Ja, es gibt verschiedene Betrachtungsweisen. Wenn ich mit meiner pflegebedürftigen Mutter in einem Haushalt wohne, bin ich also auch kein Single? Ich beziehe das (gesunderweise) auf Lebenspartner und es soll ja auch diesbezüglich etwas ausdrücken. Oder sind alle Alleinerziehenden, die in einer "Singlebörse" nach einem/r Partner/in suchen fehl am Platz oder verlogen? Neee, nä.
Wikipedia muß nicht immer recht haben...
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09.05.2008, 15:09Inaktiver User
AW: How to be good - Single Edition
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09.05.2008, 15:26
AW: How to be good - Single Edition
Dann müsste man aber mal klären, was Bedürfnisse eigentlich sind und wo sie herkommen. Sind sie angeboren und ist ihre Stärkegrad auch angeboren? Oder sind sie anerzogen? Kann man sie verändern und wenn ja, verbiegt man dann die eigene Persönlichkeit? Will man die eigene Persönlichkeit überhaupt verändern, und wenn ja, warum, und wenn nein, warum nicht?
Zitat von Platitude
Meiner Meinung nach ist das Bedürfnis nach Nähe, Wärme, Sex und Verbindung angeboren, aber nicht deren Gewichtung.
Z.B. ist auch das Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit in uns angelegt, aber ich für meinen Teil bin nicht gezwungen, dieses Bedürfnis in einer Villa auszuleben mit 28 Zimmer und einem Dutzend Bediensteter.
Wenn ich das aber unbedingt möchte, finde ich es in Ordnung, dieses Bedürfnis auf diese Art und Weise zu erfüllen. Es wird halt nur ein wenig schwieriger sein und vielleicht auch länger dauern, als wenn ich mich mit einem 1-Zi-Apartment zufrieden gebe.
Egal, wie man seine eigenen Bedürfnisse definiert und welche Strategien man anwendet - es ist nicht schlecht zu wissen, was man will - dann strahlt man das in der Regel auch aus und schon werden sich weniger Leute bemüßigt fühlen, ungefragt Ratschläge zu erteilen.
Und schon *klugscheißmodus an* kann mich sich auf das konzentrieren, was man will und muss sich nicht mehr über die bösen anderen aufregen...
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09.05.2008, 15:31
AW: How to be good - Single Edition
Hmm, lies' sie doch nochmal in *Ruhe* durch, diese Punkte, ohne von vornherein entschlossen zu sein, sie doof zu finden
Zitat von Platitude

Also: ohne Frau fehlt mir schon was wesentliches. Aber das heißt nicht, daß ich ohne Frau unglücklich bin bzw. sein muß. Um mit einer Frau glücklich sein zu können, halte ich die Fähigkeit, auch allein glücklich sein zu können, sogar für ziemlich wichtig.
Für jede Frau offen zu sein, die sich für mich interessiert, heißt nicht, jede dieser Frauen für eine Beziehung in Betracht zu ziehen. Es heißt nur, zumindest zweimal (okay, in den 'ganz schlimmen Fällen' allermindestens einmal) genau hinzuschauen, bevor ich sie als 'ungeeignet' ad acta lege. Es bedeutet, nicht auf 'untrügliche Anzeichen' zu lauern, daß sie es nicht sein kann (gerade das tun paradoxerweise viele Singles, Frauen wie Männer, Frauen vielleicht sogar noch mehr
).
Das mit dem "um jeden Preis" hatten wir ja schon, anscheinend hast Du es in der Eile überlesen
Et moi je cherche après l'âme sœur
Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)
(Guy Béart, "Escalier B")
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09.05.2008, 15:38
AW: How to be good - Single Edition
Eine sehr interessante Beobachtung.
Zitat von SkyWalker
Ich finde, seit ich liiert bin, vielmehr Männer interessant als in meiner Single-Zeit. Damit meine ich nicht, dass ich untreu bin oder es gerne wäre oder dauernd rumflirte. Ich denke nur öfter... "das ist ja echt ein Klassemann, die Frau, die den mal bekommt, kann sich wirklich freuen..." oder so etwas in der Art.
Ist mir so bewußt noch nie aufgefallen.
Ich frage mich gerade, womit das zusammenhängt.
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09.05.2008, 17:26Inaktiver User
AW: How to be good - Single Edition
gut, ich bin also auch nicht single....demzufolge bin ich als mannfreies, alleinerziehendes wesen auch kein single. wie auch immer! ich nenne mich selber: "solo"
natürlich ist es ein unterschied, ob ich nähe und kommunikation mit kindern erlebe oder ganz allein lebe.
insofern: ja, der unterschied ist da.
nichts desto trotz sind partnerschaftliche nähe und sexualität ein menschliches grundbedürfnis.
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skywalker, dazu hätte ich eine frage (die ein klein wenig vom thema abwecht, sorry):
das kommt mir nämlich seeeehr bekannt vor. ich habe gewissermaßen einen (manchmal schon vorauseilenden?) riecher für dieses "knapp daneben" bei männern.Es bedeutet, nicht auf 'untrügliche Anzeichen' zu lauern, daß sie es nicht sein kann
was kann frau tun, um das gefühl zumindest weniger bei mann aufkommen zu lassen? (naja, mir ist schon klar, dass das nicht von frau ausgeht und sie insofern auch keinen einfluss darauf hat...)
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09.05.2008, 17:55
AW: How to be good - Single Edition
Ähhhh... ich glaube ich habe Deine Frage nicht ganz verstanden?
Zitat von Inaktiver User
Meinst Du, was kann Frau tun, damit Mann nicht auf der Lauer liegt, sie möglichst schnell auszusortieren (bzw. umgekehrt)?
