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  1. Inaktiver User

    AW: "Suchschema" ändern? Ratlos..

    Zitat Zitat von Nicole78
    Ich lese da heraus: Ausgeglichenheit, innere Ruhe, Beständigkeit, Verlässlichkeit.
    Damit habe ich auch nicht das geringste Problem.

    Zitat Zitat von Leonora
    Noch unglaubwürdiger erscheint mir, dass ein solches System in der Lage sein soll, allein aufgrund eines Computertests festzustellen, wer von der Persönlichkeitsstruktur her mit wem zusammenpasst.
    Dazu zitiere ich mal einfach...
    Zitat Zitat von SkyWalker
    Ich antworte mal unter der Voraussetzung, daß der Test einfach stimmt ("for the sake of argument").
    Also "Da stellen wir uns erstmal ganz dumm", und gehen davon aus, das es funktioniert. Denn, um nochmal zu zitieren..
    Zitat Zitat von Matze133
    auch wenn ich im Bekanntenkreis ein Paar kenne, das sich über Parship kennen und lieben gelernt hat, und auf deren Hochzeit ich eingeladen war.
    ..scheint es ja durchaus einmal (?) geklappt zu haben.

    Zitat Zitat von Leonora
    Mir erscheint das ganze eher wie pseudowissenschaftliches und scheinseriöses Brimborium, um den hohen Preis zu rechtfertigen. Parship und co. wären daher nichts für mich.
    O.k. ich habe nicht jetzt nicht vor mich zahlend anzumelden. Und das Brimborium ist nur Werbung, die übertreibt manchmal. Um zunächst bei Online-Dating zu bleiben, was wäre die Alternative zum Matching: sich durch tausende Anzeigen zu wühlen. Und nach welchem Kriterien? .. Wie auch immer, der Test hat mich daran erinnert, das da mal was war.. (siehe unten)

    Zitat Zitat von Matze133
    Und dann wird da "Gleich und Gleich" zusammen gespannt, wo sich doch "Gegensätze anziehen"! ;-)
    Das sich "Gegensätze anziehen", da ist was dran, aber was am Anfang faszinierend war, kann dann genau das sein, was nervt. Das ist sicherlich etwas für die heiße Affaire. "Gleich und Gleich" scheint eher was für langfristige, ausgeglichene Beziehungen zu sein. (Von Berufs wegen empfehle ich da mal BAS KAST "Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt".) Ich denke mal die Mischung machts: "Gegensätze" die sich ergänzen und "Gleich und gleich", was Interessen und Werte angeht. Parship beansprucht ja für sich dies für das Matching zu berücksichtigen.

    Zitat Zitat von Latona
    Ausserdem ist es nicht ausschlaggebend, welche Suchkriterien so ein Test Dir zuschreibt, sondern welche Suchkriterien Du selbst hast.
    Das ist genau die Frage. Ich habe langsam den Eindruck, dass ich mich zu sehr nach Grundsätzen gerichtet habe, die für andere funktionieren aber mich vielleicht nicht.

    Zitat Zitat von Latona
    Schreib doch mal ein bisschen selbst, was Dir persönlich wichtig wäre.
    Ich bin unschlüssig wie ich es formulieren soll, ich versuche es mal mit einem Gegensatzpaar:

    Während meines Zivi gab es mal eine Frau A, die war so gar nicht das was ich erwartet hatte. Sie hat mich angesprochen, sie war hübsch, niedlich, lieb und nett, sie hat für mich gekocht (mmh!).. Aber zwei Dinge haben mich damals irritiert, einerseits war sie Stewardess und andererseits trug sie kurze Röcke und Absatzschuhe. Ich ging davon aus, dass wir keine gemeinsamen Interessen haben, ich über nichts mit ihr reden könnte und um ehrlich zu sein, hatte ich Bedenken, dass andere denke, sie wäre für mich nur was für's Bett.

    Meine letzte Freundinn B war eine Kommilitonin. Gleiches Studienfach, ähnliche Probleme über die man sich austauschen konnte, übereinstimmende berufliche Ziele, aber... es hat nicht funktioniert. Anfangs war es wunderschön, dann aber wurde es mehr und mehr zum Drama, mit Eifersuchts- oder Machtspielchen, obwohl wir beide anfangs genau das ausgeschlossen hatten. Ellenlange Diskussionen, über typisch Mann und typisch Frau; Streiterein über nichts; statt fachlicher Kritik sollten es Schmeichelein sein; unvorhersehbare Wechsel zwischen Nähe und Distanz. Ich habe es nicht mehr ausgehalten, gleichzeitig habe ich mich verzehrt nach ihr. Bei einer Gelegenheit dann, habe ich die Notbremse gezogen.

