassen will und die Freiheiten augenblicklich höher werte als die Sicherheit und die sozialen Annehmlichkeiten.
    Der Weg wäre äußerst kühn ohne Kapital, d.h. ich bräuchte eine Idee und eine(n), der das Vertrauen und das Geld gibt. Die Frage ist auch, welche Idee tragfähig wäre und die auch ich mit meinen Fähigkeiten umsetzen kann.
    Ich muss aber auch in mich hineinhorchen und prüfen, ob ich dazu jetzt in der Lage wäre, da ich doch vor anderen Risiken Angst habe. Die ehrliche Antwort wäre: "jetzt lieber nicht".

    Drum schau ich zurück und sage:
    a) mein Weg war nicht komplett falsch, ich hätte nur früher abbiegen müssen. Ich habe schon verdammt viel gemacht und gelernt in den 9 1/2 Jahren, 4-5 hätten es aber auch getan. Die Produkte, mit denen ich zu tun habe, sind interessant, das Unternehmensziel an sich auch ganz proper
    b) Jetzt wird es Zeit für was anderes! Aber davon reden wir ja die ganze Zeit. Die Frage nach dem Ziel? Hmmmm, ich wäge ab , ob ein Konzern mit seinen festen Strukturen das richtige ist oder nicht doch lieber ein kleines oder mittelständisches Unternehmen, das man noch entwickeln kann ( deren Strukturen ich dann fixieren kann )

    Merkt man aber, daß man lieber das andere Werkzeug sein möchte - ist es ein schwieriger Weg. Ob der letztendlich die Befriedigung bringt, oder -falls man es schafft- die Welt schöner für einen aussieht...nunja. Vielleicht ist es manchmal ganz gut, die Gegebenheiten zu prüfen, ob sie nicht vielleicht doch ganz gut sind wie sie sind.
    Bist du denn zufrieden über deinen eingeschlagenen Weg? Vermisst du es denn, keinen oder wenig Urlaub machen zu können? So wie du dein Leben so beschreibst, bist du doch ein Wurschtler und Werker und regelst alles selbst. Ich kann mich dich gar nicht in einer sterilen Organisation vorstellen. Gab es das mal?

    Das mit dem Urlaub wäre schon ein Contra....ich verreise um mein Leben gern....

    Und sonst alles ok bei dir?

    Miro
    Geändert von MiroMiro (19.11.2008 um 22:30 Uhr)
    je crois qu'un jour
    Ce sera toi qui s'aura m'aimer

  5. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Glück?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hm. Hm hm hm. Komisch, irgendwie höre ich von allen Leuten immer wieder diese Talentsgeschichte da. Der Satz hat mich heut morgen so richtig angesprungen. Hast Du denn Ruhe (also nicht die Art von Kamillenteeruhe wie derzeit)? Und welche Talente meinste?
    Lieber Grobi,

    darüber muss ich noch nachdenken, weil es meine zentrale Fragestellung ist.
    Ruhe habe ich viel zu viel. Vielleicht erst das dazu:

    Hatte heute einen Abend mit zwei netten jungen Kollegen. Haben bisschen im Wintergarten gekickert und über die Firma geredet. Die Kollegen sind beide 24, also 12 Jahre jünger als ich und absolute Topleute (ganz paar Ebenen über mir also), nur dass das in unserer Firma nicht anerkannt wird. Ich bin mir 100prozentig sicher, dass die beiden mal richtig gutbezahlte Topjobs bekommen. Was in meiner Firma unmöglich ist, obwohl sie europaweit die Marktführerschaft anstrebt. Der eine hat jetzt gerade erst angefangen und betreut schon ein Riesen-Projekt für Audi. Eben dieser Kollege meinte zu mir völlig ernst, dass ich mein Talent total vergeude, dass ich richtig Potential habe. Ihm standen die Fragezeichen, wieso ich so einen Scheißjob mache richtig auf der Stirn geschrieben. Und das nicht aus Überheblichkeit, sondern aus Sorge, wenn ich das so sagen darf.
    Das gibt mir zu denken und zeigt, dass die Fragestellung nach den Talenten völlig berechtig ist für mich.

    Andererseits freut es mich aber auch, so tolle Kollegen zu haben, die ich mir sehr gut als Freunde vorstellen kann. Demnächst wollen wir ja auch mal auf ein Bier ausgehen.

