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    Völlig durch den Wind

    Hallo liebe Bricom-Gemeinde,

    nachdem ich mich schon längere Zeit als stille Mitleserin hier tummele , wende ich mich heute mal mit einem Problem, was mich schon längere Zeit beschäftigt an euch.

    Vor knapp einem Jahr habe ich einen Mann kennengelernt, in den ich mich Hals über Kopf und auf den ersten Blick verliebt habe. Bis dato etwas, von dem ich geglaubt habe, daß es mir nie und nimmer passiere könnte (nicht das Verlieben, aber diese Sicherheit: der oder keiner innerhalb so kurzer Zeit). Ihm ging es, zumindest anfangs, wohl ähnlich. Zumindest wurden glühende SMS von ihm gesendet, die Telefondrähte liefen heiss usw - will jetzt hier gar nicht weiter in Detail gehen, das würde wohl den Rahmen sprengen und ist, glaube ich, für meine Geschichte auch nicht wichtig. Nur soviel: es blieb beim "almost lover", wir sind nie richtig zusammen gekommen. Nachdem das ganze immer mehr auf die Freundschaftsschiene abdriftete (sehr intensiv, wir haben uns so oft es ging gesehen, viel miteinander unternommen und auch meine Tochter war ganz begeistert von ihm), hab ich das Handtuch geworfen. Ich kam mit einer reinen Freundschaft, so schön und wichtig sie mir einerseits war, nicht klar. Ich hab also den Kontakt zu ihm im März abrupt abgebrochen. Es ging mir damit natürlich nicht gut, aber ich war relativ zuversichtlich daß dies mit der Zeit besser wird. Bis vor einigen Wochen konnte ich damit tatsächlich einigermassen umgehen. Gelegentliche Frustanfälle gab es zwar, aber irgendwie hatte ich das ganz gut im Griff ... dachte ich.

    So, und nun wirds kompliziert: Vor einigen Wochen hab ich meine ehemals grosse Liebe wiedergetroffen. Den hab ich kennengelernt als ich Anfang 20 war, wir waren 4 Jahre zusammen und ich hab ihn seit 15 Jahren nicht mehr gesehen. Als wir uns wiedertrafen, war sofort die alte Vertrautheit wieder da. Er hat mir relativ schnell zu verstehen gegeben daß er mich nie vergessen hat und er gerne mit mir nochmal neu anfangen möchte. Tja ... was soll ich sagen ... ich mag ihn total gerne, müsste mich eigentlich freuen und tue das irgendwie auch, aber.... ich bin an jenem Abend nach Hause gekommen und hab mir die Augen ausgeheult wegen "almost lover"

    Und der schwirrt mir seitdem mehr denn je im Kopf rum. Mein Freund (ja, wir sind wieder zusammen) weiss, wie es gefühlsmässig in mir aussieht. Seine Reaktion: "Wenn ich sicher wüsste, daß du mit ihm glücklich wirst, würde ich dir nicht ihm Weg stehen sondern den Kerl wachrütteln und ihm klarmachen, was du für ne tolle Frau bist." Er ist der Meinung, daß ich einfach Zeit brauche und er ist bereit, mir diese zu geben. Wenn wir zusammen sind ist alles gut - ich fühl mich pudelwohl, geborgen und bin glücklich. Da er aber nicht gerade um die Ecke wohnt, kommt das eben auch nur alle paar Tage vor. Kaum ist er weg, ertappe ich mich ständig dabei, an den anderen zu denken und fühl mich danach umso mieser ... Ich fühle mich hin- und hergerissen, möchte meinen Freund nicht verletzen und ihn schon gar nicht verlieren - er tut mir gut, auch wenn ich nicht weiss, ob ich jemals gefühlsmässig wieder da hinkomme, wo wir einmal gewesen sind. Kennt ihr das? Wenn ja, wie geht ihr damit um?

