Zitat von Inaktiver User
mir hat der blick weiter zurück dabei geholfen, nachsichtig mit meinen eltern zu sein, ihnen auch ganz ehrlich zu verzeihen (liest sich vllt. blöd in anbetracht meines alters) - statt gerade mit dem vater weiterhin gefechte verbaler art zu führen (der ist und bleibt ein besserwisser, wie es auch der großvater mütterlicherseits war und die "schwäche" der mutter/großmutter hatte durchaus vorteile für beide)
mein blick auf mich wird einerseits kritischer, andererseits nachsichtiger...![]()
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02.01.2008, 10:03Inaktiver User
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
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02.01.2008, 10:11Inaktiver User
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
weil ich deine frage gerade noch mitbekommen habe, antworte ich (nur für mich) :
Zitat von SkyWalker
das tut mir z.b. nicht gut, weil ich mich mies fühle, wenn ich merke, dass ich mich aufgebe, indem ich mich unterwerfe, meine ansprüche negiere..
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02.01.2008, 10:14
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
Zwischen "sich aufgeben und seine Ansprüche negieren" und "den 'starken Mann' nicht unterwerfen" liegen doch aber Welten...
Zitat von Inaktiver User
Et moi je cherche après l'âme sœur
Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)
(Guy Béart, "Escalier B")
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02.01.2008, 10:17
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
Da mich das Thema gerade auch ein wenig beschäftigt, auch mal ein paar Gedanken dazu. Mir geht es genauso - starke Männer, sehr unabhängig, die in der Regel schon ein gewisses Interesse an mir zeigen, aber trotzdem schwer oder gar nicht zu "fassen" sind. Sie ziehen mich körperlich viel und geistig zumindest um einiges mehr an als "weiche" Männer.
und @skywalker: Ich versuche nicht, diese Männer zu unterwerfen, und sicher auch die anderen Frauen hier nicht. Aber es ist verdammt schwer, mit einem solchen Mann ohne Machtkampf zu leben, denn das spannende aber auch zerstörerische ist ja gerade, dass sie sich nicht voll auf eine Partnerschaft einlassen. Ich hätte am liebsten einen auch weiterhin starken Mann, der aber auch ein Partner ist
Also zurück zum Thema:
Ich habe auch lange darüber nachgedacht woher das kommt. Die Beziehung zum Vater ist sicher eine Mitursache. Mein Vater passt da voll ins Klischee-Bild - nie mit mir zufrieden, hat mir bis heute nicht gesagt, dass er mich lieb hat. etc.
Aber es kommt schon auch noch anderes dazu: Der Reiz dessen, was man nie ganz besitzen kann (wurde hier auch schon gesagt, der Reiz des Jagens, die Bestätigung des "Gewinnens", die Lebendigkeit einer solchen Beziehung).
Und dann schlicht die Erotik, die ein männlicher Mann nunmal ausstrahlt (da stimme ich damit überein, dass das eher ein physischer Vorgang ist, den man gar nicht sehr rationalisieren kann - so ein Mann ist in der Regel einfach sexy, da gibts nix). Ach, und das Gefühl, wenn man so einen Mann "rumkriegt" - so war es bei mir so, dass ich Männer hatte, die bei anderen Menschen recht verschlossen waren, und die ich dann versucht habe zu "knacken" und wenn das geklappt hat, juhu! Ein Mann, der zu allen lieb und offen ist - da ist man ja gar nichts Besonderes!
Dann kommt noch hinzu, dass ich glaube ein Teil von mir will sich auch nicht wirklich binden und einlassen, sondern Freiheit behalten. Das ist bei so einem Mann dann natürlich auch einfacher.
Auch fühle ich mich beispielsweise bei Männern, die sehr liebevoll und sozial sind, schnell etwas neurotisch, wenn ich das mal nicht bin - neben einem Mann, der selbst ein kleiner Neurotiker ist, fühle ich mich selbst "normaler"
Und dann natürlich auch noch ein ganzes Stück weit Projektion - das Gefühl,
Stellt sich dir Frage: Was nutzen all diese Erkenntnisse? Kann man physische Vorgänge wirklich nicht rationalisieren?
Doch, ich glaube, man kann. Ich habe jetzt einen anderen Weg für mich entdeckt, bin zumindest gerade am Anfang davon. Ich nehme erst mal mich mit meinen Konditionierungen als gegeben hin, und lass das analysieren. Im Gegenzug kümmere ich mich intensiv um mich, und versuche, mich lieben zu lernen, und mit mir selbst und mit ANDEREN Menschen um mich herum (NICHT Männer im sexuellen / partnerschaftlichen Sinne) mein Selbstbewusstsein von Grund auf zu stärken. Mir zu glauben, dass ich Liebe und Anerkennung wert bin. Dass ich keine Bestätigung brauche. Das klappt gerade so lala, aber meistens recht gut. Und ich merke schon, dass ich über mich selber lachen kann, wenn ich wieder über so einen Mann stolpere, und nicht mehr ganz so sehr verzweifle. Ich glaube, sinnvoll wäre, insgesamt den Rest des Lebens aufzuwerten und der ganzen Thematik "Mann und Beziehung" nicht ganz so viel Macht zu geben. Dann kommt auch vielleicht einer, der in das andere Leben passt und es nicht zerstört......und sie hat nicht mal Angst vor Spinnen!
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02.01.2008, 10:19
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
dazu nochmal kurz: es geht hier aber um Männer, die einem nicht gut tun. Dass das keine wahre Stärke ist, ist schon klar, und dass die scheinbar so starken Machos oft schwach sind, auch.
