Hallo an Euch alle,
nach vielen Pleiten, Pech und Pannen in einer „elit-ären“ Partnerbörse habe ich (50) endlich mal einen Glückstreffer gelandet. Oder doch nicht?
Jedenfalls war es so, dass es schon beim aller ersten Treffen so richtig „gekracht“ hat.![]()
Er, 51, sieht gut aus, kann eine Frau erfreuen und ist zudem auch sehr gebildet. Er rief mich immer sehr brav an – ich kam da gar nicht zu, ihn mal anzurufen und überhaupt.... Es fühlte sich alles sehr gut an! Wow!
Wir hatten (bisher) zwei wirklich berauschende Wochenenden und täglich Telefonkontakt, oft über Stunden.
Ein Haken hat aber die Sache: Er befindet sich mitten im Scheidungskrieg mit zwei Kindern (10 und 13). Nachdem sich jetzt alles (während unserer Kennenlern-Phase) zugespitzt hat, zog er sich auch ein bisschen von mir zurück. Ruft nicht mehr so oft an, und wir finden keine gemeinsamen Wochenende mehr... (wir wohnen 200 Kilometer auseinander).
Nachdem ich ihm jetzt mal eine Mail geschrieben habe, er solle mal sagen, wohin die „Reise mit mir gehen wird“. Gab es gestern die große Aussprache: Nein, er wolle nicht mit mir spielen. Meint es ernst!!Allerdings brauche er keine Frau, die ihm auch noch Druck macht, sondern die mit ihm den Scheidungskrieg durchstehe. Das solle aber nicht heißen, dass er mit mir über seine ganzen Probleme sprechen will. Er wolle mit mir über was ganz anderes reden... sich ablenken... könne etwas „Wärme“ gebrauchen....
Auf die Frage, wo ich den in diesem Spiel bleibe, bot er mir an, doch zu ihm zu kommen. Er könne derzeit nicht weg wegen der Kinder.
Das wiederum will ich aber nicht, er muss sich um seine Kinder kümmern und das Wochenende würde uns nur für ein paar Stunden gehören. Außerdem finde ich es zu früh, seinen Kindern schon vorgestellt zu werden.
Meine Frage ist jetzt, kann so was gut gehen? Hat jemand schon mal so eine ähnliche Situation erlebt, gleich am Anfang einer Beziehung?
Ich hoffe auf viele ehrliche Antworten. Danke!
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 10
-
10.04.2008, 13:08
Ihn in seinem Scheidungskrieg kennen gelernt
Geändert von Klaucki2 (10.04.2008 um 15:18 Uhr)
Jetzt bin ich mal dran!
-
10.04.2008, 14:16Inaktiver User
AW: Ihn im Scheidungskrieg kennen gelernt
hhhmm,
leider ist als Außenstehender diese Frage nur sehr schwer pauschal zu beantworten.
Oft ist es so das eine Beziehung in der Scheidung eine Übergangskiste ist.
Ich kann Ihn super gut verstehen das er jetzt kein Druck von Dir verträgt.
Was hindert Dich daran die Sache ohne Anspruch auf einen Masterplan laufen zu lassen?
Genieße doch einfach jetzt das was er mit Dir teilt und in dem Augenblick wo es Dir schlecht geht gehe.
-
10.04.2008, 14:57Inaktiver User
AW: Ihn im Scheidungskrieg kennen gelernt
hallo klaucki!
ich hab leider auch nicht viel zum mut machen in meiner geschichte. ist ungefähr drei, vier jahre her, da ging es mir so. ich galueb zwar nicht, dass das mit mir für ihn eine übergangsgeschichte war, aber gehalten hat es trotzdem nicht. allerdings hing bei ihm ein knapp einjähriges kind mit dran - und eine mutter, die nach der scheidung mit dem kind zurück in ihr heimatland wollte. dieses heimatland liegt rund vier flugstunden von deutschland entfernt, so daß eine besuchsregelung praktisch unmöglich war.
das war damals alles zuviel. wir kannten uns circa drei monate, als der ganze spaß so völlig aufbrach. von ihm kam auch die bitte, ich möge doch für ihn da sein. er konnte mir aber nicht erklären, wie ich für ihn da sein solle. michhat die ganze sache dann irgendwann auch hoffnungslos überfordert.
mag sich egoistisch anhören, aber ich wollte verliebt sein 8und war es ja zum anfang auch), ich wollte spaß und freude mit diesemmann, nicht diesen trübsal blasenden menschen, der mich aus seinem kummer ausschloß um dann fünf minuten später wieder zu meinen ich 'sei ja nicht da'.
ich wünsche dir, dass es dir besser geht ...
-
10.04.2008, 16:44Inaktiver User
AW: Ihn in seinem Scheidungskrieg kennen gelernt
kann nur dann gut gehen, wenn du sehr sehr viel verständnis aufbringst....