    Jetzt schaue ich aber erst mal, ob Deutschland das Ding noch gewinnt gegen England.

    Viele Grüße,
    Pynchon

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    AW: Angst vor dem Glück?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Eben dieser Kollege meinte zu mir völlig ernst, dass ich mein Talent total vergeude, dass ich richtig Potential habe. Ihm standen die Fragezeichen, wieso ich so einen Scheißjob mache richtig auf der Stirn geschrieben. Und das nicht aus Überheblichkeit, sondern aus Sorge, wenn ich das so sagen darf.
    Das gibt mir zu denken und zeigt, dass die Fragestellung nach den Talenten völlig berechtig ist für mich.

    Andererseits freut es mich aber auch, so tolle Kollegen zu haben, die ich mir sehr gut als Freunde vorstellen kann. Demnächst wollen wir ja auch mal auf ein Bier ausgehen.
    Lieber Pynchon,

    Wenn man sich seiner selbst einigermaßen sicher und seiner Fähigkeiten bewusst ist, dann kann man auch die Fähigkeiten der anderen neidlos anerkennen. Nur wenn man selbst Luftblasen schlägt und darauf hofft, dass diese nicht zerplatzen, muss man permanent aufpassen, dass man selbst im Fokus steht. Andere "Gute" stören da nur auf dem Weg nach oben.
    Da hast du echt gute Kollegen erwischt. Arbeitet ihr auch direkt zusammen?

    Im Frühjahr sind drei junge Mädels an mir vorbei befördert worden. Deren Ausgangspositionen waren recht einfach, auf einmal bekamen sie eigene Ressorts. Das war zunächst ein harter Brocken, den ich zu schlucken hatte. An sich mag ich ja alle drei und gönne es ihnen von der persönlichen Seite. Die können ja nichts für, dass bei Chefchef kein Bein mehr auf die Erde bekomme. Nun, nach 6 Monaten, merkt man aber auch, wer sich seinen Posten mit verdammt guter Arbeit so langsam verdient. Eine von den dreien macht Lärm für 5 und spielt sich als enorm wichtig hervor, fordert Managementkurse etc., meint Kommentare über anderer Leute Arbeitszeiten abgeben zu müssen. Dabei bekommt sie nicht einmal ihr Postfach geregelt und zieht mir meine Sachbearbeiterin für ihre Belange ab. Weißt, was ich meine.....? Macht in den falschen Händen!
    Es könnte mir ja inzwischen egal sein.....es ist nur erschreckend zu sehen, dass sie als die Taffe von den dreien die größten Schritte machen wird. So war das schon immer in diesem Laden!

    Love it
    Change it or
    Leave it

    Heute hatte ich dafür wieder eine leckere Massage, 20 Mnuten nur, aber einfach hmmmmmmmm. Man muss (sich) auch was gönnen können!

    die noch nebenher werkelnde Miro
    je crois qu'un jour
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  7. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Glück?

    Ich sollte auf mein Herz hören.

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    AW: Angst vor dem Glück?

    .Morgen ihr lieben

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich sollte auf mein Herz hören.
    wo wills den hin, dein liebes, gutes herz?
    Raus?Was macht den deine Therapie? Gehst da noch hin? wie läufts in deiner WG? Ist Ruhe? Schon eine neue Mitbewohner/in in Aussicht?

    Früher in solchen Situationen und auch heute noch, ist meine Frage an mich. Was will ich nicht (mehr) und wenn die geklärt ist, dann kann man Schritte unternehmen.
    Macht euch Spasseshalber mal einen Zettel wo ihr das alles drauf schreibt.
    als es damals um "meinen Laden" ging habe ich das auch gemacht.
    Aber, der Vater meiner Tochter konnte kein Stück mit Geld umgehen, so das es mitte vom Monat schon Ende war und das war so grauenhaft das mein erster Eintrag auf dem Zettel war, Sicherheit u nie wieder Existensängste, so weing Geld.

    Wenn ich so zurückdenke, mit dem Pottler wars oft das gleiche. sein Laden lief nicht richtig, ich Jahrelang mein ganzes Geld rein gebuttert und auch immer wieder nichts am Ende vom Monat.
    Urlaub, konnte ich knicken, mal ein-zwei Tage.
    Immer in Sorge, immer am knausern, sparen, alles verkneifen.
    Krank sein konnte er sich auch nicht leisten.

