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  1. User Info Menu

    AW: Woran erkennt man denn die "Guten"??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber ansonsten scheint doch gerade das Problem zu sein, dass viele Frauen sich mit ihrem Bauchgefühl immer wieder in Männer verlieben, die ihnen nicht gut tun.
    (Und die guten, die unspektakulär daherkommen, übersehen).
    Also ich weiß nicht, ob unspektakulär wirklich "gut" ist, aber wenn ich manchmal lese, wie manche Frauen und auch Männer geradezu selbstzerstörerisch mit sich umgehen, immer wie ein blinder Stier dasselbe Schema fahren, und das mit ihrem Verstand auch glasklar wissen und hier artikulieren, dann gebe ich auf das Bauchgefühl= Unterbewußtsein eigentlich wenig.
    Es fällt schon leicht sich in jemanden zu verlieben, mit dem man schönen Sex hat, aber daraus wird noch lange keine gute, stabile Beziehung draus. Na gut, für manche ist das einzig entscheidende, aber aber dann könnte man genauso gut eine Affäre haben: Sex und wech.

    Ich hätte den Grund für jede gescheiterte Beziehung/Beziehungsversuch am Verhalten derjenigen vor dem Bruch antizipieren können, wenn ich das Verhalten derjenigen im Streit mit Dritten hinreichend Ernst genommen hätte. Jede!

    Es ist mir aber völlig klar, dass man sich nicht in jemanden verlieben kann und schon gar nicht sollte, der zum Beispiel unangenehm riecht, nicht weil er sich nicht wäscht, sondern schlicht weil er den falschen Körpergeruch hat. Also das Unterbewußtsein nicht einfach auch unterdrücken. Aber der kritiklose unreflektierte Umgang damit ist mir fremd.
    Männer sind wie Hunde. Sie erkennen, dass sie ausgeschimpft werden, verstehen aber nicht warum.

  2. Inaktiver User

    AW: Woran erkennt man denn die "Guten"??

    Zitat Zitat von Fruchtzwerg
    Also ich weiß nicht, ob unspektakulär wirklich "gut" ist.
    Fruchtzwerg, zwischen unspektakulär daherkommen und unspektakulär sein, gibt es meiner Meinung nach einen Unterschied...

  3. Inaktiver User

    AW: Woran erkennt man denn die "Guten"??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ich finde aus diesem Grund wichtig, möglichst früh, viel und wach zu beobachten, wie er mit anderen umgeht und über sie spricht. Ob er da respektvoll ist, ob da sein Wort gilt, auch wenn das mal anstrengend ist, ...

    Gruß, Leonie
    Und wie ist das mit "gut" oder "schlecht" über ´ne Ex zu sprechen? Hatte einen Ex, der hatte gleich am Anfang nur böse über sie hergezogen und ich habe es als "absolutes AUS" zw. ihnen interpretiert... am Schluss unserer Bez. habe ich herausgefunden, dass es Kontakt zw. denen gab
    Ein anderer spricht wirklich nett über seine Ex und dass sie noch guten Kontakt hätten. Wie is´n das zu verstehen?

    Was is´n jetzt besser davon

  4. Inaktiver User

    AW: Woran erkennt man denn die "Guten"??

    Ich würde gerne das Wort Bauchgefühl durch Wahrnehmung ersetzen.
    Bauchgefühl kann man schwer definieren, man fühlt, ob etwas gut oder schlecht oder komisch ist... aber was?
    Wahrnehmung: Ich nehme war, dass mir z.B. ein bestimmtes Verhalten nicht gefällt, aber ich wische diese Bedenken vielleicht weg, weil ich ihr nicht traue. Ich könnte ja Unrecht haben.

  5. Inaktiver User

    AW: Woran erkennt man denn die "Guten"??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und wie ist das mit "gut" oder "schlecht" über ´ne Ex zu sprechen? Hatte einen Ex, der hatte gleich am Anfang nur böse über sie hergezogen und ich habe es als "absolutes AUS" zw. ihnen interpretiert... am Schluss unserer Bez. habe ich herausgefunden, dass es Kontakt zw. denen gab
    Ein anderer spricht wirklich nett über seine Ex und dass sie noch guten Kontakt hätten. Wie is´n das zu verstehen?