    Und jetzt überlege ich..

    Zwei Einzelfälle sind jetzt sicherlich nicht viel Diskussionsgrundlage.

    Und nach den Beschreibungen.. aber ganz so einfach ist es für mich nicht. Es wäre eine 180° Wendung.

    Zitat Zitat von Nicole78
    Ich verstehe nicht, wieso Du Dir jetzt Gedanken darüber machst, dass das keine Frau interessieren könnte. Wie würdest Du denn eine selbstbewusste, eigenwillige Frau beschreiben? Und dass es nur solche gibt, bezweifle ich im Übrigen.
    Meine letzte Freundinn würde sich sicher als "selbstbewusste und eigenwillige" bezeichnen. Und in meinem Freundeskreis finde ich (fast) nur diesen Typ.

    Was mich stutzig macht ist folgende Formulierung..

    Eine betont selbstbewusste und selbstständige Frau kommt für Sie als Lebensgefährtin weniger in Frage. Nach Ihnen suchen eher sehr feminine Frauen, die wie Sie eine klassische Rollenverteilung für sich anstreben.

    Früher habe ich darauf bestanden, dass ich nur eine Frau heiraten würde die ihr Geld selbst verdient. Entschuldigung für die blöde Formulierung: "Ich wollte nicht ausgenutzt werden.", und ich wollte keine Kinder haben.

    Jetzt entwickelt es sich dahin, dass ich a) Alleinverdiener sein kann, b) doch viel für Kinder übrig habe, c) meine Arbeit Ortwechsel und Einsatz verlangt. So dass die Alternative nicht so unsinnig erscheint. Wenn ich mal alle meine Vorurteile links liegen lasse, auch dann ist dies zu schön um wahr zu sein.

    Liebe Grüße an alle die mir geantwortet haben,
    Keiichi

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    AW: "Suchschema" ändern? Ratlos..

    Zitat Zitat von Matze133
    Und dazu kommt noch der Faktor, dass man sich selbst beurteilen soll! Und wer kann/tut das schon objektiv? Es kommt doch auf die Außenwirkung an, nicht auf die Selbstwahrnehmung. Und die können ja enorm voneinander abweichen.
    Selbst die Außenwahrnehmung ist alles andere als objektiv. Für ein einigermaßen stimmiges Bild braucht man da schon mehrere Aussagen.

    Zitat Zitat von Matze133
    Und dann wird da "Gleich und Gleich" zusammen gespannt, wo sich doch "Gegensätze anziehen"! ;-)
    Ich denke, damit zwei Menschen zueinander passen, ist beides nötig. Ohne Ähnlichkeiten, etwa bei Interessen und grundsätzlichen Lebenseinstellungen und -entwürfen, entsteht nur schwer eine gemeinsame Ebene. Andererseits können Gegensätze, zum Beispiel im Temperament, einer Beziehung "Würze" geben und dafür sorgen, dass sich beide positiv ergänzen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Parship beansprucht ja für sich dies für das Matching zu berücksichtigen.
    Gerade an diesem Punkt kann ich mir nicht vorstellen, dass das "matching" funktioniert. Während sich Interessen, Bildungsniveau, politische Einstellung etc. noch relativ leicht als "passend" oder "unpassend" zuordnen lassen, sind das Temperament und die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen viel zu komplex, um in einem solchen Computertest erfasst zu werden.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Um zunächst bei Online-Dating zu bleiben, was wäre die Alternative zum Matching: sich durch tausende Anzeigen zu wühlen. Und nach welchem Kriterien?
    Den Psychokram wegzulassen. Statt dessen detailliertere Fragen zur Lebenseinstellung, politischer Orientierung, Kinderwunsch ja oder nein, zu Hobbies und Interessen zu stellen (die Kategorien bei PS sind doch sehr allgemein), die Leute an dieser Stelle frei formulieren lassen. Genau danach fragen, was für Vorstellungen sie selbst von einer Beziehung haben, ob eher klassische Rollenaufteilung oder nicht etc.