    Meine beste Freundin fragte mich gestern, ob mir eigentlich klar sei, daß ich in meinem ganzen Leben noch nie um einen Mann richtig kämpfen musste bzw. auch ich immer diejenige war, die Beziehungen beendet hat. Sie ist der festen Überzeugung, daß ich an diesem Mann so hänge, weil ich ihn nicht gekriegt habe und dies eine völlig neue Erfahrung für mich ist. Ob sie damit recht hat, zweifle ich an - ich war tatsächlich und wie oben beschrieben, noch nie so schnell so sicher, meinen Deckel gefunden zu haben. Trotzdem ... ich hab bisher ausnahmslos alle Männer auch bekommen, die ich haben wollte, wenn auch manchmal etwas Geduld angesagt war. Könnte sie vielleicht doch recht haben? Ist das, was man nicht haben kann, wirklich um so vieles anziehender?

    Wie kriege ich diesen Kerl bloss aus meinem Kopf?

    unglückliche Grüsse
    die Chaosbraut

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    AW: Völlig durch den Wind

    Zitat Zitat von Chaosbraut
    es blieb beim "almost lover", wir sind nie richtig zusammen gekommen.
    Hast Du diese Entwicklung schon (in Dir) hinterfragt?

    Zitat Zitat von Chaosbraut
    Nachdem das ganze immer mehr auf die Freundschaftsschiene abdriftete (sehr intensiv, wir haben uns so oft es ging gesehen, viel miteinander unternommen und auch meine Tochter war ganz begeistert von ihm), hab ich das Handtuch geworfen. Ich kam mit einer reinen Freundschaft, so schön und wichtig sie mir einerseits war, nicht klar.
    Und auch die Probleme mit der Freundschaftsebene? Was spielt sich in Dir ab?


    LG
    „Wer Tiere, eingepfercht als Massenware, als Schlachttiere hält, ist nicht besser als der, der sie tötet.

    Wer das Fleisch der gequälten und hingerichteten Tiere verzehrt, ist nicht besser als der, der sie für die Hinrichtung hält.

    Tötungsrituale zu den sogenannten kirchlichen Festtagen, einerlei, ob das Opfer eine Gans, ein Reh oder ein Weihnachtsbaum ist, sind gegen das Gesetz des Lebens.“


    Verkürzt aus
    „Die redende All-Einheit“

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    AW: Völlig durch den Wind

    Hallo LichtereChakren,

    inwiefern in mir hinterfragt? Ich selbst wollte mehr als eine Freundschaft, soviel ist klar. Und auch er weiss das. Wenn er es nicht schon vorher gemerkt hat, dann spätestens mit meinem Kontaktabbruch, den hab ich durchaus begründet. Seine Reaktion:
    Er findet es sehr schade, wird uns sehr vermissen aber muss das wohl so akzeptieren. Ist auch völlig in Ordnung so, mir ist durchaus bewusst das man Gefühle eben nicht forcieren kann und ich hab mit genau so einer Reaktion auch gerechnet (hätte ich vermutlich an seiner Stelle nicht anders gemacht).

    Was sich in mir abspielt, könnte man als pures Chaos bezeichnen.
    Ich fühl mich mies, hab einerseits einen tollen Mann an meiner Seite, der mich auf Händen trägt und ich könnte mich dafür ohrfeigen, immerzu an einen anderen denken zu müssen... wohl wissend, das besagter anderer mich nicht will (zumindest nicht auf einer Beziehungsebene). Ich vermisse die Gespräche mit ihm, gleichzeitig ist mir bewusst, das ich mich in seiner Gegenwart oftmals auch unwohl gefühlt habe, eben WEIL ich da emotional doch weitaus stärker involviert war, als er. Die Freundschaft auf dieser Ebene weiterzuführen ist daher für mich keine Option - ich hab die Hoffnung, irgendwann von ihm loszukommen noch nicht aufgegeben, solange wir uns weiterhin regelmässig sehen wird das aber bedeutend schwerer werden und mit Sicherheit um einiges länger dauern.