    Was is´n jetzt besser davon
    Meiner Meinung nach der, der gut über seine Ex spricht und der auch noch Kontakt hat.
    Das zeugt doch von Achtung und Respekt.

  6. User Info Menu

    AW: Woran erkennt man denn die "Guten"??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber mich wundert doch etwas, dass Ihr hier so vom Bauchgefühl schwärmt.
    Gut - wenn es darum geht, einem negativen zu trauen.
    Zitat Zitat von Latona
    Mir gefällt das Wort „Bauchgefühl“ eigentlich auch nicht so gut, denn nicht jeder hat eine funktionierende Intuition. Ich denke, man sollte bei so einem Unbehagen immer schauen, welche sachlichen Gründe es dafür gibt. Das macht einen in der Auseinandersetzung mit dem anderen auch stärker, weil man dann nicht mit diffusen Gefühlen kommen muss, die der andere als „zu emotional“ vom Tisch wischen kann.
    Ich bezeichne mich ja auch als Kopfmensch und bei dem Wort "Intuition" musste ich bisher immer nur lächeln. Was für Leute, die nicht analytisch vorgehen (können), dachte ich. Vernachlässigbar. Ich verlasse mich lieber auf meinen Verstand.

    Dann habe ich per Zufall auf einer längeren Bahnfahrt in der Bahnhofsbücherei zu einem Buch gegriffen mit dem hetzerischen Titel "So machen Sie Ihr Glück" von Wiseman. Was auf der Rückseite stand interessierte mich aber: Eine wissenschaftliche Abhandlung eines amerikanischen Psychologen darüber, warum manche Leute glücklicher sind als andere und ob das nun Zufall ist oder beeinflussbar und wenn, dann wie.
    Intuition spielt in dem Buch eine große Rolle, denn der Autor hat herausgefunden, dass all jene Personen durchschnittlich glücklicher waren, die sich ihre Intuition verließen, während solche, die größtenteil rational Entscheidungen trafen, angaben, ein Pechvogel zu sein. Das galt sowohl für Liebesentscheidungen als auch für berufliche Entscheidungen. Die Intuition irrt nicht und wir sollten ihr mehr vertrauen, ist eine zentrale Aussage des Buches.
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber ansonsten scheint doch gerade das Problem zu sein, dass viele Frauen sich mit ihrem Bauchgefühl immer wieder in Männer verlieben, die ihnen nicht gut tun.
    Ist es hier tatsächlich das Bauchgefühl, dass viele Frauen zu diesen Männer hinzieht?
    Ich kann nur für mich sprechen: Bei meinem letzten Freund hatte ich ein ungutes Bauchgefühl, das war irgendwas, eben nicht direkt Benennbares. Nichts, was ich an Worten oder Taten hätte fest machen können. Irgendein unbestimmtes Gefühl "es passt nicht". Trotzdem ließ ich mich auf ihn ein. Ich hätte mal besser auf mein Gefühl hören sollen.
    Zitat Zitat von Latona
    Ich denke, man sollte bei so einem Unbehagen immer schauen, welche sachlichen Gründe es dafür gibt. Das macht einen in der Auseinandersetzung mit dem anderen auch stärker, weil man dann nicht mit diffusen Gefühlen kommen muss, die der andere als „zu emotional“ vom Tisch wischen kann.
    Die gibt es manchmal, aber nicht immer. Siehe die Geschichte mit meinem Ex. Da gab es nichts, was rational gegen ihn sprach. Ich hatte nur irgendwie das Gefühl, dass er nicht ehrlich wahr, dass seine Gefühle nicht so tief waren, wie vorgegeben.
    Und ich behielt Recht.

