Auf diese Frage habe ich ausnahmweise wirklich gar keine AntwortZitat von Inaktiver User
Ich denke aber, dass es nicht einfach ist, ein fest verankertes Muster aufzulösen. Vielleicht ist eine Familienaufstellung ein Lösungsansatz.
Ich bin überzeugt davon, dass in vielen Fällen eine enge Verbindung zur Vaterproblematik besteht.
Was aber auch nicht immer zwingend der Fall ist. Ich kenne auch Frauen, die viel Liebe und Anerkennung in der Kindheit bekamen und trotzdem später Männer anzogen, die gar nicht gut zu ihnen waren.
Manchmal ist ein Muster auch ganz schwer zu durchschauen, was die Auflösung noch mehr erschwert.
Vielleicht muss auch jeder seinen bzw. ihren Weg finden.
Ich hoffe auch, dass du noch Antworten bekommst. Bin ich auch gespannt darauf.![]()
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 133
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02.01.2008, 00:09
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
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02.01.2008, 00:19Inaktiver User
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
ich-bin-neu:
sehr interessant. weswegen mich übrigens die letzte BEziehung fast kaputtgemacht hat (die nach der "weichen"), war, dass ich tatsächlich irgendwann butterweich wurde, weil er das, was du "Liebesentzug" nennst, einfach viel länger und konsequenter durchgehalten hat als ich. ich hatte jedesmal das Gefühl, ich hätte versagt, und er gewonnen - obwohl ich mich verzweifelt gewehrt habe, und auch er nicht ohne Kratzer aus der Sache rausgekommen ist. Tja, ... , soviel dazu.
revolution30:
ja, lass uns hoffen, dass hier noch ein paar andere mitlesen, die schon ein wenig weiter sind, was diese Frage angeht und die gerne ihre Erfahrungen teilen. Hallloooo???
Gute Nacht ihr und danke für die vielen Anworten in der kurzen Zeit
Looney
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02.01.2008, 00:27
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
@Looney
Es hat für mich nichts mit sportlichem Ehrgeiz zu tun, von dem Du vorhin sprachst sondern eher etwas mit einer inneren Inszenierung. So im Sinne von "Mehr Drama, Baby".
Ich habe bei den wilden und gefährlichen Männer oft etwas vermutet und hineininterpretiert, das sehr oft einfach gar nicht da war.
Und natürlich gibt dieses "jagen" und "stellen" auch eine spezielle Energie, einen Kick, den man bei einem liebevollen interessierten und zugewandten Mann nicht in diesem Maß erhält.
Offenbar ist es eher so etwas wie ein Pawlowscher Reiz, also beim Anblick eines Alphamännchens/ Einsamer Wolf setzte bei mir der Sabberreflex ein... Nein, im Ernst: Es scheint für mich etwas mit einer Konditionierung zu tun zu haben und die sind ja grundsätzlich reversibel. Obwohl ich mich in meiner Herkunftsfamilie nicht an konkrete Situationen erinnern kann, das muss viel versteckter abgelaufen sein.
Kannst Du Dich an Konkretes aus Deiner Vater- Beziehung erinnern, das dazu passt?
Grüsse von der Seele
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02.01.2008, 01:01
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
Sie haben das Wort "will" falsch geschrieben
Zitat von Inaktiver User
Et moi je cherche après l'âme sœur
Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)
(Guy Béart, "Escalier B")
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02.01.2008, 03:31
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
Hallo Looney,
du schreibst, du hättest dich mit deinem Vater "versöhnt", damit dass er ist wie er ist und seine Art nicht gegen dich gerichtet war.
Aber mit den Männern scheinst du dich nicht ausgesöhnt zu haben. Nämlich mit der Tatsache, dass jeder Mann, der dich schlecht behandelt, auf welche Art auch immer, das so tut, weil SEIN Charakter so ist.
Es ist SEINE Art die Welt zu sehen, zu denken, zu fühlen, zu handeln, zu beurteilen, zu reagieren....
Es hat nicht wirklich was mit dir zu tun.