    Suchfunktionen installieren, mit denen man etwa auch die Interessen und Hobbies, den Literatur-, Film- und Musikgeschmack (kann alles sehr aufschlussreich sein) googlen kann. Die Möglichkeit, detaillierter nach Postleitzahl und Wohnort zu suchen.

    Ich denke, ein solcher Service wäre sinnvoller und erfolgversprechender als der von PS.

    Viele Grüße,

    Leonora
    Geändert von Leonora (08.12.2007 um 13:02 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: "Suchschema" ändern? Ratlos..

    @ Keiichi
    Während meines Zivi gab es mal eine Frau A, die war so gar nicht das was ich erwartet hatte. Sie hat mich angesprochen, sie war hübsch, niedlich, lieb und nett, sie hat für mich gekocht (mmh!).. Aber zwei Dinge haben mich damals irritiert, einerseits war sie Stewardess und andererseits trug sie kurze Röcke und Absatzschuhe.
    Das war eine Frau, auf die Du von Dir aus nicht unbedingt zugegangen wärst, weil Du den Eindruck hattest, dass Ihr nicht zusammenpaßt, nehme ich an.
    Ich ging davon aus, dass wir keine gemeinsamen Interessen haben, ich über nichts mit ihr reden könnte und um ehrlich zu sein, hatte ich Bedenken, dass andere denke, sie wäre für mich nur was für's Bett.
    Und war es dann so?
    Ich meine, was andere denken, ist ja letztlich nicht ausschlaggebend.
    Meine letzte Freundinn B war eine Kommilitonin. Gleiches Studienfach, ähnliche Probleme über die man sich austauschen konnte, übereinstimmende berufliche Ziele, aber... es hat nicht funktioniert. Anfangs war es wunderschön, dann aber wurde es mehr und mehr zum Drama, mit Eifersuchts- oder Machtspielchen, obwohl wir beide anfangs genau das ausgeschlossen hatten. Ellenlange Diskussionen, über typisch Mann und typisch Frau; Streiterein über nichts; statt fachlicher Kritik sollten es Schmeichelein sein; unvorhersehbare Wechsel zwischen Nähe und Distanz. Ich habe es nicht mehr ausgehalten, gleichzeitig habe ich mich verzehrt nach ihr. Bei einer Gelegenheit dann, habe ich die Notbremse gezogen.
    Auch wenn man Gemeinsamkeiten hat, kann man noch nicht davon ausgehen, dass man sich gut verträgt. Und gerade, wenn Ihr fachlich was Ähnliches macht, ist die Gefahr viel größer, dass man da miteinander rivalisiert. Hätte Deine Freundin beruflich/fachlich was ganz anderes gemacht, hätte jede/r jedem den eigenen Bereich lassen können. So aber kann man beurteilen und bewerten, was der andere macht, und wenn man da in der fachlichen Einschätzung nicht übereinstimmt, wird das schnell persönlich genommen. Man muss mit so einer Situation richtig umzugehen wissen, und das gilt für beide.
    Zitat Zitat von Leonora
    Den Psychokram wegzulassen. Statt dessen detailliertere Fragen zur Lebenseinstellung, politischer Orientierung, Kinderwunsch ja oder nein, zu Hobbies und Interessen zu stellen (die Kategorien bei PS sind doch sehr allgemein), die Leute an dieser Stelle frei formulieren lassen. Genau danach fragen, was für Vorstellungen sie selbst von einer Beziehung haben, ob eher klassische Rollenaufteilung oder nicht etc.

    Suchfunktionen installieren, mit denen man etwa auch die Interessen und Hobbies, den Literatur-, Film- und Musikgeschmack (kann alles sehr aufschlussreich sein) googlen kann. Die Möglichkeit, detaillierter nach Postleitzahl und Wohnort zu suchen.
    Die Hinweise von Leonora finde ich sinnvoll. Wesentlich für Dich ist es, rauszufinden, a) ob Du Gemeinsamkeiten mit jemandem hast und b) wenn ja, welche. Gerade im Bereich der Freizeitgestaltung solltet Ihr einen nicht zu kleinen gemeinsamen Nenner finden von Dingen, die Ihr beide gerne macht bzw. mit denen Ihr Euch beide gerne befaßt. Wichtig sind ebenfalls ähnliche Positionen beim Lebensmodell und bei der Weltanschauung allgemein.

