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Thema: The new phew

  1. Inaktiver User

    AW: The new phew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    - tja, und außerdem: es hat nicht funktioniert. klein-röschen saß im scherbenhaufen und hat sich doof die augen gerieben, als die rosawolkenwelt zerplatzt ist.
    hilf mir mal, denn das versteh ich nicht:
    wieso meinst du, es hat nicht funktioniert ?
    weil die trennung dich erschüttert hat und 'der glaube' das deiner meinung nach hätte verhindern können sollen ?

  2. Inaktiver User

    AW: The new phew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und ich glaube an etwas, was uns führt und je mehr Vertrauen ich dahinein habe, desto leichter wird es. Ich habe zuhause gelernt, dass das Leben anstrengend und beschwerlich ist. Das habe ich teilweise heftig übernommen, es ist aber nicht meine ganz innere Überzeugung.


    Krankheit und Tod habe ich als Bsp genommen für das, was wir gar nicht unter Kontrolle haben und wovor man oft Angst hat.
    Ich kann vieles inzwischen einfach nehmen wie es ist: Situationen, Zustände, Gefühle. Nicht immer angenehm - aber halt da. Geht auch wieder vorüber. Und wenn es mit dem Tod endet - dann endet es eben mit dem Tod.
    So ähnlich geht es mir seit vergangenem Sommer auch.
    Wenn ich auch nicht sagen würde, ich glaube an etwas was mich führt, so sage ich, mein Dasein hat hier einen Sinn. Ich bin Teil eines Kreislaufes der Natur, ich habe eine Aufgabe zu erfüllen und die gibt mir das Leben vor. Je mehr ich zulasse, das mich das Leben führt und sei es in Krankheit oder gar auch in den Tod, umso ruhiger werde ich.
    Klingt vielleicht furchtbar abgefahren, aber ich kann für mich persönlich eine schlüssige Begründung mit liefern. Meine Kinder sind erwachsen, gehen ihren eigenen Weg, ich habe sie losgelassen. Mit ihnen auch den doch tief drinnen sitzenden Kummer über diese gescheiterte Ehe.
    Jetzt muss ich den geliebten Job loslassen, die materielle Sicherheit ist weg. Normalerweise wäre da früher die blanke Angst gewesen, heute guck ich auf die roten Zahlen im Konto, seufze, schnalle den Gürtel enger und verzichte.

    Klar tuts weh, verdammt weh, aber das Leben geht doch weiter.

    Gleichzeitig kommt der verletzte Arm immer besser in Schwung, dafür bin ich dankbar. Und als ich heut auf meinen Glücksbambus geschaut hab, der mickert seit Moanten vor sich hin, da hat der doch 3 frische Triebe. Albern, aber schön.

    Und das ich plötzlich ab und zu in Kleid und Hackenschuhen, nicht High-Heels herumschwänzele...ist doch auch ein Level weiter als Rittersfräulein oder?

  3. Inaktiver User

    AW: The new phew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    hilf mir mal, denn das versteh ich nicht:
    wieso meinst du, es hat nicht funktioniert ?
    weil die trennung dich erschüttert hat und 'der glaube' das deiner meinung nach hätte verhindern können sollen ?
    eigentlich meinte ich es anders:
    das, woran ich geglaubt habe, hat sich zerschlagen.
    (und an ein "nochmal von anfang an" glaube ich definitiv nicht).
    ich habe einer situation (der familie) vertraut, und einem menschen. ich habe an unsere liebe, an unser "gemeinsames wollen" geglaubt.
    es war meine sicherheit, mein vertrauen. und das hatte ein ende.
    (nicht, dass ich darin heute nicht auch gute seiten sehe...)
    übrig geblieben ist dann das weiter-tun-müssen, im gleichen sinn, aber ohne diese feste verankerung des an-die-liebe-glaubens.

    und das hat ganz gut geklappt, bis ich eben zusammengeklappt bin vor innerer panik (das hat sich nicht angekündigt, das hat mich plötzlich überrannt..)

    und heute ist mir klar, dass da mehr als eine beziehung für mich zerbrochen ist, nämlich ein stück meines "glaubens".

  4. Inaktiver User

    AW: The new phew

    Ich bin Teil eines Kreislaufes der Natur, ich habe eine Aufgabe zu erfüllen und die gibt mir das Leben vor.
    daran habe ich allerdings nie gezweifelt.
    nur habe ich früher gedacht, dass ein teil dieses kreislaufs auch das paarweise sorgen um die aufzucht ist, das gegenseiteige anlehnen und einander helfen.

    heute denke ich darvinistischer: die zeit der genetischen suche ist wohl vorbei, für die aufzucht muss ich allein sorge tragen.

    und das ist manchmal zeimlich anstrengend (ja, und jetzt komm ich auch noch mit den ansprüchen der gesellschaft an perfektion für die nachkommenschaft...), führt zu alles-im-griff-haben-müssen und panikattacken....