Ist er mit einer anderen Frau zusammen, hat er immer noch den gleichen Charakter und die gleiche Art mit den Dingen umzugehen.
Ich glaube, in dir ist das Gefühl aus der Kindheit noch da, als du irriger Weise dachtest, das Verhalten deines Papas hängt von DIR ab und wenn du alles richtig machst, dann liebt dich Papa oder ändert seine Art.
Als Erwachsene siehst du, dass das nicht stimmt.
Aber der Instinkt ist noch da und du lebst es in deinen Beziehungen aus.
Was du schreibst klingt ein wenig so, als wärst du zu den Männern "aufmüpfig", wie ein Kind, das beweist "Schau Papa, ich bin frech, ich bin nicht brav und du musst mich trotzdem liebhaben!"
Es klingt so, als würdest du in deinem Inneren immer noch glauben, du müsstest ein "liebes" Mädchen sein, damit Papa netter zu dir ist und du willst aber bedingungslose Liebe haben und den Beweis bekommen, dass du so geliebt wirst wie du bist.
Nur gilt dieser Beweis nicht von einem "netten" Mann, der dich schon liebt und gut behandelt.
Ein Beweis gilt nur wenn er von einem Mann kommt, der dich NICHT gut behandelt und den du dann doch "gewinnen" kannst, dass er es tut.
Ich glaube, dass du dich deswegen zu den Männern hingezogen fühlst, die dir irgendwie rüberbringen, dass ihnen was an dir nicht passt.
Dann reagierst du instinktiv darauf.
Und beginnst den Kampf.
Ist das denn LIEBE?
Würdest du sagen, du hast die Männer GELIEBT? Weswegen?
Liebe bezieht sich auf den CHARAKTER eines Mannes, seine persönliche Art zu fühlen, zu handeln, zu denken, die Welt zu sehen und auch seine eigene Art mit Frauen und Liebe umzugehen.
Ist das nicht eher so, dass du instinktiv reagiert hast und dann aus den Emotionen erst rauskommst, wenn es sehr mies wird?
Wenn du den Kampf schon aufgibst? Und dann das Gefühl hast zu verlieren?
Aber was hast du verloren?
Schau dir einen Typ aus deiner Vergangenheit an, der dich mies behandelt hat: Was hat ER für einen Kampf betrieben?
Was war denn SEIN Instinkt an dir hängenzubleiben, wenn er dich nicht mal genug geschätzt hat um dich gut zu behandeln?
Was hat IHM daran gefallen?
Wenn dein Vater dich zu einer Art Muster beeinflusst hat, ist ein Mann dann nicht auch von seiner Mutter geprägt?
Und du hast ihm gefallen, weil du ihn wolltest, TROTZ seines miesen Benehmens?
Hat er dann nicht auch so ein Muster im Kopf: "Ich kann mies sein, meine Mama wegscheuchen und sie ist trotzdem da"?
Vielleicht hat ihn seine Mama nicht besonders beachtet und wenn er sie abwies oder sagte "Du bist blöd", dann kam sie mit schlechtem Gewissen angerannt und umtätschelte ihren Jungen?
Vielleicht schreibe ich gerade viel Unsinniges. Bin etwas beschwipst.
Grüße
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02.01.2008, 08:18Inaktiver User
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
Hey Looney,
Zitat von Inaktiver User
ich weiß nicht, ob schon jemand darauf eingegangen ist (und bin grade viel zu müde... hier ist's 4 in der Früh).
Man sagt oft, dass sich Konflikte zu den Eltern auf das Rollenverhalten in der Partnerschaft durchschlagen.
Und das seh ich hier schon: du respektierst deinen Vater - und suchst einen Mann, denn du respektieren kannst, weil er stark ist (sobald er "schwach" ist, fehlt dir dieser Respekt - und das führt auch zu fehlender sexueller Attraktivität). Auch emotional kannst du nur "lieben", d.h. Liebe zu erringen suchen, wenn der Fall von vornherein "verlorenm" ist, wenn der andere sich emotional (aus welchen Gründen auch immer) distanziert.
