Hallo Ihr! Mal eine Frage in eigener Sache (würde mich auch sehr über männliche Antworten freuen):
Sollte man bei Männern in Liebesdingen lieber auf die Worte oder auf die Taten achten?
Bin zur Zeit in einer "Beziehung", in der mir der Mann von den Taten her absolut das Gefühl gibt, dass wir eine Beziehung führen (ist unwahrscheinlich lieb zu mir, sorgt für mich, kuscheln viel, sehr guter Sex, plant mich ein, freut sich, wenn seine Freunde mich mögen, verbringt am liebsten jede Nacht mit mir, wollte mit mir in Urlaub fahren, wir unterhalten und verstehen uns sehr gut...), aber mir neulich in einer doofen Situation gesagt hat, dass er nicht in mich verliebt ist, weil er sich nur in "gestörte Frauen verlieben" könne, was mein Weltbild für einen kurzen Augenblick zerstört hatte und ich nur mit Mühen nicht in absoluten Zynismus abgerutscht bin.
Ich für meinen Teil könnte es nicht so lange mit einem aushalten (mit Anfassen und so), für den ich nur Sympathie empfinde.
Ist bei manchen Menschen die Bindungsangst so groß oder können auch Taten lügen? Ich weiß es einfach nicht, habe noch Hoffnung, aber weiß nicht, ob ich mich da in was verrenne (kann aber auch nicht anders;-))
Über Antworten würde ich mich freuen!!
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Ergebnis 1 bis 10 von 35
Thema: Worte oder Taten?
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29.06.2008, 00:43
Worte oder Taten?
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29.06.2008, 00:54Inaktiver User
AW: Worte oder Taten?
was hat er denn mit dieser Aussage gemeint?
Zitat von Anova
klingt ja sehr schräg...
Grundsätzlich würde ich sagen, dass Taten mehr zählen als Worte. Aber o.g. Aussage ist schon sehr seltsam, hat er dir das näher erklärt?
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29.06.2008, 00:58
AW: Worte oder Taten?
Nimm seine Worte Ernst. Wenn jemand zu Dir sagt, er ist nicht in Dich verliebt, dann ist er es auch nicht.
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29.06.2008, 01:09
AW: Worte oder Taten?
[QUOTE=Inaktiver User]was hat er denn mit dieser Aussage gemeint?
klingt ja sehr schräg...
[QUOTE]
Er hatte gemeint, dass er es auch nicht versteht, aber bislang waren die Frauen, in die er verliebt war, "gestört", heißt, kompliziert, emotional instabil, ein wenig dumm oder sonstwas. Das waren dann Zeiten wie im Drogenrausch, aber naja.
Vielleicht noch als kleine Nebeninfo: Er (34) hatte bislang 10 jeweils einjährige Beziehungen. Und ich bin so bescheuert und habe die Hoffnung, dass es auch einfach mit mir mal anders sein könnte.
Wir haben uns in der Zwischenzeit auch darauf geeinigt, dass wir beide unterschiedliche Definitionen des Wortes "verliebt" haben. Ich hatte auch schon Männer, die mich absolut umgehauen haben (was er nicht tut), aber mit denen war es dann halt nicht sehr ergiebig oder hat aus sonstigen Gründen nicht funktioniert.. Aber das hilft leider auch nur marginal weiter...
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29.06.2008, 01:22Inaktiver User
AW: Worte oder Taten?
...und darauf fährt er ab?Er hatte gemeint, dass er es auch nicht versteht, aber bislang waren die Frauen, in die er verliebt war, "gestört", heißt, kompliziert, emotional instabil, ein wenig dumm oder sonstwas.
Sorry, da blick ich nicht durch. Entweder, er hat ein gewaltiges Problem, oder das war eine sehr ungeschickte Ausrede, warum er nicht in dich verliebt ist.
Aber sieh's als Kompliment: du gehörst nicht zu den "Gestörten"!
10? ne ganze Menge...Vielleicht noch als kleine Nebeninfo: Er (34) hatte bislang 10 jeweils einjährige Beziehungen.
wie lange läuft das zwischen euch eigentlich schon?
ich denke auch, dass es da unterschiedliche Definitionen gibt. Wenn ihr beide ähnliche Gefühle füreinander habt, sie nur anders definiert, ist es ja ok. Aber anscheinend hast du höhere Erwartungen als er, oder?Wir haben uns in der Zwischenzeit auch darauf geeinigt, dass wir beide unterschiedliche Definitionen des Wortes "verliebt" haben.
Ich wäre jedenfalls skeptisch. Die Begründung, dass er sich nur in "gestörte" Frauen verliebt, ist jedenfalls sehr schräg...anscheinend ist ER ein bißchen gestört, oder nicht wirklich interessiert, oder beides.
Wenn ihr zusammen seid, hast du denn da das Gefühl, dass er in dich verliebt ist?
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29.06.2008, 01:38
AW: Worte oder Taten?