  4. Inaktiver User

    AW: Völlig durch den Wind

    Zitat Zitat von Chaosbraut
    Meine beste Freundin fragte mich gestern, ob mir eigentlich klar sei, daß ich in meinem ganzen Leben noch nie um einen Mann richtig kämpfen musste bzw. auch ich immer diejenige war, die Beziehungen beendet hat. Sie ist der festen Überzeugung, daß ich an diesem Mann so hänge, weil ich ihn nicht gekriegt habe und dies eine völlig neue Erfahrung für mich ist. Ob sie damit recht hat, zweifle ich an - ich war tatsächlich und wie oben beschrieben, noch nie so schnell so sicher, meinen Deckel gefunden zu haben. Trotzdem ... ich hab bisher ausnahmslos alle Männer auch bekommen, die ich haben wollte, wenn auch manchmal etwas Geduld angesagt war. Könnte sie vielleicht doch recht haben? Ist das, was man nicht haben kann, wirklich um so vieles anziehender?
    Deine beste Freundin kennt Dich gut, insofern halte ich das für durchaus nicht unwahrscheinlich.

    Und vielleicht warst Du Dir gerade drum so "sicher", daß das der richtige Deckel ist: Wel Dir unbewußt von Anfang an klar war, daß gerade dieser Mann nicht auf Dich abfährt....

    Nicht gelebte Verliebtheiten kriegt man oft am schwersten aus dem Kopf ....

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    AW: Völlig durch den Wind

    Zitat Zitat von Chaosbraut
    Ich selbst wollte mehr als eine Freundschaft, soviel ist klar. Und auch er weiss das.
    Wie / in welcher Situation wurde zwischen Euch 'Beziehung' thematisiert und wie hat er reagiert und sich dazu geäußert?

    Fand nichts Körperliches statt oder hast Du diese Bedeutsamkeit nicht genannt?

    LG
    „Wer Tiere, eingepfercht als Massenware, als Schlachttiere hält, ist nicht besser als der, der sie tötet.

    Wer das Fleisch der gequälten und hingerichteten Tiere verzehrt, ist nicht besser als der, der sie für die Hinrichtung hält.

    Tötungsrituale zu den sogenannten kirchlichen Festtagen, einerlei, ob das Opfer eine Gans, ein Reh oder ein Weihnachtsbaum ist, sind gegen das Gesetz des Lebens.“


    Verkürzt aus
    „Die redende All-Einheit“

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    AW: Völlig durch den Wind

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und vielleicht warst Du Dir gerade drum so "sicher", daß das der richtige Deckel ist: Wel Dir unbewußt von Anfang an klar war, daß gerade dieser Mann nicht auf Dich abfährt....

    Nicht gelebte Verliebtheiten kriegt man oft am schwersten aus dem Kopf ....
    Hmm, das passt nicht wirklich. Tatsächlich war es so, daß er mir anfangs für meine Begriffe recht deutliche Signale geschickt hat, die in genau in die Richtung "ich fahr voll auf dich ab" gingen. Bsp: Eine SMS die begann mit "Solltest du je erkennen das ich der Richtige für dich bin, dann ...." (weiss nicht mehr in welchem Zusammenhang, ging, glaub ich, um meine ausgeprägte Kaffeesucht. ) Meine Frage woher er denn weiss, daß ICH die richtige für IHN bin, wurde mit "das weiss ich einfach" beantwortet. Solche und ähnliche SMSen kamen anfangs eigentlich mehrfach täglich. Damals war ich diejenige, die da erstmal gebremst hat - weil ich mich völlig überrannt fühlte, von meinen eigenen Gefühlen überrascht war. Normalerweise dauert das mit dem Verlieben bei mir um einiges länger, aber hier kam sofort das Gefühl auf, ihn schon lange zu kennen, und letztlich haben wir uns tatsächlich in vielen Beziehungen einfach blind verstanden. Ich mag das Wort "Seelenverwandter" eigentlich nicht, aber das kommt der Sache wahrscheinlich am nächsten. Ein weiterer Grund, warum ich das langsam angehen wollte, ist meine Tochter - in meinem Fall gehören halt zu einer Beziehung tatsächlich eben drei und nicht zwei. Hätte das damals nicht auch bei den beiden sofort gestimmt ... ich weiss nicht, ob wir dann überhaupt so lange Kontakt gehabt hätten. Und das ich mein Madamchen überhaupt so schnell ins Boot geholt hab, ist auch sehr untypisch für mich. Kurz : die ersten 2,3 Wochen
    war er schwerst am baggern. Und ja - ich hab ihm durchaus zu verstehen gegeben, daß ich Interesse habe, aber eben einfach ein wenig Zeit brauche, um das ganze für mich selbst zu sortieren.

