mhhh.
zitro, wenn der körper die antwort weiß, dann sollte ich emotional niederschwellige vö****eien wie neulich nach lust und laune durchziehen...
nm:
tue ich ja.Was spricht dagegen, den Versuch, einen Erwachsenen zu lieben, einfach mal zu unterlassen, wenn Dir das gerade so schwerfällt?
bis vor einiger zeit eben mit so kruden ablenkungsmanövern, jetzt klarer.
aber,liebe hilly:
ich sortiere seit gut 3 jahren. bei mir zu hause ist kaum was so gut aufgeräumt wie die schränkchen im inneren, vermute ich mal.Du bist grad beim aufarbeiten, sari sagt manchmal Steine aufheben, begucken und sortieren, ich sag Schrank räumen
glaub mir, wenn da das Meiste richtig sortiert ist, dann ist Platz für neues.
die analyse ist wie folgt:
ein erfülltes, volles, sogar beruflich einigermaßen erfolgreiches leben, mit dem ich zufrieden bin, vieles, auf das ich stolz bin.
und dann ist da eine angst.
und das wissen um einen tiefen vertrauensverlust.
und damit kommen wir zu zitros weisen worten:
diese sache mit der hoffnung, die funktioniert nicht mehr.vertrauen ins leben, hoffnung, positive gedanken....geht wunderbar...und dann... angst.Das ist doch Sinn des ganzen Spruches, dass es eben nichts nützt, zu wissen, was in der Vergangenheit alles weh getan hat. Man muss es jedesmal wieder abschütteln und mit neuer Hoffnung losgehen, sonst geht gar nichts.
klingt jetzt alles viel dramatischer, als es im reallife erscheint. da habe ich für die ungebung die krise wunderbarst und erstaunlich überwunden, bin fröhlich und kann mit offenen, staunenden augen durchs leben gehen.
aber drinnen, ganz tief, ist (auch) so ein tiefer vertrauensverlust, dass die angst manchmal überhand nimmt.
ich habe mich übrigens lange zeit damit beschäftigt, ob das was "frühkindliches" ist. ist es nicht. die konstellation kleine schwester, behütet-geliebt, gab ein weiches bett. als mein vater starb, war ich eine junge erwachsene und kannte den ex schon.
ich konnte und habe dann fast 20 jahre absolut in ihn vertraut, mir sicher auch die "besonderheit" unserer beziehung gut eingeredet.
ich war der absoluten überzeugung, wir könnten uns aufeinander blind verlassen, wären zwei bäume, die einander stützen, um weiter wachsen zu können, um viel im leben weiter bringen zu können.
wieviel davon ich allein in diesen 20 jahren tatsächlich weitergebracht habe, nur weil ich diese innere überzeugung besaß, dass da jemand ist, der mich stützt....ich weiß es nicht.
die letzten jahre, ihr wisst es, waren ja nicht nur abgrenzung vom ex, sondern auch oft unglaubliches erstaunen, welchen mist dieser mensch bauen kann, wie unglaublich weit er sich von den werten, die wir beide gemeinsam hatten, entfernte.
vielleicht hatten wir sie gar nicht gemeinsam. vielleicht waren es immer meine, zu denen er sich halt zeitweilig gesellt hat....(abgesehen von den politisch-ideologisch-dieganzeweltbetreffenden, bei denen sind wir immer noch einer meinung, und das war uns beiden auch immer wichtig).
ach, menno, ich schreibe hier so was wie eine gesamtabrechnung....
sehr weit nach vorne blicken kann ich heute nicht, draußen hängt der nebel vor dem fenster.
ich weiß sogar, was die lösung meines dilemmas wäre:
auf mich selbst vertrauen.
geht ne weile gut und dann -klapp.
und außerdem: mein innerstes wünscht sich die zwei-bäume-variante.nein, nicht mit diesem mann. aber mit vielen parametern die da gegriffen haben.
noch immer.
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Thema: The new phew
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13.10.2008, 09:06Inaktiver User
AW: The new phew
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13.10.2008, 15:58Inaktiver User
AW: The new phew

Das sticht mir aber ins Auge:
Würde ich nie und nimmer über meine letzten 20, 25 Jahre sagen. Sondern immer: "Ich habe absolut in mich selbst vertraut." Oder auch nicht, klar gab es auch mal Hänger, große Täler usw... aber ich würde nie sagen, dass ich in jemand anderen absolut vertraut habe. Kommt mir zu viel vor, zu viel Anspruch an den anderen. Verstehst du? Na, mir stach es ins Auge.