Zitat von SkyWalker
Ein wirklich starker Mann kann einer Frau ja gut tun.
Hier geht es um den Typ Mann, der so auf sich fixiert ist, dass er einer Frau in einer Partnerschaft eben eher etwas nimmt, und der einen dauerhaft zerstören kann...
In dem Fall geht es eher um ein "sich wehren dass man selbst nicht unterworfen wird"...und sie hat nicht mal Angst vor Spinnen!
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02.01.2008, 10:20Inaktiver User
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
absolut richtig und auf jeden fall sehr sinnvoll, wenn es für einen ein vordergründiges und belastendes thema darstellt!
Zitat von Inaktiver User
Geändert von Inaktiver User (02.01.2008 um 10:23 Uhr)
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02.01.2008, 10:27
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
Okay, was heißt "sich voll auf eine Partnerschaft einlassen"? Wenn ein solcher Mann sich in Deinem Sinne voll auf eine Partnerschaft einlassen würde, würdest Du ihn dann noch als "stark" und damit attraktiv empfinden?
Zitat von ladysybil
Vielleicht ist Deine Definition von "Partner" und "stark" widersprüchlich? Das soll jetzt keine Unterstellung sein, nur ein Denkanstoß...Ich hätte am liebsten einen auch weiterhin starken Mann, der aber auch ein Partner ist
Geändert von SkyWalker (02.01.2008 um 10:32 Uhr)
Et moi je cherche après l'âme sœur
Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)
(Guy Béart, "Escalier B")
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02.01.2008, 10:32
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
Das ist eben die Frage, was Looney nicht gut tut - ihre Männer als solche, oder die Machtkämpfe, die sie mit ihnen austrägt.
Zitat von ladysybil
Das ist *Deine* Interpretation. Für mich stellte sich das in Looneys Postings etwas anders dar.Hier geht es um den Typ Mann, der so auf sich fixiert ist, dass er einer Frau in einer Partnerschaft eben eher etwas nimmt, und der einen dauerhaft zerstören kann...
Wie gesagt, *Deine* Interpretation. Mich würde interessieren, was die TE dazu meint.In dem Fall geht es eher um ein "sich wehren dass man selbst nicht unterworfen wird"
Zumal die Definition von "sich unterwerfen" auch je nach Person sehr unterschiedlich sein dürfte. Jemand mit schwachem Selbstbewußtsein fühlt sich durch kleine äußere "Unterwerfungsgesten" vielleicht schon bedroht, wo einer Person mit stark ausgeprägtem Selbstwertgefühl nicht mal was auffällt.Et moi je cherche après l'âme sœur
Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)
(Guy Béart, "Escalier B")
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02.01.2008, 10:58Inaktiver User
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
skywalker, prinzipiell ist dran nichts schlecht: in Maßen. Aber es ist nicht ok, den Mann als "Futter- und Liebesempfänger" zur Befriedigung meiner Bedürfnisse zu mißbrauchen. Möglicherweise will der das gar nicht. Und ganz sicher mach ich durch das Einnehmen dieser Rolle die Beziehung über kurz oder lang kaputt.
Zitat von SkyWalker
Und ich bin mir sehr sicher, dass sich auch für andere Persönlichkeitsdefizite (die wir alle mit uns herumschleppen) ähnliche Lösungsansätze finden lassen.
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02.01.2008, 11:15
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
Darf ich mal antworten?Looney,
mal ein anderer Ansatz. Daß Du Dich zu "Machos" hingezogen fühlst, wäre doch vielleicht gar nicht so schlimm, wenn Du sie nicht auf Teufel komm' raus zu "unterwerfen" versuchtest. Oder?
Da geht es, meiner Meinung, weniger um unterwerfen oder unterwerfen werden - sondern schlicht und einfach darum, dass solche Männer keine Gefühle zeigen können und Frau sich, von ihnen, einfach nicht geliebt fühlt, sondern ignoriert, gebraucht, geduldet - etc. Und das sind nun mal Gefühle, die einem, gerade wenn sie einem von einem geliebten Menschen entgegengebracht werden, nicht gerade gut tun - letztendlich wollen (die meisten) Frauen ja eine Partnerschaft um sich geliebt zu fühlen, angenommen zu fühlen und wohl zu fühlen.
In solchen Machobeziehungen fehlen diese Gefühle in der Beziehung allerdings ständig -> Frau sitzt zu Hause und sehnt sich nach Dingen, die einem ein "guter Partner", eigentlich geben sollte, als da eben wären: Liebe, Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit, Vertrauen, Nähe, Fürsorge, etc..... Statt dessen bekommt sie einen Mann der Zärtlichkeit und Nähe, als "Unterwerfung" sieht und anscheinend furchtbar dagegen ankämpft - ziemlicher Krampf und sicher keine Situation die Frau sich wünscht. Letztendlich fragt sie sich dann warum solche Männer sich eigentlich überhaupt eine Frau "zulegen" - wenn sie doch die ureigensten Bedürfnisse dieser Spezie so furchterregend und schrecklich finden -> Sich von so jemanden (der eben die eigenen Bedürfnisse derartig absurd findet) geliebt zu fühlen, fällt noch schwerer (er tut es ja auch nicht - oder?)Geändert von Ente (06.01.2008 um 23:50 Uhr)
Vergiß die Nadel - Nimm den Heuhaufen


, eine Seite der Familie konnte ich dabei leider nicht mehr intensiver beleuchten, da es keine Zeitzeugen mehr gibt.
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