    Aufgeben wollte und konnte er nicht. Seit 20 Jahren sein eigner Herr, mit seinem eigenen Biorythmus (Eule) im seinem Laden glücklich, nicht in der Lage "Weisungsempfänger" zu werden.
    .
    „Leben ist das, was uns zustößt,
    während wir uns etwas ganz anderes
    vorgenommen haben..“
    . Henry Miller
    *********************************

    LG Sun

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    AW: Angst vor dem Glück?

    Zitat Zitat von Sun64
    Früher in solchen Situationen und auch heute noch, ist meine Frage an mich. Was will ich nicht (mehr) und wenn die geklärt ist, dann kann man Schritte unternehmen.
    Macht euch Spasseshalber mal einen Zettel wo ihr das alles drauf schreibt.
    als es damals um "meinen Laden" ging habe ich das auch gemacht.
    Aber, der Vater meiner Tochter konnte kein Stück mit Geld umgehen, so das es mitte vom Monat schon Ende war und das war so grauenhaft das mein erster Eintrag auf dem Zettel war, Sicherheit u nie wieder Existensängste, so weing Geld.
    Moin liebe Sun, früher Vogel (schon einen Wurm gefangen?),

    da hast du in deiner Vergangenheit ja einiges mitgemacht mit deinen Mannen! Mir scheint, als hast du immer alles für deine Beziehungen gegeben und dich dabei ganz schön ausgeleert hast! Du achtest heute hoffentlich besser darauf, dass auch du auf ein ausgeglichenes seelisches und finanzielles Konto kommst? Auch bei deinem Schrauber?
    Das ist die Gefahr derer, die immer gerne geben: sie vergessen, sich auch noch was zu nehmen und nachher stehen sie mit leeren Taschen im Schlamassel!

    Deine Idee mit dem Wunschzettel finde ich übrigens richtig gut, v.a. in der Situation des Neuanfangs, in der ich jetzt ja auch stecke.
    Meine Tafel bekommt jetzt einen neuen Platz und da werden über die kommenden 4 Wochen mal meine wirklich wichtigen Vorstellungen gesammelt!
    Mein Herz steht da als zentraler Punkt sicher weit oben!

    Einen schönen Tag wünscht dir

    Miro
    je crois qu'un jour
    Ce sera toi qui s'aura m'aimer

  10. Inaktiver User

    AW: Angst vor dem Glück?

    Zitat Zitat von MiroMiro
    die Nebeneffekte der Selbständigkeit sind ja weitgehend bekannt und wenn ich auch einerseits die Sicherheit sehr schätze, zieht mich die andere Seite magisch an. Kann sein, weil die letzten 4 Jahre so in die Hose gingen und ich mich nicht mehr in einem Laden wie jetzt unterbuttern lassen will und die Freiheiten augenblicklich höher werte als die Sicherheit und die sozialen Annehmlichkeiten.
    Der Weg wäre äußerst kühn ohne Kapital, d.h. ich bräuchte eine Idee und eine(n), der das Vertrauen und das Geld gibt. Die Frage ist auch, welche Idee tragfähig wäre und die auch ich mit meinen Fähigkeiten umsetzen kann.
    Guten Morgen

    Naja, das ist halt so wie wenn jemand berichtet wie es ist, krank zu sein. Ist schon anders als selbst krank zu sein - blödes Beispiel, daber wo drin zu stecken ist nunmal weitaus realer. Ich will da ja keinem was vermiesen, warne aber. Und selbst mir, dem es wirklich Spaß macht, Herzblut drin steckt usw...wird es immer wieder mal zuviel - okay, kann aber auch branchenabhängig sein. Bei mir passiert derart viel Mist - das zerrt u.a. an den Nerven. Und es ist während der ersten Jahre hart gewesen, sehr hart. Ich hätte es wohl finanziell nicht überlebt, hätte ich Mietkosten gehabt (wollte erst in einen "richtigen Laden", aber wurde mir zu heiß, als ich die Kosten mit einem Profi durchgerechnet hab. Ich hab dann kurzerhand einfach die am Haus angebaute Schreinerwerkstatt meines Onkels umgebaut. Waren zwar auch einige Kosten, aber das meiste Eigenleistung). Ja und wegen Kredit bin ich Banken durch - haben alle mit dem Kopf geschüttelt. Auch da mußte meine Mutter einspringen - hat sie aber ohne großes Zögern getan, weil sie das Vertrauen hatte. Kontakte zu den Großhändler waren auch hilfreich, einer davon hat mir auch einen Teil Ware 1/2 Jahr "auf Kommi" gelassen und alte Tegometall-Regale überlassen, mußten abgeschliffen und lackiert werden - dauerte auch 2 Wochen .

