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  1. Inaktiver User

    AW: Rucksack der Erfahrungen

    Zitat Zitat von Xayide
    eine Freundin von mir nannte es "matchen". Das Gehirn scannt ja permanent eine Situation danach ab, ob es "bekannt" ist oder nicht. Leider gehen mit all diesen Situationen auch Gefühle einher. Bei mir leuchtet dann sofort mein mein "Frühwarnsystem" und ich frage mich manches Mal: "Ist das nun gerechtfertigt oder nicht???"
    Jaaaaa genau! Diese Situation ist mir total bekannt!

    Zitat Zitat von Xayide
    Übrigens stellt sich sehr häufig heraus, es war in der Tat gerechtfertigt!
    Bis vor kurzem auch meine Erfahrung - leider! Das macht auf Dauer blind...

    Zitat Zitat von Xayide
    In der Zwischenzeit versuche ich mich in Geduld zu fassen, in mir selbst zu ruhen, die Situation zu analysieren und mit positiven Ereignissen zu vergleichen. Und wenn es überhaupt keine Ähnlichkeit mit einer positiven Erfahrung aufweist, dann hilft nur Ansprechen und eventuelle die Notbremse ziehen.
    Wenn mir nur die Geduld näher wäre
    'Aber wenn ich Euch alle richtig verstanden habe - reden ist absolut wichtig, nicht wahr?

    Zitat Zitat von Xayide
    Naja und dann darf man eben nicht vergessen: Jeder Jeck ist anders.
    Äh - ja, da hast Du wohl recht. Ich habe nur für mich gelernt: Bevor ich über andere meckere, muss ich erst bei mir aufräumen.

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    AW: Rucksack der Erfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Wie geht ihr mit Eurem Erfahrungsrucksack um? Einfach akzeptieren oder versuchen, das Gerümpel dauerhaft zu entfernen? Dem OdB gleich ankündigen, dass ich mich halt gelegentlich wie ein Trottel verhalte oder streng nach dem Vorsatz leben: Bloß nix mehr anmerken lassen...?

    Vielleicht eine kleine Auszeit, also eine richtige Auszeit, von Männern nehmen. Es ist jetzt nicht bös gemeint oder geht nicht gegen Männer. Ich meine einfach nur auf sich konzentrieren und die eigenen Baustellen abarbeiten.

    Nichts ist schlimmer als jemanden kennenzulernen und festzustellen, dass es Ähnlichkeiten zwischen einem Ex gibt und dem OdB. Das positive von der Abstinenz ist, dass der Blickwinkel sich ändert und es werden ander Männer interessant.

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    AW: Rucksack der Erfahrungen

    In einer abstinenten Phase lernt man sich selbst sehr gut kennen, was guttut, was schmerzt, man lernt das Gutalleinlebenkönnen. Ob diese Phase freiwillig oder aufgezwungen ist macht den Start natürlich anders. Verlassenworden oder immernochunfreiwillig Single sind schwerer zu akzeptieren als ein Gehen aus einer Beziehung und das Alleinleben als Endlicheuhehaben leben zu können.

    Nach und nach öffnen sich die Fächer aus dem Rucksack, ausgelöst durch Begegnungen, der Sehnsucht nach Nähe, dem Verarbeiten der Erinnerungen... und es kommt ein neues Fach dazu, in das Souveränität und Selbstvertrauen gepackt sind. Rausgekramt und/oder neu dazugekommen...

    Der Rucksack ist dann vielleicht keine Bürde mehr, die am Leben hindert. Sondern ein Schatz, den es zu hüten gilt, der es ermöglicht, offen auf neue Begegnungen zugehen zu können. Ja, er zieht am Rücken und man geht etwas langsamer... aber man geht immerhin oder nicht?

    Woltera
    Das Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!

  4. Inaktiver User

    AW: Rucksack der Erfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Der Länge des Textes nach wieder sehr emotionsgeladen...
    So ist das mit den Altlasten. Sie sind 100% Emotion. Daher funktioniert Dein frommer Wunsch nach Kopfsteuerung auch nicht.
    Vielleicht ist es eine Lösung, die Dinge mehr zu abstrahieren. Also statt des direkten Vergleiches zu Herrn XY oder Z eher eine Liste aufstellen, mit Dingen, die Du eher nicht möchtest. Davon die Top10 nehmen, die Du garnicht akzeptieren kannst. Und dann mach Dir gedanklich eine positive Top10 Liste. Wer also im ersten Eindruck keinen Punkt der negativen 10 erfüllt, dem begene mit Offenheit und schau, wieviele positive top10 er erfüllen wird. Nur, wer tatsächlich einen oder mehrer negative top10 trifft, den schieß in den Wind. Alle anderen haben eine faire Chance verdient. Denn vielleicht bist Du ja bereit, den negativen Punkt 11 zu akzeptieren, wenn viele positiven top10 erfüllt werden.. ?!
    So zumindest handhabe ich das. Die Treffer pro Zeitraum werden deutlich weniger, dafür werden die Zeiträume pro Treffer deutlich länger..