    Das andere Wichtige, die Verträglichkeit und Beziehungsfähigkeit, kannst Du nicht direkt abtesten. Da musst Du das Verhalten beobachten: Wie zuverlässig, streitsüchtig, rechthaberisch, eifersüchtig, wankelmütig, launisch etc. ist jemand?
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: "Suchschema" ändern? Ratlos..

    Zitat Zitat von Latona
    Die Hinweise von Leonora finde ich sinnvoll.
    Freut mich.


    Zitat Zitat von Latona
    Das andere Wichtige, die Verträglichkeit und Beziehungsfähigkeit, kannst Du nicht direkt abtesten. Da musst Du das Verhalten beobachten: Wie zuverlässig, streitsüchtig, rechthaberisch, eifersüchtig, wankelmütig, launisch etc. ist jemand?
    Eben. Über gut gemachte Suchfunktionen kann man feststellen, ob Interessen, Einstellungen etc. grundsätzlich passen (siehe oben).

    Ob dann die Chemie zwischen zwei Menschen stimmt und ob sie auch charakterlich miteinander kompatibel sind, kann letztlich nur der persönliche Kontakt zeigen.

    @Keiichi: Deine Erfahrungen mit Freundin B erinnern mich stark an eine Beziehung, die ich vor einigen Jahren mit einem Studienkollegen hatte und die ziemlich abrupt und für mich enttäuschend endete.

    Ich denke, Dein Beispiel deutet auf ein grundsätzliches Phänomen hin: viele Frauen wünschen sich einen Partner "auf Augenhöhe", u. U. auch aus dem gleichen beruflichen Bereich (ist für mich beispielsweise aber keine Voraussetzung - ähnliche Interessen und ähnliches Bildungsniveau hingegen schon). Nicht wenige Männer dagegen, auch die, die grundsätzlich eher liberal eingestellt und durchaus für Gleichberechtigung sind, bevorzugen schließlich doch eher eine Partnerschaft mit klassischer Rollenaufteilung.

    Dieses Ungleichgewicht ist sicher einer der Gründe, warum viele Menschen Single bleiben.

  5. Inaktiver User

    AW: "Suchschema" ändern? Ratlos..

    Zitat Zitat von Leonora
    @Keiichi: Deine Erfahrungen mit Freundin B erinnern mich stark an eine Beziehung, die ich vor einigen Jahren mit einem Studienkollegen hatte und die ziemlich abrupt und für mich enttäuschend endete.
    Das ist das richtige Wort: "enttäuschend". (Wut nicht, Trauer vielleicht, auf keinen Fall jedoch Hass.) Ich kannte sie schon länger, vorher hatten wir uns schon Monate unterhalten, auch darüber was wir vom Leben und einer Beziehung erwarten. Ich fand sie zwar schon immer toll, hätte aber nie gedacht, dass wir zusammenkommen würden. Und als es dann einfach passierte, war ich so glücklich und überzeugt, dass sie die richtige ist, weil sie sehr einfühlsam war. Bis heute habe ich keine wirklich befriedigende Antwort gefunden, warum es so gekommen ist. Was war denn bei Dir?

    Zitat Zitat von Leonora
    Ich denke, Dein Beispiel deutet auf ein grundsätzliches Phänomen hin: viele Frauen wünschen sich einen Partner "auf Augenhöhe", u. U. auch aus dem gleichen beruflichen Bereich (ist für mich beispielsweise aber keine Voraussetzung - ähnliche Interessen und ähnliches Bildungsniveau hingegen schon).
    Oh ja. Eine Bekannte von mir, nennen wir sie Frau C, war ebenfalls im gleichen Studiengang. Gemeinsame Freunde meinten, ich sollte etwas zulegen, sonst kämen wir nie zusammen. Sie meinte mal zu mir: "Auf Dein Niveau werde ich nie kommen." Wir sind immer noch befreundet. Sie hat ist dann mit einem anderen zusammengekommen. Er ist sehr nett, anderer Studiengang, verbeamtet. Mit ihm hat sie jetzt zwei Kinder. Und trotz Promotion nur einen fachfremde Halbtagsstelle.
    Und Freundin B hat am Anfang unserer Beziehung ähnliches gemeint, und die Befürchtung geäußert, dass ich sie verlassen könnte, weil sie mir nicht genügen könnte.