Naja, nichts, denke ich. Es handelt sich dabei um eine Einstellung, nicht um eine Reaktion auf das Verhalten des Gegenübers.
Ignorieren ist wahrscheinlich noch das beste. Wenn man anfängt, um unsichtbare Tretminen herumzutänzeln, ist wahrscheinlich schon das resultierende unsichere Verhalten ein willkommenes Abschußkriterium
(naja, ist eigentlich nicht lustig, aber Absurditäten amüsieren mich grundsätzlich 
).
Et moi je cherche après l'âme sœur
Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)
(Guy Béart, "Escalier B")
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09.05.2008, 18:10
AW: How to be good - Single Edition
Hallo!
Also ich bin auch DIE, die nichtmal sooo unattraktiv und Singel ist, weil sie wahrscheinlich zu wählerisch ist und sich nicht mit allem zufrieden gibt - wo die biologische Uhr tickt (Hallo??? Ich bin 31!??!)...und ich bin die, die sich in einer Beziehung, die sich vll zu schnell entwickelt panik bekommt, weil sie vergisst, dass sie daran ja auch mitbestimmen kann!!!....und ausserdem bin ich diejenige die sich nicht so leicht entsingeln kann - weil sie nicht gaaanz unzufrieden ist....obwohl es doch einige bis viel Situationen gibt wo sie sich das dann doch wünscht!
@Sonne, bitte merken: "Was schnell wächst gibt eine Katastrophe.".
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09.05.2008, 18:17Inaktiver User
AW: How to be good - Single Edition
jaja, es ist absurd, keine frage, aber realität.
Zitat von SkyWalker
irgnorieren halte ich zunehmend auch für das beste.
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11.05.2008, 10:06Inaktiver User
AW: How to be good - Single Edition
Sumpfhuhn und On_Ice: Danke fürs Wilkommen! Bin hier aus beruflichen Gründen angekommen, bleibe zwar noch 2 Jahre mehr. Dann kehre ich nach NY zurück.
Ja, ihr habt total Recht. Die Einstellung zum Leben in Amerika ist eben anders. Ich finde, dass im Gegenteil zu uns, ist Europa von Pesimissmus geprägt. Das ist gewissermaßen logisch, denn Europa ist ja ein alter Kontinent im Dekadenz.
Es ist aber meiner Meinung nach traurig. Ich denke, dass das viel zu tun hat, mit der Abwesenheit von Kinder. Kids sind Zukunft und Hoffnung, wo es wenige Kinder gibt, fehlt es unverzuglich die Hoffnung und das Optimismus an Leben. Ich bin Single und habe noch keine Kinder, kann mir aber wirklich nicht vorstellen, ein Leben ohne sie, ohne Heirat. Das wäre für mich, ein sinnloses Leben.
Bei uns werden Kinder weniger als Last gesehen, eher als opportunity – die Chance – im Streben nach Glück. Eine Chance sehen sie alle, und gegen die verblasst alles andere: die Kosten, der Verzicht, die dauernde Umorganisation des Lebens. Sieht so der sprichwörtliche amerikanische Optimismus aus? Liegt in dem Glauben an die ewige Chance der wahre Grund dafür, dass wir Amerikaner mehr Kinder haben als Europäer?
Meiner Meinung nach lässt es sich auf Egoismus reduzieren. Hat das alles damit zu tun, dass "der Staat" zu wenig für die Familie tut, wie die ewige deutsche Klage lautet? Im Vergleich zu Deutschland ist der amerikanische Staat so geizig wie Onkel Dagobert, wenn es um Kinder-Betreuung und Mutterschutz geht. Freilich philosophieren Amerikaner nicht über die Last des Nachwuchses: Fehlt es an öffentlichen Kindergärten, organisieren Eltern vielfältigen Ersatz, richten die Unternehmen – ob Anwaltskanzlei oder Versicherungskonzern – Krippen und Betreuungsmöglichkeiten in der Firma ein. Von einem Jahr Freistellung mit garantiertem Rückkehrrecht können Amerikanerinnen nicht einmal träumen. Warum haben wir trotzdem mehr Kinder als ihr? Alle meine Freunde daheim meinen: "Lieber habe ich keinen Job als keine Kinder“, wirklich.
In jedem Fall habe es eine derartig lang andauernde negative demografische Entwicklung wie im heutigen Europa noch nie gegeben. Um 2050 wird die Hälfte der Bevölkerung älter als 50 Jahre sein und der Anteil der über 65-Jährigen doppelt so groß wie der Anteil der unter 15-Jährigen; 30 Prozent versus 14 Prozent. Was das bedeutet? Kinder werden keine Geschwister kennen, sie werden auch nicht wissen, was Cousinen oder Onkel und Tanten sind. Vier Großeltern werden sich ein Enkelkind teilen. Das hat es noch nie gegeben.
Die Europäer "are going out of business." Warum nicht die Amerikaner? Vielleicht ist es die Frische, die Jugend des Landes; Familienwerte, Religion haben sich noch nicht verflüchtigt. Dies ist ein Land mit einer Mission. Aussterben? Um nichts in der Welt würden die Amerikaner auch nur mit der Idee spielen.
Ihr werdet sicher denken, dass das ein ganz anderes Thema ist. Das stimmt aber nicht. Wie gesagt: Kids sind die Zukunft, die Welt sieht ganz anders aus, wo es viele Kinder gibt und die Knappheit von ihnen betrifft alle andere Aspekten des Lebens, auch die Einstellungen zu Liebe.
BRGeändert von Inaktiver User (12.05.2008 um 13:56 Uhr)


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