Er findet es auch seltsam, dass er auf sowas abfährt und hält sich deshalb auch selbst für gestört (wir sind übrigens beide angehende Psychotherapeuten, deswegen wird das Wort "gestört" vor allem von ihm recht inflationäre verwendet). Er meint, er sei wohl irgendwie "verwundet", meint auch, bei ihm sei irgendein Schalter einfach falsch. Keine Ahnung.
Das komische sind die Gefühle, die er mir gibt. Er kommt mir, wenn wir zusammen sind, schon "verliebt" vor (jedenfalls das, was ich mir darunter vorstelle), aber vielleicht mache ich mir da auch ein wenig was vor.
Wir kennen uns übrigens seit 2 1/2 Jahren (hatten aber nur sehr sporadischen Kontakt) und das mit uns hat sich so seit April dieses Jahres entwickelt, seit gut 5 Wochen verbringen wir fast jede Nacht miteinander.
Ich weiß auch nicht, da ich auch gar nicht anders kann, bleibt mir im Moment nichts anderes übrig, als es einfach so weiterlaufen zu lassen, ihn nicht mit Begrifflichkeiten in die Enge zu treiben und auf eine Entwicklung zu hoffen...
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29.06.2008, 01:50
AW: Worte oder Taten?
Verstehe ich nicht warum du es nach der Ansage "weiter laufen lassen willst".
Ich hätte mir eine Auszeit erbeten bis er sich seiner Gefühle etwas klarer ist...
Du schreibst ihr verbringt seit 5 Wochen jede Nacht miteinander - und er läßt mal eben durchblicken er sei nicht verliebt?!
Was bist du dann für ihn?
Ehrlich, das würde ich nicht mitmachen (oder willst du nur eine Affäre?)
Brombeerkatze
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29.06.2008, 10:15
AW: Worte oder Taten?
Ja, ok, ich gebe zu, Stolz ist nicht gerade die Eigenschaft, die mich am meisten auszeichnet.
Ich genieße sehr die Zeit mit ihm, es fühlt sich passend an, ich kann und möchte mich jetzt da zu nichts zwingen und ob ich jetzt oder in ein paar Wochen leide, auch egal.
Was halt einfach nicht in meinen Kopf rein möchte, ist, warum er dann so gerne so viel Zeit mit mir verbringt und mich behandelt, als wären wir ein Paar und alles andere stimmt. Aber da neige ich natürlich auch dazu, mir Gedanken und Hoffnungen zu machen, die ich haben möchte. Wäh.
Danke auf jeden Fall für die Antworten!
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29.06.2008, 10:34Inaktiver User
AW: Worte oder Taten?
Tja, die Halbwertzeit seiner Beziehungen deutet doch darauf hin, dass er sich die größte Mühe gibt, eine Beziehung nicht innig werden zu lassen.
Um dich auf Distanz zu halten, kommen dann solche Sprüche - damit du nicht eines schönen Tages sagen kannst "er hätte dich nicht gewarnt".
Versuch es einfach mal als "Selbsterfahrung" für dich zu sehen, schau, was Projektion und Gegenprojektion sein könnte.
Ob du das Verliebtsein "brauchst" um eine intime Beziehung zu einem Mann eingehen zu können.
Wenn ihr als Psychotherapeuten arbeiten werdet, sollte es dir möglich sein, auch zu deiner Geschichte eine andere Sichtweise einzunehmen - indem du die Angelegenheit von außen betrachtest. Sei dir deine beste Freundin.
Du kannst nicht alles in Ordnung bringen, so sehr wie du dir das wünschen magst. Und wenn er das Nähe/Distanz-Thema seit Jahren nicht gelöst bekommt, vielleicht auch gar nicht will, aufgrund von Bindungsängsten z.B., kannst du bis zum Sanktnimmerleinstag hoffen und kämpfen, es wird nicht reichen und wenn du das auf dich beziehst, auf dein Unvermögen, dann rutscht dein Selbstwertgefühl weiter gegen Null.
Kann es sein, dass er dir etwas spiegelt und du diese "Schattenseiten" nicht sehen magst, die Diskrepanz zwischen Reden und Handeln?
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29.06.2008, 14:05
AW: Worte oder Taten?
Frau möge mir das jetzt nicht verübeln, aber seid ihr vielleicht nur gegenseitige Studienobjekte? Oder Ventile?
Zitat von Anova
Leider habe ich nicht gerade aufstellende Erfahrungen mit Psychologen und Psychotherapeuten(1) und wenn dann zwei dieser 'Art' aufeinander treffen kann ich mir schlichtwegs nichts anderes dabei vorstellen als - gegenseitiges Analysieren und/oder Therapieren. Und so wie ich das sehe, braucht ihr das wahrscheinlich beide.
Entschuldige, ist einfach meine Sicht auf diese (wohl etwas spezielle) 'Spezies'
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Gruss, christianCH
(1) Weder wurde ich je solchen zugewiesen noch habe ich sie aus eigenem Antrieb aufgesucht. Es sind einfach persönliche Erfahrungen.
Bei jedem Schritt löst man sich von der Erde und hat ein Stück Himmel unter den Füssen.
Bertrand Piccard


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