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Thema: The new phew

  1. Inaktiver User

    AW: The new phew

    Zitat Zitat von Henne65

    rauchfreie grüße
    ich hab heute zwei monate ...

    huhn??? ich mag da mehr von haben ... ... worum geht es da genau? was bedeutet es, dass unser hirn synonyme am liebsten vermeidet? was muss passieren, damit tempo und taschentuch doch in meinem hirn landen und wonach wähle ich dann im bedarfsfall das wort aus?

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    AW: The new phew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ... was muss passieren, damit tempo und taschentuch doch in meinem hirn landen und wonach wähle ich dann im bedarfsfall das wort aus?
    Tempo Tempo heisst dann wohl: gib mir bitte rasch ein Taschentuch.

    Aber ich hab's wohl wieder nicht verstanden .
    Bei jedem Schritt löst man sich von der Erde und hat ein Stück Himmel unter den Füssen.
    Bertrand Piccard

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    AW: The new phew

    Moinsen.

    Ach ja, das wird schon. Glaubt mir. Ich bin ziemlich erkältet gerade, ABER wir fahren morgen nun doch zur Mutter meines Freundes, da werde ich sicher nächste Woche zu erzählen haben...

    Mädels!!! warum sind arbeit und einkommen wichtige .. äh..'sources of identity'????
    Arbeit: Weil es im Menschen angelegt zu sein scheint, tätig zu sein, ob bezahlt oder nicht. Ich neige ja immer schnell dazu, transzendente Tendenzen ins Spiel zu bringen, aber Beruf und Berufung hängen m.E. alleine schon deshalb zusammen, weil dadurch auch der Wunsch nach nachhaltiger sozialer Interaktion befriedigt wird. Man hinterlässt etwas, prägt eindrücklich, oder zeigt immerhing: Kuck mal, das mach ich, das kann ich. Gleichzeitig passiert eine Abgrenzung: ein Schlosser ist kein Elektriker.
    Das kriselt natürlich massiv mit der, wie es die commies sagen, Entfremdung von der Arbeit, aber ich meine in meinem recht eingeschränkten Wahrnehmunghorizont doch feststellen zu können, dass zumindest in der Generation der jetzt 20-40jährigen eine gewisse Loslösung von der reinen Erwerbstätigkeits-Mentalität (man arbeitet halt, weil man es muss) stattgefunden hat (alle Ü40 - bitte nicht falsch verstehen!! Aber ich habe schon den Eindruck, dass mit der weggebrochenen Sicherheit eines Routinejobs gleichermaßen Fatalismus und Enthusiasmus eingezogen sind... Meinen Eltern - und auch meinen Kollegeninnen [zwischen 50 und 55 Jahre alt] ging's um Broterwerb und Rentensicherung. Als ich mit der Realschule fertig war, war klar, dass man sich ohnehin auf keinen "sicheren Beruf" hin ausbilden lassen konnte. Kein Mensch weiß, was kommt. Also, Augen auf und durch - das machen, was man am besten kann, man am liebsten macht... - und dadurch identifizieren sich dann auch Knalltüten wie ich liebend gerne mit einer Tätigkeit, auch wenn das Umfeld nicht das Gesündeste ist...)

    Wird dir für die Arbeit nicht viel helfen, aber selbst Kain und Abel waren schon als Acker- oder Viehbauer "identifiziert". Arbeit und die Fähigkeit, sich selbst zu versorgen, kennzeichnen gerade heute den mündigen (im mytischen Fall: den aus dem Paradies vertriebenen/von Gott emanzipierten, im etwas handfesteren Fall: den nicht von Staatsmächten/Elternhaus/Ehegatten abhängigen) Menschen. Daher: Identifikation durch Einkommen. Auch Selbstinszenierung kostet Geld, und je mehr man davon hat, desto besser lässt sich (im Denken vieler Menschen) die Fremdwahrnehmung steuern...