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    AW: The new phew

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    So ähnlich geht es mir seit vergangenem Sommer auch.
    Wenn ich auch nicht sagen würde, ich glaube an etwas was mich führt, so sage ich, mein Dasein hat hier einen Sinn. Ich bin Teil eines Kreislaufes der Natur, ich habe eine Aufgabe zu erfüllen und die gibt mir das Leben vor. Je mehr ich zulasse, das mich das Leben führt und sei es in Krankheit oder gar auch in den Tod, umso ruhiger werde ich.
    Mir geht es in gewisser Weise ähnlich wie dir, Hilly, wenn du den Kreislauf der Natur ansprichst. Ich gehöre auch der Gruppe der "gläubigen Atheisten" an. Bisschen anders aber, weil ich nicht an Führungskräfte da oben glaube, die sich speziell um mich kümmern. Wäre ja auch ein bisschen viel verlangt

    Interessant fand ich, dass du "gar der Tod" geschrieben hast. Das ist ja nunmal die einzige sichere Wahrheit, die wir über unser Leben kennen. Es fängt an und es hört auf. Punkt. Ich glaube oft, dass ist die wahre Lebensleistung, eben dies zu akzeptieren, fällt ja auch schwer und kann sehr hässlich ablaufen.

    Ob man es dazwischen "gut" oder "schlecht" gemacht hat, ist vermutlich wurscht, respektive gilt nur für den kleinen Zeitraum, in dem man gerade selber noch vorhanden ist.

    Röschen Nachdem du mit einer gefühlten Verspätung von 10000 Jahren dieses Buch doch gelesen hast, kann ich nur sagen, leg es weg. Da findet sich so gut wie jede wieder, ich behaupte jetzt aber einfach mal, das ist Quatsch

  6. Inaktiver User

    AW: The new phew

    übrigens:
    das alles ärgert mich immens.
    dass ich nach jahren noch immer dasitze und über diese beziehung heule. (zumindest virtuell)
    dass ich nicht locker-flockig sagen kann: ok, danebengegangen, dann eben anders.

    es ärgert mich.
    aber es klebt eben doch an mir....

  7. Inaktiver User

    AW: The new phew

    @blaukehlchen,
    yepp.

    Siehst ja was für ein Chaos auf der Erde herrscht, weil sich der liebe Gott um alles kümmern muss .
    Wie soll der alte Herr das schaffen...

  8. Inaktiver User

    AW: The new phew

    Zitat Zitat von blaukehlchen
    Ob man es dazwischen "gut" oder "schlecht" gemacht hat, ist vermutlich wurscht, respektive gilt nur für den kleinen Zeitraum, in dem man gerade selber noch vorhanden ist.

    Röschen Nachdem du mit einer gefühlten Verspätung von 10000 Jahren dieses Buch doch gelesen hast, kann ich nur sagen, leg es weg. Da findet sich so gut wie jede wieder, ich behaupte jetzt aber einfach mal, das ist Quatsch
    zum fett gedruckten:
    es ist letztlich nicht wurscht für die menschen, denen du beim großwerden hilfst.
    ein freund sagte neulich zu mir, gegen seine panik habe der gedanke geholfen, dass sterben nicht so schlimm sei, er hätte ein schönes leben gehabt, eine menge erlebt.
    ich aber würde (und versteht das jetzt bitte nicht falsch) für meine kinder eine lücke hinterlassen, die, weil sie noch nicht erwachsen sind, nicht auffüllbar wäre.

    zu dem buch: ich hielt auch einiges für ziemlich übertrieben. natürlich findet man sich in manchem wieder. und manches ist ganz spannend, wie in jedem dieser selbstfindungsdingens.

  9. Inaktiver User

    AW: The new phew

    Mir fällt zu dem Thema nur noch das ein:
    Wir haben alle unsere narzisstischen Verletzungen, jeder kämpft damit herum, manche kürzer, manche länger, manche gehen drüber weg, manche hängen voll drin.

    Was bleibt uns anderes übrig, als damit weiter zu leben, zu lernen damit umzugehen, TROTZDEM weiter zu machen? Auch das, was wir mal gedacht haben, was unsere festen Überzeugungen sind, fordert eine Ent-wicklung; eine Weiter-Führung. Manches hält sich, manches muss verworfen werden, manches verändert sich. Kaum etwas war oder ist so vollständig, dass es über alle Lebensjahre dient.

    Kürzlich kam mir die Überlegung, dass das immer älter werden und die verschiedenen Lebensabschnitte und auch die öfteren Partnerwechsel heutzutage noch eine ganz andere Lebensqualifikation erfordern: Wir müssen viel länger und viel intensiver mit uns selbst auskommen als zu Zeiten, die von Beginn an "festgelegter" waren. Wir müssen öfter mit uns selbst in Revision gehen, immer wieder nach einer tauglichen Lebenshaltung suchen und das finde ich durchaus anspruchsvoll.

  10. Inaktiver User

    AW: The new phew

    leda, alles was du da schreibst, ist fraglos richtig.

    zur sicherheit , weil du die im gegensatz zu früher ansprichst:
    früher war das leben definitiv noch viel unsicherer (ich wäre, 150 jahre früher geboren, mindestens schon dreimal tot...)

    wir leben in einer sicherheitsneurotischen welt, und trotzdem ist die innere unsicherheit verdammt groß (oder vielleicht deshalb?)

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