    Wann genau sein Interesse an mir als möglicher Partnerin in rein freundschaftliche Bahnen gelenkt wurde, vermag ich gar nicht so genau zu sagen. War halt ein schleichender Prozess, dem ich möglicherweise durch meine verhaltene Art Vorschub geliefert hab.

    Zitat Zitat von LichtereChakren
    Wie / in welcher Situation wurde zwischen Euch 'Beziehung' thematisiert und wie hat er reagiert und sich dazu geäußert?

    Fand nichts Körperliches statt oder hast Du diese Bedeutsamkeit nicht genannt?
    Es gab tatsächlich nie ein konkretes Gespräch ob bzw. wie es denn nun bei uns beziehungstechnisch aussieht. Aber eine Menge Äusserungen seinerseits, (nach den oben beschriebenen anfänglichen 2,3 Wochen) die eigentlich mehr als deutlich waren und ein solches Gespräch überflüssig machten ... Beispiel: Der Satz "Ich bin und bleibe Single" fiel mehr als einmal. Übrigens das erste Mal kurz bevor es zu Körperlichkeiten hätte kommen können ... das hat dann allerdings jede Lust in mir schlagartig erstickt

    Körperlichkeiten in Form von Kuscheln/Rückenkraulen auf der Couch beim gemeinsamen DVD Abend, Begrüssungs- und Abschiedsknuddler bzw. Küsschen ... ja, die gabs. Und wenn ich das gewollt hätte, hätte ich sicherlich mehr haben können, aber eben ganz unverbindlich und ... neeee.... nach obiger message (gab durchaus noch mehr Ansagen dieser Art) hab ich mir das verkniffen. Das hinterlässt nur einen schalen Beigeschmack, wenn Gefühle im Spiel sind. Auch das hab ich ihm genauso gesagt, woraufhin seine diesbezüglichen Versuche auch sofort eingestellt wurden. Da gibts also nichts zu deuteln oder schön zu reden - er wollte einfach nicht. Völlig legitim.

    Was mich so fertig macht ist, daß ich, nach immerhin 4 Monaten Funkstille (von gelegentlichen SMSen "Wie gehts euch" "Gut" mal abgesehen), immer noch so häufig an ihn denken muss, mich diese Gedanken eigentlich im ganzen Tagesablauf begleiten. Extrem verstärkt eben, seit ein neuer Mann aufgetaucht ist. Und dem gegenüber hab ich ein verdammt schlechtes Gewissen, das hat er einfach nicht verdient!
    Geändert von Chaosbraut (04.07.2008 um 15:40 Uhr)

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    AW: Völlig durch den Wind

    Zitat Zitat von Chaosbraut
    Der Satz "Ich bin und bleibe Single" fiel mehr als einmal.
    Damit hat er zwar (aus einer Art Ängstlichkeit) sein Ungebundenbleibenwollen ausgedrückt, aber Dich Illusionen beraubt, die Salz in der Suppe für die körperliche Annäherung bedeuten:

    Übrigens das erste Mal kurz bevor es zu Körperlichkeiten hätte kommen können ... das hat dann allerdings jede Lust in mir schlagartig erstickt
    Dein induziertes sexuelles Desinteresse ist verständlich. Allerdings hast Du nun mit dem Kontaktabbruch gekontert:

    Ich kam mit einer reinen Freundschaft, so schön und wichtig sie mir einerseits war, nicht klar. Ich hab also den Kontakt zu ihm im März abrupt abgebrochen.
    und eine lose-lose-Situation erzeugt: Ihr habt beide verloren.