    Ein negatives Beispiel habe ich auch noch. Vor Jahren hatte ich mal meine damals vermeintliche "She's the one!" kennengelernt. Von da an nur Augen und Sinne für sie. Sie war aber so vorgeschädigt (betrogen mit Kind extern), dass die Eifersucht etwa alle 5 Minuten ein Thema war, obwohl ich ihr nullkommanull ANlass dazu gab - denn wenn es paßt, interessiert mich weder links noch rechts jemand. Und so war es bei ihr. Aber im Ergebnis haben wir uns nach einigen Monaten getrennt, weil sie mit ihrer Eifersucht nicht klar kam..
    Geändert von Inaktiver User (08.03.2008 um 10:34 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Rucksack der Erfahrungen

    Zitat Zitat von Woltera
    In einer abstinenten Phase lernt man sich selbst sehr gut kennen, was guttut, was schmerzt, man lernt das Gutalleinlebenkönnen. Ob diese Phase freiwillig oder aufgezwungen ist macht den Start natürlich anders. Verlassenworden oder immernochunfreiwillig Single sind schwerer zu akzeptieren als ein Gehen aus einer Beziehung und das Alleinleben als Endlicheuhehaben leben zu können.

    Nach und nach öffnen sich die Fächer aus dem Rucksack, ausgelöst durch Begegnungen, der Sehnsucht nach Nähe, dem Verarbeiten der Erinnerungen... und es kommt ein neues Fach dazu, in das Souveränität und Selbstvertrauen gepackt sind. Rausgekramt und/oder neu dazugekommen...

    Der Rucksack ist dann vielleicht keine Bürde mehr, die am Leben hindert. Sondern ein Schatz, den es zu hüten gilt, der es ermöglicht, offen auf neue Begegnungen zugehen zu können. Ja, er zieht am Rücken und man geht etwas langsamer... aber man geht immerhin oder nicht?

    Woltera
    Liebe Woltera,
    danke für den Hinweis den Rucksack als SChatz zu sehen.
    Einen Schatz, den man immer wieder vergrössern kann ?
    Der es uns ermöglicht hat uns immer mehr selbst zu finden?

    Inzwischen bin ich dankbar für jede Trennung, denn jede hat mich immer ein Stückchen stärker gemacht------und deswegen können bestimmte Verhaltensmuster gar nicht mehr auftreten weil ich inzwischen weiss, was ich will und gelernt habe, dass ich niemanden mehr lieben muss als mich selbst

    Lucky1
    Immer wenn du meinst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her

  6. Inaktiver User

    AW: Rucksack der Erfahrungen

    ein wichtiges thema!

    ich dachte, nach einer trennung nach 17 jahren, jetzt müsse ich sofort noch mal durchstarten, sonst sei es zu spät.
    es war mir nicht bewusst, aber so war es.
    vier jahre und einige erfahrungen später weiß ich, dass mein rucksack einfach zu groß war.

    Bei mir leuchtet dann sofort mein mein "Frühwarnsystem" und ich frage mich manches Mal: "Ist das nun gerechtfertigt oder nicht???" Übrigens stellt sich sehr häufig heraus, es war in der Tat gerechtfertigt
    ja, das kenne ich. - inclusive komplettes verlieren des vertrauens in das eigene bauchgefühl.
    inzwischen bin ich auch dabei, mein leben für mich zu finden. was dann kommt -wir werden sehen.

  7. Inaktiver User

    AW: Rucksack der Erfahrungen

    Eind wichtiges Thema und ein schönes Thema ... und das Bild mit dem Rucksack ist super gewählt.

    Spontan fiel mir eine Geschichte ein, die ich vor Jahren gelesen hatte.
    Ein Mann steht vor einer Brücke, möchte hinüber gehen und kann nicht. Er hat nämlich Gepäck dabei, und dieses Gepäck ist so schwer, dass die Brücke einstürzen würde, wenn er ginge. Also wartet er unschlüssig und ängstlich.
    Nach einer Zeit kommt ein Wanderer vorbei und fragt den Ersten, warum er denn warte. Der Erste erklärt, worauf der Wanderer sagt: " Ja, warum, lassen sie Ihr Gepäck nicht einfach hier."