    Ergänzung: Monty Python's Hausschatz hat auch hierzu was zu sagen :-)
    Geändert von Njarka (20.03.2008 um 09:50 Uhr)
    Der Crew gewidmet:

    „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“


    Bernhard von Chartres

  4. Inaktiver User

    AW: The new phew

    von wegen nicht helfen.

    ihr habt jetzt mal eben so alles angerissen, was in meinen klugen lehrbüchern steht und was ich in mein essay schreiben muss.
    ein auf die phew!!!

    nur eins, nämlich dieses
    adass zumindest in der Generation der jetzt 20-40jährigen eine gewisse Loslösung von der reinen Erwerbstätigkeits-Mentalität (man arbeitet halt, weil man es muss) stattgefunden hat (alle Ü40 - bitte nicht falsch verstehen!! Aber ich habe schon den Eindruck, dass mit der weggebrochenen Sicherheit eines Routinejobs gleichermaßen Fatalismus und Enthusiasmus eingezogen sind...
    das scheint keine generationsfrage zu sein, sondern eine irgendwie umfassende ... goldthorpe sagte in der affluent workers study, dass grundsätzlich drei orientierungen eines menschen (wie wichtig ist arbeit?) festgestellt werden können:

    - solidarism, also die, die eine kollektive identität suchen, in der arbeit auch die soziale community suchen und haben wollen und als gruppe -genau- den kapitalisten gegenüberstehen. hier finden wir vor allem arbeiter ...

    - instrumentalism - die die einen job mehr als job sehen, die genug zum leben verdienen wollen, aber ihre identifizierung mehr außerhalb der arbeit suchen

    und - bureaucratism - leute die sich mit der organisation, der firma identifizieren, und sich davon die sicherheit des jobs erhoffen (statt der sicherheit der community und der identität wie die erste gruppe - hier gibt es die idee des vertrauens zwischen arbeitnehmer und chef) meist sind das 'white-collar-jobs'

    die studie und klassifizierung ist von 1968 - also, das gabs schon vorher. grundsätzlich scheint sich das immer nur etwas zu verschieben und zum einen oder anderen punkt auszupendeln.

    im augenblick, behaupte ich (wie rose *wink*) führt die unsicherheit des joblebens tatsächlich dazu, dass wir eher eine konsumenten-identität pflegen - wir sind, was wir konsumieren. ich muss es nur noch beweisen.


  5. Inaktiver User

    AW: The new phew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    im augenblick, behaupte ich (wie rose *wink*) führt die unsicherheit des joblebens tatsächlich dazu, dass wir eher eine konsumenten-identität pflegen - wir sind, was wir konsumieren. ich muss es nur noch beweisen.
    Wäre doch eine prima Abschlussarbeit .... naja, evtl. auch für den Doctitel .... empirische Erhebung ..... u.a. Abfrage der drei oben genannten Motivationen mit persönlicher Gewichtung und bei Menschen, die seit mehreren Jahrzehnten arbeiten, die Abfrage, ob sich die Gewichtung im Laufe des Arbeitslebens verschoben hat ... dann gucken, ob das da tendenziell zu nimmt:

    - instrumentalism - die die einen job mehr als job sehen, die genug zum leben verdienen wollen, aber ihre identifizierung mehr außerhalb der arbeit suchen


    .... ich wäre am Ergebnis höchst interessiert.

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    AW: The new phew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    von wegen nicht helfen.

    ihr habt jetzt mal eben so alles angerissen, was in meinen klugen lehrbüchern steht und was ich in mein essay schreiben muss.
    ein auf die phew!!!
    Alles andere hätte mich auch gewundert *verweist stolz auf ihre Signatur* hier sind schon tolle Frauen am Werk
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    nur eins, nämlich dieses

    das scheint keine generationsfrage zu sein, sondern eine irgendwie umfassende ... goldthorpe sagte in der affluent workers study, dass grundsätzlich drei orientierungen eines menschen (wie wichtig ist arbeit?) festgestellt werden können:

    - solidarism, also die, die eine kollektive identität suchen, in der arbeit auch die soziale community suchen und haben wollen und als gruppe -genau- den kapitalisten gegenüberstehen. hier finden wir vor allem arbeiter ...