    Seine Singleschwüre hätten unterbleiben können/sollen, ohne daß er damit umgekehrt eine Bindungswilligkeit demonstriert, aber gravierend natürlich Dein kommunikativ erfolgter Kontaktabbruch:

    dann spätestens mit meinem Kontaktabbruch, den hab ich durchaus begründet.
    Nichtkommunikativ ist weniger zerstörend / wäre weniger zerstörend gewesen.

    Ein Freundschaftsabbruch ist eine negative Handlung, ein Illusionsverlust ist weit weniger negativ zu sehen.

    Der Illusionsverlust (einer Partnerschaft) ist dadurch zu handlen, daß die Energien, die für mehr bereitstünden, in Freundschaftsliebe transformiert werden.

    Nachdem Du der Transformation durch die Freundschaftsentsagung den Boden weggerissen hast, wissen die Energien in Dir nicht wohin und geistern als ziellose Gedanken in Deinem Kopf herum.

    .So, und nun wirds kompliziert: Vor einigen Wochen hab ich meine ehemals grosse Liebe wiedergetroffen.
    Durchaus nicht als Komplikation, sondern als Vereinfachung sehbar: Die Situation hätte sich so auflösen können: Du hast Deinen alten Freund als Partner und Deinen neuen Freund als Freund. Beide geben Dir. Dein Wunsch nach mehr ist (in anderer Weise) erfüllt.

    Daraufhin muß sich auch der neue Freund in seinen Ansichten bewegen. Er gewinnt neue Erkenntnisse, die Euch beiden zugute kommen.

    Denkbar ist dann eine Rochade: Der neue Freund ist bereit für eine Partnerschaft und wird zum Partner, der alte Freund wechselt nach seiner Katalyse die Rollen umgekehrt.

    Was mich so fertig macht ist, daß ich, nach immerhin 4 Monaten Funkstille (von gelegentlichen SMSen "Wie gehts euch" "Gut" mal abgesehen), immer noch so häufig an ihn denken muss, mich diese Gedanken eigentlich im ganzen Tagesablauf begleiten. Extrem verstärkt eben, seit ein neuer Mann aufgetaucht ist.
    Deutet im weiteren darauf hin, daß Du und der 'verlorene' Freund im Kontakt miteinander Euch noch Anstöße für Eure innere Entwicklungen hättet geben können bzw. Du noch Anstöße für Deine innere Entwicklung erhalten hättest.

    Der alte Freund verstärkt dies insofern, weil er seine Anstöße in der früheren Beziehung offensichtlich schon gegeben hat und nun als in Kontrast tretender 0-Anstoß-Pol den x-Anstoß-Pol ins Licht hebt und das nicht gelebte Potential intensiver empfinden läßt.

    LG
    Geändert von LichtereChakren (05.07.2008 um 06:14 Uhr)
    „Wer Tiere, eingepfercht als Massenware, als Schlachttiere hält, ist nicht besser als der, der sie tötet.

    Wer das Fleisch der gequälten und hingerichteten Tiere verzehrt, ist nicht besser als der, der sie für die Hinrichtung hält.

    Tötungsrituale zu den sogenannten kirchlichen Festtagen, einerlei, ob das Opfer eine Gans, ein Reh oder ein Weihnachtsbaum ist, sind gegen das Gesetz des Lebens.“


    Verkürzt aus
    „Die redende All-Einheit“

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    Umfrage AW: Völlig durch den Wind

    Zitat Zitat von LichtereChakren
    Seine Singleschwüre hätten unterbleiben können/sollen, ohne daß er damit umgekehrt eine Bindungswilligkeit demonstriert.

