Ja, genau, einfach mal Ruhe, schlafen können wie ein Baby, keinen Druck verspüren. Hab mich beim Joggen gestern auch für paar Minuten vor die Kirche gesetzt. Hm, wahrschneinlich würden auch schon zwei Wochen Kloster reichen. Einfach nur um Abstand zu gewinnen.Zitat von Inaktiver User
Nicht erschrecken übrigens, dass ich nachts schreibe. Mir ist halt gerade im Schlaf eine Art Lösung bzw. Antwort gekommen, so dass ich aufgewacht bin. Bin irgendwie entspannter gerade. Ich glaube einfach, ich habe generell starke Ängste vor allem und jedem. Davor, mich zu positionieren, mich zu behaupten, mich mit jemandem anzulegen, mich auf jemanden einzulassen, mich ins Rampenlicht zu stellen. Und dadurch, dass mich diese Angst im Griff hat, lebe ich auch nicht wirklich. Mit dem Ergebnis, dass auch von mir negative Energie in eine Beziehung reinkommt, die dann so nicht klappen kann. Also im Grunde sind weder Frau X. oder Herr P. blöd, aber die doofe Angst schon. --- Naja, trotzdem werde ich ihr nicht nen Heiratsantrag machen. Nicht mal eine Mail schreiben, sondern eher mal schauen, dass ich die Angst in den Griff kriege.
Mal sehen, was ich dazu sage, wenn ich morgen wach bin.
Schlaft gut.![]()
Pynchon
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Thema: Angst vor dem Glück?
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05.08.2008, 03:46Inaktiver User
AW: Angst vor dem Glück?
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05.08.2008, 08:01Inaktiver User
AW: Angst vor dem Glück?
Guten Morgen, Pater Pynchon!
Ehem wenn ich dazu bemerken dürfte, daß wahrscheinlich nicht
irgendwelche Ängste und Rampenlichtslampenfiebers an der
ganzen Misere da schuld sind, sondern du ganz profan mit der
Damen an einen schrägen Vogel geraten bist. So sehr brauchst
dir den Kopf da nicht wirr machen. Maximal ist genehmigt, ein
wenig zu leiden weil ihr strammer Hintern nicht da ist, sowas
ist natürlich immer ein schmerzhafter Verlust
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05.08.2008, 09:09
AW: Angst vor dem Glück?
Das seh ich genauso. Überlass das psychoanalysieren ihr, das kann sie doch gut. Was wäre denn, wenn Du keine Ängste hättest, Dich auf jemand richtig einzulassen? Hättest Du dann Lust, die Sommerwiese und das Bett zum Seminarraum für sozialarbeiterische und gender-technische Fragestellungen umfunktionieren zu lassen? Ich glaube kaum.
Zitat von Inaktiver User
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05.08.2008, 10:13
AW: Angst vor dem Glück?
Also, ich finde Pynchons Gedankengang schon richtig und ausgesprochen sinnvoll.
Wenn er keine Angst hat, kann er der Dame freundlich sagen, wie ihr Verhalten bei ihm ankommt. Im Grunde muss er ihr das nicht mal sagen, der Gedanke reicht aus.
Das wird sie natürlich nicht zu einem anderen Menschen machen, aber er wird damit für sich eine klare Grenze ziehen: Wenn er sich anderen gegenüber freundlich und interessiert zeigt, kann er das auch von anderen erwarten. Wenn diesbezüglich aber nichts kommt, ist das nicht sein Problem.
Dieses “Grenzenziehen” wird bei Pynchon dafür sorgen, dass er sich nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen muss, was er “richtiger” machen müsste.
Im Grunde macht doch keiner der beiden wirklich etwas “falsch“, sondern ihr Kommunikationsverhalten passt eben einfach nicht zusammen. Mit Sicherheit gibt es Männer, die ihren Redefluss toll finden, genauso wie es Frauen gibt, die Pynchons ruhiger Art mit Freundlichkeit und Interesse begegnen. Weder sie noch Pynchon sind also “falsch”, sondern nur “füreinander nicht richtig”. Und das hat er ja bereits erkannt.
Wenn er so denkt, hat er die Freiheit, sich von der Dame freundlich zu verabschieden, in dem er weder ihr noch sich die Schuld geben muss. Das sorgt auch für eine Druckentlastung - er muss sich nicht ständig fragen, welches Verhalten bei den Frauen "ankommt", sondern er hat die Verantwortung, sich die Frauen zu suchen, die zu ihm passen.
Pynchon, ich finde Deine nächtlichen Gedankengänge gut.
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05.08.2008, 10:14Inaktiver User
AW: Angst vor dem Glück?
Nur wenn mir sonst gar nichts mehr einfällt.
Zitat von Dachziegel
Doch die Angst an sich ist schon ein Problem. Hab damit bei anderen Frauen schon einiges Porzellan zerdeppert, einfach weil man als Ängstlicher keine Geduld hat.
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05.08.2008, 11:09Inaktiver User
AW: Angst vor dem Glück?
Und Deine Zusammenfassung finde ich genau treffend. Du kennst Dich echt aus mit solchen Problemen.
Zitat von Messerwerferin
Es ist wirklich eine wahnsinnige innere Entlastung, zu erkennen, dass niemand was falsch gemacht hat, es aber eben andere Erwartungen gab.
Viele Grüße,
Pynchon
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05.08.2008, 12:26
AW: Angst vor dem Glück?
Pynchon, ich hab nur Deine eigenen Gedanken ein bisschen aufgerüscht. Der Dank gebührt eher Deiner Schlaflosigkeit.
Allerdings sollten Schlafstörungen nicht dauerhaft als Problemlösungsstrategie in Betracht gezogen werden. Das macht so unattraktive Augenringe
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05.08.2008, 12:45Inaktiver User
AW: Angst vor dem Glück?
Danach habe ich friedlich geschlafen wie lange nicht. Nur musste ich zwei Stunden zu früh aufstehen.
Zitat von Messerwerferin
Gut, die Augenringe sind eher schlecht. Dafür hab ich heute schon mehr gelacht, als in den letzten zwei Wochen.
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05.08.2008, 14:31Inaktiver User
AW: Angst vor dem Glück?
Hi pynchon,
freue mich, dass du anfaengst, die Sache etwas leichter zu sehen. Bin auch erleichert zu hoeren, dass auch Maenner sich mit Liebes(un)glueck so beschaeftigen koennen!
Eine OT frage:
Es kommt mir so vor, als ob Schlafen eine ziemlich bedeutende Angelegenheit fuer Maenner ist (mehr als nur koerperliche Erholsamkeit). Stimmt das und wenn, was ist es genau?
Zitat von Inaktiver User
Dir alles Liebe!
martha
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05.08.2008, 14:43Inaktiver User
AW: Angst vor dem Glück?
Hi Martha,
Zitat von Inaktiver User
Danke. Ist mir noch nicht generell aufgefallen. Wobei Schlaf einer der Hauptfaktoren für seelische und körperliche Gesundheit ist. Hatte auch nie länger Probleme damit, erst seit ein rücksichtsloser Nachbar vor drei Monaten bei mir im Haus eingezogen ist (deshalb auch der Umzug), schleppe ich mich manchmal richtig brutal durch die Woche (und sehe auch regelrecht alt aus, finde ich). Möglich, dass ich deshalb auch keinen Nerv für Frau X. hatte.
Viele Grüße,
D. (ähm Pynchon - Mist wenn man vom Outlook zum Forum switcht)Geändert von Inaktiver User (05.08.2008 um 14:46 Uhr)


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