    - instrumentalism - die die einen job mehr als job sehen, die genug zum leben verdienen wollen, aber ihre identifizierung mehr außerhalb der arbeit suchen

    und - bureaucratism - leute die sich mit der organisation, der firma identifizieren, und sich davon die sicherheit des jobs erhoffen (statt der sicherheit der community und der identität wie die erste gruppe - hier gibt es die idee des vertrauens zwischen arbeitnehmer und chef) meist sind das 'white-collar-jobs'

    die studie und klassifizierung ist von 1968 - also, das gabs schon vorher. grundsätzlich scheint sich das immer nur etwas zu verschieben und zum einen oder anderen punkt auszupendeln.
    Jau, das war mir schon klar. Bloß - und da scheitere ich, weil mir die Empirie fehlt, bin doch kein Soziologe oder WiWi - das verschiebt sich ja auch zahlenmäßig. Die Arbeitswelt verändert sich ja strukturell schon ziemlich. Ich glaube schon, zu beobachten, dass die Instrumentalisten eher zunehmen, sich also mit einer Tätigkeit eher identifizieren als mit dem Arbeitgeber. Und häufig genau wissen, dass es mehr als das eine zu tun gibt (hierzu gleich ne pn), den Tag also auch locker ohne Erwerbstätigkeit mit "Arbeit" ausgefüllt kriegen könnten... Der "bureaucratism" wird ja gerade in meinem Fall meinen Kolleginnen zum Verhängnis. Die haben sich nicht freigeschwommen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    im augenblick, behaupte ich (wie rose *wink*) führt die unsicherheit des joblebens tatsächlich dazu, dass wir eher eine konsumenten-identität pflegen - wir sind, was wir konsumieren. ich muss es nur noch beweisen.
    Das stimmt. Aber das wäre ja damit auch wieder an die Kaufkraft und somit das Einkommen gekoppelt. "Beweisen" kann ich es nicht, aber an der Zunahme des Konsums von Billigwaren gerade in strukturschwächeren Städten sieht man ja durchaus, dass Leute nicht "weniger" kaufen wollen, nur weil sie weniger Geld in der Tasche haben.
    Und das Wort "Statussymbol" kommt ja auch irgendwoher, unabhängig davon, ob man darunter nun den Benz, die dicken Klunker oder die Bang&Olufsen Anlage versteht...

    P.S. ich wohne übrigens hier...
    Der Crew gewidmet:

    „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“


    Bernhard von Chartres

  7. Inaktiver User

    AW: The new phew

    leda: himmel hilf, ich bin ERSTsemester!!!

    (und wenn ich ganz, ganz leise an die abschlussarbeit denke, dann denke ich in richtung: veränderung von lebensgemeinschaften, LAT-beziehungen und fernbeziehungen - die eine gewollt, die andere meist aus beruflichen gründen erzwungen - love in modern times . malgucken. aber da bin ich noch so megaweit von entfernt ...)

    schäfchen: in einem meiner all-time-favourite-books, einem der ständigen bewohner meiner literarischen notapotheke steht sinngemäß: es gibt nur eins, womit man die not, nicht konsumieren zu können, lindern kann: mit konsumieren.