    Allerdings hast Du nun mit dem Kontaktabbruch gekontert und eine lose-lose-Situation erzeugt: Ihr habt beide verloren.
    Damit es nicht zu negativierend ist: Gewonnen habt Ihr natürlich auch: (Selbst-)Erfahrungen und Erkenntnisse, die natürlich auch eine Weiterentwicklung mit sich bringen.
    Ergo ist es nicht übergeordnet Weiß/Schwarz einzuordnen, sich 'richtig' oder 'falsch', für die einfache oder die komplexe Lösung, den direkten Weg oder den Umweg, die glückliche oder unglückliche Variante gewählt zu haben.

    Auch ein falscher Weg oder ein Umweg bringt den 'Profit' der Erkenntnis, daß er 'falsch' oder ein Umweg war.

    Die Geschichte hat an Eure beider Egoismen geklopft und erweicht / zu erweichen versucht.

    Daraufhin werdet ihr beide zukünftig, in gleichen oder ähnlichen Situationen empathischer reagieren.

    Wenn nicht, serviert Euch die allesführende Kraft die Suppe nochmal, möglicherweise dann allerdings mit bittererem Geschmack.

    LG
    Geändert von LichtereChakren (06.07.2008 um 04:36 Uhr)
    „Wer Tiere, eingepfercht als Massenware, als Schlachttiere hält, ist nicht besser als der, der sie tötet.

    Wer das Fleisch der gequälten und hingerichteten Tiere verzehrt, ist nicht besser als der, der sie für die Hinrichtung hält.

    Tötungsrituale zu den sogenannten kirchlichen Festtagen, einerlei, ob das Opfer eine Gans, ein Reh oder ein Weihnachtsbaum ist, sind gegen das Gesetz des Lebens.“


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    AW: Völlig durch den Wind

    Erst mal vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Ich muss gestehen, daß mir das alles zu esoterisch klingt. Nicht böse gemeint, ich bin froh um jeden Denkanstoss. Allerdings auch zu sehr Realist um mich wirklich da reinzufinden ... ich sagte ja schon, das ich den Begriff "Seelenverwandtschaft" eigentlich nicht mag.

    Zitat Zitat von LichtereChakren

    Dein induziertes sexuelles Desinteresse ist verständlich. Allerdings hast Du nun mit dem Kontaktabbruch gekontert:


    und eine lose-lose-Situation erzeugt: Ihr habt beide verloren.

    ....

    Nichtkommunikativ ist weniger zerstörend / wäre weniger zerstörend gewesen.
    Ich glaube, ehrlich gesagt, nicht, daß ER das Gefühl hat, etwas verloren zu haben. Was auch? Sexuelle Abenteuer kann er, ebenso wie ich, jederzeit haben - ohne dabei Gefühle zu verletzen.

    Der "Konter" mit dem Kontaktabbruch erfolgte Monate nach besagtem Ereignis. Und war kein Konter in der Form "dafür räche ich mich jetzt eben". Mir war diese Freundschaft auch ohne Beziehung wichtig, insofern habe ich schon versucht, diesen Weg zu gehen. Aber irgendwann eben gemerkt, das mir das nicht gut tut, es mir nach diesen Treffen (und auch manchmal währenddessen) ziemlich bescheiden ging. Kennst du das Gefühl, neben jemanden zu sitzen und trotzdem vor Sehnsucht zu platzen? Es klingt bescheuert, aber ich hab mich in seiner Gegenwart sauwohl und gleichzeitig total unwohl gefühlt. So erging es mir - mit jedem Mal schlimmer. Insofern war
    der Kontaktabbruch eigentlich die logische Konsequenz aus monatelanger Erfahrung.

    Was du mit kommunikativer Kontaktabbruch meinst, ist mir nicht so ganz klar ... hätte ich den Kontakt abbrechen sollen, ohne das zu begründen? Wäre schlecht gegangen, ich schätze mal das er da schon nachgebohrt hätte. Und sowas ist auch einfach nicht mein Stil. Wie schon beschrieben waren wir ziemlich dicke miteinander. In so einer Situation bricht man nicht einfach schweigend alle Brücken hinter sich ab und hinterlässt möglicherweise eine Menge Fragezeichen. Ich wollte auch nicht, daß mir sowas passiert, warum also sollte ich selbst es anders machen? Das ganze lief in Schriftform ab und war relativ kurz gehalten. Hab ihm halt mitgeteilt, daß diese Freundschaft meine Schmerzgrenze mittlerweile übersteigt, meine Gefühle für ihn eben nicht nur rein freundschaftlicher Natur sind. Ohne Vorwurf/Anschuldigung oder ähnlichem. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke wars vermutlich auch irgendwo ein letzter Versuch ihn aus der Reserve zu locken. Seine Reaktion hab ich ja beschrieben, insofern hab ich wenigstens diesbezüglich die letzten Unklarheiten beseitigt ... auf beiden Seiten.