    Diese Geschichte stand in einem ... na, sagen wir ... Kirchenheftchen. Der Kommentar zu dieser Geschichte war sinngemäß: " Warum nehmen wir alles mit. Warum legen wir nicht unser "Gepäck" in Gottes Hand. (Bitte kein Aufschrei über soviel kindlichen Glauben. )

    Nach der Trennung habe ich rückblickend mein Leben betrachtet, analysiert. Ich habe das Leben meines Mannes betrachtet und analysiert. Meine Erwartungen, seine Erwartungen, meine Verletzungen und auch seine. Ich analysier verdammt gerne und denke, dass ich auch viel herausgeholt habe für mich. Ich habe sozusagen die Taschen des Rucksacks aufgemacht.

    Tja, und heute? So ganz langsam kommt ein Denken, welches da heißt: Leg es weg. Du brauchst es nicht ständig mit dir herumzutragen. Zur Not - wenn du es brauchst - gehst du einfach zur Brücke zurück. Er wird da noch liegen. Es wird nicht gestohlen werden können.

    Menschen, die an Gott glauben, haben es in vielfacher Hinsicht leichter: Sie legen das Paket in Gottes Hand und sind frei. Die Hände eines Therapeuten eignen sich übrigens nicht. Der hilft nur, die Taschen zu öffnen.
    Ich habe mich gefragt, wo ich es hinlege. Ich glaube, ich
    lege es einfach vertrauensvoll in diese Welt, in dem Wissen, dass es nicht verloren geht.

  8. Inaktiver User

    AW: Rucksack der Erfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich habe mich gefragt, wo ich es hinlege. Ich glaube, ich
    lege es einfach vertrauensvoll in diese Welt, in dem Wissen, dass es nicht verloren geht.
    welch ein schönes post

  9. Inaktiver User

    AW: Rucksack der Erfahrungen

    Zitat Zitat von On_Ice
    Vielleicht eine kleine Auszeit, also eine richtige Auszeit, von Männern nehmen. Es ist jetzt nicht bös gemeint oder geht nicht gegen Männer. Ich meine einfach nur auf sich konzentrieren und die eigenen Baustellen abarbeiten.
    Ich sehe den Vorschlag nicht als böse an. Bin auch niemand, der sich von einem zum anderen stürzt, gewiss nicht. Mir ist nur aufgefallen - liegt wohl am "Älterwerden" , dass man immer wieder vergisst, an sich selbst zu arbeiten und statt dessen auf andere schaut. "Das passt mir nicht und dies passt mir nicht"....

    Zitat Zitat von On_Ice
    Nichts ist schlimmer als jemanden kennenzulernen und festzustellen, dass es Ähnlichkeiten zwischen einem Ex gibt und dem OdB. Das positive von der Abstinenz ist, dass der Blickwinkel sich ändert und es werden ander Männer interessant.
    Der Blickwinkel kann sich ändern - aber die Ängste gehen so schnell einfach nicht verloren. Es gibt absolut interessante Männer, die Sorge ist nur: Nun ja, eben dass ICH zu viel Gepäck noch mitschleppe und einiges loswerden sollte. Kann er das erkennen? Kann ich darüber reden? Bekomme ich die Zeit, etwas an mir zu ändern...

  10. Inaktiver User

    AW: Rucksack der Erfahrungen

    Zitat Zitat von Woltera
    In einer abstinenten Phase lernt man sich selbst sehr gut kennen, was guttut, was schmerzt, man lernt das Gutalleinlebenkönnen. Ob diese Phase freiwillig oder aufgezwungen ist macht den Start natürlich anders. Verlassenworden oder immernochunfreiwillig Single sind schwerer zu akzeptieren als ein Gehen aus einer Beziehung und das Alleinleben als Endlicheuhehaben leben zu können.
    Ich habe so einige abstinente Phasen hinter mir und hatte damit auch kein Problem.

    Zitat Zitat von Woltera
    Nach und nach öffnen sich die Fächer aus dem Rucksack, ausgelöst durch Begegnungen, der Sehnsucht nach Nähe, dem Verarbeiten der Erinnerungen... und es kommt ein neues Fach dazu, in das Souveränität und Selbstvertrauen gepackt sind. Rausgekramt und/oder neu dazugekommen...
    DAS gefällt mir sehr gut! Das Ersetzen von altem Ballast ....

    Zitat Zitat von Woltera
    Der Rucksack ist dann vielleicht keine Bürde mehr, die am Leben hindert. Sondern ein Schatz, den es zu hüten gilt, der es ermöglicht, offen auf neue Begegnungen zugehen zu können. Ja, er zieht am Rücken und man geht etwas langsamer... aber man geht immerhin oder nicht?
    Woltera
    Das klingt gerade so herrlich positiv!

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