    (es handelt sich hierum - ich liebe solche bücher. zornig, direkt, poetisch. ein buch mit der wucht einer geballten faust)

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    AW: The new phew

    gna.
    ich KANN nicht anders.

    njarka, deinen (zweifellos klugen) ausführungen fehlt für mich ein bisserl die historische dimension.

    die "wir arbeiten, um in rente zu gehen-mentalität" ist nämlich auch auf die generation wirtschaftswunder beschränkt. niemals davor war das leben so planbar, so sicher.
    wenn wir uns das ganze aus einer längerfristigen perspektive ansehen, dann gab es das geburtsrecht auf stand, das sicherheiten bot (und gleichzeitig enge grenzen der persönlichen entfaltung)
    erwerbsleben in unserer form gibts ja erst seit der industrialisierung, hat also ursächlich was mit kapitalismus zu tun.
    bereschit, dazu findest du sicher war bei philippe aries und co, der"französischen schule" der geschichtsforschung.

    abgesehen davon tippe ich auch gerade eine arbeit und bin schon deshalb zur zeit ganz gerne abwesend...

    @ all, die mich vermisst haben.
    roserl

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    AW: The new phew

    Zitat Zitat von zwischenruf.
    gna.
    ich KANN nicht anders.
    Hä-täterätäää! Provokation hülft. Liebes Röschen, welcome back!



    njarka, deinen (zweifellos klugen) ausführungen fehlt für mich ein bisserl die historische dimension.

    die "wir arbeiten, um in rente zu gehen-mentalität" ist nämlich auch auf die generation wirtschaftswunder beschränkt. niemals davor war das leben so planbar, so sicher.
    wenn wir uns das ganze aus einer längerfristigen perspektive ansehen, dann gab es das geburtsrecht auf stand, das sicherheiten bot (und gleichzeitig enge grenzen der persönlichen entfaltung)
    erwerbsleben in unserer form gibts ja erst seit der industrialisierung, hat also ursächlich was mit kapitalismus zu tun.
    Ja, klar, du hast ja vollkommen Recht! (ich lüg jetzt mal: das hab ich extra weggelassen, damit du kommst und was schreibst. Ätsch! ).
    Dazu kommt, wie angedeutet, dass es diese Identifikationsstiftung durch Arbeit ja schon vorher gab.
    Einerseits auf die Stände bezogen, andererseits innerhalb eines Standes auf die Berufsgruppen. In Österreich hat man ja als "magister artium" wenigstens schon einen Titel, in D-Land gibt's den Titel dann, aber ich bin trotzdem nicht Frau Magister sondern eben Frau Griffelschwingerin...
    Ist bloß die Frage, wie stark diese Identitätsstiftung reflektiert wurde? Das romantische Ideal vom Emporkömmling gibt es sicher schon früh, zumindest in der Literatur aber die Loslösung vom eigenen, tatsächlichen vorgegebenen Lebensweg? Der H.C. Andersen hat schön darüber geschrieben, aber der war ja nun romantisch hoch zehn... (diese Ständedenken hat sich aber m.E. mit dem Renten-Sicherungsdenken des Wirtschaftswunders vermischt. Jedenfalls in der Gegend, wo ich aufgewachsen bin... sicher ist, wer sicher schafft und bei seinem Leisten bleibt)

    Trotzdem ist die Frage der identitätsstiftenden Dimension ja überhaupt erst durch die Industrialisierung bedingt, oder? Ich kenne die Philosophen nicht ausreichend genug, als dass ich sagen könnte, ich wüsste, es ginge bei denen um differenzierteres Nachdenken bezüglich Berufsgruppen und Berufungen - ich meine mich zu erinnern, dass es meistens eine Machtfrage war, die den Auslöser gab und dann ging's gleich um "Herr oder Knecht".

    Mal was anderes - komisch eigentlich, dass die relativ kurze Zeit des Wirtschaftswunders in der Hinsicht und gerade ja auch im Hinblick auf Familiengefüge so prägend war...
    Der Crew gewidmet:

    „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“


    Bernhard von Chartres

  10. Inaktiver User

    AW: The new phew

    Zitat Zitat von zwischenruf.
    @ all, die mich vermisst haben.
    roserl


    ich werde zwar gewisse schwierigkeiten haben mich an 'zwischenruf' zu gewöhnen, aber das ist ja egal.

    rose!!! welcome back!!!

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