    Zitat Zitat von LichtereChakren
    Ein Freundschaftsabbruch ist eine negative Handlung, ein Illusionsverlust ist weit weniger negativ zu sehen.

    Der Illusionsverlust (einer Partnerschaft) ist dadurch zu handlen, daß die Energien, die für mehr bereitstünden, in Freundschaftsliebe transformiert werden.
    Das klingt toll und ist leicht gesagt ... die Praxis sieht da um einiges schwerer aus. Versucht hab ichs, funktioniert hat es nicht, zumindest nicht, ohne das ich leide. Und ein klein wenig egoistisch bin ich halt auch. Es gibt einen schönen Spruch: Wenn du ein Problem nicht lösen kannst, löse dich von dem Problem. Genau das hab ich getan.


    Nachdem Du der Transformation durch die Freundschaftsentsagung den Boden weggerissen hast, wissen die Energien in Dir nicht wohin und geistern als ziellose Gedanken in Deinem Kopf herum.

    Zitat Zitat von LichtereChakren
    Durchaus nicht als Komplikation, sondern als Vereinfachung sehbar: Die Situation hätte sich so auflösen können: Du hast Deinen alten Freund als Partner und Deinen neuen Freund als Freund. Beide geben Dir. Dein Wunsch nach mehr ist (in anderer Weise) erfüllt.
    ...

    Denkbar ist dann eine Rochade: Der neue Freund ist bereit für eine Partnerschaft und wird zum Partner, der alte Freund wechselt nach seiner Katalyse die Rollen umgekehrt.

    Hört sich wunderbar an, ist aber nicht wirklich steuerbar. Fakt ist: ich bringe meinem neuen Partner nicht die Gefühle entgegen, die ich dem anderen entgegengebracht habe. Wäre mir völlig neu, das man Gefühle einfach mal so auf jemand anderen projizieren kann, ich jedenfalls weiß leider immer noch nicht, welchen Schalter ich dafür betätigen müsste. Das mit der Rochade ist letztlich genauso, hört sich ein wenig nach Bäumchen-wechsel-dich an ...

    Ich bin auch nicht davon überzeugt, daß der Kontaktabbruch falsch war. Für mich war das der einzig mögliche Schritt, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen und mich irgendwann auf jemand anderen einlassen zu können. Mir war von vorneherein klar, daß es mir wehtun wird. Allerdings war mir nicht klar, daß es so lange dauern würde und eigentlich nunmehr fast schlimmer als anfangs ist. Ich möchte ihn doch einfach nur vergessen können ..

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    AW: Völlig durch den Wind

    Zitat Zitat von Chaosbraut
    Ich glaube, ehrlich gesagt, nicht, daß ER das Gefühl hat, etwas verloren zu haben. Was auch? Sexuelle Abenteuer kann er, ebenso wie ich, jederzeit haben - ohne dabei Gefühle zu verletzen.
    Wieso meinst Du, nach Monaten intensiven Zusammenseins ohne Sex (Deine Worte) ist es ihm um Sex gegangen?? Deine Interpretation überrascht.

