Machtbalance, Ping Pong, Ordnung ist nun mal vorherrschend (weit verbreitet) und kann frustrierend sein. Das sind die die im Schach eher defensiv spielen und auf eine Schwäche des Angreifers warten und vielleicht dann trotzdem die Mehrzahl der Spiele gewinnen.
Ist aber auch ein Risiko, denn dies strategische Durchdenken und Machtbalance-Denken lässt sich ganz einfach mit Entgegnen von Mut und Kaltschnäuzigkeit und Selbstbewusstsein ausser Kraft setzen wenn man erstmal gepunktet hat, speziell wenn man einen Lauf hat.
Kaltschnätzigkeit vielleicht so dass es mir nichts ausmacht erstmal mehr zu verlieren und ich das unter "Lernen" verbuche und ich mir nichts draus mache. Natürlich wenn ich Ehrgeizig bin wurmt es mich schon zu verlieren und ich tue alles mein Spiel variabler zu machen und mich zu verbessern.
Zum Schluss reicht dann meine Verbesserung oder halt nicht. Was solls. Das ist der Schutz vor Verletzung indem man sagt, was solls.
So wäre es der Dame mit dem SMS auch geraten. Was solls ob sie ein SMS heute schreibt oder morgen, wenn sie keine Angst vor dem Verlieren hat und nicht verkrampft hat sie die besten Chancen in Zukunft eine Stich zu setzen, bei einem anderen Partner z.B.
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Thema: Warten?Weiß nicht genau...
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08.04.2008, 01:29
AW: Warten?Weiß nicht genau...
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08.04.2008, 09:35
AW: Warten?Weiß nicht genau...
@ HQking
Das hast du schön beschrieben. Und es geht genau in die Richtung, die ich meine.
Mir scheint, diese Machtspielchen hat man umso mehr nötig, umso weniger man allein sein kann und deshalb "mit allen Mitteln" eine Beziehung sucht.
Wer es auf sich zu kommen lässt, seiner "inneren Stimme" folgt, der kann doch gar nichts falsch machen. Denn dann führt der Kennenlernprozess zwei Menschen eben zusammen oder nicht. Und wenn letzteres passiert, dann ist das wahrscheinlich auch ganz richtig so.
Ich habe in meinem bisherigen Liebesleben viel einstecken müssen, aber ich habe dabei umso mehr über mich und die Menschen und Beziehungen gelernt.
Natürlich kann man Verletzungen und Zurückweisungen vermeiden, in dem man den hier beschriebenen Strategien folgt.
Ich nehme aber lieber diese Dinge in Kauf und bleibe dafür bei mir ...
@ Latona
Wie gesagt deine intelligenten Ausführungen bringen mich immer wieder zum Nachdenken. Wahrscheinlich umso mehr, umso uneiniger wir uns sind ;-)
Ich glaube, ich habe in meiner letzten leidvollen Beziehung meine Bedürftigkeit endlich ablegen können und dafür bin ich trotz der vielen damit verbundenen Schmerzen sehr dankbar (sogar ihm ;-)).
Und irgendwie würde ich dieses gute Gefühl so mancher verkrampften Schreiberin in der BriCom wünschen.
Einen schönen Tag an alle, KB
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12.04.2008, 13:56
AW: Warten?Weiß nicht genau...
@ Kuehlesblondes
Ich kann dem nicht so zustimmen. Ich bin viel unabhängiger geworden, seitdem ich mir sagen kann: „Du hast es nicht nötig, Typen hinterher zu rennen, die nichts von dir wollen. Du findest andere, ebenso interessante, die was von dir wollen.“ Und wenn ich mal eine Weile keinen Mann habe, geht die Welt davon nicht unter. Und wenn ich niemals den besonders gut passenden Mann finden sollte, auch nicht.Mir scheint, diese Machtspielchen hat man umso mehr nötig, umso weniger man allein sein kann und deshalb "mit allen Mitteln" eine Beziehung sucht.
Wer es auf sich zu kommen lässt, seiner "inneren Stimme" folgt, der kann doch gar nichts falsch machen. Denn dann führt der Kennenlernprozess zwei Menschen eben zusammen oder nicht. Und wenn letzteres passiert, dann ist das wahrscheinlich auch ganz richtig so.