    Heute ist es so, dass ich wenn ich bei irgendeiner Sache oder einer Person ein sehr schlechtes Bauchgefühl habe, das zumindest stark hinterfrage. Es hat, denke ich, seine Berechtigung.
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)

  7. Inaktiver User

    AW: Woran erkennt man denn die "Guten"??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Meiner Meinung nach der, der gut über seine Ex spricht und der auch noch Kontakt hat.
    Das zeugt doch von Achtung und Respekt.
    So hab ich´s noch nie gesehen, besten Dank!
    Kommt wohl daher, weil ich es mir selbst nicht vorstellen könnte und alle "alten" Gefühle wieder hochkämen (gesprochen von einer sensiblen Krebsfrau )

  8. Inaktiver User

    AW: Woran erkennt man denn die "Guten"??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    So hab ich´s noch nie gesehen, besten Dank!
    Kommt wohl daher, weil ich es mir selbst nicht vorstellen könnte und alle "alten" Gefühle wieder hochkämen (gesprochen von einer sensiblen Krebsfrau )
    Mit alten Gefühlen, meinst du da die guten oder die schlechten?

    Ich denke, wenn jemand gut über seinen Expartner sprechen kann (und ich meine jetzt nicht schwärmen) zeugt das auch davon, dass er mit dieser Beziehung abgeschlossen hat.

  9. User Info Menu

    AW: Woran erkennt man denn die "Guten"??

    Zitat Zitat von Fruchtzwerg
    aber wenn ich manchmal lese, wie manche Frauen und auch Männer geradezu selbstzerstörerisch mit sich umgehen, immer wie ein blinder Stier dasselbe Schema fahren, und das mit ihrem Verstand auch glasklar wissen und hier artikulieren, dann gebe ich auf das Bauchgefühl= Unterbewußtsein eigentlich wenig.
    Gut und dann sage ich, dass ich glaube, dass deren Bauchgefühl zwischenzeitlich auch schreit, es aber - wie auch das Rationale - unterdrückt wird.
    Ich will hier gar kein Plädoyer auf das Bauchgefühl halten, ich denke nur heute - im Gegensatz zu früher -, dass es eine nicht unwichtige Funktion und eine Berechtigung hat. Und dass es sich immer lohnt, das Bauchgefühl zu hinterfragen. Wenngleich das manchmal eben schwierig ist.
    Es fällt schon leicht sich in jemanden zu verlieben, mit dem man schönen Sex hat, aber daraus wird noch lange keine gute, stabile Beziehung draus.
    Ein sehr bekannter, amerikanischer Scheidungsrichtiger hat mal gesagt: "Ich habe unzählige Paare geschieden und da sind viele hässliche Kommentare gefallen. Was ich nie gehört habe, ist jedoch: 'Wir hatten gigantischen Sex, aber es hat ansonsten nicht geklappt.'
    Das nur zur Rolle von Sex in Beziehungen.
    Ich hätte den Grund für jede gescheiterte Beziehung/Beziehungsversuch am Verhalten derjenigen vor dem Bruch antizipieren können, wenn ich das Verhalten derjenigen im Streit mit Dritten hinreichend Ernst genommen hätte. Jede!
    Das wiederum halte ich für ein wichtiges Kriterium: Wie verhält sich denn mein OdB anderen, Dritten gegenüber, für die keine Gefühle vorhanden sind.
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)

  10. User Info Menu

    AW: Woran erkennt man denn die "Guten"??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Meiner Meinung nach der, der gut über seine Ex spricht und der auch noch Kontakt hat.
    Das zeugt doch von Achtung und Respekt.
    So hab ich´s noch nie gesehen, besten Dank!
    Sehe ich etwas anders, da es ja auch immer auf die jeweiligen Beziehungen und das Beziehungsende ankommt.

    Es gibt eben Beziehungen, die hässlich zu Ende gegangen sind und es gibt auch Menschen, zu denen man einfach keinen Kontakt mehr will. Meine erste große Liebe hat mich derart verletzt, dass ich nicht finde, dass der es verdient hat, dass ich noch Kontakt zu ihm habe. Oder dass mir das gut täte. Und warum soll ich anderen Gutes über ihn erzählen?
    Ich lästere aber auch nicht endlos ab. Ich sage nur: "Meine erste große Liebe hat mich sehr enttäuscht. Deshalb halbe ich ihn verlassen und deshalb möchte ich auch keinen Kontakt mehr zu ihm."
    Das sagt meiner Meinung nach nichts Negatives über mich aus: Im Gegenteil, ich zeige mich damit als sehr konsequente Person, die manchen Menschen Grenzen aufzeigen kann.
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)

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