    Was du mit kommunikativer Kontaktabbruch meinst, ist mir nicht so ganz klar ... hätte ich den Kontakt abbrechen sollen, ohne das zu begründen?.
    Ich hatte geschrieben:

    Zitat Zitat von LichtereChakren
    Nichtkommunikativ ist weniger zerstörend / wäre weniger zerstörend gewesen.
    Damit meinte ich, die Begegnungen erstmal 'auslaufen' zu lassen, wenn irgendetwas nicht paßt, indem man seine Zeit anderweitig plant. Die Termine für Treffen werden so ausgedünnt und können mit wahrheitsgemäßen Bezug auf andere Termine letztendlich auch ganz ausgesetzt werden. Es entsteht ein Time-out zur Reflexion, der im Gegensatz zu einem offen kommunizierten Kontaktabbruch eine unverletzte Wiederaufnahme von Begegnungen zuläßt.

    Und sowas ist auch einfach nicht mein Stil. Wie schon beschrieben waren wir ziemlich dicke miteinander. In so einer Situation bricht man nicht einfach schweigend alle Brücken hinter sich ab und hinterlässt möglicherweise eine Menge Fragezeichen. Ich wollte auch nicht, daß mir sowas passiert, warum also sollte ich selbst es anders machen? Das ganze lief in Schriftform ab und war relativ kurz gehalten. Hab ihm halt mitgeteilt, daß diese Freundschaft meine Schmerzgrenze mittlerweile übersteigt, meine Gefühle für ihn eben nicht nur rein freundschaftlicher Natur sind. Ohne Vorwurf/Anschuldigung oder ähnlichem.
    Die Schriftform wirkt final und läßt keine direkte Entgegnung zu.
    Insofern nicht geeignet, ihn zu irgendeinem erhofftem Einschwenken zu bewegen. Eine kommunikative Form erfolgt am besten im Gespräch und mit offengelassenem Ergebnis (nicht mit einer einsamen Entscheidung zu einer (in diesem Falle Kontakt-) Negation).

    Es gibt einen schönen Spruch: Wenn du ein Problem nicht lösen kannst, löse dich von dem Problem. Genau das hab ich getan.
    Und die Situation jedoch gravierend verkannt: Das Problem liegt in Dir, zeigt sich in Deiner gefühlsmäßige Zwiegespaltenheit, der Mann ist lediglich die Projektionsfläche dafür. Deine Problemlösung entspricht in etwa einer Frau, die gerne ißt, dabei aber fortlaufend ungemocht zunimmt und das Problem mit der Zertrümmerung des Spiegels löst.

    Ich bin auch nicht davon überzeugt, daß der Kontaktabbruch falsch war. Für mich war das der einzig mögliche Schritt, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen
    Den Du gar nicht bekommen hast. Der Kontaktabbruch war eine Gedankenspekulation, auch eine offenbar nur rationale Entscheidung ohne vorab die Gefühlsebene zu befragen bzw. sie bewußt zu vergewaltigen:

    Mir war von vorneherein klar, daß es mir wehtun wird. Allerdings war mir nicht klar, daß es so lange dauern würde und eigentlich nunmehr fast schlimmer als anfangs ist.
    Im Spirituellen nennt man eine solche 'Problemlösung': zudeckeln, unter den Teppich kehren, verdrängen mit der Folge, daß das 'Problem' unter der Oberfläche natürlich weiter kräftig rumoren kann.

    Das war nochmals rückwärtig bezogen, zum Status quo:
    Der Weg zur Aufarbeitung besteht darin, Deine innere Problematik zu analysieren und zu zerlegen:

    Was alles rief durch diesen Mann Angezogensein in Dir hervor?

    Was alles rief Ablehnung hervor?

    und mit den Antworten im spirituellen Weg der Selbsterkenntnis weiterzuarbeiten ...


    LG
    „Wer Tiere, eingepfercht als Massenware, als Schlachttiere hält, ist nicht besser als der, der sie tötet.

    Wer das Fleisch der gequälten und hingerichteten Tiere verzehrt, ist nicht besser als der, der sie für die Hinrichtung hält.

    Tötungsrituale zu den sogenannten kirchlichen Festtagen, einerlei, ob das Opfer eine Gans, ein Reh oder ein Weihnachtsbaum ist, sind gegen das Gesetz des Lebens.“


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    „Die redende All-Einheit“

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