Aber ich verlange ein gewisses Niveau an männlichem Verhalten, unter dem ich es nicht mehr mache. Dann bleibe ich lieber (erst mal) allein. Strategisches Verhalten dient mir dazu, die Uninteressierten, die Warmhalter, die Casanovas usw. auszusortieren, und ich bin damit sehr erfolgreich.Dazu muss man aber erst mal das nötige psychische Standing haben. Es nützt nichts, sich sozusagen selbst zu vergewaltigen und sich zu sagen: „Ich bin immer offen und gehe nie taktisch vor“, wenn man nachher einen Preis in Form von Leid über Zurückweisung bezahlen muss, den man eigentlich nicht bezahlen kann oder will. Da muss man sich selbst gut genug kennen und einschätzen können anstatt einem Ideal hinterher zu laufen, das man selbst nicht leben kann.Natürlich kann man Verletzungen und Zurückweisungen vermeiden, in dem man den hier beschriebenen Strategien folgt.
Ich nehme aber lieber diese Dinge in Kauf und bleibe dafür bei mir ...
Ich persönlich habe dieses Ideal nicht, weiß aber, dass ich mit Zurückweisungen nicht sonderlich gut klar komme. Das ist kein Problem, so lange ich damit so umgehen kann, dass ich mich nicht eingeschränkt fühle, was nicht der Fall ist.
Die Umgangsweise mit solchen Problemen ist letztlich immer eine Frage der eigenen Persönlichkeit. Aber wenn man so oder so leben will, muss man schon alle Umgangsweisen, die dazu gehören, beherrschen, sonst geht es schief.Bedürftigkeit, wenn sie tief verwurzelt ist, legt man nicht so einfach ab, und viele brauchen dafür professionelle Hilfe, weil letztlich ein Selbstwertproblem dahinter steckt. Wenn Du das aus eigener Kraft geschafft hast, dann bist Du zu bewundern.Ich glaube, ich habe in meiner letzten leidvollen Beziehung meine Bedürftigkeit endlich ablegen können und dafür bin ich trotz der vielen damit verbundenen Schmerzen sehr dankbar (sogar ihm ;-)).
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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12.04.2008, 15:06
AW: Warten?Weiß nicht genau...
@ Latona,
du kannst mir zwar nicht zustimmen. Aber ich stimme dir zu, zum Beispiel hier:
Deine anderen Ausführungen über Strategien und Preise kann ich ebenso nachvollziehen.
Zitat von Latona
Ich bin auch nicht so „über den Dingen stehend“, dass ich über eine Zurückweisung mit einem Schulterzucken hinweggehe. Natürlich tut mir das weh. Sehr sogar, vor allem dann, wenn ich tiefere Gefühle für jemanden entwickelt habe. Was aber ja nicht nach 3 Dates der Fall ist.
Ich lehne es nur ab, Regeln zu folgen, taktisch vorzugehen, weil ich mir dann unecht vorkomme. Für mich selbst und als Teil dessen, was zwischen zwei Menschen passiert.
Und ich hoffe, dass die schmerzvollen Erfahrungen sowie die positiven die Intuition derart stärken, dass ich danach zwar genauso authentisch agiere, aber mich dabei vielleicht besser schütze. Aber eben aus mir selbst heraus, nicht durch Taktieren.
Danke für die Blume, zu bewundern bin ich sicher nicht. Aber ich habe genau das, was in deinem ersten Zitat steht, aus meiner letzten Enttäuschung mitgenommen.
Zitat von Latona
Wahrscheinlich habe ich nichts desto trotz kein überragendes Selbstwertgefühl, noch wahrscheinlicher gibt es hartnäckige Mechanismen, die ich nie allein wegbekomme. Aber ich versuche sie auch als Teil von mir zu akzeptieren.
Professionelle Hilfe lehne ich nicht ab – im Gegenteil. Aber jeder meiner Versuche hat bisher zu nichts geführt und der Alltag erfordert ja auch nicht wenig Aufmerksamkeit.
