Also ich finde nicht, dass die Eigenverantwortung aufhört - würde mich jemand in der Position des Mannes fragen, würde ich ihm auch raten, Eigenverantwortung zu übernehmen und zu gehen.Zitat von Inaktiver User
ABER, und da gebe ich dir voll recht, das bedeutet eben nicht, dass ich nicht AUCH Verantwortung habe. Nur weil jemand ja "Bescheid weiß", kann ich ihn trotzdem nicht nur aus purem Egoismus heraus verletzen.
Würde eine meiner Freundinnen so handeln, wäre ich zumindest tief enttäuscht von ihr (als Arschloch würde ich sie nicht bezeichnen, aber ich würde mich über ihre Kaltblütigkeit wundern)
Ich mag Menschen, die auch noch liebevoll und rücksichtsvoll sind, wenn sie dazu nicht gesellschaftlich verpflichtet sind...
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Ergebnis 21 bis 30 von 79
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20.02.2008, 10:37
AW: Verantwortung...wie seht ihr das?
...und sie hat nicht mal Angst vor Spinnen!
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20.02.2008, 10:38
AW: Verantwortung...wie seht ihr das?
"du bist für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast."
das gilt für mich auch in diesem fall.
"ich habe dir nichts versprochen" ist die eine seite. wenn der andere aber mehr empfindet, würde ich es lassen. denn dann benützt du ihn und tust ihm wissentlich weh.
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20.02.2008, 10:43Inaktiver User
AW: Verantwortung...wie seht ihr das?
Kaltblütig ist hier wohl das Schlüsselwort.
Natürlich trägt er weiterhin Verantwortung für sich selbst-
nur wenn Gefühle ins Spiel kommen, ist das Urteilsvermögen leider oftmals schwer getrübt.
Und ob man dann noch erkennen kann und will, dass der andere tatsächlich meint was er sagt, das möchte ich doch schwer bezweifeln.
Und wie lange es dauern kann, bis man als "Betroffener" tatsächlich gedankliche Konsequenzen und tatsächliche Schlussstriche ziehen kann, dass ist ja überall und grad hier in der Bricom hinlänglich bekannt.
Es ist nämlich unsagbar schwer, sich von einem Menschen zu lösen, der von einem ja doch irgendwas will.
Was dieses irgendwas ist- na da sind dem zugeneigten Herzen ja sehr viel Interpretationsspielräume offen.
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20.02.2008, 11:58
AW: Verantwortung...wie seht ihr das?
Kann mich Malina anschließen. Mit offenen Karten zu spielen, ist richtig, aber wenn sich der andere offensichtlich Hoffnungen macht, die man selbst nicht erfüllen kann, dann muss man das erkennen und einen Schlußstrich ziehen. Soviel Verantwortungsbewußtsein muss sein. Ich finde es nicht nett, dann selbstgerecht rumzunölen, dass man ja selbst nie etwas versprochen habe, und dass deswegen alle Ansprüche diesbezüglich Null und nichtig seien. Die Geschäftsgrundlage hat sich geändert, und das muss auch der andere akzeptieren. Sonst spielt er mit den Gefühlen des Betroffenen, wie wwwichbinsde treffend schrieb.
Natürlich hat der Betroffene selbst auch eine Verantwortung, aber er ist in der schwächeren Position, kann sich nicht so gut distanzieren, und da wäre es besser, ihn hier zu seinem Besten zu unterstützen, anstatt seine Hoffnungen für die eigene Bequemlichkeit zu nutzen. Direkt arschig finde ich das nicht, aber reichlich egozentrisch.