Positiv ist, dass du den Konflikt mit deinem Vater in der Realität aufgelöst hast, und dass ihr heute einen guten Kontakt habt, Nur fragt sich halt, wie dieses Denkmuster (das du als Kind aufgebaut hast) in dir weiterwirkt (nicht nur im Bezug auf Beziehungen, sondern auch im Bezug auf berufliches Verhalten (auch das hast du ja geschildert), auf Selbstbild, ...).
Selbst bin ich nicht in dieser Weise betroffen, hatte einen sehr lieben Vati. Und eine Mutter, die mich emotional unterversorgte. Und jetzt rat mal, was ich mit "meinen" Männern am liebsten machen würde: bekochen, verwöhnen, bekuscheln
- weil ICH da ein Manko erlebt habe.
Sich bewußt werden ist der erste Schritt, Abgewöhnen geht IMHO leichter, wenn man auch mit dem Partner drüber redet (höchstwahrscheinlich hat er ein ähnliches Defizit). Und dann - sich am Riemen reißen. Wenn wieder mal ne Koch-/Aufräum-/Verhätschel-Attacke in meinem Kopf geplant wird, reiß ich mich schon am Riemen und ersetz das durch eine, äh, erwachsene Art der Lustbeschaffung
.
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02.01.2008, 09:14Inaktiver User
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
vielleicht herausfinden, welches bild von weiblichkeit man hat (wie sieht es mit der mutterbeziehung aus?)?
Zitat von Inaktiver User
diese alpha-männer reizen dich besonders, ziehen dich magisch an, stellen eine herausforderung dar, denn:
sie zwingen dich möglicherweise dazu dich mit deiner eigenen weiblichkeit auseinanderzusetzen!?
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02.01.2008, 09:38Inaktiver User
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
Sich nur auf Vater- und/oder Mutterbild zu konzentrieren, um Muster aufzudecken, mag im ersten Moment hilfreich sein, jedoch auch deine Eltern haben Vorbilder, Muster, Konditionierungen, die sie mitbringen und weitergegeben haben.
Nach langen Jahren in denen ich immer an die "falschen" Männer geraten bin, habe ich versucht meine Familiengeschichte so weit es ging aufzudröseln. Und siehe da die Parallelen gingen bis in die Generation meiner Urgroßeltern
, eine Seite der Familie konnte ich dabei leider nicht mehr intensiver beleuchten, da es keine Zeitzeugen mehr gibt.
Aus diesem Grunde wird tw. bei familiensystemischer Aufstellung der Blick auf die mehrgenerationale Disposition gerichtet. Es wird versucht komplexe familiäre Verstrickungen aufzulösen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden.
Vielleicht wendest du dich an einen familientherapeutisch erfahrenen Berater/Psychologen, um in dieser Richtung weiterzukommen, auf dem Weg zu dem, was du dir für eine gleichberechtigte, erfüllenden Partnerschaft vorstellst.
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02.01.2008, 09:46
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
Zitat von Inaktiver User
Und?
Was soll daran so schlecht sein?Et moi je cherche après l'âme sœur
Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)
(Guy Béart, "Escalier B")
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02.01.2008, 09:51
AW: Warum will ich immer starke Macho-Männer?
Looney,
mal ein anderer Ansatz. Daß Du Dich zu "Machos" hingezogen fühlst, wäre doch vielleicht gar nicht so schlimm, wenn Du sie nicht auf Teufel komm' raus zu "unterwerfen" versuchtest. Oder?
Für mich wäre die Frage: worauf kannst Du eher verzichten? Auf die Sorte Mann, auf die Du nun mal stehst (egal warum), oder auf den Versuch, diese in aufreibenden Machtkämpfen unbedingt "domestizieren" zu wollen?Et moi je cherche après l'âme sœur
Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)
(Guy Béart, "Escalier B")


Ich denke aber, dass es nicht einfach ist, ein fest verankertes Muster aufzulösen. Vielleicht ist eine Familienaufstellung ein Lösungsansatz.
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