Zitat von Inaktiver User
Meinen Eltern gegenüber würde ich das so sagen. Als Kind musste ich ihnen absolut vertrauen. Ging mal so und mal so aus. Aber "absolutes" Vertrauen zu einem Erwachsenen? Vertrauen, ja, wenn jemand Bockmist macht, streiten und dann wieder neu vertrauen... okay, all sowas, aber "absolutes", "blindes" Vertrauen?
Das brauchen und haben nur Kinder gegenüber den Eltern, oder?
Blindheit in Sachen Verlässlichkeit übertüncht auch, meiner Meinung nach, die Tatsache, dass auch erwachsene Menschen schon mal ins Trudeln geraten können.
Oder anders gesagt: Traust du dir selbst eigentlich das Versprechen von blindem Vertrauen in dich zu? Ich könnte das nicht abgeben - außer einem Kind gegenüber, aber selbst das ist eine Frage der äußeren Bedingungen, nicht? Sehr fragil, so, wie wir Menschen halt sind.
Für mich hört sich das, nimm`s mir nicht übel, tatsächlich nach einem frühkindlichen Wunsch nach "absoluter Geborgenheit" an, also nach dem Wunsch, dass der Mann die Vater/Elternrolle besetzt.Geändert von Inaktiver User (13.10.2008 um 18:42 Uhr)
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13.10.2008, 16:10Inaktiver User
AW: The new phew
zitro, ob es gut oder schlecht war, richtig oder falsch...es war so...
sonst wäre der fall nicht so tief gewesen....
teilweise hast du sicher recht damit, dem anderen da ne menge zuzumuten.
andererseits:
ich habe es für ihn auch getan.
ich würde heute dieses versprechen niemandem geben, ich habe es auch ihm nicht gegeben, aber ich habe es gelebt.
und insofern war es nicht nur die "frühkindliche" geborgenheit, denn es war eine gegenseitige.
aber prinzipell gebe ich dir recht, dass es jetzt für mich darum geht, so etwas wie "erwachsenes" vertrauen aufzubauen.
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13.10.2008, 17:19Inaktiver User
AW: The new phew
Na klar. Es geht mir überhaupt nicht um richtig oder falsch.
Zitat von Inaktiver User
Aber wenn soviel aufgehängt ist, ans "Absolute" und "Blinde", dann wird mir immer etwas mulmig. Und entsprechend tief ist ja dann eben auch der Fall, wenn sich die Realität nicht mit den Idealen deckt.
Ein Kind muss Mutter/Vater in dieser Weise idealisieren, es bleibt ihm nichts übrig. Überhaupt jedes vollständig abhängige Wesen muss dies tun. Andere haben die Gelegenheit, einen Menschen, kein Ideal, zu sehen.
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13.10.2008, 17:58
AW: The new phew
Zitro, ich finde, Du sagst da was sehr Kluges.
Ist überlegenswert, Röschen, insbesondere was es abgeleitet für Deinen Part heißt oder bedeuten könnte.
Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad*.
*B., Tandemfahrerin
Wer will, sucht Wege,
wer nicht will, sucht Gründe.
(danke an unbekannt in der BriCom)
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13.10.2008, 18:50Inaktiver User
AW: The new phew
Ich erhöhe um 10...
Kleines Schwesterchen, weiches Nest... Als Vater starb, gab es ja direkt jemanden, der seine Rolle übernehmen konnte.
Zitat von Inaktiver User
Das klingt so trotzig.ich habe mich übrigens lange zeit damit beschäftigt, ob das was "frühkindliches" ist. ist es nicht.
Ich finde "Frühkindliches" an sich nicht schlimm. Warum auch? Es ist unsere Geschichte, unsere Prägung. Was wir draus machen, zählt.