Bereschit bringt die Lage des anderen hervorragend auf den Punkt:Diese Situation sehe ich übrigens anders als die Ausrede nach dem Motto „Unsere Trennung ist nur zu Deinem Besten.“ Man kann doch durchaus sagen: „Ich habe den Eindruck, Deine Gefühle für mich sind stärker als meine für Dich, und so eine Situation möchte ich persönlich nicht, weil das über kurz oder lang Anforderungen an mich stellt, die ich weder erfüllen kann noch will. Daher möchte ich das Verhältnis beenden.“und genau das sehe ich anders. sie sagt, sie will keine beziehung mit ihm. sie tut das, was leute üblicherweise in beziehungen tun - sie schläft mit ihm. das ist zwiespältiges verhalten (es ist egal, das sie gebetsmühlenartig wiederholt, es sei nichts. ein verliebter mensch wird das ausblenden udn sich mehr auf das fokussieren, was er erlebt - also den sex, der ja sicher auch tatsächlich nicht nur sex ist,sondern: zärtlichkeit, freundlichkeit, reden, etc. es ist leicht, das misszuverstehen) und kann in einen klassischen double-bind führen - was hier in diversen threads bewiesen wird ...
@ ladysybilWunderbar gesagt!Und dass du ihn verletzt, weißt du, auch wenn er dafür eine Mitverantwortung trägt.
Insofern dann doch: Man hat immer eine Verantwortung - andere Menschen so wenig wie möglich zu verletzen. Auch wenn diese sich verletzen lassen.
Eine moralische Maxime, die sich so manche hinter die Löffel schreiben sollten, denen das eigene Interesse über alles geht!
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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20.02.2008, 15:01
AW: Verantwortung...wie seht ihr das?
Hallo, ladysybil,
Zitat von ladysybil
ganz zufällig bin ich auf diesen Strang gestoßen und möchte mich Deinem Post voll und ganz anschließen!
Viele Grüße
von Harfe
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20.02.2008, 15:09Inaktiver User
AW: Verantwortung...wie seht ihr das?
Dem schließe ich mich voll und ganz an und bin froh, dass es noch Menschen gibt, die so denken
Zitat von ladysybil
Das zeigt m.E. starken und guten Charakter.
Ich würde niemals mit einem Mann ins Bett gehen, der Gefühle für mich hat, die ich nicht erwidern kann. Das ist einfach nur egoistisch, denn der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass er sich immer Hoffnungen macht.
Und diese Hoffnung nutze ich (zumindest unbewusst) durch meine Handlungen aus.
Nein, da habe ich kein Verständnis dafür.
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20.02.2008, 15:31
AW: Verantwortung...wie seht ihr das?
Die Schwächen Anderer NICHT auszunutzen IST ein Teil der eigenen Verantwortung.
Zitat von TigerNT
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20.02.2008, 15:31Inaktiver User
AW: Verantwortung...wie seht ihr das?
... ich denke, das ginge den meisten von uns so.
Zitat von Inaktiver User
Darum wären die Antworten von Sandra auf diese Fragen interessant:
Was WILL ich WIRKLICH noch von dem Mann
. Fühle ich mich in dieser 'stärkeren' Position wohl und warum.
Ich wäre neugierig ... das zu hinterfragen.
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20.02.2008, 15:37Inaktiver User
AW: Verantwortung...wie seht ihr das?
Richtig, in dieser Konstellation in er der Schwächere und das auszunutzen, sagt viel über die andere Person aus
Hoffentlich meldet sich die TE wieder oder haben sie die Antworten jetzt echt überrascht?
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20.02.2008, 16:46
AW: Verantwortung...wie seht ihr das?
Um mal zu Diskussionszwecken eine Gegenposition zu bringen (ich spiele jetzt wohlgemerkt nur den advocatus diaboli!):
Zitat von Latona
Die TE nimmt sich nur das, was als Frau nur ihr gutes Recht ist, nämlich mit einem Mann zu schlafen. Sie will mit ihm und er mit ihr, also liegt hier gegenseitiges Einverständnis vor.
Mag sein, daß der Mann in der schwächeren Position ist, aber man wird selten ein sexuelles Verhältnis finden, wo beide Partner absolute Parität haben. Normalerweise wird einer ein bisschen stärker, der andere ein bisschen schwächer sein.
Und kommt es nicht auch vor, daß Frau sich zu einem Mann hingezogen fühlt, gerade weil er in der stärkeren Position ist? Warum sollte die TE dann- wenn Frau mal die Stärkere ist- die Böse sein, nur weil sie sich nimmt, was ihr aus freien Stücken angeboten wird und es zu nehmen ihr gutes Recht ist?
LG
sfumatoNone of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.


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