Zitat von Klaucki2
ich sehe da mehrere "baustellen". als erstes natürlich sein scheidungskrieg.
das wird ne menge kraft kosten...
da wirst du sicher als seelischer beistand sehr gebraucht werden. dafür immer verständnis haben ist sicher nicht einfach, denn es gibt ja auch noch dich...
was ist mit dir?
kannst du es vertragen einige zeit lang die nummer zehn zu sein, weil andere dinge nunmal wichtiger sind?
dann sehe ich die kinder. damit verbunden der zeitfaktor. die kinder sind ja noch sehr jung und brauchen die eltern jetzt sehr.
dann sehe ich die entfernung....
da kann man nicht mal gerade sich ins auto setzen um den anderen auf einen kaffee zu treffen....
wenn du also bereit bist auf einiges zu verzichten im moment und monate dich eher im hintergrund halten kannst, dann kann es funktionieren....
wenn du jedoch eher der typ bist, der es gerne hat umworben zu werden und der viel aufmerksamtkeit braucht, da sehe ich probleme....
bei mir sind jedenfalls grenzen, habe kein helfersyndrom
ich habe bei dir schon mal öfter so eine euphorie erlebt, und hinterher war das alles nix?!
wer hoch fliegt, kann auch tief fallen...
bist du dir sicher, dass fernbeziehungen was für dich sind?
-
10.04.2008, 17:46
AW: Ihn in seinem Scheidungskrieg kennen gelernt
Hallo,
und erst mal danke für eure Antworten!
Hallo Loop, natürlich hast du recht. Ich bin immer gleich begeistert! Sagen meine Freundinnen auch immer.
Deshalb bin ich ja auch jetzt vorsichtigt!
Es ist so, die Männer (und vor allen Dingen die, die wirklich auf einen stehen) sind nicht im Übermass zu haben. Glaube mir, ich weiß wovon ich spreche! Und alleine war ich zwischen meiner zweiten und ersen Ehe zehn Jahre. Also ist das kein Problem!
In der zweiten Ehe habe ich wunderbar erfahren dürfen, wie schön es ist, kein Single mehr zu sein. Ich finde es besch... jetzt wieder einer zu sein. Ehrlich! Das soll nicht heißen, dass ich direkt wieder mit jemandem zusammen ziehen will. Im Gegenteil! Eine Fernbeziehung wäre ok. für mich. In meinem langen Leben hatte ich schon drei! Eine davon über eine Distanz von 4 Flugstunden! Endete aber trotzdem im "Zusammenziehen" und Ehe. Ich habe auch kein Helfersymdrom und sehe die Sache jetzt erst mal locker.
Es ist kein guter Anfang und meine Erwartungen sind sozusagen auf Null runter geschraubt worden. Witzig ist nur, dass ich jetzt ruhiger und sicherer bin als vorher. Vorher wusste ich nämlich nicht was mit ihm los ist und wie er zu mir steht.Jetzt bin ich mal dran!
-
10.04.2008, 18:38
AW: Ihn in seinem Scheidungskrieg kennen gelernt
Hallo Klaucki,
stell deinen thread doch nochmal im Forum "Der gebrauchte Mann" ein. Da gibt es bestimmt einige, die hier nicht unbedingt mitlesen. Vielleicht sind ja auch schon Stränge dabei, die ein ähnliches Thema haben, so dass du dort Anregungen / Tipps / Erfahrungen findest.
Ich kann zum Thema leider (oder zum Glück, sorry
) nichts beitragen und wünsche dir einfach viel Glück,
Meike
-
10.04.2008, 18:42
AW: Ihn im Scheidungskrieg kennen gelernt
Klingt doch ganz gut bis jetzt.
Was hast du für ein Problem?
Bei mir ging das auch so los.
-
10.04.2008, 19:19Inaktiver User
AW: Ihn in seinem Scheidungskrieg kennen gelernt
Pass auf dich auf...nicht, dass du letztendlich nur die "Ablenkung" für ihn bleibst. Nicht, dass ich schwarzmalen will...aber bei (relativ) frisch getrennten Männern ist man (Frau) halt oft nur der "Übergang".
Zitat von Klaucki2
-
11.04.2008, 11:25
AW: Ihn in seinem Scheidungskrieg kennen gelernt
Ich sehe das nicht so schwarz. Wie Du ihn beschreibst, das hört sich doch gut an und nicht so, als ob er mit Dir spielen will.
Zitat von Klaucki2
Man lernt doch auch keinen Mann kennen, der mit über 50 völlig unbelastet von irgendwelchen vorherigen Beziehungen ist. Ich weiß, wovon ich rede, meinen Mann habe ich auch nicht gerade zu so einem wahnsinnig tollen Zeitpunkt kennengelernt.
Da ihr noch in der Anfangsphase seid, würde ich der Sache eine Chance geben und mich auf seine Bedingungen, die ich echt nicht so schlimm finde, einlassen. Wie wäre es denn, wenn Du Dir ein Hotelzimmer nimmst, wenn Du ihn besuchst? Dann ist es vielleicht entspannter, die Kinder kennen zu lernen?
GrußIslabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
-
11.04.2008, 12:18Inaktiver User
AW: Ihn in seinem Scheidungskrieg kennen gelernt
Hallo Klaucki,
ich verstehe Dein Problem nicht. Du schreibst davon, dass Du selber schon zwei mal verheiratet warst. Ergo bist Du auch schon zwei mal geschieden. Dann hast Du ja einen Eindruck davon, welche seelische Belastung eine Scheidung darstellt. Wie war das bei Dir? Hättest Du in den schlimmen Phasen der Trennung/Scheidung Nerv gehabt, Dich sehr um einen neuen Partner zu kümmern?? Ich finde das Verhalten Deines Freundes nur verständlich, ganz ehrlich. Du wirst nicht darum herum kommen, Dich und Deine Wünsche zumindest phasenweise hinten anzustellen.
Viele Grüße
Blümchen


Zitieren