Hihi, Matze, wie gut, dass ich nachgefragt habe.Zitat von Matze133
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Um beim Schnitzelbeispiel zu bleiben: Wenn mir jemand höflich die Wahl lässt, entscheide ich je nach Hunger. Oder ich frage den anderen, wie groß denn sein Hunger ist.Aber ich spinne den Gedanken mit dem Schnitzel mal weiter.
Angenommen da kommen tatsächlich zwei Stücke Fleisch vom Grill, unterschiedlich groß.
Ist es nun eigentlich nicht irgendwie "unhöflich", überhaupt dem anderen die Wahl zu lassen? Denn im Grunde hat er nun ja keine Wahl mehr, wenn er "höflich" sein will... Wäre es da im Grunde nicht "höflich", gleich das kleinere zu nehmen?
Oh Mann, was kann man sich das Leben schwer machen, wenn man nicht nur "höflich" sein will, sondern das noch steigern möchte... irgendwann geht das dann in "anstrengend zurückhaltend" über und ist das Gegenteil....
Gruß
MatthiasIch fange aber bestimmt nicht an, ewig lange zu überlegen, ob mein Gegenüber nur höflich war und in Wirklichkeit lieber das größere Stück hätte, oder ob es ihm egal ist. Dann ist das Schnitzel nämlich kalt.
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Antworten
Ergebnis 31 bis 35 von 35
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19.06.2008, 09:16
AW: "Männliches" Verhalten und Attraktivität
"Ich habe eine ganz einfache Philosophie: Fülle, was leer ist. Leere, was voll ist. Kratz dich, wo es juckt."
Alice Roosevelt Longworth (1884-1980), amerikanische Gastwirtin
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19.06.2008, 09:24
AW: "Männliches" Verhalten und Attraktivität
Genau!Ich fange aber bestimmt nicht an, ewig lange zu überlegen, ob mein Gegenüber nur höflich war und in Wirklichkeit lieber das größere Stück hätte, oder ob es ihm egal ist. Dann ist das Schnitzel nämlich kalt.
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19.06.2008, 09:53
AW: "Männliches" Verhalten und Attraktivität
Jepp!
Zitat von meikeline
Seit einiger Zeit mache ich das auch so. Seit mir der Begriff "anstrengend zurückhaltend" begegnet ist und ich mich bei der Beschreibung wider erkannt habe... Da fiel es mir dann auch wie Schuppen von den Augen, warum manche "höfliche" Leute so nervenzehrend sind... und ich auch nicht anders bin.Um beim Schnitzelbeispiel zu bleiben: Wenn mir jemand höflich die Wahl lässt, entscheide ich je nach Hunger. Oder ich frage den anderen, wie groß denn sein Hunger ist.
Ich fange aber bestimmt nicht an, ewig lange zu überlegen, ob mein Gegenüber nur höflich war und in Wirklichkeit lieber das größere Stück hätte, oder ob es ihm egal ist. Dann ist das Schnitzel nämlich kalt.
Gruß
Matthias
PS: so langsam denkst du?
SCNR
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19.06.2008, 10:14
AW: "Männliches" Verhalten und Attraktivität
Auch wenn es nicht zum Threadthema gehört, möchte ich das Ganze nochmal aufgreifen, weil es irgendwie so ein Mann-Frau-Ding ist.
Zitat von Matze133
Um vom Schnitzel auf die zwischenmenschliche Ebene zu kommen: Ich halte es für relativ typisch weiblich, im gesprochenen Wort Zwischentöne zu hören - was oft gut ist, oft aber auch sehr negativ. Dann nämlich, wenn man in den Nachdenk- und Hinterfragkreislauf gerät: "Wie meint er das jetzt? Was will er mir in Wirklichkeit damit sagen?" etc. Das ist anstrengend, raubt Zeit und nervt. Ich hab das ewig selbst so betrieben, will mich aus diesem "typisch weiblichen Muster" also gar nicht rausnehmen.
Irgendwann habe ich aber festgestellt, dass es das einfach nicht sein kann, und habe mir angewöhnt, nicht alles abzuklopfen sondern einfach erstmal stehen zu lassen. Wenn mir etwas unklar ist oder ich bei einer bestimmten Aussage ins Grübeln gerate, frage ich nach - und zwar sofort, nicht erst nach fünf Wochen, wenn der andere damit überhaupt nichts mehr anfangen kann und aus allen Wolken fällt. Ich mag klare Ansagen und mache diese auch selbst. Rumeiern ist scheiße und ein "anstrengend zurückhaltend" sein auch.
Also: Wenn du das größere Schnitzel oder den Platz an der Wand haben willst, mach ne Ansage. Dann hauen wir uns entweder, einigen uns oder setzen uns nebeneinander und machen exakt halbe-halbe.
Zitat von Matze133
"Ich habe eine ganz einfache Philosophie: Fülle, was leer ist. Leere, was voll ist. Kratz dich, wo es juckt."
Alice Roosevelt Longworth (1884-1980), amerikanische Gastwirtin
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19.06.2008, 12:22
AW: "Männliches" Verhalten und Attraktivität
Warum o.t.?
Zitat von meikeline
Betrifft doch das Verhalten und damit die Attraktivität!??
Siehe vorher mit meiner "Höflichkeit"...Um vom Schnitzel auf die zwischenmenschliche Ebene zu kommen: Ich halte es für relativ typisch weiblich, im gesprochenen Wort Zwischentöne zu hören - was oft gut ist, oft aber auch sehr negativ. Dann nämlich, wenn man in den Nachdenk- und Hinterfragkreislauf gerät: "Wie meint er das jetzt? Was will er mir in Wirklichkeit damit sagen?" etc. Das ist anstrengend, raubt Zeit und nervt. Ich hab das ewig selbst so betrieben, will mich aus diesem "typisch weiblichen Muster" also gar nicht rausnehmen.
Irgendwann habe ich aber festgestellt, dass es das einfach nicht sein kann, und habe mir angewöhnt, nicht alles abzuklopfen sondern einfach erstmal stehen zu lassen. Wenn mir etwas unklar ist oder ich bei einer bestimmten Aussage ins Grübeln gerate, frage ich nach - und zwar sofort, nicht erst nach fünf Wochen, wenn der andere damit überhaupt nichts mehr anfangen kann und aus allen Wolken fällt. Ich mag klare Ansagen und mache diese auch selbst. Rumeiern ist scheiße und ein "anstrengend zurückhaltend" sein auch.
Stimmt. Das Rumgeeiere nervt. Mich schon immer. Dass ich selbst aber der Schlimmste darin bin, habe ich erst Jahre später erkannt, also ist mein Schnitzel nicht kalt, sondern schon haarig!
Rücksichtslos ist das trotzdem noch nicht, auch wenn man die eigene Grenze neu justieren muss.
Wie in diesem uralt Witz:Also: Wenn du das größere Schnitzel oder den Platz an der Wand haben willst, mach ne Ansage. Dann hauen wir uns entweder, einigen uns oder setzen uns nebeneinander und machen exakt halbe-halbe.
Nimmt einer ein Schnitzel von der Platte. Das größere. Monert der andere: "Das ist aber unhöflich einfach das größere zu nehmen!"
Sagt der andere: "Was wäre höflich, was hättest du getan?"
"Natürlich das Kleinere genommen!"
"Weiß gar nicht was du hast... Das haste doch jetzt auch!"Geändert von Lukulla (19.06.2008 um 15:27 Uhr)


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