    Ohne all diese Hilfen und einen geringen Kostenrahmen - ist das außerordentlich schwierig. Kann ich wirklich nur vor (zuviel) Enthusiasmus warnen - davon kann man letztlich nämlich nicht runterbeißen :)
    Tja und was dem einen die mobbenden Kollegen, sind dem anderen seine manchmal unerträglichen Kunden so die große Freiheit Nr. 7 ist eine Selbständigkeit auch da nicht.

    Andererseits: Mit der richtigen Idee (evtl. Nische), Feuer im Bobbes und dazugehörigem Fachwissen kann man schon was reißen. Vielleicht im kleinen Rahmen "nebenbei" beginnen, falls möglich.

    a) mein Weg war nicht komplett falsch, ich hätte nur früher abbiegen müssen. Ich habe schon verdammt viel gemacht und gelernt in den 9 1/2 Jahren, 4-5 hätten es aber auch getan. Die Produkte, mit denen ich zu tun habe, sind interessant, das Unternehmensziel an sich auch ganz proper
    "Umwege verbessern die Ortskenntnis", den Spruch liebe ich. Eine gute Basis: Fach- und Insiderwissen, Kontakte usw...hast Du da also schon - das ist unabdingbar. Darauf kannst Du schon mal aufbauen. Wenn es sich in erster Linie um "Vertrieb" handelt, würde ich es wirklich mal nebenbei per Shop probieren - so ein Gewerbe ist schnell angemeldet. Da bleibt das Einkommen, die Kosten sind überschaubar und eine gute Übung ist es auch.

    Bist du denn zufrieden über deinen eingeschlagenen Weg? Vermisst du es denn, keinen oder wenig Urlaub machen zu können? So wie du dein Leben so beschreibst, bist du doch ein Wurschtler und Werker und regelst alles selbst. Ich kann mich dich gar nicht in einer sterilen Organisation vorstellen. Gab es das mal?
    Zum Großteil ja. Urlaub bedeutet mir nicht viel (hm...wenn alles einigermaßen glatt läuft, ist die Arbeit fast "Urlaub" - naja nicht ganz..) und Reisen ist mir recht schnuppe. Freilich war ich in allerlei Betrieben tätig, irgendwann hatte ich keinen Bock mehr überall zu strukturieren, Neuerungen einzuführen - und profitiert haben die Chefs. Und als dann die Scheidung anstand, der damalige Chef (Unternehmen aus der Branche, wo ich jetzt auch mache) meinte, einer müßte gehen - hab ich beschlossen, alles in einem Aufwasch umzukrempeln. Paßte auch vom Alter her noch - heut flucht er, weil seine Kunden bei mir sind hehehehe. Such is life

    Eine von den dreien macht Lärm für 5 und spielt sich als enorm wichtig hervor, fordert Managementkurse etc., meint Kommentare über anderer Leute Arbeitszeiten abgeben zu müssen. Dabei bekommt sie nicht einmal ihr Postfach geregelt und zieht mir meine Sachbearbeiterin für ihre Belange ab. Weißt, was ich meine.....? Macht in den falschen Händen!
    Brrrr - die Frau meines Ex-Chefs war so eine. Spielte immer die Grande Dame, die eigentlich Chefin sein sollte - und konnte einen Drucker nicht bedienen. Hatte einen Halbtagsjob bei ner anderen Firma auch (wollte da nicht unter xtausend € heimgehen, so vom gefühlten Leistungsvermögen) und haute auf den Putz. Problem: Mein Cousin war ihr Vorgesetzter und der erzählte, daß sie beim kleinsten Fehler heulend vor`s Gebäude rannte und erst mal 5 rauchte. Und auf meine Anweisung hin (da war ich schon weg von dort) wurden sehr viele Fehler entdeckt . Vielleicht solltest Du einen Sabotage- und Psychologische-Kriegsführungs-Workshop besuchen? Wir könnten auch versuchen, kompromittierende Fotos in Umlauf zu bringen.

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