    Zitat Zitat von Leonora
    Nicht wenige Männer dagegen, auch die, die grundsätzlich eher liberal eingestellt und durchaus für Gleichberechtigung sind, bevorzugen schließlich doch eher eine Partnerschaft mit klassischer Rollenaufteilung.
    Ich frage mich selbst, warum das so ist.
    Liberal kann man leicht sein, wenn es einen nicht betrifft, für einen persönlich kann das "alles geht, nichts muss" auch sehr verunsichernd sein.

    Zitat Zitat von Leonora
    Dieses Ungleichgewicht ist sicher einer der Gründe, warum viele Menschen Single bleiben.
    Mir gefällt Deine Formulierung. Du enthältst Dich wohltuend jeder Schuldzuweisung.

  6. User Info Menu

    AW: "Suchschema" ändern? Ratlos..

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Was mich stutzig macht ist folgende Formulierung..

    Eine betont selbstbewusste und selbstständige Frau kommt für Sie als Lebensgefährtin weniger in Frage. Nach Ihnen suchen eher sehr feminine Frauen, die wie Sie eine klassische Rollenverteilung für sich anstreben.
    [...]
    Jetzt entwickelt es sich dahin, dass ich a) Alleinverdiener sein kann, b) doch viel für Kinder übrig habe, c) meine Arbeit Ortwechsel und Einsatz verlangt. So dass die Alternative nicht so unsinnig erscheint. Wenn ich mal alle meine Vorurteile links liegen lasse, auch dann ist dies zu schön um wahr zu sein.
    Du gibst Dir doch selbst die Antwort.

    Du möchtest eine Familie haben (irgendwer muss sich um die Kinder kümmern – wenn man die nicht nach dem Werfen gleich an Fremde abgeben will) und Deine (ich nehme an gut bezahlte) Arbeit verlangt Ortswechsel und Einsatz. Eine Frau, deren oberste Priorität (oder zumindestens unter den Top 3) IHRE Arbeit ist, passt nicht in Dein Lebenskonzept, wenn sie das alles für eine Zeit eben nicht aufgeben kann und will, bzw. sie selbst ortsgebunden ist, weil tolle Karriere in bestimmten Betrieb.

    Eine Frau – und das muss nicht zwangsläufig ein Hausmutterchen sein! – die hier flexibel ist und evtl. auch mal 1-3 Jahre aus ihrem Job raus kann und will ohne sich in ihrer Emanzipation angegriffen zu fühlen um eine Familie zu gründen, passt dann besser.

    Bei diesen Test darf aber nicht unbeachtet bleiben, dass die Persönlichkeiten nicht in allen Facetten dargelegt werden können, so dass das Ergebnis - und so auch meine Antwort hierauf - eben etwas "grobkörniger" ausfällt, es ist nur eine Tendenz, was bedeutet, dass eben auch die betont selbstbewusste, selbständige Frau in Frage kommen könnte.

  7. User Info Menu

    AW: "Suchschema" ändern? Ratlos..

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich frage mich selbst, warum das so ist.
    Eine mögliche Erklärung: Weil es praktischer ist und für alle - Mann, Frau und Kind(er) - einfach weniger Streß bedeutet. Oder glaubt jemand ernsthaft, das Modell "Frau (im wesentlichen) bei der Familienarbeit, Mann (hauptsächlich) bei der Erwerbsarbeit" ist nur erfunden worden, um die Frauen möglichst effektiv zu unterdrücken (zu welchem Zweck eigentlich)?
    Et moi je cherche après l'âme sœur
    Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)

    (Guy Béart, "Escalier B")

  8. Inaktiver User

    AW: "Suchschema" ändern? Ratlos..

    Zitat Zitat von Latona
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ... dass andere denke, sie wäre für mich nur was für's Bett.
    Und war es dann so?
    Soweit ist es nicht gekommen.

    Zitat Zitat von Latona
    Ich meine, was andere denken, ist ja letztlich nicht ausschlaggebend.
    Schwierig. Jain. Sonst würde ich hier nicht schreiben, mir sind die Antworten wichtig.
    Im fachlichen trete ich selbstbewußt auf, und auch in geselliger Runde kann ich schonmal auftrumpfen. Naja, früher eher zynisch.
    Aber von Beziehungen habe ich kaum einen Plan. Das ändert sich jetzt. Ironie ist, dass ich dafür offensichtlich erst die Trennung von meiner großen Liebe verkraften musste. Und erlebe jetzt sehr nah mit wie andere leiden, weil ich ins Vertrauen gezogen werde.