Meine Schwester, die Psychologin ist, meinte mal, dass man viele Dinge auch mit dem Leben „therapieren“ kann. Will sagen: die beiden Dinge stehen nicht losgelöst nebeneinander. Und ich glaube bzw. hoffe, dass ich mich durch die eigene oder andere Erfahrung ein wenig selbst therapiert habe.
Schönes Wochenende
KB
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13.04.2008, 03:33
AW: Warten?Weiß nicht genau...
Zustimmen oder nicht, Recht haben sind nicht sehr gluecklich gewaehlte Worte, da wenig diplomatisch und auch nicht genau anwendbar und von daher suboptimal.
Ich handle ja und schreibe darueber ohne den Anspruch Recht zu haben oder eine bessere Meinung zu haben, deswegen treffen die Worte "Zustimmen oder Recht geben" nicht zu bzw. nicht anwendbar (N.A. - non applicable) in einer Reaktion zu einem Beitrag.
Und aendern kann man den anderen ja sowieso nicht und sollte dies auch nicht als Geisteshaltung haben wenn ich aelter als sagen wir 24 bin. Wenn ich mir meine Schwester anschaue, oder Freundin usw. finde ich gerade Frauen beinahe stur bzw. halt so wie sie halt sind in der Lebenseinstellung bzw. Meinung und Verhalten, dies ist aber normal so. Auch wenn ich mir in einer impulsiven Seite von mir manchmal vorkommen wuerde ich koenne ich "Kreise" laufen was gedankliche Geschwindigkeit und Wahrnehmung der Situation angeht bzw. daraus folgende Flexibilitaet im Denken in verschiedene Richtungen um sich einer neu eintretenden Situation anzupassen im Vergleich zu einer eher (sturen) abwaegenden, rationalen Persoenlichkeit, nuetzt mir das gar nichts bzw. die Auseinandersetzung mit so einer Person laeuft ja nicht nach Kriterium "hab ich Recht, lieg ich richtiger" sondern so dass man nach seine Persoenlichkeit einbringt und die andere Person auch und dann ein fruchtbares Miteinander daraus entsteht. Falls dies eher weniger fruchtbar sein sollte dann wird sich der Kontakt auf "natuerliche" Weise tendenziell bzw. wahrscheinlich zeitnah verringern (ausser es ist ein Familienmitglied wie meine Schwester die man taeglich sieht in der Firma zumindest fuer ein paar Stunden, das reicht fuer beide Seiten und reicht aus als Impuls der einem eingibt "der andere ist in meinem Leben"). Die Auseinandersetzung mit einer anderen Person wird aber funktional und fruchtbar sein, denn ansonsten waere dies Zeitverschwendung und dies wuerde man schnellstmoeglichst abstellen.
Ob ich nun jemand hinterher renne oder nicht ist fuer mich auch kein entscheidender Punkt sondern wichtiger ist wie kann kann ich emotional zusammenkommen bzw. eine Verbindung herstellen mit meinem Partner welche von beiden akzeptiert ist. Alles andere ist Taktik die ich nicht nur grosszuegig uebersehe sondern ich dies ist ein Feld wo ich mir eine Kompetenz erarbeitet habe die mir erlaubt jegliche Taktik oder Spielregeln wegzulassen, aka ich mache mir meine eigenen Spielregeln (und ist auch Grundlage meiner Unternehmung). Hab jetzt nur meine Sicht beschrieben, von meiner eher impulsiven Seite, die aber stets unterstuetzt wird von meiner rationalen Seite die die Zuverlaessigkeit beisteuert und ohne die Chaos entstuende in der Wirkung zu der Aussenwelt / anderen Menschen.
Mangelndes Selbstwertgefuehl und das wir von Angst bestimmt sind ist ja fuer jeden mehr oder weniger zutreffend, aber sag ich mal laeuft in der Rubrik "mir ist langweilig und hab Zeit mich in Selbstmitleid zu ueben" sag ich mal etwas provokativ. Ich lasse dies natuerlich gelten wenn wir mal eine Erkaeltung haben und der Koerper sich eine Auszeit nimmt. Dann sind halt die biochemischen Prozesse im Koerper so dass man sich auch psychisch ganz real schwach fuehlt.
Ich wuerde der Dame empfehlen positiv zu denken, das ist mein Beitrag zum Thema.



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