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    Frage Wie kann ich über meinen Schatten springen?

    Hallo,

    also ich bin neu hier und hoffe hier Hilfe bzw. aufschlussreiche Tipps zu bekommen. Ich habe hier schon einmal etwas quergelesen und festgestellt, dass es so einige mit einem ähnlichen wenn nicht sogar dem gleichen Problem gibt. Und zwar:

    Ich bin viel zu schüchtern, um meinem OdB näherzukommen!

    Um es mal vorweg zu nehmen - ich bin eigentlich von Haus aus ein ruhiger und eher zurückhaltender Mensch. Natürlich kann ich auch aufdrehen - z.B. wenn ich mich irgendwo wohl und geborgen fühle, also im Freundeskreis oder in der Familie - aber wenn ich jemanden nicht kenne, bin ich doch eher still und höre lieber aufmerksam zu. Ich mag es halt einfach nicht im Mittelpunkt zu stehen, aber auf den Mund gefallen bin ich trotzdem nicht. Wenn ich aber dabei bin, mich in jemanden zu vergucken, dann wirds richtig schlimm. Ich bringe u.U. gar ein Wort heraus, wenn dann rede ich nur Unsinn oder aber ich bin total abweisend und betont desinteressiert.

    Jetzt bin ich gerade in der Situation, dass ich aus einer Kleinstadt heraus in eine Großstadt gezogen bin, in der meine beste Freundin schon ein paar Jahre lebt. Ich bin in deren Clique auch schnell akzeptiert und integriert worden und fühle mich dort auch sehr wohl. Nun merke ich, dass ich mich ausgerechnet grad in einen der Jungs dort vergucke. Klar kann man das nicht planen, aber ich möchte natürlich nicht gleich am Anfang in irgendein Fettnäpfchen treten.

    Das OdB ist nun ausgerechnet auch ein eher ruhiger Typ und wie mir gesagt wurde recht schüchtern. Das macht die Sache nicht wirklich einfacher. Glücklicherweise hält sich nun zum ersten Mal mein "Sprachproblem" relativ in Grenzen, was mich selber doch sehr überrascht. Ich kann mich mit ihm nett unterhalten (bisher allerdings nicht wirklich tiefschürfend ), mit ihm lachen und ihm sogar in die Augen sehen (was für ein Erfolgserlebnis! ). Das war früher für mich undenkbar und ich bin um diesen Fortschritt wirklich sehr froh!

    Wir sind natürlich immer mit den anderen zusammen, aber ich habe schon das Gefühl, dass er meine Nähe sucht, sich z.B. neben mich setzt oder mich "versehentlich" berührt. Auch merke ich, dass er mich oft ansieht, wenn er meint ich merke es nicht und mir sehr aufmerksam zuhört, wenn ich mich mit anderen unterhalte, auch wenn ich gar nicht bemerkt hatte, dass er sich überhaupt am Gespräch beteiligt hatte. Er lacht zudem auch über meine Witze - was ja auch als durchaus positiv zu werten ist.

    Ich bin mir also schon ziemlich sicher, dass er mich gern hat, weiß aber auch nicht wie genau und ob ich mir bei ihm Chancen ausrechnen kann. Erschwerend hinzu kommt noch, dass er ein paar Jährchen jünger ist als ich und (das weiß ich von seinen Freunden) nicht wirklich viel Erfahrung mit Frauen hat.

    So weit so beunruhigend, denn es läuft wohl darauf hinaus, dass ich diejenige sein werde, die den ersten Schritt machen muss. Grundsätzlich sehe ich das ja als durchaus berechtigt an. Ich bin niemand, der sagt, dass der Mann derjenige sein muss, der den Anfang macht. Aber ich hab das noch nie getan, bin bisher immer angesprochen worden und scheine zudem noch geradewegs unfähig zu sein, so etwas auf die Reihe zu kriegen.

    Gerade die letzte Situation war wieder total typisch. Er bietet sich nach dem Weggehen an (wir waren mit mehreren Freunden weg), mich nach Hause zu bringen. Wir waren also zum ersten Mal alleine. Natürlich haben wir über die belanglosesten Sachen gequatscht - war aber auch nicht schlimm war, weil ich immer froh bin, überhaupt mit ihm zu reden. Auffällig fand ich nur, dass er (obwohl er sich eigentlich gut auskennt) ungefähr den größten Bogen zu mir gefahren ist - vielleicht um länger Zeit mit mir haben zu können? Natürlich hab ich überlegt, was ich zu ihm sagen soll, irgendwas damit er merkt, dass ich ihn gern habe. Aber mir fiel nix ein und um die peinlichen Pausen nicht noch schlimmer zu machen, blieb ich weiter im Small-Talk-Modus. Auf jeden Fall sind wir dann schon in meiner Strasse und plötzlich überfällt mich die totale Panik. Was sag ich jetzt, wie verhalte ich mich, wo ist hier der Notausgang? Das ist nicht aus dem fahrenden Auto gesprungen bin, war auch schon alles. Ich hab mich kurz bedankt (freundlich war ich dabei denke ich schon), ihm eine Gute Nacht gewünscht und bin dann schnellstmöglich ausgestiegen.

    Schon fünf Meter weiter hätte ich mir in den A.... beißen können. Wenigstens ihn anlächeln oder in die Augen gucken (oder wahlweise beides) hätte ich machen können. Aber nix. Er muss mich jetzt für total desinteressiert halten! Da hab ich schon so eine Gelegenheit und stell mich total blöde an.

    Es ist ja bei mir eigentlich immer so, dass ich mich so freue, wenn ich ihn sehe, dass ich erstmal die ersten fünf Minuten total cool bin, ihn nicht angucke und mich mit den anderen unterhalte. Das schlimmste ist, dass ich es merke und versuche das anders zu machen, aber es nicht schaffe. Erst mit der Zeit taue ich dann auf und dann unterhalten wir uns.

    Ich weiß also echt nicht was ich tun soll. Ich möchte ihm schon irgendwie sagen, dass ich ihn mag und dass ich einfach zu schüchtern bin. Aber ich weiß ja auch nicht, ob er mich auch mag und ich mich dann total blamiere und im Freundeskreis blöd dastehe, weil ich mich gleich nach kurzer Zeit an jemanden "ranschmeiße". Vielleicht würde es mir helfen, wenn ich mir sicherer wäre, dass er ähnlich empfindet. Aber auch wie ich das herausfinden soll, ist mir schleierhaft.

    Es wäre also super, wenn mir jemand von Euch Tipps geben könnte oder zumindest Eure Einschätzung der Lage. Wie würdet Ihr Euch in meiner Situation verhalten? Ich bedanke mich jetzt schon und hoffe, das ich meine Lage bzw. meine Gefühle ein wenig deutlich machen konnte.

    Minerva

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    AW: Wie kann ich über meinen Schatten springen?

    das was du da erlebst ist alles ganz normal.
    du machst erste erfahrungen mit der liebe und bist dabei unsicher weil es neu für dich ist für ihn ist auch vieles neu
    auch er ist unsicher
    einer muss aber nun mal den ersten schritt aufeinander zu machen.wenn er es nicht shafft, dann muss du es wohl tun

    viel glück dabei
    Sich selbst bekriegen ist der allerschwerste Krieg
    Sich selbst besiegen ist der allegrößte Sieg

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