    Zitat Zitat von Latona
    Und gerade, wenn Ihr fachlich was Ähnliches macht, ist die Gefahr viel größer, dass man da miteinander rivalisiert.
    Es waren sehr verschiedene Themen. Also keine direkten Rivalen. Aber für eine Karriere innerhalb der Uni.., ich hatte zwischenzeitlich auch meine Zweifel, aber da bin ich durch. Aber meine ganz private Antwort kann andere vielleicht erneut in Zweifel stürzen.

    Zitat Zitat von Latona
    Gerade im Bereich der Freizeitgestaltung solltet Ihr einen nicht zu kleinen gemeinsamen Nenner finden von Dingen, die Ihr beide gerne macht bzw. mit denen Ihr Euch beide gerne befaßt.
    Tja.. Sie hatte Stress wegen der Trennung Auszug aus der gemeinsamen Wohnung u.a. Ich belastete vor allem, dass ich seit langen wieder mit einer Frau intim wurde, da lief anfangs garnichts. Bemühten wir uns anfangs es dem anderen recht zu machen, wollten wir damit nur Streit vermeiden, denn für Diskussionen hatten wir nicht die Ruhe. Vielleicht wäre ein Urlaub gut gewesen, aber das lies der Stress auf Arbeit nicht zu. So haben wir uns dann die Luft abgedrückt und das entlud sich in grundlosen Streiterein. Hatten wir anfangs noch etwas zusammen unternommen, gab es am Ende nicht mehr, außer Sex, und der war naja auch nicht wirklich schön. Ich denke heute, wären die Umstände nicht so schlecht gewesen, hätte es was werden können. Am Ende wurde nichtmal mehr der gute Wille anerkannt, nur Vorwürfe und verletzende Worte.

    Zitat Zitat von Latona
    Wichtig sind ebenfalls ähnliche Positionen beim Lebensmodell und bei der Weltanschauung allgemein.
    Ob man das alles vorher abklären kann?

    Zitat Zitat von Latona
    Beziehungsfähigkeit kannst Du nicht direkt abtesten.
    B. ist für mich ein Reizwort. Was verstehst Du genau darunter. Ich kenne einige Päarchen und die verstehen unter "Beziehung" und was diese ausmacht sehr unterschiedliche Dinge.

    Zitat Zitat von Latona
    Da musst Du das Verhalten beobachten: Wie zuverlässig, streitsüchtig, rechthaberisch, eifersüchtig, wankelmütig, launisch etc. ist jemand?
    Ich bin zuverlässig, aber kann aber auch rechthaberisch und eifersüchtig sein. Was sagt das jetzt über meine Beziehungsfähigkeit aus?

  9. User Info Menu

    AW: "Suchschema" ändern? Ratlos..

    Zitat Zitat von SkyWalker
    Eine mögliche Erklärung: Weil es praktischer ist und für alle - Mann, Frau und Kind(er) - einfach weniger Streß bedeutet. Oder glaubt jemand ernsthaft, das Modell "Frau (im wesentlichen) bei der Familienarbeit, Mann (hauptsächlich) bei der Erwerbsarbeit" ist nur erfunden worden, um die Frauen möglichst effektiv zu unterdrücken (zu welchem Zweck eigentlich)?


    aber pssst, dass darf meistens nicht laut ausgesprochen werden.. *schnell aus dem Thema verschwind, bevor mich wer hier sieht*

  10. Inaktiver User

    AW: "Suchschema" ändern? Ratlos..

    Zitat Zitat von SkyWalker
    Eine mögliche Erklärung: Weil es praktischer ist und für alle - Mann, Frau und Kind(er) - einfach weniger Streß bedeutet. [..]
    Das Modell gibt es ja auch noch nicht so lange. Erst seitdem die Großfamilie durch die Kernfamilie ersetzt wurde. "Früher" haben Mann und Frau (und die älteren Kinder) auf dem Feld gearbeitet und die Großeltern haben das Haus und die jüngeren Kinder gehütet. In der Kernfamilie wurde dem Mann zunehmend die alleinige Verantwortung für das Einkommen aufgebürdet, die Aufsicht über Haus und Kinder der Frau. (Die Ursache ist wohl zunächst die Flucht vom Land in die Stadt und heute kommt noch die Forderung nach Mobilität dazu.) Ob das praktischer ist?... würde ich nicht sagen. Stress.. bedeutet es auf alle Fälle.

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