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13.10.2008, 19:12Inaktiver User
AW: The new phew
mh mhmh mhmh....Ein Kind muss Mutter/Vater in dieser Weise idealisieren, es bleibt ihm nichts übrig. Überhaupt jedes vollständig abhängige Wesen muss dies tun. Andere haben die Gelegenheit, einen Menschen, kein Ideal, zu sehen.
also, das ist ja, so wie vieles im leben, nicht so ganz schwarz-weiß zu sehen...
klar war mir immer bewusst, dass er fehler hat. (allerdings war er ziemlich bedingungslos kritikunfähig.....
)
und es ging nicht nur um ein ideabild, es ging um das idealbild im bereich warmesweichesnest, im vertrauensbereich.
und es geht (vorwärts leben) umd diesen vertrauensbereich, darum, wie er "erwachsen" aussehen könnte....
und letztlich ist die notwendigkeit, mich damit so ausführlich zu beschäftigen, wegen dieser angstsache nötig.Geändert von Inaktiver User (13.10.2008 um 20:01 Uhr)
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13.10.2008, 20:40Inaktiver User
AW: The new phew
...ich weiß das du schon lange sortierst
Zitat von Inaktiver User
, wir tun das hier doch alle mehr oder weniger.
Gestern auf der Heimfahrt von Schlumbo hab ich nachgedacht, was mit ihm so anders ist, warum ich viel gelassener bin...
weil ich bei ihm und mit ihm, immer noch ich bin.
Im Gegensatz zu früher bemühe ich mich nicht irgendwelche Seiten von mir besonders hervorzuheben oder welche zu verstecken. Es gelingt mir sogar, mich aus seinem Leben rauszuhalten, weil er mir meins lässt.
Ich seh und hört ihn die Woche über ja nicht, sondern oft erst am WE und ich freu mich jedesmal wie wahnsinnig auf ihn, aber ich kann ohne *Heulkrämpfe* auch am Sonntagabend wieder in meine Wohnung fahren. Es ist ein tiefes Vertrauen da, das ich nicht beschreiben kann. Vieleicht, weil wir ähnliche Hintergründe haben, ähnliche Träume und uns in einer Lebensphase gefunden haben, die ziemlich perfekt ineinander passte.
Ob das das ganze weitere Leben hält?
Keine Ahnung, schön wäre es, aber mittlerweile habe ich begriffen, das man nichts erzwingen kann. Ich denk manchmal, das Leben ist eine große Reise zu sich selbst, wenn man denn will, oft steht man an Weggabelungen und muss sich entscheiden. Zögern wir, entscheiden vielleicht andere für uns und dann heißt es mitgegangen mitgehangen. Oder wir bleiben stehn und entscheiden uns für eine Pause, überprüfen noch mal den Weg/ das Ziel, alles ist drin.
Klingt jetzt alles ziemlich abgeschwurbelt, aber ich weiß grad nicht, wie ich es pragmatischer erklären soll.
Mir geistert wieder das Wort von der Demut im Kopf herum, aber das ist ja leider im Sprachgebrauch eher negativ besetzt.
Ich meine damit nicht schicksalsergeben, sondern eine Art das Leben dankbar annehmen zu können und das beste draus zu machen.
Hach menno, versteht mich wer?
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13.10.2008, 21:39Inaktiver User
AW: The new phew
*zeigt auf*
Hier! Ich!
Genau. Und leider, leider liegt darin auch die (erwachsene) Weisheit eingebettet, dass einem diese Reise wirklich niemand abnehmen kann. Nette Begleitung lässt sich finden, ja, Hilfreiches auch, aber abnehmen kann einem dies niemand. Darüber habe ich schon viel Rotz und Wasser geheult. Eigentlich ist es ja auch eine Unverschämtheit...
Zitat von Inaktiver User

Aber im Moment lerne ich gerade das kleine Glück kennen, für mich selbst zu sorgen - gerne! - und den Rest kommen zu lassen. Freundlichkeit in die Welt bringen, etwas großzügig sein, wie es jemand in einem anderen Thread nannte, ohne darauf aus zu sein, dass es zurückkommt. Große Sache, das.
Und ja, das hat wohl was mit Demut zu tun, nicht?
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13.10.2008, 21:45
AW: The new phew
Und mit ohne-Schimmel(n).
Ja, Hilly - ich für mich fühle das so ähnlich mit meinem Partner.Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad*.
*B., Tandemfahrerin
Wer will, sucht Wege,
wer nicht will, sucht Gründe.
(danke an unbekannt in der BriCom)


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